Zum 20. Geburtstag der Modellreihe kommt das beliebte E-Trekkingbike mit zahlreichen Detailverbesserungen in den Fachhandel: der Pegasus Premio EVO 10 Lite. Die Fahrradbranche hat einen langen Atem.
Dabei betrat Pegasus die Szene zu einem günstigen Zeitpunkt: Als der Kölner Hersteller Mitte der Nuller Jahre seine ersten Trekkingbikes vorstellt, ist das Radfahren im Aufwind. Sportliche Erfolge auf den einen und neue Technologien auf der anderen Seite wecken Interesse und bieten neue Möglichkeiten. Noch ist kaum jemand bereit, viel Geld für ein Alltagsrad auszugeben; mit Preisen um 500 Euro liegen die Modelle von Pegasus bereits über dem Durchschnitt und bieten dafür sportliche Technik - 3×8-Gang-Schaltung, Federgabel - bei recht geringem Gewicht.
Gamechanger ist der erste Bosch-Motor, der Ende 2010 vorgestellt wird und den Kölnern endlich als solide technische Lösung erscheint. In den kommenden Jahren stellt Bosch die drehmomentstärkeren Motoren Performance Line (2014) und Performance Line CX (2015) vor. Scheibenbremsen ersetzen die Felgenstopper; nach wie vor wird der Akku außen angebracht und Fahrräder wie E-Bikes rollen auf vergleichsweise schmalen 38er Reifen.
Das Pegasus Premio EVO im Wandel der Zeit
Erst 2020 nimmt das E-Bike die heute üblichen Formen an: 2020 stellt Pegasus das erste Premio EVO vor, das am Bosch-Motor der dritten Generation mit großem Kettenrad vorne erkennbar ist. Es folgen behutsame Modellpflege-Maßnahmen, die das Erfolgsprodukt Stück für Stück verbessern, dabei bleibt sich das Premio EVO in den Grundzügen treu. Und das merkt man auch an der Variante des Jubiläumsjahres: Zum 20. Geburtstag schenkt Pegasus sich und seinen Kunden eine neue Version, die mit vielen Detailverbesserungen auf sich aufmerksam macht.
Allerdings muss man genau hinschauen bzw. eine Proberunde drehen - dann stellt man zum Beispiel fest, dass die Rahmengeometrie verändert wurde, sodass die Sitzhaltung nun noch etwas komfortabler ausfällt. Auch das neue Pegasus Premio EVO 10 nutzt die Komponenten des Bosch Smart Systems, darunter die LED Remote am Lenkergriff sowie mit dem Kiox 500 ein großes Farbdisplay mit vielen Funktionen. Motor-, Fahr- und Leistungsdaten lassen sich hier optimal ablesen, wobei die Platzierung des Bildschirms vor dem Lenkervorbau dafür sorgt, dass man nicht allzu weit nach unten blicken muss.
Täte man es, würde einem ein neues Merkmal des 2025er Premio EVO auffallen: Bei allen drei Rahmenformen wird der Akku nun nach oben entnommen. Vorbildlich ist die Ausstattung des Pegasus, das da, wo es zählt, hochwertige Komponenten bietet.
In der Tat gibt es Zahnkranzkassetten mit mehr Gängen, doch angesichts der starken Motorunterstützung braucht man weder eine feinere Gangabstufung noch einen größeren Übersetzungsumfang. Das Zehngang-Getriebe ist außerdem weniger empfindlich, während eine Zwölfgangschaltung perfekt eingestellt sein muss, um geschmeidig zu funktionieren. Die Shimano-Linkglide-Komponenten stehen für geringen Verschleiß auch bei starker Belastung, und mit schnellen, präzisen Gangwechseln fühlt sich das Pegasus Premio so sportlich an, wie man es von einem E-Trekkingbike erwartet.
Auch die Luftfedergabel mit 100 mm Weg basiert auf Mountainbike-Technik. Ihr sensibles Ansprechverhalten wird von satte 55 mm breiten Reifen unterstrichen, die für angenehme Vibrationsdämpfung und viel Fahrsicherheit sorgen. Optisch gefällt das 2025er Premio EVO nicht zuletzt mit ab dem Lenkervorbau innen geführten Leitungen; dazu kommen schöne Details wie die schmale, perfekt in den stabilen Heckträger integrierte Rückleuchte. Diese ist mit einem Beschleunigungssensor ausgestattet und fungiert als Bremslicht.
Pegasus bietet seinen Dauerbrenner in drei Rahmenformen und jeweils drei Größen an; die Diamant-Ausführung gibt es dazu in XL. Mit alledem ist das Pegasus Premio EVO 10 voll auf der Höhe der Zeit. Große technische Neurungen sind bei E-Bikes dieses Typs erst einmal nicht zu erwarten bzw. an anderen Pegasus-Modellen verfügbar - etwa die Vollfederung des Premio EVO FS oder das Tretlagergetriebe am Estremo EVO.
Pegasus Solero SL Disc im Vergleich
Vergleicht man das 2017er Modell des Solero SL Disc mit älteren Versionen, fällt sofort auf: Vieles ist schicker geworden, schnittiger, moderner. Rote Streifen und rote Bremssättel als Highlights verleihen dem bisher optisch eher zurückhaltenden Allrounder eine verlockend rassige Note. Ganz so furios, wie die ferrariroten Streifen es versprechen, legt das Pegasus nicht los, aber für Fahrspaß ist trotzdem gesorgt.
Passend zur aufrechten Sitzposition zeigt sich das Rad eher souverän. Der Lenker liegt sehr gut in der Hand, lässt sich individuell einstellen und bietet dank Hörnchen viele Griffvarianten. Ein Trekkingbike wie das Solero SL 24 von Pegasus muss nicht unbedingt groß erklärt werden: Das praktische Alltags- und Tourenbike mit Federgabel und Kettenschaltung wendet sich an Menschen, die einfach einen Allrounder suchen und nicht lange über technische Feinheiten nachdenken wollen.
Schaut man sich nun im Sortiment des Händlers um, stellen sich die folgenden zwei Fragen: Bekomme ich für 100 Euro weniger nicht fast das gleiche Rad - nämlich ein Pegasus Piazza 21? Der Unterschied zum teureren Rad ist klar und schon in dessen Namen zu finden: Das Solero Disc ist mit Scheibenbremsen ausgestattet und damit natürlich ein Stück weit „besser“.
Der Vorteil der Discbrake liegt in stärkerer Bremswirkung gerade bei Nässe - wo Wasser und Schmutz auf der Felge die klassischen V-Brakes weniger stark zupacken lassen, bieten Scheibenbremsen quasi gleichbleibende Verzögerung. Das ist gerade dann von Vorteil, wenn wirklich bei jedem Wetter gefahren wird und auch mal schnelle Abfahrten anstehen. Der Gelegenheitsradler kommt freilich auch mit V-Bremsen gut zurecht - sie sind verlässlich, durch ihren einfachen Aufbau leicht zu warten und seit vielen Jahren bewährt.
Zum einen ist eine Gabel mit gut 50 % mehr Federweg montiert - 63 statt 40 mm, was es ermöglicht, die Gabel sehr weich abzustimmen, ohne dass sie bei harten Stößen durchschlägt. Zum anderen verbaut Pegasus am teureren Modell einen deutlich helleren Scheinwerfer, dessen 50 Lux auch bei absoluter Dunkelheit eine sichere Fahrt ermöglichen. Die 100 Euro Mehrpreis für das Solero SL Disc 24 machen sich also in gleich dreifacher Hinsicht bei der Funktion bemerkbar - jedenfalls dann, wenn man insgesamt mehr Rad fährt, und das auch bei Nässe, im Dunklen und auf rauem Untergrund.
Wie der Name schon sagt, verfügt das Solero über einen Achtfach-Zahnkranz und bietet damit drei Gänge mehr - und das ist schon ein merklicher Unterschied, zumal die Übersetzungsbandbreite insgesamt größer ausfällt. Gerade bergauf profitiert man von einer leichteren Schaltstufe; wer immer mal wieder ein Steilstück bewältigen muss, sollte also das 24-Gang-Modell ins Auge fassen. Dies ist ein durchaus bedeutsames Sicherheitsmerkmal und sollte gerade Cityradlern wichtig sein.
Ein weiteres Detail fällt dem Laien wohl kaum auf: Das Piazza ist noch mit einer sogenannten Sattelkerze ausgestattet; an dieser ist der Sattel mit dem „Sattelkloben“ befestigt. Beim Solero 24 SL gibt’s dagegen schon eine richtige Sattelstütze mit praktischer Jochklemmung. Als kleines Extra spendiert Pegasus dem Solero einen magnetischen Fidlock-Flaschenhalter im Wert von zehn Euro, für den man freilich noch die passende Flasche braucht. Auch dies ist ein Detail, das dann interessant wird, wenn mehr geradelt wird.
Wer mehr Rad fährt, sollte auch mehr für sein Fahrrad ausgeben und dabei auch seine Fahrgewohnheiten berücksichtigen - Wetter, Terrain und Tageszeit.
Pegasus Fahrräder: Eine Übersicht
Als Eigenmarke der ZEG, der von Köln aus operierenden Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft, gibt Pegasus sich heute gerade so aufgeräumt wie noch vor 30 Jahren, als Räder wie das filigrane "Rubin" auf der Höhe der Zeit lagen. Heute heißen sie Solero SL, Piazza oder Premio Superlite Disc, sind ausgewogen und zuverlässig, beides Attribute, die das Pegasus-Prinzip perfekt umschreiben.
ZEG positioniert die Räder mit dem geflügelten Pferd im Logo als erschwingliche Familienräder, das Portfolio reicht vom Kinderrad über City-, Trekking-, Shopping- und Falträder bis hin zum E-Bike für erhöhte Pendler- und Senioren-Mobilität. Nur für Mountainbikes nutzen die Kölner andere Marken wie Bulls, wer speziell ein sportives Rad sucht, wird hier kaum fündig.
Die Klassen im Überblick:
- Estremo: Für Reiseradler
- Premio: Verlässliche Begleiter der Spitzenklasse
- Solero: Für die täglichen Wege
- Piazza: Aushängeschild und Werttreiber
- Avanti: Einsteiger-Räder für Erwachsene und Jugendliche
Mit den drei Falträdern D3A, D3S oder P8 sind Pendler und Großstadtbewohner gut beraten, die von der Haltestelle nach Hause noch ein paar Kilometer zurücklegen müssen. Aus der Premio-Klasse stammen zwei mit „Sehr gut“ bewertete E-Bikes: Das E10 als kompromisslos leichter E-Tourer mit toller Dynamik und hohem Komfort (ElektroRad 1/2014) und das Nu-E Harmony als sportiver Tourer mit begeisternder Agilität“ (ElektroRad 4/2013).
Natürlich haben Pegasus-Räder vor allem in Hinblick auf Bremsen, Schaltung und Fahrkomfort das „Rubin“ längst überflügelt. V-Brakes, Shimano Nexus Schalthebel und 8-Gangschaltungen finden sich etwa bei den Cityrädern oder 14-Gang-Rohloff bei den Trekkingrädern (Estremo), mit Shimano Deore-27-Gang-Schaltwerk und hydraulischer Scheibenbremse warten das Premio SL Disc oder Tecaro SL auf und mit 30 Gängen (Shimano Deore) das Super Lite Disc.
Wer bei Pegasus solide Trekkingräder für leichtes Gelände und längere Touren sucht, wird zumeist schicke Alltagsräder mit sportiven Ansätzen finden (aktivRadfahren 3/2014 zum Solero SL Disc), stimmige Gesamtpakete mit LED-Scheinwerfer mit Schalter und Standlicht, viel Komfort und guter Ausstattung (aktiv Radfahren 1-2/2014 zum Solero SL), bequeme „Allrounder par excellence“ mit Sorglosdetails (Radtouren 2/2014 zum Premio Superlite Disc), doch „ohne sportliche Wesenszüge (Radtouren 3/2013 zum Tecaro SL).
Pegasus hat sich mit qualitativ hochwertigen, komfortablen und sicheren Fahrräder einen Namen gemacht. Zu einem fairen Preis entwickelt die Marke Räder, die zu den Ansprüchen der Kunden passen. Wer genussvoll und unbesorgt Rad fahren möchte, ist bei den Modellen von Pegasus richtig aufgehoben.
Seit mehr als 30 Jahren gibt es bereits Pegasus-Fahrräder. Die Marke orientiert sich sowohl an Genussradlern als auch an den Bedürfnissen von flotten Tourenfahrern. Auch die Preispolitik von Pegasus kommt den Kunden sehr entgegen. Im Pegasus-Fahrrad-Shop lassen sich problemlos Räder für die ganze Familie bestellen.
Kurz gesagt: Wer viel Qualität und Komfort zu einem fairen Preis haben möchte, kommt an einem Pegasus-Fahrrad quasi nicht vorbei. Pegasus ist bodenständig, wobei die Marke nicht mehr und nicht weniger als bequeme, technisch ausgereifte und zuverlässige City- und Trekkingbikes bietet.
Eine fortlaufende Entwicklung, ein offenes Ohr für die Bedürfnisse verschiedener Radfahrer und eine gepflegte Tradition zeichnen die Marke aus. Die Pegasus-Fahrräder selbst bieten für eine breite Zielgruppe genau das Richtige. Herren, Damen, Jugendliche, Kinder, sportlich orientierte Radfahrer und solche mit hohen Komfort-Ansprüchen werden allesamt glücklich.
Am Ende trägt die Art der Preisgestaltung wesentlich zum Erfolg von Pegasus bei.
Details zum Pegasus Premio Evo 10 Lite Trekking E-Bike
Wie die meisten Bikes in unserem Vergleichstest neuer Trekking-E-Bikes mit Bosch-Motor wurde das Pegasus Premio Evo für den neuen Performance CX von Grund auf neu aufgelegt. Mit breiten Reifen, Rahmenschloss und stabilem Gepäckträger setzt Pegasus Akzente bei Komfort und Alltagstauglichkeit. Im Fall des Premio Evo 10 heißt das aber auch: Leichtbau und ein Einsatz abseits der Radwege stehen eher nicht im Lastenheft. Das überlässt man lieber dem vollgefederten Modellen aus Pegasus FS-Baureihe.
Praktisch: Der Akku wird beim Pegasus nach oben aus dem Unterrohr entnommen. So muss man zum Batterie-Ausbau nicht unter das Rad kriechen und riskiert auch nicht, dass die schwere Batterie bei unvorsichtiger Handhabung aus dem Unterrohr herausfällt.
Pegasus setzt für das Premio Evo 10 Lite auf das große Kiox 500. Fahrdaten bis hin zur eigenen Wattleistung, Tacho-Funktionen und sogar Navigation - hier bleiben keine Wünsche offen. App und Bedienelemente wurden von der Vorgänger-Generation übernommen.
Ausstattung im Detail:
- Schaltung: Shimano Cues U6000 (10-fach)
- Übersetzung: 44 / 11 - 48 Zähne
- Bremsen: Shimano MT200 (Zweikolben)
- Reifen: Schwalbe The Green Marathon, 55 mm
- Lichtanlage v. /h.: Fuxon FL-20EB / Fuxon ICR-33S (integriert)
- Gepäckträger: Monkeyload, 27 kg
- Gabel: SR-Suntour NCX-32 Air
Beim Gepäckträger spielt das Pegasus Premio EVO 10 Lite seine Qualitäten als Trekkingrad voll aus. Er kann mit 27 Kilo beladen werden.
Das gute Cockpit zahlt sich auch beim Fahren aus. Hier wirkt das Pegasus Premio E-Trekkingbike trotz seines hohen Gewichts sehr angenehm und lässt sich leicht auch durch enge Kurse manövrieren. Das bringt Fahrspaß! Sattel, Lenkerhöhe, Griffweite: Hier ist beim Pegasus alles am richtigen Platz. Das Rad fährt sich entsprechend intuitiv.
Die große Stärke des Pegasus: Das stoische Handling, auch mit schwerer Beladung. Der Gepäckträger hat die höchste Gewichtszulassung im Testfeld, das Rad lässt sich auch mit einseitigen schweren Packtaschen noch gut kontrollieren. Trotz der in Teilen einfachen Ausstattung verbleibt so ein gelungener Gesamteindruck.
MYBIKE-Bewertung des Pegasus Premio Evo 10 Lite:
- Stärken:
- Starke Kombination aus Souveränität und Handlichkeit
- Wirkt insgesamt sehr stabil
- Gepäckträger mit 27 kg Zuladung
- Schwächen:
- Schwer
- Ausstattungsqualität nur Mittelmaß
Das Gesamtkonzept des Pegasus Premio überzeugt. Kein E-Bike fühlt sich beim Fahren gleichzeitig so souverän und so handlich an, gerade mit Beladung. So ergattert das Premio Evo 10 trotz einfacher Parts eine gute Bewertung. Mit besserer Ausstattung wäre noch wesentlich mehr drin gewesen.
Straßen und Radwege sind für E-Bikes das bevorzugte Terrain. Wer die klassische Optik und cleane Akku-Integration schätzt und kein Kurvenräuber ist, ist mit dem Pegasus bestens beraten.
Technische Daten des Pegasus Premio EVO 10 Lite
Hier eine Übersicht der wichtigsten technischen Daten des Pegasus Premio EVO 10 Lite:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Preis | 4499 Euro |
| Rad-Kategorie | E-Trekkingbike |
| Motor | Bosch Performance Line CX Gen. 5, 85 Nm max. |
| Schaltung | Shimano Cues U6000 (10-fach) |
| Reifen | Schwalbe The Green Marathon, 55 mm |
| Gepäckträger | Monkeyload, 27 kg |
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