In Sedlec biegt der Greenways nach Wien in Richtung Süden ab, während die Radtour nach Bratislava weiter nach Osten geht. Von Sedlec bis Wien sind es noch 106 Kilometer und bis Bratislava sind von Sedlec noch 137 Kilometer zu radeln. Die gesamte Strecke von Prag nach Bratislava ist 507 Kilometer lang. Der Greenways von Prag nach Wien ist 477 Kilometer lang.
Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten
In Prag nutzt der Greenways das lokale Radwegenetz und verläuft überwiegend auf separaten Radwegen durch den Grüngürtel der Stadt und auf wenig befahrenen Wohnstraßen. Durch eine hügelige Landschaft mit einigem Auf und Ab fahren wir nach Tábor. Die Stadt besitzt ein sehenswertes mittelalterliches Zentrum.
Auf dem weiteren Weg zum bekannten roten Wasserschloss Červená Lhota bleibt es wellig. Der Greenways führt uns hier überwiegend durch Felder und ermöglicht häufig einen schönen Blick über die weite Landschaft. Ein landschaftlicher Höhepunkt ist der Abschnitt auf einsamen Forstwegen durch ein riesiges Waldgebiet. Der weitere Verlauf der Strecke ist von einem ständigen Auf und Ab geprägt.
Kleinere Wälder und Wiesen wechseln sich stetig ab. Wir durchfahren den etwas größeren Ort Slavonice, der durch einen wunderschönen Marktplatz mit sachkundig restaurierten, reich verzierten Renaissancehäusern beeindruckt. Nun erreichen wir das Flüchen Dyje, auch Thaya genannt. Auf einem Felsen liegt hoch über dem Vranov-Stausee das Barockschloss Vranov nad Dyji, das zu einem Halt einlädt.
Schloss und Stausee sind ein beliebtes Ausflugsziel. Nun folgt der landschaftlich schönste und anstrengenste Teil der Tour auf unbefestigten Wegen durch den Nationalpark Thayatal. Bis zu 220 Meter tief hat sich die Thaya (Dyje) in die Landschaft eingeschnitten. In dem großen Waldgebiet wechseln breite Forstwege und schmale Pfade sowie sehr steile Anstiege und Abfahrten einander ab.
Mit dem Nationalpark Thayatal ist auch die tschechisch-österreichische Grenze erreicht. Hinter dem Park wird es fast flach, wir radeln durch Weinfelder und später unmittelbar entlang der österreichischen Grenze. Nun ist es nicht mehr weit bis Sedlec. Hier müssen uns zwischen den beiden Tourvarianten nach Wien oder Bratislava entscheiden.
Auf der Variante nach Bratislava durchfahren wir in Südmähren den größten Landschaftspark Europas. Das Gebiet zwischen Valtice an der österreichischen Grenze, dem 7 Kilometer nördlich gelegenen Lednice und dem 9 Kilometer östlich liegenden Städtchen Breclav besticht durch ein Ensemble aus Wald- und Wiesenflächen sowie Teichen und Seen. In der Landschaft liegen verstreut kleine und größere Schlösser und weitere architektonische Kunstwerke in Form von Tempeln und Pavillons. Die slowakische Grenze ist jetzt nicht mehr weit.
Auf Nebenstraßen und Feldwegen radeln wir nach Tomky auf der slowakischen Seite. Ein riesiger Kiefernwald mit sandigen Dünen zieht sich bis an den Rand der Kleinen Karpaten. Radelt man dagegen nach Bratislava, gelangt man von dort über den Donau-Radweg nach Wien oder Budapest. Prag ist sehr gut mit dem Zug erreichbar.
Höhenprofil und GPX-Tracks
In der Abbildung am unteren Ende der Seite ist das Höhenprofil für die Radtouren von Prag nach Wien und von Prag nach Bratislava dargestellt. Die Variante von Prag nach Wien ist 477 Kilometer lang. Es sind 3321 Höhenmeter ansteigend und 3407 Höhenmeter fallend zu bewältigen.
Bereits aus dem Höhenprofil ist deutlich ersichtlich, dass beide Radtouren durch häufige Auf- und Abfahrten mit teilweise sehr ansehnlichen Steigungen geprägt sind.Download GPX-Track (4088 Track-Punkte) von Prag nach Wien oder Download GPX-Track (4984 Track-Punkte) von Prag nach Bratislava für Garmin-Navis. Achtung: Die Anzahl der von den Navis unterstützten Trackpunkte ist je Modell unterschiedlich.
Zu große Tracks werden von den Navis beim Installieren kommentarlos gekürzt. Für eine kleine Spende teilen wir gerne zu große Tracks in mehrere Pakete. Innerhalb von Prag und auf dem Abschnitt von Sedlec nach Bratislava gibt es keine Beschilderung des Fernradweges.
Individuelle Anreise und Prag
Individuelle Anreise in die "Goldene Stadt" Prag. Prag, die Hauptstadt der Tschechischen Republik steht für Vieles: Musik und Mittelalter, Kafka und Kisch, Bier und Knödel mit Schweinebraten. Seit 1992 gehört die historische Innenstadt von Prag zum UNESCO Weltkulturerbe. Der gut erhaltene Stadtkern, die historischen Gebäude, die verwinkelten Gassen der Altstadt, die weite Sicht, die sich von der Karlsbrücke aus öffnet und die über alles wachende Prager Burg.
Stundenlang durch die Gassen von Prag zu bummeln, sich die Häuser anzuschauen, neue Cafés und Kneipen entdecken - auch das gehört zu einem Prag-Aufenthalt. Es erwartet Sie eine leicht hügelige und abwechslungsreiche Tagesetappe, die Sie an zahlreichen kleinen, idyllisch gelegenen böhmischen Dörfern vorbeiführt.
Kleine Häuschen mit holzverkleideten Giebeln, an denen die Dahlien mit den Kräutern am Straßenrand um die Wette blühen, ziehen unweigerlich die Blicke auf sich. Unterwegs laden gemütliche Lokale zu einem erfrischenden böhmischen Bier ein. Erst seit Kurzem kräuseln sich die Wellen des Moldaustausees, vorher war das felsige Flusstal wild und ungezähmt.
Die gezähmte Moldau weitet sich je nach Stauhöhe auf bis zu 5.000 Hektar aus. Das Stauwerk ist zur Deckung von Energiespitzen sowie zur Erholung bestimmt. Übernachtung im Raum Sedlčany. Sie durchqueren kleine böhmische Dörfer ehe Sie bei Milešov den Stausee der Moldau erblicken.
Durch den tiefgrünen böhmischen Wald, die Moldau als Leitlinie, gelangen Sie nach Orlík. Hier liegt auf einem steilen Felsen, hoch über der Moldau, die prächtige gotische Burg Orlík. Das von den Schwarzenbergern ausgestattete Schloss ist ein Paradebeispiel für den Lebensstil des Adels im 19. Jahrhundert.
Nur wenige Kilometer weiter lockt bereits die nächste Sehenswürdigkeit: Burg Zvíkov. Die herrliche Landzunge am Zusammenfluss von Moldau und Otava lud durch ihre Lage bereits in vorhistorischer Zeit zur Besiedlung ein. Die Burg gehörte im Mittelalter zu den bedeutendsten und am Schwersten einnehmbaren Burgen in Böhmen.
Allein mit sich und der urtümlichen Moldaulandschaft sind die verbliebenen Kilometer nach Písek ein Klacks. Die malerische Kleinstadt schmiegt sich eng an das rechte Ufer des Flusses Otava an. Bereits zu Urzeiten wusch man hier den "písek" (Sand) des Flusses Otava, um Gold zu finden; daher der Name der Stadt.
Heute genießen Sie die faszinierende Fluss-, Ur- und Kulturlandschaft entlang der "goldführenden" Otava. Ein wunderschöner stiller Waldweg führt Sie zum Schloss Hluboká, welches auf einem Hügel hoch über der Moldau thront. Als Leitbild für den Umbau im neugotischen Stil diente Schloss Windsor mit vielen Türmchen, Zinnen und verspielten Details.
Entlang der Moldau nähern Sie sich Ihrem Tagesziel Budweis. Diese Stadt ist nicht nur wegen ihres weltbekannten "Budweiser Bieres" ein Erlebnis. Die königliche Stadt, die im 13. Jahrhundert gegründet wurde, ist heute mit 100.000 Einwohnern das Zentrum Südböhmens.
Noch immer fasziniert der weitläufige Marktplatz mit dem Samsonbrunnen. Hübsche Laubenhäuser aus der Zeit der Gotik und der Renaissance verleihen einen würdigen Rahmen. Den Bierdurst nach einem Stadtrundgang löschen Sie am besten in einer der früheren Fleischbänke. Natur pur werden Sie auf Ihrer heutigen Etappe erleben.
In der südböhmischen Landschaft finden sich zahlreiche Wiesen und Wälder. Die Region wurde von der UNESCO zum Naturschutzgebiet erklärt und durch die seit geraumer Zeit entwickelte Teichwirtschaft entstand die sogenannte Südböhmische Teichplatte. Die gänzlich unberührte Natur ist ein traumhaftes Erlebnis für jeden Radfahrer. Aber auch Kultur und Architektur wird geboten: Historische Bauten, alte Festungen und malerische Dörfer säumen Ihren Weg.
Ihre Etappe führt Sie durch den Norden Niederösterreichs. Die Region des sogenannten Waldviertels ist geprägt von zahlreichen Fluss- und Teichlandschaften. Der Radweg führt Sie durch schier endlos scheinende Wälder mit frischer Luft und wunderbarer Ursprünglichkeit. Und auch die Waldviertler Küche ist weit über seine Grenzen bekannt: Karpfen und Erdäpfel sind die kulinarischen Botschafter dieser Region.
Der Kamptal-Radweg geleitet Sie zügig über Langenlois bis nach Hadersdorf. Ein wunderschöner Radweg und zudem relativ flach. Nun tauchen die ersten Weinberge um Krems in Ihr Blickfeld. Von Hadersdorf geht es weiter mit der Bahn bis nach Tulln.
Nehmen Sie sich Zeit für einen Besuch vom Egon-Schiele-Museum, bevor Sie die letzten Kilometer entlang der Donau bis nach Wien radeln. Über die Donauinsel erreichen Sie bequem und ohne Autoverkehr Ihre Unterkunft. Nach dem Frühstück endet Ihre Radtour.
Wir empfehlen einen Verlängerungsaufenthalt in Wien. Sehr bequem ist unser Rücktransfer im Radbus der optional gebucht werden kann.
Streckencharakteristik
Die Qualität der Wege ist sehr unterschiedlich. Die Strecke führt auf sehr gut asphaltierten Radwegen als auch auf holprigen, unbefestigten Feld- und Waldwegen. Großteils radeln Sie auf separaten Radwegen und Nebenstraßen, nur selten sind es Teilstrecken mit mehr Verkehr.
Bitte beachten Sie, dass vor allem in den tschechischen Abschnitten sowie im Waldviertel teils kräftige Steigungen zu bewältigen sind, die eine gute Kondition erfordern. Die Ausschilderung der Route ist im Großen und Ganzen als gut zu bezeichnen.
Preise, Termine und Leistungen
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Preise und Leistungen für die Radtour:
| Leistung | Inkludiert |
|---|---|
| Übernachtungen | In der gebuchten Kategorie |
| Frühstück | Täglich reichhaltiges Frühstück vom Buffet |
| Routenausarbeitung | Bestens ausgearbeitete Routenführung |
| Reiseunterlagen | Ausführliche Reiseunterlagen 1x pro Zimmer (DE/EN) |
| Zugticket | Zugticket von Hadersdorf nach Tulln (inkl. Fahrradmitnahme) |
| GPS Tracks | GPS Tracks verfügbar |
| Leihradversicherung | Bei Fahrradmiete: Leihradversicherung inkludiert |
| Gepäcktransfer | Gepäcktransfer von Hotel zu Hotel |
| Service Hotline | 7-Tage Service Hotline |
| Nicht inkludierte Leistungen | An- und Abreise, Parkgebühren, Transfers, fakultative Besichtigungen, Reiseversicherung, Ausgaben des persönlichen Bedarfs |
Extras:
- Anreise per PKW oder Bahn nach Prag
- Nächste Flughäfen: Prag oder Wien
- Hotelparkplätze/ -garagen, Kosten ca. 25,00€ pro Tag, Reservierung erforderlich, zahlbar vor Ort
- Rücktransfer Transfer mit unserem Radbus von Wien nach Prag jeden Samstag mit Abfahrt ca. 09.00 Uhr buchbar. Die Fahrtzeit beträgt rund 4,5 Stunden. Preis: 135,00€ pro Person bzw. 39,00€ für die Mitnahme eigener Räder (nur im Zuge des Personentransfers möglich). Reservierung im Zuge der Reiseanmeldung erforderlich. Vorbehaltlich Verfügbarkeit zum Zeitpunkt der Anmeldung. Alternativ stehen ausgezeichnete Bahnverbindungen (ohne Umsteigen) zur Verfügung.
- Hotels Kategorie A: Übernachtungen durchgehend in 4****-Hotels (oftmals das beste Haus am Platz)
- Hotels Kategorie B: Sorgfältig ausgewählte Pensionen, Gasthöfe und Hotels ***
Für diese Radtour empfehlen wir den Fahrradatlas Tschechien (Cykloatlas Cesko, ISBN 0-80-7224-414-0). Maßstab 1:75.000 deckt er das gesamte Land ab.
Verwandte Beiträge:
- Radtour Nürnberg Prag: Die schönste Route & Tipps für Ihre Reise
- Harley Davidson Prag: Touren, Vermietung & Händler
- Radtour Wien Prag: Strecken, Tipps & Sehenswürdigkeiten
- Radfahren in Prag: Die besten Touren zu den atemberaubendsten Sehenswürdigkeiten entdecken!
- Teilkasko Motorrad: Wann lohnt sich der Schutz wirklich? Alles, was du wissen musst!
- Mountainbike Herren Akku Test: Die besten Modelle im Vergleich – Jetzt top Leistung sichern!
Kommentar schreiben