Wenn Sie ein begeisterter Bergsteiger oder Radfahrer sind, der die Insel Mallorca besucht, fragen Sie sich vielleicht, welche Bergstrecke die anspruchsvollste ist. Mallorca ist bekannt für seine atemberaubende Landschaft und sein bergiges Gelände, und es gibt viele großartige Strecken zur Auswahl.
Die Puig Major Strecke ist zweifellos eine der herausforderndsten Bergstrecken auf Mallorca. Diese Strecke führt Sie zum höchsten Punkt der Insel, dem Puig Major, der stolze 1.445 Meter über dem Meeresspiegel liegt.
Die Herausforderung des Puig Major
Die Puig Major Strecke beginnt in Sóller und führt über einige der schönsten Landschaften Mallorcas. Auf dem Weg zum Puig Major müssen Sie sich auf lange Anstiege, enge Kurven und wechselnde Straßenverhältnisse einstellen.
Die Puig Major Strecke ist nicht nur aufgrund ihrer Höhendifferenz anspruchsvoll, sondern auch wegen der klimatischen Bedingungen. Aufgrund der Höhe kann das Wetter unvorhersehbar sein, und es kann zu starken Winden und Temperaturschwankungen kommen.
Die Puig Major Strecke ist zweifellos die anspruchsvollste Bergstrecke auf der Insel Mallorca. Wenn Sie bereit sind, die Herausforderung anzunehmen, werden Sie mit atemberaubenden Ausblicken und einem unvergesslichen Erlebnis belohnt. Denken Sie jedoch daran, sich gut vorzubereiten und die richtige Ausrüstung mitzubringen, um sicherzustellen, dass Ihre Tour erfolgreich verläuft.
Die Westauffahrt zum Coll de Puig Major
In der Ortschaft Soller beginnt die Westauffahrt zum Coll de Puig Major, die eine der längsten durchgängigen Auffahrten auf einen Berg/Pass der Insel ist. Die durchschnittliche Steigung dieser Auffahrt beträgt 6,0 %. Man befährt die Hauptumgehungsstraße in Soller und befolgt die Wegweiser in Richtung Lluc bzw. Pollença.
Nachdem wir in einem kleineren Kreisel/Abzweig an einer Gaststätte auf die Ma-10 in Richtung Lluc abgebogen sind, verläuft die Straße gerade und führt aus dem Ort hinaus. Etwa 300 m weiter befindet sich auf der rechten Seite der Straße ein großer Wegweiser mit Kilometerangaben zu den oben beschriebenen Orten. Ab hier startet der Anstieg hinauf zum Coll de Puig Major, und wir starten die Zeitmessung.
Der Anstieg im Detail
Auf den ersten Metern des Anstieges schlängelt sich die Straße in mehreren langgezogenen Kurven, und die Steigung liegt hier bei konstanten 6 %. Nach ca. 2,5 Kilometern wird es für rund 1000 m merklich steiler und die Steigung schnellt auf 7,5 % empor. Ab jetzt verläuft die Straße auch etwas geradliniger, die Kurven werden weniger, und die Steigung nimmt wieder etwas ab. Wir passieren jetzt den Abzweig zum Bergdorf Fornalutx, die letzte Möglichkeit den Anstieg zu verlassen.
Im unteren Bereich des Anstieges kann man an einigen Stellen einen Blick nach rechts oben zum Aussichtspunkt vor dem Tunnel erhaschen, der noch in weiter Ferne liegt. Nach ca. 6,5 Kilometern erreichen wir den Parkplatz des Aussichtspunktes Mirador de ses Barques, wo die Steigung merklich zurückgeht und bei nur noch 4,5 % liegt.
Nach dem Aussichtspunkt wechseln sich langgezogene Kurven mit langen Geraden ab, bis man auf eine Felsdurchfahrt zufährt, die bei Kilometer 8 erreicht wird. Nach der Felsdurchfahrt nimmt die Steigung wieder ab, und für ein paar hundert Meter fährt man sogar leicht bergab, bis nach einer Rechtskurve die finalen 5000 m eingeläutet werden. Der Straßenverlauf wird jetzt wieder kurvenreicher, und man gewinnt deutlich an Höhe. Die Steigung liegt hier über 6 % im Schnitt.
Rund drei Kilometer vor dem Gipfel gilt es nochmal eine letzte Rampe zu überwinden, die sich nach einer Linkskurve vor einem auftürmt. Ist diese überwunden, spürt man quasi das Ziel. Hinweisschilder deuten auf den bevorstehenden Tunnel und den Aussichtspunkt Sa Regana, der vor diesem liegt, hin. Ist der Aussichtspunkt passiert, fährt man direkt in den Tunnel hinein, und es sind nur noch wenige Meter bis zum höchsten Punkt der Auffahrt, der sich hinter dem unbeleuchteten Tunnel (ca. 300 m lang) in einer Linkskurve befindet.
Kill-the-Hill: Einzigartige Tour zum Puig Major
Von den jährlich 250.000 Radtouristen auf Mallorca haben nur wenige Auserwählte das Privileg, den Gipfel des Puig Major mit dem Rennrad zu bezwingen. Beim erst seit wenigen Jahren stattfindenden Kill-the-Hill starten die handverlesenen Teilnehmer zu einer einzigartigen Tour auf Mallorcas höchsten Berg, der normalerweise unbezwingbares militärisches Sperrgebiet darstellt. Für den Normalradler ist sonst unterhalb des Gipfels der Tunel de Monnaber auf 879m Höhe der höchste anfahrbare Punkt der Insel.
Weitere Anstiege auf Mallorca
Mallorca bietet neben dem Puig Major noch weitere anspruchsvolle Anstiege für Rennradfahrer. Hier ist eine Liste einiger der schönsten Rennrad-Berge:
- Coll des Vent: 8,2 km, 388 hm, max. 8 % Steigung
- Coll de Soller: 7,4 km, 327 hm, max. 8 % Steigung
- Coll d'Honor: 6,1 km, 333 hm, max. 5,5 % Steigung
- Coll dels Reis: 10,1 km, 698 hm, max. 12 % Steigung
- Coll de sa Bataia: 8,5 km, 412 hm, max. 9 % Steigung
- Talaia d'Albercutx: 7,0 km, 355 hm, max. 11 % Steigung
- Ermita de Betlem: 7,5 km, 260 hm, max. 8 % Steigung
- Puig de Randa: 4,8 km, 256 hm, max. 5,3 % Steigung
- Puig de Sant Salvador: 5,3 km, 368 hm, max. 10 % Steigung
Höhenprofile und Besonderheiten
Der höchste Punkt, den man als Rennradler auf Mallorca erreichen kann, liegt im Tramuntana-Höhenzug unterhalb des Puig Major in einem dortigen Tunnel auf der Passstraße Ma-10. Am Meer beginnend kann man sich so 900 Höhenmeter hinauf schrauben. Die Weiterfahrt hinauf auf Mallorcas höchsten Berg ist leider als militärisches Sperrgebiet gesperrt.
Die Westrampe zum Puig Major
Die Westrampe zum Puig Major beginnt in Soller bzw. Sonnenbrille ab, Pkw-Lücke abwarten und dann mit hohem Tempo durch. Kurz hinter dem Tunnel steht man am verschlossenen Gatter der Auffahrt zur militärischen Radaranlage auf dem Puig Major. In der Wand ist das Zickzack der Auffahrt deutlich erkennbar. Ein Jammer, dass man da nicht hinauf darf.
Dafür wird man bei Weiterfahrt Richtung Osten mit beeindruckender alpiner Landschaft belohnt. Dahinter folgt der Abzweig über den Coll dels Reis hinunter nach Sa Calobra.
Der Aufstieg zur Militärbasis Son Torella
Von Sóller kommend passiert man nach der Durchfahrt durch den Tunnel den Coll de Puig Major auf 880 m Höhe und rollt 1,3 km 50 Höhenmeter hinab. In der Spitzkehre der Militärbasis Son Torella beginnt der Aufstieg am nur zweimal im Jahr für Zivilisten geöffneten Tor. Von Norden kommend kommt man hinter dem zweiten Stausee zum Tor, wobei man sich um die Orientierung bei diesen Veranstaltungen keine Sorgen machen muss.
Der erste Kilometer führt mit noch gemütlichen 6 bis 8% Steigung durch noch begrüntem Gelände. Das ändert sich an der ersten von zehn Spitzkehren. Das Grün verschwindet und bald werden in steinigem, kargem, an Hochgebirge erinnerndem Gelände die Steigungswerte zweistellig. Kurze 8% Stücke wechseln mit 12% und dem Maximalwert von 15% im Bereich der dritten Kehre.
Bald zeigt sich in der Höhe die Radarkuppel auf der Bergspitze. Auf den nächsten Kilometern wechseln die Werte wieder zwischen 8 und 12% ohne steile Rampen. Die letzten beiden Kilometer bleiben einstellig. An der letzten Spitzkehre lässt man den Helikopter-Landeplatz rechts liegen und fährt auf die große Parkfläche, die bei den Events für die Wasserausgabe genutzt wird. Mehrere Abschnitte der Straße sind bereits neu asphaltiert.
Übersicht der Rennrad-Berge auf Mallorca
| Berg | Länge | Höhenmeter | Maximale Steigung |
|---|---|---|---|
| Coll des Vent | 8,2 km | 388 hm | 8 % |
| Coll de Soller | 7,4 km | 327 hm | 8 % |
| Coll d'Honor | 6,1 km | 333 hm | 5,5 % |
| Puig Major | 15,7 km | 850 hm | 9 % |
| Coll dels Reis | 10,1 km | 698 hm | 12 % |
| Coll de sa Bataia | 8,5 km | 412 hm | 9 % |
| Talaia d'Albercutx | 7,0 km | 355 hm | 11 % |
| Ermita de Betlem | 7,5 km | 260 hm | 8 % |
| Puig de Randa | 4,8 km | 256 hm | 5,3 % |
| Puig de Sant Salvador | 5,3 km | 368 hm | 10 % |
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