Performance von Klapprädern mit 3-Gang-Shimano-Nexus-Schaltung

Klappräder und E-Bike Klappräder sind umso leichter zu transportieren, je kompakter sie zusammengefaltet werden können - manche Modelle passen sogar in eine zugehörige Tragetasche. Millionen Deutsche pendeln regelmäßig zur Arbeit.

Um ihren Alltag aufzupeppen, nutzt Redakteurin Sandra Leinfelder ein Faltrad als zusätzliche Alternative zur Bahn. Für einige Menschen ist diese Situation bereits Realität, ein elektrisches Faltrad hat ihr Leben verändert.

Die cleveren Packmaß-Helden sind ein ideales Fahrzeug für Pendler! Und im Gegensatz zu älteren Klapprädern, die nur an einer Stelle gefaltet werden konnten, haben moderne Falträder viel mehr Möglichkeiten, um das Packmaß noch handlicher zu machen.

Elektro-Falträder dürfen kostenlos in Bus und Bahn mitgenommen werden und passen zudem in den Autokofferraum. Dank des E-Antriebs kommen Sie zudem unverschwitzt im Büro an, haben sich aber trotzdem bereits körperlich betätigt.

Die lästige Parkplatzsuche fällt weg, und in der Mittagspause können Sie schnell Ihr favorisiertes Restaurant anfahren. Sogar der ökologische Fußabdruck verringert sich.

Fahrgefühl und Komfort

Trotz dieser Merkmale bietet ein solches Bike viel Komfort und ein stabiles und sicheres Fahrgefühl, ähnlich wie bei einem City e-Bike. Trotz Mittelmotor und großem 500-Wattstunden-Akku liegt das Gewicht des Faltrads bei nur 22,5 Kilogramm.

Lange Touren sind mit diesem Bike auch wegen des robusten Gepäckträgers kein Problem. Mithilfe des verstellbaren Vorbaus lässt sich das Bike gut auf unterschiedlich große Fahrer einstellen.

Beim Fahren merkt man kaum, dass es sich hierbei um ein Faltrad handelt. Die sehr breiten Schwalbe-Reifen sorgen für Komfort. Fahrspaß pur!

Nabenschaltungen im Test

Ich war schon immer ein Fan von Nabenschaltungen. Nun ja, auch bei Nabenschaltungen ist nicht alles Gold, was glänzt. Die eben beschriebenen Vorteile werden mit geringerer Abstufung, geringerem Übersetzungsbereich und geringerer Effizienz im Sinne eines höheren Widerstands erkauft.

Die Nachteile von Nabenschaltungen spielen bei Pedelecs keine Rolle. Da schiebt der Motor fleißig an und egal, ob in der Ebene oder bergauf, man wählt die passende Unterstützungsstufe und pedaliert dahin - aus Freude am Fahren.

Shimano Nexus im Detail

Nicht viel anders ist das Prozedere mit der beliebten SHIMANO Alfine Achtgangnabe, die besonders in der elektronisch schaltenden Version (Di2) angenehmen Fahrkomfort bietet. Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe (Modell SG-C7050-5) zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie mit den Motor-Drehmomenten bis zu 60 Nm eingesetzt werden kann und die hohen Drehmomente von Antrieb und Muskelkraft aushält.

Damit sollen beim Schaltvorgang deutlich größere Lasten toleriert werden können, sodass diese Nabe als spezifische E-Bike-Nabe spürbare Vorteile bringen soll. So die Theorie laut SHIMANO. Kann die Nabe das Versprechen in der Praxis halten?

Bei der diesjährigen Eurobike konnten die Besucher ein Test-Bike mit dem speziell für City- und Trekkingradfahrer konzipierten neuen Antrieb SHIMANO STEPS E6100 in Kombination mit der elektronisch gesteuerten E-Bike-Nabe fahren. Zügig schaltet die Automatik hoch, dritter, vierter Gang, schnell sind die 25 km/h erreicht, die ich im extra lang übersetzten fünften Gang dahin cruise.

Vorteile der 5-Gang-Nexus-Nabe

Die NEXUS INTER-5E Getriebenabe ist gezielt auf die Anforderungen bei einem E-Bike abgestimmt. Da die leichten Gänge wegen des höheren Drehmoments weniger genutzt werden, beschränken sich die fünf Gänge der Inter-5E auf den vortriebsrelevanten Bereich der mittleren und höheren Gänge.

Der fünfte Gang ist dabei besonders lang übersetzt, für entspanntes Pedalieren bei höheren Geschwindigkeiten. Die E-Bike-Nabe mit „nur“ fünf Gängen ist nach meiner Einschätzung ein großer Wurf.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Von Front-, Heck- über Mittelmotoren ist alles im Markt zu finden. Auch die Akkukapazitäten, Klappmechanismen und Gewichtsklassen der einzelnen Bikes unterscheiden sich stark.

Bei der Wahl der Motorart unterschiedliche Varianten Probe zu fahren, jeder hat seine persönlichen Vorlieben! Nicht nur die Motorleistungen unterscheiden sich stark, sondern auch die verbauten Akkugrößen.

Wenn Sie steile Anstiege mit dem Rad bewältigen müssen, wählen Sie ein Modell mit kräftigem Motor und ausreichend Akkukapazität. Ein wichtiger Punkt bei Falträdern sind natürlich die Falt- oder Klappvorgänge und das Packmaß.

Achten Sie auch auf die Handhabung, also wie einfach sich das Fahrrad tragen lässt. Beachten Sie unbedingt die maximale Zuladung der Bikes. Addieren Sie dafür Ihr eigenes Gewicht, das Ihrer Kleidung und das des Gepäcks.

Bekannte Modelle

  • Brompton Electric: Ein Pendlertraum, aber nur im Flachland.
  • Bernds Kompaktrad: Eignet sich gut für Individualisten, die keinen Wert auf ein besonders kleines Packmaß setzen.
  • Victoria eFolding 7.6: Eignet sich für langsame, gerne auch längere Fahrten, bei denen es nur selten gefaltet wird.
  • Hercules Rob Fold: Eignet sich bestens für entspannte Lang- oder Kurzstrecken-Fahrer, die gerne aufrecht sitzen und keinen großen Wert auf ein kleines Packmaß legen.
  • Ahooga Folding Power+: Bereitet beim Fahren viel Spaß, faltet sich sehr gut, bietet aber kaum Reichweite.
  • Gocycle GX: Eignet sich perfekt für Pendelfahrten mit der Bahn und ist zudem ein echter Hingucker.
  • Fischer E-Faltrad 20" FR18: Ist ein E-Faltrad mit hohem Spaßfaktor zu einem unglaublich günstigen Kaufpreis, allerdings mit äußerst geringer Reichweite.
  • Tern Vektron S10: Meister aller Faltrad-Klassen.

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