Pirelli P Zero Rennradreifen im Test: Ein umfassender Überblick

Pirelli P Zero Race RS Clincher: Für alle, die nicht Tubeless fahren wollen

Für Rennradfahrer, die weiterhin auf Drahtreifen setzen, bietet Pirelli mit dem P Zero Race RS Clincher eine neue Wettkampfoption, die in Italien hergestellt wird.

Kurz und knapp

  • Wettkampfrennradreifen P Zero Race RS jetzt auch als Clincherversion zur Nutzung mit Schlauch erhältlich.
  • basiert auf dem P Zero Race RS TLR, den die WorldTour-Teams Lidl-Trek und Alpecin-Deceuninck im Wettkampf nutzen.
  • hergestellt im Pirelli-Werk in Italien.
  • in Kombination mit TPU-Schlauch Smartube von Pirelli Gewichtsersparnis von 50 Gramm gegenüber Tubeless-Setup.
  • SmartEVO²-Gummimischung, Techbelt Road-Karkasse für Pannenschutz und Komfort.
  • in den drei Größen 26, 28 und 30 mm erhältlich.
  • in den drei Farbvarianten schwarz, braun und cremefarben erhältlich.
  • Preis: 74,90 Euro.

Im Detail

Obwohl der Trend in den letzten Jahren stark zu Tubeless-Reifen ging, fahren viele Rennradfahrer immer noch lieber mit Schlauch. Nun bringt der italienische Reifenhersteller Pirelli eine Clincherversion seines Wettkampfreifens P Zero Race RS. Dieser sei auf die Nutzung mit Pirellis TPU-Schlauch Smartube optimiert worden, heißt es, und soll eine Gewichtsersparnis von 50 Gramm gegenüber dem Tubeless-Setup bringen. Deshalb hätten die WorldTour-Teams Lidl-Trek und Alpecin-Deceuninck, die sonst die Tubelessversion des Reifens fahren, den Clincher bereits im Wettkampf bei Bergetappen der großen Rundfahrten eingesetzt, so Pirelli.

Als Clincherreifen ist der neue Pirelli P Zero Race RS natürlich nicht kompatibel mit Hooklessfelgen. Das geringere Gewicht soll sich durch spürbare Agilität bemerkbar machen, während sich die Rollwiderstandswerte kaum von Pirellis Tubelessreifen unterscheiden sollen.

Pirelli setzt beim P Zero Race RS die Gummimischung SmartEVO²-Mischung, die eine chemische und verfahrenstechnische Weiterentwicklung der bisherigen SmartEVO-Formel, mit der Pirelli-Reifen schon in verschiedenen ROADBIKE-Reifentests sehr gute Ergebnisse erzielen konnte. Die in denselben Pirelli-Werken wie die Gummimischungen für den Motorsport entstandene SmartEVO²-Mischung setzt sich laut Pirelli aus "intelligenten" Polymeren zusammen, die zur Verstärkung der Eigenschaften der Polymer-Ketten chemisch behandelt wurden und dem Reifen noch bessere Haftung und Geschwindigkeit verleihen sollen.

Bei der Karkasse setzt der neue P Zero Race RS Clincher auf die Techbelt Road genannte Struktur - laut Pirelli mit einer zusätzlichen Schicht aus hochgradig schnittfestem Gewebe unter der Lauffläche für hervorragenden Schutz unter vielen verschiedenen Bedingungen.

In der Größe 28-622 wiegt er laut Pirelli 230 Gramm, die schmalere 26er Größe wiegt 20 Gramm weniger, die breiteren 30 Millimeter 15 Gramm mehr. Der neue Pirelli P Zero Race RS Clincher kostet pro Stück 74,90 Euro. Für die schon länger am Markt befindliche Tubelessversion des Pneus werden übrigens pro Stück 89,90 Euro fällig.

Den Namenszusatz Retro trägt diese Ausführung des P Zero Race RS mit cremefarbener Seitenwand.

Originalartikel von 2021 inklusive erstem Test

Der italienische Reifenhersteller Pirelli hat zwei neue Rennradreifen im Programm: die Modelle P Zero Race und P Zero Road - beide zu verwenden mit eingelegtem Schlauch. Vier Jahre ist es her, dass der traditionsreiche Reifenhersteller Pirelli sein Comeback in der Radsportwelt gab.

P Zero Race: Maximale Performance

Mit den beiden Tubelessmodellen P Zero Race TLR und Race TLR SL teilt der neue Clincher-P Zero Race nicht nur den Namen, sondern auch die Gummimischung und das Design der Lauffläche. Die Gummimischung (Compound) basiert auf drei Funktionspolymeren, die jeweils spezifische Leistungsmerkmale aufweisen und laut Pirelli hervorragenden Grip bei geringem Rollwiderstand bieten sollen. Völlig neu ist hingegen der Aufbau der Karkasse, die aus Nylonfäden mit 120 TPI (threads per inch) besteht.

Aufgrund der Konstruktion und der Anpassung an aktuelle Standards hat der P Zero Race in allen Größen eine breitere Lauffläche als der Vorgänger P Zero Velo, der bei ROADBIKE-Fahrtests mit ungewöhnlich lebhafter Fahrcharakteristik aufgefallen war. Die breitere und längere Kontaktfläche des neuen P Zero Race mit dem Untergrund soll nun laut Pirelli auch bessere Kontrolle in Kurven und höhere Pannensicherheit gewährleisten.

Der neue P Zero Race ist in den Größen 24, 26, 28 und 30 mm erhältlich, wahlweise in Schwarz oder mit Seitenwand in Kautschuk (Classic), darüber hinaus zukünftig auch in den Farbvarianten Gelb, Rot und Weiß. Pirelli empfiehlt den Reifen für Wettkämpfe und Langstrecken von Frühjahr bis Herbst. Kostenpunkt: 59,90 €.

ROADBIKE-Praxiseindruck: In 26mm Bereite bringt der Pneu 218 Gramm auf die ROADBIKE-Waage. Damit ist er geringfügig schwerer als sein Vorgänger, lässt die Konkurrenz á la Continental GP5000, Schwalbe Pro One und Co. aber einige Gramm hinter sich. Wie vom P Zero Velo gewohnt gelingt die Montage kinderleicht und ohne Reifenheber.

Im Sattel gefällt das sportliche Fahrgefühl: Der Reifen rollt subjektiv sehr schnell, bewahrt einen agil-wendigen Charakter und dämpft ordentlich. Die Gummimischung vermittelt viel Sicherheit in Schräglage, sowohl bei trockenen als auch nassen Straßen. Pirelli scheint mit dem neuen P Zero Race einen würdigen Nachfolger für den bereits sehr guten Vorgänger gefunden zu haben.

P-Zero Road: Allround-Performance

Mit dem neuen P Zero Road schließt Pirelli eine Lücke, fehlte den Italiener bis dato doch eine preislich attraktive Nummer zwei im Angebot. Der neue Pneu soll stärker auf Langlebigkeit ausgerichtet sein, ohne deswegen Kompromisse an Leichtläufigkeit und Komfort einzugehen. Unterschiede zum großen und teureren Bruder bestehen vor allem im Laufflächendesign, dessen Rillen einen geringeren Abstand zueinander haben und länger sind, sowie durch die Verwendung einer abweichenden Gummimischung.

Der P Zero Road ist nur in Schwarz und in den Größen 24, 26 und 28 mm zum Preis von 39,90 € erhältlich.

ROADBIKE-Praxiseindruck: In 28mm Breite bringt der Pneu 262 Gramm auf die ROADBIKE-Waage. Damit ist er etwas schwerer als etwa der Ganzjahrestrainingsreifen von Vredestein (Fortezza All Weather), lässt aber gewichtstechnisch bekannte Namen wie Contis GP 4Season oder Schwalbes Durano DD hinter sich. Der Pneu lässt sich leicht montieren, der Fahreindruck ist ausgesprochen positiv: Der Pneu rollt subjektiv überraschend schnell, dämpft gut, bietet viel Grip in Kurven - ein Nachteil gegenüber teureren Top-Reifen ist seriös nicht feststellbar.

Pirelli P ZERO Race TLR

Mit dem Pirelli P ZERO Race TLR konnte ich den „rennfertigen Allrounder“ von Pirelli testen. Wer eine noch schnellere Gummimischung will, muss zum Rennmodel, dem Pirelli P ZERO Race TLR SL greifen.

Auf meiner Mavic Cosmic SL 40 UST Felge (19mm Maulweite) baut der Pirelli 30C 1-2mm breiter als der Conti 5000 TL 30C, was insbesondere bei knappem Gabelplatz zu beachten ist. Die Montage ging beim Pirelli dabei etwas einfacher von der Hand. Nach verletzungsbedingter Pause kann ich Euch nach 700 km von meinem ersten Fahreindruck des Pirelli P ZERO Race TLR berichten. Bei 78 kg Körpergewicht fahre ich mit 6 Bar. Für mich macht der Reifen in diesem Setup bei jeden Witterungsbedingungen eine super Figur. Auch bei Nässe kann ich in Kurven nichts Negatives berichten. Beim Komfort kann ich nur minimale Unterschiede beobachten. Der Pirelli fährt sich gefühlt etwas geschmeidiger, nur bei gröberen Unebenheiten scheint mir der Conti etwas flexibler oder komfortabler zu sein und vielleicht etwas besser zu federn.

Der größte Unterschied fällt mir ab 40 km/h bei Abfahrten auf. Hier liefert der Pirelli spürbar mehr Laufruhe. Der Conti 5000 TL der ersten Generation zeigte sich nervöser.

Pirelli P ZERO Race TLR - Zwischenfazit

Ich kann den Pirelli P Zero TLR bisher uneingeschränkt empfehlen und würde ihn wieder aufziehen. Mit den Pirelli P Zero Modellen hat sich eine echte Alternative im Fahrerfeld aufgetan.

Pirellis Top-Allrounder läuft sehr leicht und fährt sich quirlig, ohne nervös zu werden. Gewicht und Montage sind top, der Pannenschutz ist okay.

  • Plus: sehr geringer Rollwiderstand; leicht; hervorragende Haftung.
  • Stärken: keine Panne im 2.000-km-Dauertest; ausgezeichneter Grip (auch bei Nässe); hoher Fahrkomfort.

Der Pirelli PZero Velo eignet sich für Radrennen und Training bei nahezu jedem Wetter. Durch eine Seitenwand aus Nylon und einen Aramid-Gürtel soll er ausgezeichneten Pannenschutz bieten.

Der P Zero Velo überzeugt mit seinem sehr hohen Grip. Die Montage gelingt einfach. Das Gewicht ist gut, beim Rollwiderstand zählt er zu den Besten. Beim Pannenschutz liegt er weit vorne: Die Aramid-Fasern bringen den besten Durchstich-Schutz im Test.

Der P Zero überzeugt auch in der Tubeless-Version: Der Rollwiderstand ist noch niedrig, das Gewicht ebenfalls. Der Pannenschutz ist ausreichend - aufgrund eines Schutz-Streifens in der Lauffläche, die bei der leichteren SL-Verison nicht integriert ist.

Sehr leicht und ein sehr geringer Rollwiderstand - bereits diese Werte sprechen für den Pirelli P Zero Race TLR in der SL-Version als Wettkampf-Reifen. In der Praxis überzeugen zudem der sehr hohe Grip und der hohe Komfort, trotz der geringen Breite.

Die Clincher-Reifen wurden standardmäßig mit einem Schlauch bei sieben Bar Luftdruck und bei einer Rollgeschwindigkeit von 30 km/h auf einer Test-Felge mit einer Maulweite von 19 Millimetern getestet.

Nach mehr als 2 Jahrzehnten meldet sich die italienische Traditionsschmiede Pirelli mit 3 Rennradreifen zurück.

Praxistest bei Rad am Ring

Gerade mal eine knappe Stunde vor dem Start zum diesjährigen 24 Stunden Rennen am Nürburgring bei Rad am Ring habe ich den Reifen montiert. Die Reifen waren nagelneu als ich mich mit knapp 2000 anderen Startern in die erste wilde Runde gestürzt habe.

Im allerbesten Sinne unauffällig. Ich hatte sofort ein gutes Gefühl für das Gripniveau. Egal wie schnell die Passage auch war, der noch unbekannte Reifen ließ mich nicht nervös werden. Im Gegenteil, ich hatte durchweg ein super Gefühl für das, was da unten an der Kontaktfläche zwischen Gummi und Asphalt passiert. Der Reifen rollt richtig gut und bietet mit 25 mm Breite ein schön komfortables Fahrgefühl. Auch in den Highspeed-Passagen der Nürburgring Nordschleife hatte ich nicht einen kritischen Moment. Der Reifen hat jedes Manöver und jede zügig attackierte Kurve problemlos mitgemacht.

Der Eindruck des hohen Gripniveaus wurde auch im normalen Straßenverkehr bestätigt. Zudem bin ich mit dem Reifen in einen kräftigen Sommer-Regenschauer geraten. Auch unter feuchten und richtig nassen Bedingungen bietet der Reifen ein tadelloses Handling. Ich fühlte mich speziell bei schlechten Bedingungen mit dem Reifen besser beraten als mit vielen anderen Reifen, die ich bisher gefahren bin.

Pirelli erweitert die Reifen-Linie P Zero

Die Modelle P Zero Road und P Zero Race sind ab sofort erhältlich. Sie ersetzen das bisherige Modell P Zero Velo. Bei beiden Modellen handelt es sich um Clincher-Reifen.

Der P Zero Road soll ein Allround-Reifen mit einem besonders breiten Einsatzspektrum sein. Er wurde als Trainingsreifen für die Profis der von Pirelli ausgestatteten WorldTour-Teams Bike Exchange, Trek-Segafredo und AG2R-Citroën, entwickelt.

Der P Zero Race soll ein stark rennorientierter Allround-Clincher-Reifen sein. Er soll alle Vorteile der Tubetype-Technologie, also dem weiterhin beonders verbreiteten klassischem System aus einem Clincher-Reifen und einem eingezogenen Schlauch, bieten.

Im Vergleich zum bisherigen P Zero Velo bieten sie unter anderem eine breitere Lauffläche.

Die neuen P-Zero-Modelle sollen einen geringen Rollwiderstand, einen hohen Pannenschutz und, wie von Pirelli gewohnt, viel Grip und ein sicheres Handling bieten.

Beim besonders allround-orientierten P Zero Road legten die Entwickler den Fokus auf einen besonders hohen Komfort, einen hohen Pannenschutz und eine hohe Laufleistung.

Den Pirelli P Zero Road gibt es in 24, 26 und 28 Millimetern Breite. Das Gewicht eines Reifens liegt je nach Breite bei 215, 235 und 255 Gramm.

Der Pirelli P Zero Race ist in 26, 28 und 30 Millimetern Breite erhältlich. Es gibt ihn zudem in Versionen mit unterschiedlichen farbigen Logo-Aufschriften sowie als Classic-Version mit einer beigefarbenen Seitenwand. Das Gewicht eines Reifens liegt je nach Breite bei 205, 225 oder 245 Gramm.

Erste Testeindrücke

Der P Zero Race überzeugte ebenfalls hinsichtlich dieser Testkriterien, bot jedoch zusätzlich den Eindruck eines deutlich geringeren Rollwiderstandes. Auch das deutlich geringere Gewicht machte sich in der Form einer geringeren rotierenden Masse und damit einem spritzigeren Fahrverhalten bemerkbar. Der Grip war auch bei Nässe sehr hoch. Besonders bei geringeren Ludtdrücken war die im Vergleich zum Vorgängermodell P Zero Velo verbreiterte Auflagefläche und die erhöhte Kontrolle zu spüren.

Schon beim Auspacken spürt man, wie dünn die Seitenwand ist. Das verspricht Komfort, aber wie sieht es mit dem Pannenschutz aus? Ein dickes Plus des Pirelli ist die einfache Montage: „Den kann man quasi von 2 m Entfernung draufwerfen“, wie es einer unserer Tester auf den Punkt gebracht hat. Den Reifenheber kann man getrost zu Hause lassen und sich gleich schon mal für die Reifenwechsel-WM anmelden.

Der P ZERO schluckt Unebenheiten und Vibrationen der Straße gut weg und lässt sogar den Veloflex in Open-Tubular-Bauweise hinter sich. Wo die Clincher-Konkurrenten zum Wippen neigen, gleitet der Pirelli über welliges Terrain. Wie auch die anderen Clincher im Test ist der Pirelli gutmütig im Grenzbereich und lässt sich leicht kontrollieren. Das lädt ein, ans Limit zu gehen. Aus dem Stand beschleunigt der P ZERO dank des niedrigen Gewichts wie eine Rakete - ein Reifen zum Attackieren!

Was heißt das? Der Pirelli P ZERO Velo bietet die beste Eigendämpfung aller Clincher-Reifen und kann es beim Thema Komfort sogar mit dem Veloflex aufnehmen! Der gute Pannenschutz überrascht bei dem dünnen Material, außerdem lässt sich der P ZERO leicht montieren und hat guten Grip, auch wenn er im Bereich Rollwiderstand noch dazulernen könnte. Dafür ist er der zweitgünstigste Reifen im Test.

Pirelli P-Zero Race TLR RS Tubeless-Reifen

Nach 1100 km, 10.000 Höhenmetern, 2 Gran Fondos und 12 Stunden Radfahren im Regen konnte ich mein Urteil fällen.

Beim Herausnehmen der Reifen aus der Verpackung fiel die Form des Reifenwulstes sofort auf. Der Wulst ist die Verbindung zwischen Reifen und Felge. Traditionell ist er rund, aber beim neuen P-Zero Race TLR RS ist er eher eckig. Das soll eine perfekte Abdichtung und einen besseren Halt zwischen Felge und Reifen gewährleisten. Auffällig ist auch, dass die Reifen für schlauchlose Rennradreifen sehr leicht sind. Das liegt zum Teil an der „speedCORE“-Technologie. Dabei handelt es sich um eine dünne, luftdichte Gummischicht, die eine leichte, aber dennoch luftdichte Karkasse ermöglicht.

Der Pirelli P-Zero Race TLR RS ist eine Weiterentwicklung des P-Zero Race TLR. So ist dieser Reifen 8 % leichter und hat einen um 16 % geringeren Rollwiderstand als der bereits gute P-Zero TLR.

Die Praxis

Was mir sofort auffiel, war, wie geschmeidig und komfortabel die Reifen waren. Ich selbst hatte die 28-mm-Version auf einer Felge mit 21 mm Maulweite montiert. Ich fuhr den Hinterreifen mit 5,8 bar und den Vorderreifen mit 5,4 bar, ich wiege 81 kg und es funktionierte perfekt für mich. Die Reifen liefen perfekt über die Unebenheiten.

Nach 120 Kilometern bemerkte ich im Ziel, dass ich mir unterwegs ein Loch im Reifen zugezogen hatte. Das Dichtmittel hatte es zwar perfekt abgedichtet, aber es gab einen kleinen Schnitt im Reifen. Das ist das Tolle am schlauchlosen Fahren. Wäre ich mit Schlauch gefahren, wäre ich sicher am Straßenrand gelandet.

Reifengrip

Heftige Regenschauer kombiniert mit Windstärke 5 bildeten das perfekte Testszenario für den Pirelli P-Zero Race TLR RS. Der Regen hinterließ eine dicke Wasserschicht auf dem Asphalt. Glücklicherweise behielten die Reifen ihren Grip sowohl beim Einlenken in die Kurven als auch beim harten Bremsen. Die verbesserte „SmartEVO“-Mischung, die wir von früheren Pirelli-Reifen kennen, hat sich in diesen Szenarien auf jeden Fall bewährt.

Das Fazit

Meine ersten Erfahrungen mit den neuen Pirelli P-Zero TLR RS Tubeless-Rennradreifen sind sehr gut. Die Fahrqualität ist extrem gut, ich stelle fest, dass sich der Reifen geschmeidiger fährt als ein vergleichbarer Reifen mit Schlauch. Die Pirelli-Reifen geben auch extrem viel Vertrauen bei den verschiedenen Bedingungen, die ich gefahren bin. Sowohl auf nassen Straßen als auch auf schlechten Straßen und Pflastersteinen zeigen die Reifen eine sehr gute Leistung und ich habe nicht einen Moment am Grip gezweifelt.

Hat der neue Pirelli P-Zero TLR RS überhaupt keine Schwächen? Natürlich gibt es immer etwas, und leider hat sich bei der Erkundung des Gran Fondo in Perpignan das Loch von der Amstel Gold Race Tour wieder geöffnet. Leider hatte ich kein Stopfenset dabei und habe dann einen Schlauch montiert.

Nun muss ich sagen, dass mir die Leistung eines Reifens wichtiger ist als eine lange Lebensdauer oder eine hohe Pannensicherheit. Der neue P-Zero TLR RS ist also perfekt für Fahrer, die maximale Leistung suchen. Bist du eher auf der Suche nach einem Reifen mit langer Lebensdauer oder extrem hoher Pannensicherheit?

Zusammenfassend bieten die Pirelli P Zero Rennradreifen eine breite Palette an Optionen für verschiedene Fahrstile und Anforderungen. Von Clincher- bis Tubeless-Modellen, von Allround-Performance bis hin zu maximaler Rennleistung, Pirelli hat für jeden etwas im Angebot.

Gewichte und Größen der Pirelli P Zero Reifen:

Modell Größen Gewicht (ungefähr)
P Zero Road 24, 26, 28 mm 215, 235, 255 Gramm
P Zero Race 26, 28, 30 mm 205, 225, 245 Gramm
P Zero Race TLR (30C) 30 mm 320 Gramm
P Zero Race RS (28-622) 26, 28, 30 mm 210, 230, 245 Gramm

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