Laufräder erfreuen sich bei Kleinkindern und Eltern großer Beliebtheit. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Laufrädern aus Holz oder Metall verschiedenster Hersteller auf dem Markt. Die Anforderungen, die Eltern an das neue Laufrad stellen, drehen sich in erster Linie um die Sicherheit.
Aber auch ein kindgerechtes Design, schadstofffreie Materialien und eine hochwertige Verarbeitung sind wichtige Kriterien beim Laufrad-Kauf. Die Entscheidung, welches Modell für das eigene Kind das richtige ist, kann da schon mal schwer fallen. Eltern, die ein Laufrad kaufen wollen, greifen deshalb gern auf einen Laufrad Test zurück.
Um Ihnen die Auswahl für das richtige Laufrad-Modell zu erleichtern, haben wir Ihnen die Ergebnisse aktueller Laufband-Tests auf dieser Seite übersichtlich zusammengestellt. Wir behalten für Sie den Überblick: In einer umfangreichen Praxisprüfung ließ ÖKO-TEST feststellen, welche Laufräder empfehlenswert sind. Außerdem wurden Griffe, Sitze und Lenkerpolster auf Schadstoffe untersucht.
Testergebnisse und Schadstoffbelastung
In dem umfangreichen Laufband-Test „Kinderlaufräder: Gift in den Griffen“ testete Stiftung Warentest 15 Modelle in unterschiedlichen Preisklassen. Besonderes Augenmerk wurde auf den Schadstoffgehalt gelegt. Im jüngsten Test der Stiftung Warentest sind von 13 getesteten Kinderlaufrädern ganze zehn aufgrund zu hoher Schadstoffbelastung durchgefallen, darunter auch unser Testsieger Puky LR M (Test 12/2021).
Allerdings ist die Nutzung von Laufrädern unserer Ansicht nach nicht Kleinkinderspielzeug-typisch - oder anders gesagt, kaum ein Kind wird auf die Idee kommen, einen Sattel oder einen Reifen in den Mund zunehmen und darauf herumzukauen. Tatsächlich fand die Stiftung Warentest die meisten Schadstoffe in den Sätteln oder den Reifen, nicht dagegen an den Handgriffen. Daher besteht aus unserer Sicht kein Anlass zur Panik.
Einige Hersteller haben auf den Test der Stiftung Warentest mit Verkaufsstopps reagiert und bieten teilweise Ersatz an. So erhalten Käufer des Puky LR M vom Hersteller auf Anfrage kostenlos einen neuen Sattel (auf dieser Seite können Sie einen Austauschsattel anfordern).
Im Test der Stiftung Warentest schnitt das Puky LR M aufgrund einer angeblichen Schadstoffbelastung »mangelhaft« ab (Test 12/2021). Der Grenzwert für das Flammschutzmittel TCPP überschritt im Sattel den Grenzwert für Kleinkinderspielzeug. Dieser Grenzwert gilt für Kinder unter 3 Jahren. Puky hat die Auslieferung daher sofort gestoppt.
Inzwischen wird das Modell mit einem modifizierten Sattel ausgeliefert. Abgesehen von der Schadstoffbelastung schnitt das Puky LR M im Test der Stiftung Warentest gut ab.
Bereits im Test von 2018 zeigte sich Stiftung Warentest ob der hohen Schadstoffbelastung bei vielen Kinderlaufrädern enttäuscht. Die Griffe waren im 2021er Test insgesamt seltener belastet. Dafür bestehen weiterhin große Probleme bei den Reifen. Stiftung Warentest ist der Meinung, dass Kinder vor Schadstoffen konsequent geschützt werden müssen.
Als Grundlage dienten Grenzwerte, wie sie bei Spielzeug für Kleinkinder (unter 3 Jahren) gelten. Nur so sei ein ausreichender Schutz gegen fortpflanzungsschädigende und krebserzeugende Substanzen gegeben.
Bekannte Schadstoffe in Laufrädern
- PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe)
- DEHT (Diethylhexylterephthalat)
- TCEP (Tris(2-chlorethyl)phosphat)
- TCPP (Tris(chlorpropyl)phosphat)
Empfehlenswerte Modelle
In den Kategorien „Fahren“ (2,3) und „Handhabung“ (2,4) erzielte darüber hinaus das Puky Laufrad LR1 das beste Ergebnis. Fazit der Testjury: „Beste Handhabung im Test.
Im Test der Stiftung Warentest wurde festgestellt, dass im Sattel des Puky LR M der Grenzwert für das Flammschutzmittel TCPP überschritten ist. Mehr dazu im nächsten Abschnitt. Das Puky LR Light ist der aktuelle Testsieger bei der Stiftung Warentest. Das Puky LR Light wiegt 3,3 kg, hat Alurahmen, Luftreifen, tiefen Einstieg, verstellbare Komponenten und ist für Kinder ab 2,5 Jahren (90-120 cm) geeignet.
So können nach diesem Laufrad Test eigentlich nur zwei Modelle empfohlen werden. Das Puky LR Light und das Early Rider Superply Bonsai. Puky und Early Rider sind mit circa 170 Euro recht teuer.
Vorstellung ausgewählter Puky Laufrad Modelle
Puky LR M
Das Puky LR M ist ein Klassiker unter den Laufrädern und überragt aufgrund seines Gesamtpakets alle anderen Konkurrenten hier im Test. Qualität, Verarbeitung, Handhabung, Fahrspaß und Preis sind einfach eine Wucht. Auch wenn das Puky LR M eigentlich ein Einsteigermodell für Jungen und Mädchen ist, kam der rote Flitzer bei unseren kleinen und großen Testpiloten durchweg bestens an.
Schon beim Zusammenbau hat man ein gutes Gefühl, da die Befestigungen an der Sattelstütze und am Lenker durchdacht und hochwertig sind. Es gibt keine unnötigen, scharfen Kanten, keine windigen Verschraubungen und vor allem keinen überflüssigen Schnickschnack. Das Puky ist genau das, was es ist - ein Laufrad!
Beim Puky-Bike lassen sich Sattel- und Lenkerhöhe problemlos verändern. Durch die hochwertige Verarbeitung sind solche kleinen Montageschritte sehr einfach und schnell umsetzbar. Ein Innensechskantschlüssel für Lenker und Sattel sowie ein Schraubenschlüssel für die Achsen an Vorder- und Hinterreifen genügen, um entsprechend arbeiten zu können.
Außerdem brauchen die Befestigungen beim Puky keine billigen Plastikschutzkappen, die vor scharfen Kanten und Schrauben schützen. Beim Puky sind die Schrauben am Lenker und Sattel jeweils abgerundet. Das Sattelrohr hat einen Spielraum von 15 Zentimetern. Auch die 8,8 Zoll großen Vollgummireifen mit Kunststofffelgen und breiten Kunststoffspeichen überzeugen.
Einerseits sorgen sie dafür, dass das Laufrad nicht allzu schwer wird, andererseits können die Reifen in der Vollgummivariante keinen Platten bekommen. Sie beeinträchtigen die Fahrdynamik nicht allzu sehr, kommen mit jedem Untergrund klar und halten zuverlässig Bodenkontakt. Das verleiht dem Testsieger jede Menge Fahrkomfort. Luftreifen gibt es bei diesem Modell leider nicht.
Er ist vorne hochgezogen und sorgt dafür, dass die kleinen Rennfahrer nicht herunterrutschen und dass sie ihren Schwung behalten, da dieser direkt auf das Laufrad übertragen wird. Wenn dann die Kinder schon etwas schneller unterwegs sind, können sie ihre Füße bequem auf das Trittbrett stellen. Das wirkt sich auch günstig auf den Schwerpunkt aus und erhöht die Fahrsicherheit.
Der Lenker hat keine Begrenzung und lässt sich somit komplett herumdrehen. Das ist nicht so optimal. Nachteile gibt es eigentlich nicht. Wenn überhaupt, könnte man sagen, dass die 3,5 Kilogramm gegenüber moderneren Laufrad-Konkurrenten etwas zu viel sind. Im Vergleich zu allen Laufrädern im Test liegt das Puky LR M gewichtstechnisch ziemlich genau in der Mitte, gehört aber zu den kleineren Modellen und bringt für die Größe relativ viel auf die Waage.
Puky LR Light
Das Puky LR Light ist schon allein optisch ein echter Hit. Die sportliche Rahmengeometrie, die Gabel, Luftreifen und Speichen - das Laufrad kommt wie ein Mini-Mountainbike daher. Auch bei unseren kleinen Testpiloten kam das LR Light sehr gut an - optisch wie fahrtechnisch.
Fangen wir mit den Luftreifen an: Sie geben dem Laufrad eine Menge Fahrkomfort und sorgen für Spaß bei jeder Tour, ob nun in der Stadt auf Asphalt oder Kopfsteinpflaster, im Park auf Kieswegen oder Rasenflächen, bei Spielplätzen auf Sand und sogar im Wald, wenn es über Stock und Steine geht.
Wenn dann allerdings dem jungen Rennpiloten mal die Puste ausgehen sollte, können Mama oder Papa das Rad gut tragen. Mit 3,6 Kilogramm gehört es für diese Größe zu den Leichtgewichten. Dafür sorgen Rahmen, Gabel und Naben, die aus Alu gefertigt sind. Der Name ist bei diesem Puky hier also Programm.
Mit den leichtesten Laufrädern in diesem Test kann es das LR Light zwar nicht aufnehmen, doch das braucht es auch nicht. Denn zu viel Gewichtsersparnis bedeutet oft auch einen Qualitätsverlust. Und da punktet das Puky auf der gesamten Linie.
Neben den sehr hochwertigen Verschraubungen am Steuersatz, an den Achsen und bei der Sattelstütze sind auch die Kunststoff-Sicherheitsgriffe am Lenker toll verarbeitet. Gleiches gilt für das sehr kleine Trittbrett für die Füße zwischen Lenker und Sattel, das ebenfalls aus Kunststoff besteht. Sattel und Lenker sind zudem in der Höhe verstellbar.
Doch es gibt auch Minuspunkte. So ist das Puky LR Light mit knapp 150 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Allerdings: Die Qualität, Funktionalität und das Design dieses kleinen und langlebigen Flitzers dürften sich auszahlen. Wer noch ein paar Euro drauflegt, bekommt das LR Light auch mit Bremse - eine V-Brake.
Ein dickes Plus gibt es dagegen für die Montage: Ohne großen Verpackungsmüll steht das Puky LR Light mit zwei Handgriffen einsatzbereit vor einem. Perfekt! Das Laufrad ist für Kinder bis füf Jahre geeignet und bis 50 Kilogramm belastbar.
Weitere wichtige Aspekte beim Laufradkauf
Neben den Materialien und möglichen Schadstoffen gibt es weitere Aspekte, die beim Kauf eines Laufrads eine Rolle spielen:
- Alter und Größe des Kindes: Das Laufrad sollte zur Größe des Kindes passen, damit es sicher und bequem fahren kann.
- Gewicht des Laufrads: Ein leichtes Laufrad ist für Kinder einfacher zu handhaben.
- Ausstattung: Zusätzliche Ausstattungen wie Bremsen oder Trittbretter können nützlich sein.
- Sicherheit: Achten Sie auf Sicherheitsmerkmale wie Lenkeinschlagsbegrenzung und hochwertige Bremsen.
Laufrad Test Ergebnisse
Hier eine Übersicht über die Testergebnisse verschiedener Laufrad-Modelle:
| Modell | Testergebnis (Stiftung Warentest) | Besondere Merkmale |
|---|---|---|
| Puky LR M | Mangelhaft (wegen Schadstoffbelastung im Sattel, Test 12/2021) | Klassiker, robust, gute Handhabung |
| Puky LR Light | Gut (Testsieger) | Leicht, sportlich, Luftreifen |
| Early Rider Superply Bonsai | Gut | Holzrahmen, natürliche Dämpfung |
Es ist wichtig zu beachten, dass Testergebnisse nur eine Orientierungshilfe darstellen und die individuellen Bedürfnisse des Kindes bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.
Sicherheitshinweise für Eltern
Kinder können mit den Laufrädern hohe Geschwindigkeiten erreichen und bei jeglichen Hindernissen immer wieder Gefahren ausgesetzt sein. Eltern müssen daher beachten, dass sie immer ein wachsames Auge auf die Kleinen haben, wenn diese mit dem Laufrad umherflitzen.
Ein Helm ist dabei ebenfalls unverzichtbar, um die Sicherheit des Kindes nicht zu gefährden. Gerade am Anfang, wenn die Kleinen das Laufradfahren lernen, sollten Eltern sie ein wenig anleiten und gegebenenfalls durch Hilfestellungen unterstützen. Hierbei ist es natürlich auch wichtig, in geschützten Bereichen ohne große Gefahren und Hindernisse zu beginnen.
Daneben sollten Eltern allgemein darauf achten, dass sowohl der Lenker als auch der Sitz auf die Körpergröße des Kindes richtig eingestellt sind. Insbesondere ist dabei wichtig, dass die Kleinen aufrecht sitzen, das Lenkrad gut erreichen und mit den Füßen natürlich den Boden berühren können, um fahren und auch gut bremsen zu können.
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