R RAYMON Bikes Testberichte: Eine umfassende Analyse

R RAYMON hat sich mit einer Reihe von innovativen Bikes auf dem Markt etabliert. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über verschiedene Modelle, ihre Ausstattung und Leistung basierend auf aktuellen Testberichten.

R RAYMON Tarok Ultra: Das Flaggschiff im E-MTB-Bereich

Nach dem Austritt aus der Pierer Mobility AG will R RAYMON neu durchstarten und präsentiert das Tarok Ultra, ein E-MTB mit Carbonrahmen und 160/160 mm Federweg. Ausgestattet mit dem exotischen ZF CentriX-Motor mit 90 Nm, einem entnehmbaren 756-Wh-Akku und High-End Komponenten verspricht das 10.499 € teure Carbon-Bike Uphill-Dominanz und Downhill-Party.

Das R RAYMON Tarok Ultra tritt optisch selbstbewusst auf und macht in der zweifarbigen Lackierung auf dem Trail wie vor dem Café eine gute Figur. Lediglich das Unterrohr, das eines der voluminösesten im Vergleichstest ist, bringt das Gesamtbild etwas aus der Balance.

Technische Details und Ausstattung

Im Unterrohr sitzt der 756 Wh große Akku, der sich zum Laden entnehmen lässt. Alternativ kann der Akku bequem über einen Ladeport im Tretlagerbereich geladen werden. Der Akku speist den ZF CentriX-Motor mit 90 Nm Drehmoment und 600 Watt Spitzenleistung, der sich dank kompakter Bauform unauffällig in den Tretlagerbereich einfügt. Gesteuert wird das System über die ZF Pure Remote am Lenker, die mit guter Haptik überzeugt.

Unterstützungsstufe und Akkustand lassen sich über den ZF Core Controller im Oberrohr ablesen, der zwar informativ, aber relativ groß geraten ist. Ergänzend sitzt das ZF Color Display auf einer Halterung über dem Vorbau und liefert alle weiteren Fahrdaten, inklusive Geschwindigkeit und geschätzter Restreichweite - praktisch, aber exponiert: Im Test fing sich das Display bei einem Sturz direkt einen kräftigen Kratzer ein, hier wäre eine bessere Integration wünschenswert. Noch mehr Daten liefert die ZF Ride APP, über die sich neben dem Einstellen der möglichen Unterstützungsstufen auch navigieren lässt.

  • Motor: ZF CentriX mit 90 Nm
  • Akku: ZF SI756 mit 756 Wh
  • Federgabel: FOX 38 Factory GRIP X2 160 mm
  • Dämpfer: FOX FLOAT X2 Factory 160 mm
  • Bremsen: SRAM MAVEN Silver 220/200 mm
  • Laufradsatz: NEWMEN Phase 30 strong 29"/27,5"

Das Fahrwerk mit 160 mm Federweg an Front und Heck stammt aus der FOX Factory-Serie: Vorne arbeitet eine FOX 38 Factory-Federgabel mit GRIP X2-Kartusche, während hinten der FOX FLOAT X2-Dämpfer Unebenheiten ausfedert. Beide Federelemente überzeugen mit breiter Einstellbarkeit und starker Trail-Performance.

Fahrverhalten und Performance

Die Sitzposition ist angenehm aufrecht, entlastet die Handgelenke und das E-MTB vermittelt direkt ein vertrautes Gefühl. Auch die Gewichtsverteilung passt - man sitzt zentral und gut integriert im Bike. Das macht die ersten Meter auf dem Forstweg zum Spaziergang. Der ZF CentriX-Motor schiebt mit kräftigen 90 Nm Drehmoment aus dem Stand ordentlich an. Einmal in Schwung, zieht das Tarok solide durch - bis etwa 20 km/h. Dann flacht die Leistungsentfaltung spürbar ab.

Auf technischen Uphill klettert das Tarok aber willig den Berg hoch. Selbst in steilen Passagen bleibt das Vorderrad stets am Boden, während das Bike am Hinterrad eine gute Traktion generiert und euch dank des hohen Drehmoments auch an steilen Passagen problemlos anfahren lässt.

Geht es talwärts, zeigt sich das R RAYMON Tarok Ultra von seiner ehrlichen Seite. Wer aktiv pumpen und Speed aufbauen will, verliert relativ viel Energie im soften Fahrwerk und das E-MTB ist auf dem Flowtrail recht träge. Wechselt man auf ruppiges Terrain, liegt das Tarok Ultra satt auf dem Trail, das Fahrwerk spricht sensibel an und bügelt auch große Einschläge souverän glatt.

Tabelle: Technische Daten des R RAYMON Tarok Ultra

Größe M L XL
Gewicht 23,34 kg
Zul. Gesamtgewicht 130 kg

R RAYMON Airok Ultra: Das leichte All-Mountain-Bike

Mit dem Airok Ultra bringt Raymon ein leichtes und modernes All-Mountain-Bike an den Start, das mit seinem Bosch-SX-Motor und einer durchdachten Geometrie überzeugen möchte. Raymon setzt beim Airok Ultra auf einen Voll-Carbon-Rahmen und 150-mm-Federweg vorne und hinten. Als Antrieb arbeitet der Bosch-SX-Motor mit 400-Wh-Akku.

Das Airok ist ein wenig "touriger" ausgelegt als die Konkurrenz - sowohl in Sachen Geo als auch mit der strafferen Heckfederung. Dennoch gefällt das Raymon auch auf dem Trail, speziell im Kurventanz sorgt das Bayern-Bike für Gaudi ohne Ende. Angesichts der edlen Parts geht auch das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung.

R RAYMON Tourray E 8.0: Trekking E-Bike der Extraklasse

Das R Raymon Tourray E 8.0 ist eine echte Alternative im Trekking e-Bike Segment. Das zum Preis von 3.899 € erhältliche e-Bike markiert das Top-Modell der Tourray Baureihe. Ein modernes Farbdesign zieht die Blicke auf sich. Rahmen und Anbauteile sind in edlem Darkgrey und Black gehalten.

Als einziges Rad im Testfeld kommt hier als Alternative zum Bosch CX 4.0 Motor, das Top-Aggregat von Yamaha zum Einsatz. Der neue 80 Nm starke Yamaha PW-X2. Passend dazu, ein leistungsstarker Akku mit einer Kapazität von 630 Wh. Wie es sich gehört für ein Top-Modell, ist das Tourray 8.0 hochwertig ausgestattet. Dazu gehört die Lichtanlage von Litemove (HKSE-70, 70 Lux) und das Rücklicht von AXA (Blueline E).

Schon aus dem Stand schiebt der Yamaha direkt äußerst kraftvoll an. Die neuste X2 Generation hat im Vergleich zum Vorgänger Yamaha PW-X eine verbesserte Sensorik und ein Softwareupdate bekommen, das unter anderem bei höheren Trittfrequenzen nun deutlich mehr Leistung bereit hält. Bei einer Trittfrequenz von 100 hat der X 2 50 Prozent mehr Leistung als sein Vorgänger. Klasse! Dieses Softwareupdate passt hervorragend zum R Raymon Tourray E 8.0, denn mit der 12-fach Shimano XT-Schaltung stehen genügend leichte Gänge bereit.

Bereits auf den ersten Metern auf Asphalt wird klar, dass die 27,5 Zoll Super Moto-X Bereifung von Schwalbe, dem R Raymon Tourray E 8.0 sehr viel Agilität gibt. Wendige Manöver und Kurven im Stadtverkehr gelingen damit spielerisch leicht. Mit einer Breite von 2,4 Zoll bieten die Reifen dennoch genügend Dämpfung und Komfort.

R RAYMON Trailray 150 Pro: Vielseitiges All-Mountain-E-MTB

Raymon präsentiert mit dem Trailray 150 Pro ein AllMountain-E-MTB für den breiten Einsatzbereich mit moderner Rahmengeometrie und bewährtem Yamaha Antriebssystem. Der PW-X3-Mittelmotor ist seit 2022 auf dem Markt und bewährte sich bereits in etlichen Tests.

Beim Fahrwerk kombiniert Raymon den um 140 mm gefederten Alurahmen mit einer 150-mm-Federgabel zu einem feinen Fahrwerk, das auf 29“-Laufräder und grob­stolligen Schwalbe Tacky Chan- Geländereifen die Trails rauf und runter fetzt. Die Kombi mit 29“-Laufrädern und AllMountain-Fahrwerk mit viel Federweg ist beim Raymon richtig gut gelungen. Bei eingestelltem Setup bietet das Trailray richtig Fahrspaß. Egal ob man aus niedrigen Geschwindigkeiten antritt oder endbeschleunigt, der kräftige PW-X3 legt noch eine Schippe drauf.

R RAYMON TrailRay 140 E 7.0: Erstklassiges Einsteigermodell für Trail-Abenteuer

Die Schweinfurter selbst bezeichnen ihr TrailRay 7.0 als „erstklassiges Einsteigermodell für Trail-Abenteuer“. R Raymon setzt beim TrailRay auf im Trend liegende Mullet-Laufräder: vorne 29 Zoll und hinten 27,5 Zoll. Das verspricht den besten Kompromiss aus Laufruhe und Wendigkeit. Ein Highlight für diese Preisklasse ist zweifelsohne der Yamaha PW X2 Motor, der von einem leistungsstarken 630 Wh Akku befeuert wird und aus dem Unterrohr entnommen werden kann. Kräftige 4-Kolben Bremsen vorne und hinten zeigen, dass hier nicht gespart wurde. Und auch an eine Teleskop-Sattelstütze haben die Entwickler selbstverständlich gedacht.

Die Sitzposition ist sehr bequem, weshalb ich mich direkt wohl fühle. Breitere Reifen und der gefederte Hinterbau bringen zusätzlich Komfort und absorbieren kleine Schläge. Der 80 Nm starke Yamaha PW X2 Motor zieht wunderbar kräftig, auch bei niedriger Trittfrequenz. Mit seiner bulligen Charakteristik passt er hervorragend zum TrailRay. Das Display A ist eine intuitiv einfach zu bedienende Kommandozentrale, die gut erreichbar links am Lenker den Zugriff auf alle wichtigen Steuerfunktionen ermöglicht und einen zugleich mit den wichtigsten Daten auf einen Blick versorgt. Es hält fünf Unterstützungs-Modi bereit.

R RAYMON HardRay Nine 3.0

Auf Straßen und einfachen Waldwegen zeigt das R-Raymon Einsteiger-Bike sein volles Potential. Auf der Waage gibt das Einsteiger-Bike HardRay Nine 3.0 mit 14,7 kg eine gute Figur ab. Die Geometriedaten fallen moderat aus und vermitteln so ein ausgewogenes Handling. Beim Fahrverhalten lässt sich R-Raymon also auf keine Experimente ein. Wer keine besonderen Vorlieben bei der Sitzposition hat, macht mit dem Einsteiger-Bike von R-Raymon nichts falsch. Denn im Sattel nimmt man eine ausgewogene Haltung ein.

R RAYMON Gravelray 4: Agiles Gravelbike zum günstigen Preis

Mit dem Gravelray 4 wurde mir ein Gravelbike präsentiert, welches mir vor allem durch die 18-fach Shimano-Sora ins Auge fiel. Die solide Sora macht ihren Job, nur ist sie auf dem Gravelray 4 für meinen Geschmack etwas eingeschränkt, da sie mit nur 34 Zähne auf dem hinteren Ritzel auskommen muss. Das Rad nur 699,-€ kosten würde. Ok, bei dem Preis wurde das Rad dann für mich richtig interessant.

Die 12,2 kg zzgl. Pedale machten es sehr spritzig und agil. Die Räder tragen dort wahrscheinlich auch sehr viel dazu bei. Die 40er Reifen flogen über die Schotterpiste und auch über die Stücke, die asphaltiert waren. Vom Profil her, erinnerten sie mich an die Schwalbe CX Pro, doch Raymon nennt sie „Impac CrossPac, 40-622“. Sie bauen optisch sehr schmal, dass sie fast mit meinen Schwalbe Lugano2 in 32mm konkurrieren könnten.

Das Gravelray 4 hat mich schon irgendwie oder trotzdem überzeugt. Ein einfaches und agiles Rad zu einem günstigen Preis. Hätte ich kein Rad und wäre gerade jetzt auf der Suche nach einem Gravelbike mit sportlicher Note für Touren und leichtem Bikepacking mit Rahmentasche, Lenkertasche und Rucksack, wäre das spontan meine Wahl.

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