Wie bei neuen Produkten üblich, begegnet man mancher Innovation mit einer gewissen Skepsis. So ging es mir, als ich die Textil eingespeichten Laufräder der Chemnitzer Firma Pi Rope das erste Mal in der Hand hielt. In diesem Fall die RL One A.30 mit weit unter 1600 g. Kann das halten? Kann das steif sein? Vertraue ich der Sache zu 100% auf dem Trail?
Komplettiert haben wir die Laufräder mit den neuen Schwalbe Racing Ray am Vorderrad und Racing Ralph am Hinterrad, jeweils in 2,25″ Breite. Das ganze natürlich Tubeless montiert mit Stans No Tubes Race Sealant um Pannensicherheit, Rollwiderstand und Gewicht zu optimieren. Im Fahrrad verbaut (unser Scott Scale 900 World Cup Testbike), ging es zur ersten kurzen Testfahrt vor die Tür.
Und siehe da, abgesehen von der Optik stellt man keinen Unterschied zu bekannten Laufradsätzen fest. Er beschleunigt gut, weist eine ordentliche Steifigkeit auf und macht auch sonst was er soll. Der Weg Richtung Trails besteht aus 17 km Elbradweg und erfordert letztendlich das erklimmen von ca. 150 Höhenmeter. Das Reifenduo meistert alle Aufgaben Souverän und hält alles sicher in der Spur.
Die teils steinigen, etwas verblockten Abfahrten stellten den Laufradsatz genauso wenig vor Probleme wie die zwischendurch gefahrenen Sprinteinlagen. Es kam zu keinem Zeitpunkt ein Gefühl der Unsicherheit auf und ich fasste vom ersten Meter an Vertrauen in die Speichen. Dank der, für den XC-Einsatz, ziemlich breiten 30 mm Felgen, ließ sich das Bike sehr präzise steuern. Auch das Lenk- und Bremsverhalten konnten mit meinen gewohnten 25 mm MCFK-Carbonfelgen mithalten. Die Reifen saßen perfekt im Felgenbett und vermittelten ein sicheres Fahrgefühl.
Im Fazit, wenn man nach 50 km eines ziehen kann, ist zu sagen, dass die Pi Rope RL One A.30 auf Augenhöhe mit konventionell gebauten Laufradsätzen sind. Wenn es dann um Beschleunigung und Gewicht geht, haben sie Dank der extrem leichten Speichen die Nase vorn.
Online-Fahrradhändler im Vergleich
Ob als Fortbewegungsmittel in der Stadt oder für mehr Nachhaltigkeit und Fitness: aus vielen Gründen steigen immer mehr Menschen aufs Fahrrad um. Aber was tun, wenn das Fahrrad mal nicht mehr will? Hilfe ist schnell gefunden: mittlerweile lässt sich alles rund ums Fahrrad auch bequem und schnell online ordern. Doch wo findet der Fahrrad-Fan die günstigsten Preise, das breiteste Angebot, den besten Service?
Preise, Produktvielfalt sowie Transparenz & Komfort wurden durch Experten analysiert. Wer sich für den Kauf bei einem Online-Fahrradhändler entscheidet, sollte sich die Zeit für einen Preisvergleich nehmen. Für einen vorgegebenen Einkaufskorb lag das durchschnittliche Einsparpotential zwischen dem teuersten und dem günstigsten Online-Shop bei gut 20%. In Einzelfällen sogar deutlich darüber: so kostete die Trinkflasche „PodiumChill“ des Herstellers CamelBak beim günstigsten Anbieter im Test 9,90 € und 16,95 € im teuersten Fall.
Gerade beim Kauf preisgünstiger Artikel oder bei der Bestellung geringer Mengen sind auch die Versandkosten ein wichtiger Posten. Je nach Anbieter konnten diese bei einem Warenwert von 25 € bis zu stolzen 4,95 € betragen.
Produktvielfalt und Verfügbarkeit
Der Großteil der getesteten Shops zeichnete sich durch eine gute und umfassende Produktvielfalt aus - ganze sieben Mal konnte die Note „sehr gut“ vergeben werden. Wer absolutes Basiszubehör wie Fahrradschlösser, Klingeln, Werkzeuge oder Reinigungsmittel für das Fahrrad sucht oder sich eine gut gepolsterte Fahrradhose bzw. Insbesondere beim Thema Sportbekleidung zeigten sich jedoch auch deutliche Unterschiede.
Während einige Shops ein breites Angebot an Damenbekleidung aufweisen konnten, war die Auswahl bei anderen deutlich eingeschränkt. Sport-BHs waren z.B. nur in gut der Hälfte aller getesteten Shops verfügbar. Auch die Suche nach Fahrradbekleidung für Kinder blieb bei drei der 10 Anbieter ergebnislos.
Transparenz und Komfort beim Online-Shopping
In einer weiteren zentralen Testkategorie wurden die Transparenz und der Komfort der Webshops geprüft. Mängel fanden sich bei einigen Anbietern in der Seitennavigation. Vor allem die fehlenden Filtermöglichkeiten nach spezifischen Produkteigenschaften erschwerten eine gezielte Suche teils erheblich. Auch das Sortieren von Suchergebnissen war teilweise sehr dürftig. Nur eine Sortiermöglichkeit nach „Preis“ wurde von allen Online-Shops angeboten, Sortierungen nach Kundenbewertungen fanden sich lediglich bei 20% der Anbieter im Test.
Lieferservice und Kundendienst
In den meisten Fällen konnten die Online-Händler mit zügiger Lieferung sowie vielen Informationen zum aktuellen Bestellstatus überzeugen. Häufig war das bestellte Produkt bereits nach ein bis zwei Werktagen an seinem Bestimmungsort. Dabei machte es keinen Unterschied, welche Ware bestellt wurde.
In Einzelfällen offenbarten sich weitere Schwächen einzelner Anbieter: In zwei von insgesamt 30 Testfällen waren die Versandkartons beschädigt. Auch das Fehlen einer angemessenen Umverpackung wurde in zwei weiteren Fällen vermisst. Dennoch erreichten alle Produkte ihre Empfänger ohne Beschädigungen und in neuwertigem Zustand.
Dabei erwiesen sich die Mitarbeiter nicht nur als gut erreichbar, sondern auch im Kontakt als freundlich und durchaus am Anliegen der Testkunden interessiert. Mit dem besten Kundendienst im Test überzeugte bike-discount.de (1,4, „sehr gut“). Bike24.de erreichte ebenfalls mit der Note 1,4 („sehr gut“) den zweiten Platz.
Der Anbieter bike24.de erfüllte die gesetzten Kriterien insgesamt am besten und wurde Testsieger. Bike24.de punktete dabei v.a. mit der größten Produktvielfalt sowie der besten Transparenz & Komfort und dem schnellsten Lieferservice. Den zweiten Platz konnte der Online-Shop bike-discount.de erzielen, der vor allem mit Preisen und Service überzeugen konnte.
Diskussionen und Empfehlungen aus Foren
In Foren werden verschiedene Laufradsätze und -bauer diskutiert. Hier sind einige Empfehlungen und Überlegungen:
- German Lightness: Individuelle Laufradbau mit Venn 507 Felgen.
- Newmen ADVANCED SL R.25 Disk: Wahnsinns Preis/Gewichtsverhältnis.
- 77Composite: 41mm hoch und aero-breit für 1225 Gramm.
- Munich Composite Felgen: In Kombination mit leichten Disc Naben.
- Slowbuild: Disk LRS mit 35mm Höhe.
Es wird auch diskutiert, dass bei Fahrradeinzelteilen am Zoll kein Ausfuhrstempel ausgestellt wird, sondern nur bei kompletten Fahrrädern. Einige Nutzer berichten von positiven Erfahrungen bei Bestellungen aus Deutschland in die Schweiz, wobei die Mehrwertsteuer direkt abgezogen wird.
Syntace C33i Carbon Laufradsatz im Test
Der Syntace C33i Carbon Laufradsatz wurde in Verbindung mit 2,6” breiten Schwalbe Nobby Nics getestet. Als Testbike war ein 2017er Trek Fuel EX perfekt geeignet. Die wuchtigen 40 mm Außenweite der Felge und die 64 mm breiten Reifen lassen ein behebiges Fahrverhalten mit viel Rollwiderstand vermuten. Ein Blick auf die Waage lässt mich jedoch aufatmen. 3353 g (Tubeless) sind für einen Laufradsatz mit diesem Einsatzbereich sehr gut. Ansonsten fällt die gewohnt hohe Verarbeitungsqualität von Syntace auf. Das Finish und die Passgenauigkeit lassen keine Wünsche offen.
Die ersten Meter mit den breiten Reifen machen gleich zu Beginn klar: das Ganze fährt wesentlich leichtfüßiger als es aussieht. Grund dafür ist das recht niedrige Gewicht der Reifen (je 810 g) und die, im Vergleich zu 2,3” breiten Pneus, nur geringfügig größere Auflagefläche. Weiterhin sticht der Fahrkomfort heraus. Die Reifen schlucken auch gröbere Unebenheiten wie Steine, Geröll und Wurzeln, bevor diese wesentlich gedämpfter an das Fahrwerk weitergegeben werden.
Nach ca. zwei Wochen Dauereinsatz im Schlamm der sächsischen Schweiz, möchte ich den Laufradsatz kaum wieder hergeben. Im Testzeitraum gab es keinen einzigen Defekt zu beklagen. Die Schwalbe Reifen haben sich als sehr fähige Allrounder herausgestellt, welche sich ausgezeichnet für Touren eignen und genauso für Einsätze der härten Gangart prädestiniert sind. Auch die Syntace Laufräder gaben keinen Grund zur Beanstandung und scheinen für die Ewigkeit gebaut zu sein.
Allround-Laufräder im Windkanal- und Praxistest
Das RennRad-Magazin hat elf Allround-Laufräder im Windkanal- und Praxistest unter die Lupe genommen, um die Aerodynamik bei Felgenbremsen-Laufrädern mit halbhohen Felgen zu untersuchen. Die Felgenhöhen lagen dabei zwischen 24 und 35 Millimetern. Der DT-Swiss-Laufradsatz zeichnet ein hervorragendes Bremsverhalten ebenso wie eine hohe Seitensteifigkeit und ein hohes zulässiges Systemgewicht aus.
Die entscheidenden Kennwerte beim Vergleichstest der Allround-Laufradsätze waren Aerodynamik, Gewicht, Steifigkeit, Beschleunigung und das Bremsverhalten. Die Messung der Seitensteifigkeit der Laufräder fand im Labor in einem spezifisch gebauten Prüfstand statt.
Der Laufradsatz von DT Swiss überzeugte im großen Vergleichstest und ging als Testsieger hervor. Er bietet ein hervorragendes Bremsverhalten, eine hohe Seitensteifigkeit und ein hohes zulässiges Systemgewicht.
Vergleichsergebnisse
Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Vergleichstests:
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Aerodynamik | Gewichtete Leistung bei 35 km/h und 45 km/h für den Widerstand des Vorderrades. Eine geringere Wattzahl steht für eine bessere Aerodynamik. |
| Seitensteifigkeit | Gemessen im Labor auf einem spezifisch gebauten Prüfstand. |
| Bremsverhalten | Bewertet im Praxistest. |
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