Ohne Strom geht am E-Bike nichts - zumindest, wenn es um die elektrischen Komponenten geht. Der Akku gilt daher als eines der wichtigsten Bauteile deines Elektrofahrrads überhaupt. Er ist der Grund, dass dein Motor Vortrieb erzeugen kann. Er bestimmt, wie weit dein E-Bike mit einer einzigen Ladung fährt. Und er sorgt dafür, dass auch die anderen elektronischen Bauteile an deinem Pedelec - etwa die Steuerungseinheit oder das Licht - genügend Energie haben. Kurzum: Es lohnt sich, den Akku gut zu behandeln und zu pflegen. Er wird es dir mit Lebensdauer und Reichweite danken.
Warum der E-Bike-Akku besonders sensibel ist
Die letzten beiden Punkte sind in der Tat die Krux beim E-Bike-Akku. Ähnlich wie Handy- oder Laptop-Batterien sind auch E-Bike-Akkus sehr sensibel. Der Grund dafür sind die chemischen und physikalischen Eigenschaften sogenannter Lithium-Ionen-Batterien. Überladung und zu schnelles Laden mögen sie genauso wenig wie extreme Temperaturen und Feuchtigkeit. Und auch normale Ladevorgänge haben bereits geringfügigen Einfluss auf die Leistung. Sie sorgen für strukturelle Veränderungen in den Zellen, die sich im Laufe der Zeit aufsummieren und die Kapazität sowie die Leistung des Akkus verringern. Du kennst das Phänomen bestimmt von deinem Smartphone, dessen Batterie nach zweijähriger Nutzung nicht mehr so lange hält wie zu Beginn. Ähnlich ist es auch beim E-Bike-Akku. Ein guter Umgang kann also dazu beitragen, dass du mehr und länger etwas von deinem Akku hast.
Wie lange hält ein E-Bike-Akku?
Eine Frage, die in diesem Zusammenhang oft gestellt wird, ist die nach der Lebensdauer. Die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus ist begrenzt und wird in Ladezyklen gemessen. Ein Ladezyklus beschreibt dabei das vollständige Auf- und Entladen eines Akkus. Ein gängiger Wert auf dem E-Bike-Markt ist, dass der Akku nach 500 Lebenszyklen noch 80 Prozent seiner Kapazität haben sollte. Das hört sich erst einmal nach wenig an, bedenke jedoch, dass ein Ladezyklus wirklich die vollständigen 100 Prozent beschreibt. Du kannst unter normalen Umständen also weit mehr als 500 Touren unternehmen - und selbst dann hat dein Akku immer noch 80 Prozent Kapazität übrig. Bei regelmäßigen Fahrern geht man davon aus, dass der Akku pro Jahr ungefähr 10 Prozent verliert - und somit einige Jahre hält. Die Lebensdauer für einen E-Bike-Akku beträgt zwischen 500 und 1.000 Ladezyklen.
Das E-Bike akkuschonend fahren
So kannst du während der Fahrt mit dem E-Bike den Akku schonen und die Reichweite erhöhen:
- Gewicht minimieren: Je schwerer dein E-Bike, du selbst und das Gepäck oder die Einkäufe, die du transportierst, umso mehr Energie verbrauchst du. Ergo: Vermeide wann immer möglich unnötiges Gewicht.
- Reifen checken: Leicht rollende Reifen und nicht zu geringer Reifendruck sparen Energie. Checke also regelmäßig den Reifendruck. Und überlege, ob du wirklich Reifen mit Profil brauchst oder ob du eh nur auf befestigtem Untergrund fährst - dann rollen Slicks deutlich energieeffizienter.
- Fahrmodus und Tempo: Je schneller du fährst und je stärker der Motor unterstützt, umso mehr Energie wird verbraucht. Passe deine Fahrweise also an, nutze beispielsweise am Berg nicht immer die volle Unterstützung.
- Trittfrequenz: Die Unterstützung des Motors verleitet zu niedriger Trittfrequenz - doch das braucht mehr Energie und ist ganz nebenbei auch nicht gut für die Kniegelenke. Versuche also immer, in einem leichteren Gang mit etwas höherer Umdrehung pro Minute zu pedalieren.
- Luftwiderstand: Der Luftwiderstand steigt mit der dritten Potenz zur Geschwindigkeit, mit steigendem Tempo steigt der Luftwiderstand also überproportional. Du solltest auf dem E-Bike deshalb möglichst nicht zu aufrecht sitzen, flatternde Kleidung vermeiden und vor allem immer bedenken, dass bei Gegenwind zusätzlich Energie verbraucht wird.
So holst du das Maximum aus deinem E-Bike-Akku heraus
Auch wenn E-Bike-Akkus sensibel sind, kannst du mit dem richtigen Umgang etwas gegensteuern. Das Stichwort heißt Akkupflege. Im Folgenden haben wir sieben Tipps gesammelt, mit denen du das Maximum aus deinem E-Bike-Akku herausholen kannst.
Tipp 7: Den Akku vor Dieben schützen
Unser letzter Tipp hat nur indirekt etwas mit der klassischen Akkupflege zu tun. Dennoch ist er enorm wichtig, damit du möglichst lange viel Freude an deinem E-Bike-Akku hast. Die Rede ist vom Diebstahlschutz. Konkrete Daten zum Thema Akkudiebstahl gibt es zwar nicht, dennoch zeigen allgemeine Statistiken, dass die Schäden durch Fahrrad- und Fahrradkomponenten-Diebstähle zunehmen. E-Bike-Akkus sind aufgrund ihres Wertes dabei eine beliebte Beute. Pass also gut auf deinen Akku auf. Das Stichwort hier heißt Diebstahlprävention. Einige Hersteller bieten beispielsweise Akkus mit Schließmechanismen an, die ohne Schlüssel nicht entfernt werden können. Ein guter Tipp ist zudem, das E-Bike nicht über Nacht draußen zu parken und den Akku in die Wohnung mitzunehmen.
Die wichtigsten Regeln zum Umgang mit deinem E-Bike-Akku
Diese Punkte solltest du immer im Hinterkopf haben, um deinen E-Bike Akku zu schonen:
- Kälte meiden: Der E-Bike-Akku sollte bei Kälte nicht geladen und gelagert werden, optimal für beides ist Raumtemperatur.
- Akku ausbauen: Wenn dein E-Bike längere Zeit steht, solltest du den Akku immer ausbauen. Das gilt auch für den Transport und wenn du dein E-Bike putzt.
- Niemals leer: Ist der Akku fast oder komplett leer, solltest du ihn unbedingt wieder laden. Wenn du ihn längere Zeit nicht nutzt, sind rund 20 bis 80 Prozent Ladung optimal.
- Akku schonen: Maximale Belastung durch die höchste Unterstützungsstufe des Motors und Volllast am Berg stressen den Akku doppelt - er wird schnell entladen und kann erhitzen.
Zusammenfassung der E-Bike-Akku Pflege
Die Pflege und der sorgsame Umgang mit dem Akku deines E-Bikes sind entscheidend für die Maximierung seiner Funktionalität. Wie wir gesehen haben, sind E-Bike-Akkus aufgrund ihrer chemischen und physikalischen Beschaffenheit besonders sensibel. Mit den richtigen Maßnahmen kannst du jedoch ihre Lebensdauer deutlich verlängern und die Reichweite optimieren. Für die richtige Pflege ist es von großer Wichtigkeit, dass du weißt, welcher Akkutyp in deinem Pedelec eingebaut ist. Die meisten Pedelecs fahren mit Lithium-Ionen Akkus. Bei dieser Technologie gibt es keinen Memoryeffekt mehr, sodass es sinnvoll ist, den Akku bereits zu laden, wenn er noch nicht komplett entleer ist. Für Nickelmetallhydrid Akkus gilt dies ebenfalls. Bei täglicher Nutzung deines e-Bike Akkus ist es sinnvoll, ein zweites Ladegerät zu haben. Wenn das Pedelec längere Zeit nicht benutzt wird: Lager den Akku kühl (10-15°C) und bei 60% seiner Kapazität. Entsorge den Akku nicht im Hausmüll, Akkus für e-Bikes müssen gesondert entsorgt werden. Wende dich an einen Fachhändler, der den Akku auch verkauft. Alle offen gebliebenen Fragen bezüglich e-Bike Akkus kann dir der e-motion e-Bike Experte in deiner Nähe beantworten. Wenn Sie sich für eine Erneuerung der Akkuzellen Ihrer alten Fahrrad-Batterie entscheiden, können Sie die Lebensdauer Ihrer Batterie wieder um Jahre verlängern. Während der Reparatur ersetzt unser fachmännisches Team das gesamte abgenutzte Zellenpaket durch neue Zellen in A-Qualität. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Batterie und dem Elektrofahrrad ist die Grundlage für eine lange Lebensdauer. Für das Aufladen des Akkus gelten nach der Reparatur weiterhin die Anweisungen, die in der Gebrauchsanweisung Ihres E-Bikes aufgeführt sind. Es ist immer ratsam eine neue oder reparierte Batterie erst vollständig aufzuladen, sie im Anschluss vollständig leer zu fahren (ohne Zwischenladen) und danach wieder auf 100% aufzuladen. Dieses Vorgehen wird auch als vollständiger Ladezyklus bezeichnet. Sobald Sie diese Phase abgeschlossen haben, können Sie den Akku wieder wie gewohnt verwenden. Normalerweise sollten Sie die Batterie nach jedem Gebrauch aufladen. Versuchen Sie jedoch regelmäßig, den Akku fast vollständig leer zu fahren und diesen dann anschließend wieder an das Ladegerät anzuschließen und auf 100% aufzuladen. Dieses Vorgehen ist besonders wichtig für die Kalibrierung Ihres Displays. Aufgrund der stetigen Abnahme der Kapazität der Akkuzellen wird die Batterieladung im Laufe der Zeit nicht mehr genau angezeigt. Wenn Ihr E-Bike mit einer austauschbaren Batterie ausgestattet ist, trennen Sie diese vom Fahrrad und laden Sie die Batterie bei Zimmertemperatur wieder auf. Die Akkuzellen in der Batterie sind nicht resistent gegen extreme Temperaturen (Hitze oder Kälte). Wenn Ihr E-Bike längere Zeit nicht benutzt wird, ist es wichtig die Fahrrad Batterie mit einer ausreichenden Restladung zu lagern. Im Allgemeinen kann die Batterie, wenn sie längere Zeit nicht gebraucht wird mit einer Restladung von ca. 50% am besten aufbewahrt werden. Warten Sie mit dem Aufladen der Batterie nicht so lange, bis sie vollständig entladen ist. Damit verhindern Sie eine Tiefentladung der Batterie. Falls Sie Ihre Batterie (fast) vollständig leer gefahren haben, ist es wichtig, dass Sie diese so schnell wie möglich wieder aufladen. Das Batterie Management System (BMS) der meisten modernen Li-Ionen Batterien verhindert normalerweise, dass die Batterie zu tief entladen wird. Wenn Sie jedoch zu lange mit dem Aufladen warten, kann die Batterie trotzdem durch eine Tiefentladung beschädigt werden. Sie können Ihren Akku sofort nach jedem Gebrauch wieder aufladen (unabhängig von der zurückgelegten Strecke). Es ist jedoch nicht notwendig und ratsam einen Li-Ionen Akku dauerhaft am Ladegerät zu lassen. Entfernen Sie den Akku daher vom Ladegerät, wenn dieser (fast) vollständig aufgeladen ist. Für eine lange Lebensdauer halten Sie Ihren Akku möglichst in einem Ladezustand zwischen 20 und 80 Prozent. Ein Akku verliert bei jedem Ladezyklus einen geringen Teil seiner Kapazität. Ist es daher für die Lebensdauer einer Batterie besser, diese so wenig wie möglich zu gebrauchen? Nein, wie bereits erwähnt verliert die Fahrrad Batterie auch an Kapazität, wenn Sie diese nicht verwenden. Versuchen Sie daher den Akku regelmäßig zu verwenden und nicht immer die höchste Unterstützungsstufe zu wählen. Wenn Sie täglich mit maximaler Unterstützung fahren, beschleunigt dies den Batterieverschleiß enorm. Probieren Sie daher häufig auch mit einer niedrigen Unterstützung zu fahren, wenn es die Umstände zulassen.
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