Radfahren am Ortasee: Routen und Erlebnisse

Der Ortasee, italienisch Lago d’Orta, ist mit 18,2 km² Fläche der neuntgrößte See Italiens und liegt westlich des Lago Maggiore in der Region Piemont. Er ist ein beliebtes Ziel für Radfahrer, die die malerische Landschaft und die kulturellen Sehenswürdigkeiten der Region erkunden möchten.

Radtouren rund um den Ortasee

Die Lago d’Orta Umrundung ist eine Premium-Tour, die mit knapp 46 Kilometern Länge begeistert. Sie führt einmal komplett um den Ortasee herum und bringt den Kreislauf mit insgesamt gut 500 Höhenmetern bergauf öfters mal ordentlich in Schwung. Natürlich samt Einkehrschwung, zweitem Frühstück, köstlichem Lunch mit Seeblick oder abendlichem Cocktail mit Sundowner.

Am Ortasee ist die Blaue Rundtour der Hauptdarsteller des Outdoor-Angebots, der vollständig zu Fuß und teilweise mit dem Fahrrad befahrbar ist. Sie führt zwischen kleinen Blicken auf das Seeufer, Hügellandschaften, alten Kirchen von hohem historisch-künstlerischen Wert, Festungen und im Laufe der Zeit intakten Dörfern.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Zu den schönsten Orten und Sehenswürdigkeiten am Ortasee zählen:

  • Orta San Giulio mit dem Sacro Monte d’Orta (UNESCO-Weltkulturerbe). An der dortigen Piazza Motta kann man u.a. den ehemaligen Bischofspalast Palazzotto aus dem Jahr 1582 bestaunen und den herrlichen Ausblick auf die malerische Insel Isola San Giulio genießen. Ein architektonisches Highlight ist die orientalisch anmutende Villa Crespi, in der sich heute ein 5-Sterne-Hotel mit Gourmetrestaurant befindet.
  • Die malerische Isola San Giulio inmitten des Sees, die einzige Insel im Ortasee. Einer Legende nach war die Insel früher von Schlangen und Drachen bewohnt, von denen sie der Heilige Julius heldenhaft befreite.
  • Die Wallfahrtsstätte der Madonna del Sasso in Pella. Es ist eine der beliebtesten Anstiege für Radfahrer und wurde mehrfach in den Giro d’Italia für Profis aufgenommen, sowohl von der Cusio- als auch von der Alto Vergante-Seite.
  • Omegna mit schöner Promenade Lungolago di Omegna.
  • Agrano, ein kleines Dorf römischen Ursprungs auf 500 Metern Höhe am westlichen Seeufer.

Weitere Radtouren in der Umgebung

Westlich der Piemonteser Hauptstadt Turin erwartet uns im Grenzgebiet zu Frankreich eines der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Radreviere. Die Grenzregion besitzt prächtige Kamm- und Panoramastrecken, die nur darauf warten, von uns erobert zu werden.

Die Tour zum Passo della Mulattiera ist so eine Runde, die wohl in jedes Roadbook gehört. Die Rundumsicht ist grandios und der Weg retour sogar eine abschnittsweise anspruchsvolle Downhill-Strecke.

Der Colle Sommeiler ist der höchste erfahrbare Pass der Alpen und das Traumziel vieler Offroader, Endurofahrer und Mountainbiker. Die gleichnamige Radtour ist mit knapp 30 Kilometern nicht allzu lang, mit 1.700 Metern Aufstieg allerdings als recht schwer einzustufen.

Reiseplanung

Die größeren Orte am Ostufer des Ortasees verfügen auch über Bahnhöfe, sind Teil der Bahnverbindung von Domodossola nach Novara und ermöglichen auch eine bequeme Anreise per Zug. Je nach Ausgangspunkt der Reise kann auch die Anreise per Flugzeug die schnellste Option sein.

Für eine längerfristige Reiseplanung kann man in einem Klimadiagramm die mittleren monatlichen Temperaturen und Niederschläge ablesen, um die beste Reisezeit für den Urlaub zu finden.

Beispielhafte Mehrtagestour

Eine beispielhafte 5-Tagestour könnte wie folgt aussehen:

  1. Tag 1: Anreise an den Lago Maggiore.
  2. Tag 2: Golf von Baveno und der Mergozzo See (ca. 45 km).
  3. Tag 3: Ortasee (ca. 50 km).
  4. Tag 4: Das Ossola Tal (ca. 55 km).
  5. Tag 5: Heimreise.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0