PTFE-Spray (Polytetrafluorethylen) hat sich als äußerst vielseitiges Schmiermittel bewährt und findet breite Anwendung als saubere und hygienische Trockenschmierung. Es bietet eine effiziente Schmierung für bewegliche Teile und zeichnet sich durch gute Materialverträglichkeit aus.
Was ist PTFE?
PTFE ist die Abkürzung für Polytetrafluorethylen. Die Herstellung von PTFE (Polytetrafluorethylen) erfolgt durch die Polymerisation von Tetrafluorethylen. Dieser Prozess beinhaltet die Verkettung von Tetrafluorethylen-Molekülen, wobei jedes Kohlenstoffatom im Ethylen durch ein Fluoratom ersetzt wird. DuPont ist ein bedeutendes Chemieunternehmen, das innovative Materialien entwickelt, darunter das vielseitige Polytetrafluorethylen. Dieses wurde von dem Chemiker Roy Plunkett entdeckt, der bei DuPont arbeitete. Es zeichnet sich durch chemische Beständigkeit, hohe Temperaturstabilität und geringe Reibung aus, was für seine Anwendung als Schmiermittel spricht.
Ja, PTFE Spray ist dasselbe wie Teflonspray. Es handelt sich dabei um dasselbe Produkt, wobei "Teflon" lediglich der Markenname ist, unter dem PTFE in verschiedenen Bereichen bekannt ist. Einige Hersteller verwenden das PTFE des Markeninhabers und vertreiben das Produkt dann als „Teflonspray“. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Spray von Ballistol. Dies wurde vor einiger Zeit als „Teflonspray“ vertrieben. Mittlerweile ist die Bezeichnung „Teflonspray“ vollständig von der Dose verschwunden und wird nur noch unter der Bezeichnung PTFE Spray geführt.
Eigenschaften und Vorteile von PTFE-Spray
Dank seiner hohen Druckfestigkeit, Schmierung und der hohen Materialverträglichkeit kann es für verschiedene Materialien eingesetzt werden. Aufgrund der hohen Reduzierung der Gleitreibung verringert PTFE Spray den Verschleiß von Materialien und verhindert so Quietschen und Knarren. Ein Übergang vom Stillstand zur Bewegung kann dank der Antihaftwirkung ohne Ruck stattfinden. Auch für Dichtungen ist PTFE Spray bestens geeignet. Kork- und Pappdichtungen erhalten mit dem Trockenschmierstoff eine wasserabweisende Beschichtung. Gummidichtungen werden gepflegt und geschützt. Übrigens spielen aufgrund der Beständigkeit gegenüber Säuren PTFE Dichtungen eine wichtige Rolle. Die niedrige Dichte von PTFE ermöglicht es, dass es auf Wasser schwimmt. Gleichzeitig ist es wasserabweisend und korrosionsbeständig. Auch gegenüber aggressiven Säuren ist es resistent.
PTFE Spray ist Hitzebeständig bis ca. 250 °C. Wenn Sie eine Schmierung bei höheren Temperaturen benötigen, sind Keramiksprays eine Alternative. Keramikspray ist besonders hitzebeständig und ist daher oft in der Metallverarbeitung im Einsatz. Eine weitere Alternative kann ein Graphitspray oder eine Kupfer-Graphit Kombination sein. Diese Sprays werden oft als Montagespray bzw. Demontagespray verwendet. Für Schmierungen unter hohem Druck und höheren Temperaturen wäre ein Öl mit Molybdändisulfid eine Alternative. Molybdändisulfid ist für hohe mechanische Belastungen geeignet.
Anwendungsgebiete von PTFE-Spray
PTFE findet aufgrund seiner herausragenden Eigenschaften vielfältige Anwendungen in verschiedenen Branchen. Das Aufsprühen von PTFE dient in erster Linie dazu, Oberflächen zu schmieren und zu schützen. Sie werden wasser- und schmutzabweisend gemacht. Laufrollen, Gleitbahnen und Führungsschienen können mit PTFE Spray geschmiert werden, um eine ruckfreie und reibungsarme Bewegung zu gewährleisten. Zahnräder und andere bewegliche Maschinenteile aus Metall und Kunststoff werden ebenfalls mit dem Trockenschmierstoff geschmiert um die Reibung und damit den Verschleiß zu minimieren. Auch wenn zwei unterschiedliche Materialien übereinander Reiben ist der Trockenschmierstoff bestens geeignet. Zum Beispiel für Kunststoffgleiter die in einer Metallschiene geführt werden.
PTFE Spray und Öl findet in der Industrie, in Werkstätten und im Haus und Garten eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Ob Seilzüge, Ketten, Zahnräder, Laufrollen oder Gleitbahnen, durch PTFE wird alles wieder leichtgängig. Dabei haften die Partikel selbst an mikroskopisch kleinsten Unebenheiten und sorgen für bestmögliche Gleitfähigkeit. Aber nicht nur Quietschen und Knarren verschwindet, auch der Verschleiß wird reduziert und die Teile werden langlebiger. Im Haus wird es gerne für Schiebetüren verwendet. Aber auch zur Autopflege, Motorradpflege und zur Fahrradpflege gibt es eine große Auswahl an Pflegesprays die PTFE enthalten. Wie zum Beispiel eine Autopolitur oder ein Kettenspray für Motorrad- und Fahrradketten.
PTFE-Spray für die Fahrradkette
Ein Spezial-Schmiermittel mit PTFE®, das Bowdenzüge und Gelenkverbindungen schützt, konserviert und schmiert. Spezialfahrzeughersteller schätzen vor allem die klebefreie, saubere Anwendung und empfehlen Hanseline - PTFE-Spray ausdrücklich für die Ketten von Liegerädern. Insbesondere beim Einsatz in trockener, staubiger Umgebung wie beim Mountainbiking, Trekking oder Straßenrennen zeigt das Spray sein wahres Können. Empfehlung: Regelmäßig in geringen Mengen nachsprühen. Die Intervalle sind abhängig von Qualität und Beanspruchung der Kette. Außerdem geeignet für Bowdenzüge und die Mechanik von Schlössern (Schließzylinder).
Viele Kettensprays für trockenes, staubiges Wetter enthalten Teflon. Die schmieren die Kette, ohne Schmutz anzuziehen. Ja, das ist eine gute Idee. Aber unbedingt das aus dem Fahrradfachhandel nehmen. Vor dem Einsprühen die Kette reinigen. Aber nicht mit einem Hochdruckreiniger, sondern mit einem Lappen und möglichst mit heißem Wasser. Dann das Spray auf die getrocknete Kette sprühen!
Anwendungshinweise
PTFE gibt es als Spray oder als Öl. Klassische PTFE Sprays haben den Vorteil das sie sehr schnell trocknen und an der Stelle bleiben auf die man sie aufsprüht. Sogar senkrecht. Flüssige PTFE Öle oder Öl-Sprays werden verwendet, wenn eine Eindringtiefe in Mechaniken gewünscht ist. Damit sich die PTFE Partikel gleichmäßig in der Trägersubstanz verteilen, sollten Sie die Dose vor jedem Gebrauch kräftig schütteln. Bei einem Spray sprühen Sie die Teile oder die Fläche aus einer Entfernung von ca. 20 cm dünn und gleichmäßig ein. Lassen Sie die feuchten Stellen vor dem ersten Kontakt kurz trocknen, bis sich die Trägersubstanz verflüchtigt hat.
Die richtige Vorbereitung und Reinigung der Fahrradkette
Das Wichtigste bei der Reinigung der Fahrradkette ist die richtige Vorbereitung. Wir können dich beruhigen: Kettenpflege ist keine Wissenschaft. Auch Geschirrspülmittel hat eine fettlösende Wirkung und kann zum Reinigen der Fahrradkette verwendet werden. Hierfür gibst du einfach ein paar Tropfen ins Wasser oder direkt auf das Tuch. Wenn du stattdessen Kettenreiniger verwendest, solltest du darauf achten, dass er biologisch abbaubar ist. Wenn du alle Utensilien für die Reinigung und Pflege zur Hand hast, kann es losgehen! Tipp: Trage beim Reinigen der Fahrradkette Handschuhe, um schmutzige Hände zu vermeiden.
Wie reinige ich meine Kette?
Bei der Reinigung der Kette solltest du möglichst sanft und vorsichtig arbeiten! Benutze keinen Hochdruckreiniger, da dieser die beweglichen Teile der Kette, Kassette und Co. schnell beschädigen kann. Gehe stattdessen wie folgt vor:
- Schalte vor dem Reinigen in einen mittleren Gang.
- Spanne dein Fahrrad in einen Montageständer.
- Lege gegebenenfalls den Boden mit Zeitungspapier oder einer Plane aus, um Ölflecken auf den Boden zu vermeiden. Am besten reinigst du dein Fahrrad an einem offiziellen Waschplatz da dort spezielle Auffangbehälter vorhanden sind und das ölhaltige Wasser nicht ins Grundwasser gelangt.
- Entferne den groben Schmutz von der Kette trocken mit einer Kettenbürste. Bürste dazu locker über die Kette. Sitzt der Schmutz tiefer, kannst du diesen vorsichtig mit einem Zahnstocher entfernen. Vergiss dabei nicht die Schaltwerkröllchen.
- Löse nun mit einem trockenen Lappen die verbliebenen Verschmutzungen. Sprühe anschließend Kettenreiniger auf den Lappen und fahre nochmal über die Kette. Dadurch wird das Öl-Schmutzgemisch aufgeweicht und lässt sich leichter entfernen. Alternativ kannst du auch eine Zahnbürste und Wasser mit Spülmittel verwenden.
- Nachdem du den Schmutz entfernt hast, spülst du die Kette noch einmal mit klarem Wasser ab und trocknest sie anschließend gut ab. Wenn du die Kette einfach an der Luft trocknen lässt, kann sich durch die lange Trocknungszeit Rost bilden.
Wenn du alle Verschmutzungen abgespült hast, musst du die Kette nur noch gut trocknen, denn erst dann kannst du sie schmieren, was sehr wichtig ist. Wenn du mit einer zu trockenen Kette fährst, erhöht sich die Reibung an den Zähnen der Antriebskomponenten und sie verschleißen schneller. Deshalb solltest du die Kette immer mit Schmiermittel benetzen, bevor du zur nächsten Tour aufbrichst. Auch die Kassette deines Fahrrads solltest du regelmäßig reinigen. Hierfür drehst du die Bürste einfach mit dem Freilauf mit und bürstest den Schmutz weg. Wenn du dir die Kettenpflege erleichtern willst, kannst du dir auch ein professionelles Kettenreinigungsgerät zulegen, das mit seinen kleinen Borsten auch die verborgensten Stellen deiner Kette gründlich reinigt.
Fahrradkette schmieren: Was ist das richtige Öl?
Du hast die Reinigung deiner Fahrradkette hinter dir und willst sie nun ölen? Bevor es ans Eingemachte geht, stellt sich allerdings noch die Frage, welches Mittel sich am besten zum Ölen eignet? Normales Öl, mit PTFE, Wachs, vielleicht ein Spray oder doch das gute alte WD40?
WD40: Das Öl für die Kettenreinigung Um es gleich vorweg zu nehmen: WD40 sollte man nie verwenden. Als Kriechöl ist es viel dünnflüssiger als herkömmliches Kettenöl und verdrängt so mit der Zeit die „dickere“ Kettenschmierung. Der dünne Film von WD40 reicht nicht aus, um die Kette ausreichend zu schmieren und kann im schlimmsten Fall zu erhöhtem Verschleiß führen. Wer kein Spezialprodukt zu Hause hat, kann WD40 aber zum Reinigen verwenden, denn es entfettet und schützt die Kette vor Rost.
Fahrradkette schmieren mit Kettenöl: Die erste Wahl zur Kettenpflege ist daher handelsübliches Kettenöl aus dem Fahrradgeschäft. Dieses gibt es in verschiedenen Varianten, z.B. für feuchtes Wetter mit PTFE, das die wasserabweisenden Eigenschaften verbessert.
Kettenwachs: Die Alternative für die Kettenpflege Kettenwachs nimmt eine Sonderstellung ein: Es trocknet auf der Kette und bildet so einen dauerhaften Schutz für das ursprüngliche Fett. Daher eignet es sich auch zum Einfetten einer neuen Kette. Zu beachten ist allerdings, dass sich das Wachs ohne chemische Entfetter kaum wieder entfernen lässt.
Wichtig: Pflanzenöl eignet sich dagegen nicht als Schmiermittel für die Fahrradkette, ebenso wenig wie Sprays für Autos. Diese sind in der Regel auf die Bedürfnisse von Autos abgestimmt.
Damit solltest du die Kette nicht säubern
- Hochdruckreiniger: Wie schon der Name verrät, arbeitet das Gerät mit Hochdruck. Keine gute Eigenschaft, wenn es um das Reinigen eines Fahrrads und seiner vielen beweglichen und sensiblen Komponenten wie Dichtringe und Schaltwerkröllchen geht. Mit einem Hochdruckreiniger können die Teile beschädigt und Schmierfette aus den Lagern gespritzt werden. Bei Anwendung an der Kette kann zudem alter Schmutz in die Lager gelangen.
- Spülmittel: Zwar ist Spülmittel für viele eine beliebte Allzwecklösung beim Bikewashing, allerdings kann es bei der Wirksamkeit nicht mit speziellen Kettenreinigern oder Waschbenzin mithalten. So dringt das Mittel nicht so tief in die Kettenglieder ein und ist deshalb für intensiv genutzte Bikes weniger geeignet. Nutzt du das Mittel dennoch, dann sollte die Kette nach der Reinigung sofort geölt werden.
- Bremsenreiniger: Wir raten davon ab, Bremsenreiniger beim Putzen der Kette zu verwenden. Seine sehr stark entfettende Wirkung führt dazu, dass die Kette nach einer Behandlung mit Bremsenreiniger sowohl außen, als auch innen komplett ungeschmiert ist und somit auch keinen Rostschutz mehr bietet. Deshalb musst du die Kette nach dem Säubern mit Bremsenreiniger unmittelbar schmieren - oder auf eine alternative Reinigungsmethode ausweichen.
- Diesel oder Benzin: Generell kannst du eine Fahrradkette auch mit Benzin oder Diesel reinigen. Allerdings raten wir auch von dieser Methode ab, da beide Substanzen hoch entzündlich sind. Solltest du doch Benzin oder Diesel zum Reinigen deiner Fahrradkette nutzen, achte darauf, die Kette danach sofort wieder zu schmieren, da beide Stoffe stark entfettend wirken.
Wie oft muss ich eine Kette ölen?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Letztendlich kommt es darauf an, wie oft das Fahrrad benutzt wird und wie stark die Fahrradkette dem Schmutz ausgesetzt ist. So kann es sein, dass du deine Kette nach 100 km ölen musst, manchmal dauert es auch länger. Wer jeden Tag bei Wind und Wetter zur Arbeit fährt, sollte die Kette in kürzeren Abständen pflegen - am besten wöchentlich, mindestens aber einmal im Monat. Eines ist sicher: Sobald die Fahrradkette nicht mehr leise läuft und rasselt, solltest du sie dringend ölen.
Wie viel kostet ein gutes Kettenöl?
Die gute Nachricht zum Schluss: Das Ganze ist gar nicht so teuer! Ein gutes Basisöl kostet meist keine 10€ und du kannst einige Zeit damit arbeiten, bevor es leer geht. Selbst die Spezial-Öle sind oft nicht viel teurer und auch Kettenreiniger sind für kleines Geld zu haben.
PTFE vs. Silikonspray
PTFE und Silikonspray sind unterschiedliche Schmiermittel mit verschiedenen Eigenschaften. Der wesentliche Unterschied liegt in den chemischen Strukturen und den daraus resultierenden Eigenschaften. Silikonspray lässt sich von Oberflächen nur sehr schwer wieder entfernen. Dies ist von Nachteil, wenn nur eine temporäre Schmierung oder eine häufige Reinigung erforderlich ist. Silikonspray kann wie PTFE Spray als Schmiermittel, Gleitmittel, Trennmittel und Pflegemittel eingesetzt werden. Silikonspray eignet sich z.B. auch zur mineralölfreien Schmierung von Kunststoffen.
Sicherheitshinweise
Bei Überhitzen bersten/platzen die Behälter. bei 50°C max. * Angaben sind nicht messbar bei dem hermetisch verschlossenen, unter Druck stehenden Behälter. Änderungen der Kennwerte vorbehalten! Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt und nach bestem Wissen gemacht, eine Haftung bleibt ausgeschlossen.
Kennzeichnung gemäß Verordnung (EG) Nr.: H222, H229 - Extrem entzündbares Aerosol.
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