Ein Kind zum Tragen eines Fahrradhelms zu bewegen, ist nicht immer leicht. „Zu uncool“ oder „stört“ sind oft die schnellen Ausreden. Eine Helmpflicht gibt es Deutschland zwar nicht, aber dennoch ist es mehr als ratsam, einen Kopfschutz zu tragen. Gerade Kinder gehören zu den schwächsten Teilnehmern im Straßenverkehr.
Warum ein Fahrradhelm für Kinder unerlässlich ist
Wenn Kinder aufs Fahrrad steigen, sollten sie stets einen Helm tragen, um bei einem Sturz oder Unfall geschützt zu sein. Doch nicht alle Helme sind gleich gut, wie ein gemeinsam von ADAC und Stiftung Warentest durchgeführter Test von 18 Helmen beweist. Die ADAC Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird.
Die Kriterien für sichere Kinderfahrradhelme
Wichtigstes Kriterium im Test mit einem Anteil von 50 Prozent an der Gesamtnote ist natürlich der Unfallschutz. Schließlich ist das der Grund, warum man einen Helm trägt: Im Falle eines Sturzes oder eines Unfalls kann er schwere Kopfverletzungen abmildern oder gar ganz verhindern. Umso erstaunlicher, dass nur der Testsieger von Abus und der Helm von Casco in dieser Kategorie mit der Note 2,5 gerade noch das Testurteil "gut" erreichten.
Trotz der optischen Komponente ist das Wichtigste, dass der Fahrradhelm dem Kind richtig passt. Er darf weder schief sitzen, noch wackeln oder zu tief in den Nacken ragen. Er sollte zudem die Stirn, die Schläfen und den gesamten Hinterkopf gut bedecken. Alle Kinderfahrradhelme im Test haben eine weiche, auswechselbare Polsterung, damit nichts drückt.
Mit einem kleinen Rad an der Rückseite können alle Fahrradhelme für Kinder individuell an den Kopf angepasst werden. Die Modelle von Abus und Alpina haben darüber hinaus eine zusätzliche vertikale Größenverstellung im Inneren. Der Kinnverschluss sollte so eingestellt sein, dass gerade noch ein Finger zwischen Verschluss und Kinn passt. Da letztendlich jeder Kinderkopf individuell ist, empfiehlt es sich, das Kind beim Kauf mitzunehmen und den gewünschten Fahrradhelm direkt anzuprobieren. Für Kinder ist vorallem auch die Farbe des Helms entscheidend.
Top-Empfehlungen im Überblick
Um den besten und sichersten Kinderfahrradhelm zu ermitteln, hat IMTEST bereits im Jahre 2022 Fahrradhelme für Kinder im Test untersucht. Darunter Kinderhelme von Abus, Alpina, Giro, Specialized und Uvex, die sowohl in der Praxis als auch im Prüflabor des TÜV Süd getestet wurden und noch immer verkauft werden. Dabei konnte vor allem der Specialized Shuffle Child LED als Test- und Preisleistungssieger überzeugen.
IMTEST-Favorit: Specialized Shuffle Child LED
Helm in sportlichem Design, mit Mips-Technologie und entnehmbarem Licht an der Rückseite. Bestes Testergebnis und dazu noch mit dem besten Preis. Mit 325 Gramm Gewicht ist der Specialized Shuffle Child LED der schwerste Helm von allen. Imtest Ergebnis: gut 2,1
Weitere empfehlenswerte Fahrradhelme für Kinder
- Abus Youn_I 2.0: Das große und hoch angebrachte LED-Licht sorgt für 180-Grad-Sichtbarkeit, wenn es dunkel und nebelig ist. Möglichkeit, den Helm vertikal auf die Kopfgröße einzustellen. Nach zwei simulierten Unfällen sind die Reserven aufgebraucht. Imtest Ergebnis: gut 2,2
- Alpina Pico Flash: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. In drei knalligen Farben verfügbar, allein deswegen ein echter Hingucker. Mit 233 Gramm der leichteste Helm unter den Testkandidaten. Bei der Verpackung sind Plastik und Pappkarton etwas zu viel des Guten. Imtest Ergebnis: gut 2,2
- Uvex Hlmt 4: Ein cooler Helm, der nicht nur nach Fahrradfahren aussieht. Passt auch perfekt zu kleinen Skateboardern oder Inlineskatern. Durch die runde Form liegt der Kopf gut und sicher im Helm. Beim Abstreiftest zeigt der Uvex Hlmt 4 eine hohe Verschiebung am Gurtverteiler. Imtest Ergebnis: gut 2,5
- Giro Tremor Child Mips: Ob Sonne, Wolken oder Regen - bei Bedarf liefert der abnehmbare Helmschirm Schutz bei jedem Wetter. Die tiefe und breite Rückseite schützt den Hinterkopf sehr gut. Verstellschienen im Giro Tremor Child Mips wirken sehr locker. Imtest Ergebnis: gut 2,5
Der PUKY HELMET M im Detail
Entdecken Sie den PUKY HELMET M - den perfekten Fahrradhelm für Kinder mit einem Kopfumfang von 54-58 cm. Mit seinen herausragenden Eigenschaften garantiert er nicht nur optimalen Schutz, sondern auch einen hohen Tragekomfort.
Der PUKY HELMET M besticht durch seine optimale Passform und Formschlüssigkeit dank des gepolsterten Kunststoff-Rings, der mühelos mit dem praktischen Dreh-Verstellsystem reguliert werden kann. So lässt sich der Helm problemlos an die individuelle Kopfgröße anpassen und sorgt für einen sicheren Halt.
Trotz seines robusten Aufbaus ist der PUKY HELMET M mit nur 260 g außergewöhnlich leicht und sorgt dafür, dass Ihr Kind sich frei und unbeschwert bewegen kann. Die Belüftung wird durch 17 Lüftungslöcher gewährleistet, die eine optimale Luftzirkulation ermöglichen und den Kopf angenehm kühl halten. Zusätzlich ist ein integrierter Insektenschutz vorhanden, der unerwünschte Gäste fernhält.
Die Außenschale des PUKY HELMET M besteht aus robustem und widerstandsfähigem Polycarbonat, das im In-Mould-Verfahren mit der Innenschale aus EPS-Schaum verschmolzen wurde. Dies gewährleistet einen hervorragenden Schutz und absorbiert Stöße effektiv, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.
Für zusätzliche Sicherheit ist der Helm mit einem abnehmbaren Licht-Modul an der Rückseite ausgestattet. Mit seinen drei Modi (Dauerlicht, Blinklicht, Aus) sorgt es für optimale Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Vier Reflektor-Sticker bieten eine 360°-Sichtbarkeit und erhöhen die Sicherheit bei schlechten Lichtverhältnissen.
Der PUKY HELMET M überzeugt nicht nur durch seine herausragenden Eigenschaften, sondern auch durch sein ansprechendes Design. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, seinen individuellen Stil auszudrücken, indem Sie aus verschiedenen Farboptionen wählen. Der Helm ist in mattem Finish erhältlich, das stilvoll und modern wirkt.
PUKY HELMET M: Sicherheit und Komfort vereint
- Optimale Passform
- Leichtes Gewicht (260g)
- Gute Belüftung durch 17 Lüftungslöcher
- Integrierter Insektenschutz
- Abnehmbares Licht-Modul
- 360°-Sichtbarkeit durch Reflektor-Sticker
Der PUKY HELMET S im Fokus
Der PUKY HELMET S ist der ideale Fahrradhelm für Kinder mit einem Kopfumfang von 48 bis 55 cm. Er besticht durch seine optimale Passform und Formschlüssigkeit, die durch den gepolsterten Kunststoff-Ring erreicht wird. Dieser kann mithilfe des praktischen Dreh-Verstellsystems einhändig reguliert werden, um eine perfekte Anpassung zu gewährleisten. Dein Kind kann den Helm spielend leicht selbst einstellen.
Mit einem Gewicht von nur 220 g ist dieser Helm außergewöhnlich leicht und ermöglicht es deinem Kind, sich frei und unbeschwert zu bewegen. Die 17 Lüftungslöcher sorgen für eine optimale Belüftung und halten den Kopf auch an warmen Tagen angenehm kühl. Zudem ist ein integrierter Insektenschutz vorhanden, der lästige Besucher fernhält.
Der PUKY HELMET S zeichnet sich durch seine robuste Außenschale aus widerstandsfähigem Polycarbonat aus, die im In-Mould-Verfahren nahtlos mit der Innenschale aus EPS-Schaum verschmolzen wurde. Dies gewährleistet einen hervorragenden Schutz und absorbiert Stöße effektiv, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.
Für zusätzliche Sicherheit verfügt der Helm über ein abnehmbares Licht-Modul auf der Rückseite. Mit seinen drei Modi (Dauerlicht, Blinklicht, Aus) sorgt es für optimale Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Die 360°-Sichtbarkeit wird durch die vier Reflektor-Sticker weiter verstärkt, damit dein Kind auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut erkennbar ist.
Weitere empfehlenswerte Kinderhelme
Neben den PUKY-Modellen gibt es auch andere Helme, die im Test überzeugen konnten:
- Abus Anuky: Mit frischen Dekoren und LED-Licht am Drehrad.
- Uvex Kid 3: Im Skater-Style mit guter Belüftung.
- Nutcase Little Nutty: Testsieger mit reflektierendem Material und Magnetverschluss.
- KED Meggy: In vier Größen erhältlich mit Insektenschutzgittern.
- Puky PH8: Abgestimmt auf Puky Kinderfahrräder.
- Mighty Junior: Günstiger Einstiegshelm mit Visier.
- Abus Hubble 1.1: Mit integriertem Sonnenschutzsystem.
Tipps für den Kauf eines Kinderfahrradhelms
Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Da die Aktivierung vom Nutzer jedoch oft vergessen wird, sollte der Helm auch über eine passive Sicherheitsausstattung in Form von reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen verfügen. Ein helles Design in auffälligen Farben erhöht zudem die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht.
Da jede Kopfform individuell ist, empfiehlt es sich, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Helms überprüfen und ein Fehlkauf vermeiden.
Jeder Helm muss nach einem Sturz ersetzt werden, da dabei nicht sichtbare Schäden entstanden sein können. Dadurch könnte die Schutzfunktion des Helms teilweise oder vollständig beeinträchtigt werden.
FAQ: Wichtige Fragen rund um Kinderfahrradhelme
- Warum ist die richtige Passform so wichtig? Ein schlecht sitzender Helm kann bei einem Sturz verrutschen und bietet keinen ausreichenden Schutz.
- Wie finde ich die passende Größe? Am besten durch Anprobieren verschiedener Größen und individuelles Anpassen.
- Welche Größe eignet sich je nach Alter? Die Größe wird durch den Kopfumfang bestimmt, nicht durch das Alter.
- Was kostet ein guter Helm? Sichere Modelle gibt es ab 20-30 Euro.
- Was muss ich beim Kauf beachten? Weiche Polsterung, DIN EN 1078 Norm und geringes Gewicht für Babys.
Schadstoffbelastung
Da die Tester beim Modell Linok X Actionteam von Cube sehr hohe Mengen an Weichmachern im Kinnpolster entdeckten, fiel dieser Helm trotz seiner Bestleistungen beim Unfallschutz am Ende mit der Note 5,5 im Test durch.
Hitzebeständigkeit
In punkto Haltbarkeit und Sicherheit war auch die Hitzebeständigkeit der Helme ein Testkriterium. Hierzu wurde das Szenario eines Helmes auf der Heckablage des Autos im Hochsommer simuliert. In dieser Disziplin schlugen sich nahezu alle Helme gut, Ausreißer waren lediglich die Modelle von Nutcase und Prophete. Bei Letzterem löste sich unter hoher Temperatureinwirkung sogar die äußere Helmschale ab.
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