Enduro und All-Mountain sind als Mountainbike Disziplinen aktuell in aller Munde und erfreuen sich auch bei uns im Harz immer stärkerer Beliebtheit. Das „technische“ Fahren im Gelände, die flüssige Bewältigung eines kniffligen Singeltrails oder Stiegs, verschiedene Geländeformen im Wechsel und damit immer auch wieder neue Herausforderungen, sind für einen Enduristen das Größte!
Grundlagen und Techniken
Schon seit einigen Jahren vermitteln wir in unseren Seminaren und Workshops die wichtigsten Techniken und geben Tipps für das sicherer Fahren mit dem Mountainbike. Von einfacher Stufentechnik über Kurventechniken bis hin zu Sektionstraining auf dem Trail machen wir unsere Teilnehmer fit für die schönsten Wege.
Ich finde es ein bisschen schwierig, die Tricks in Worten zu erklären, aber der erste Ratschlag, den ich gebe, ist, Spaß zu haben, egal wie schnell man fährt. Wie ich schon gesagt habe, habe ich jetzt viel Spaß, ohne ein Renntempo zu fahren (auch weil ich dazu nicht mehr in der Lage wäre).
Die richtige Körperhaltung
Ich würde vorschlagen, im Stehen auf den Fußrasten zu fahren, anstatt sich hinzusetzen. Wenn man sich alle Off-Road-Wettbewerbe wie Dakar, Motocross, Enduro, Extreme Enduro und Trial ansieht, fahren alle Champions meistens im Stehen. Aber… selbst hier… wenn man nicht die richtige Technik hat, zum Beispiel mit Gewichtsverlagerung, kann Stehen ineffizient und sehr ermüdend sein.
Am wichtigsten seien die Füße; durch die richtige Fußstellung verlagere sich der Schwerpunkt des Körpers und es verbessere sich die Stabilität auf dem Rad. Durch das Training werden kleine Fehlstellungen erkannt und den Teilnehmerinnen überhaupt erst bewusst.
Mentale Aspekte
Klar ist jedoch auch: Das Optimieren der Fahrtechnik auf dem Gravel-Bike ist eine Grundvoraussetzung für mehr Sicherheit und Spaß im Gelände. verkrampft ist. In den Ridefirst-Kursen auf dem Gravel Bike stehen mentale Strategien bei Stress oder Ängsten auch ganz oben auf der Liste.
Tipps von Profis
Wir hatten das große Glück, Gio Sala, Italiens beliebtesten Enduro-Fahrer und mehrfachen Enduro-Weltmeister, zu treffen. Natürlich haben wir die Gelegenheit genutzt, um ihm ein paar Fragen zu stellen, und dabei einige wirklich interessante Dinge über ihn herausgefunden, die wir gerne mit Ihnen teilen zu teilen.
Gio Sala über Anfänge und Motivation
Ich habe schon als Kind mit dem Geländeradfahren angefangen, die ersten Hindernisse habe ich mit dem Fahrrad auf den verschiedenen Feldern rund um das Dorf überwunden. In meiner Nähe wohnte Gualtiero Brissoni, einer der besten Enduro-Fahrer der 80er Jahre, und indem ich ihn oft beim Fahren besuchte, wurde meine Leidenschaft noch größer.
Sobald ich 14 Jahre alt war, also in dem Alter, in dem man einen 50er Geländewagen fahren darf, begann ich, die Saumpfade in der Gegend von Bergamo zu befahren, darunter auch einige Abschnitte der berühmten Valli Bergamasche. Wie alle Fahrer habe ich angefangen, an Erfahrung und Geschwindigkeit zu gewinnen.
Die Bedeutung des Equipments
Wenn man Rennen auf hohem Niveau fährt, ist Leistung wichtig, jedes Detail zählt, um einen Unterschied zu machen, also wird ein gutes Bike mit einem guten Fahrer besser abschneiden als ein guter Fahrer mit einem mittelmäßigen Bike. Natürlich kommt beim Enduro 70% der Leistung vom Fahrer, aber natürlich nur, wenn er ein gutes Motorrad hat!
Die Einstellung der Federung ist sehr wichtig und von grundlegender Bedeutung, denn sie ermöglicht es, sicher schnell zu fahren. Man kann kein Motorrad haben, das schlecht reagiert, wenn man schnell durch Schlaglöcher, Wurzeln, Steine…
Fahrtechnikkurse und Workshops
Für unseren Spezial-Workshop ENDURO WORKSHOP am 23.09.2012 haben wir natürlich auch gleich einen absoluten Spezialisten auf diesem Gebiet als Lehrer im Boot: Frank „Schneidi“ Schneider ist in der Mountainbike Szene kein Unbekannter, war in der Vergangeinheit Downhill Profi und beherrscht sein Sportgerät wie kein anderer.
Für den ENDURO WORKSHOP finden wir im Bikepark Braunlage ideale Bedingungen zum Trainieren. So hat man hier unzählige relativ naturbelassene Trails und Abfahrten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, welche man auch bequem mit der Wurmbergseilbahn erreichen kann. Kleine Sprünge, Drops, Anliegerkurven und schön zu fahrende Holzelemente runden das Angebot ab und sorgen für Vielfältigkeit in den Abfahrten. Wer auf Wurzeln und Steine steht sollte auch definitiv mal im Park vorbeischauen.
Schneidi setzt in unserem Workshop bewusst auf Sektionstraining an besonders typischen oder schwierigen Passagen. Nur so kann man verschiedene Linien ausprobieren, hat den direkten Vergleich, bekommt direktes Feedback und erweitert seinen Erfahrungsschatz und damit sein Fahrerisches Potential!
Spezielle Kurse für Frauen
Sonja Selles Mountainbike-Training soll den Teilnehmerinnen mehr Sicherheit auf dem Rad geben - vor allem im Gelände. Radfahren könne fast jeder, aber die richtige Technik für einen sicheren Umgang beherrschten schon weniger Radfahrer, sagt die Trainerin. Gezielt bietet sie einen reinen Frauenkurs an.
"Was das Mountainbiken angeht, sind wir Mädels manchmal ein bisschen zögerlicher", sagt sie. Das ist zwar etwas klischeehaft. Aber Selle sagt, da sei durchaus etwas dran. Sie habe festgestellt, dass Frauen anders an die Sache herangehen und sich mehr trauen würden, wenn keine Männer dabei seien.
Fahrtechnik-Kurse für Frauen seien meist besser besucht als Kurse für Männer, sagt Selle. Sie mutmaßt, das könne vielleicht daran liegen, "weil Männer immer das Gefühl haben, schon alles zu können". Nach ihrer Erfahrung sind reine Frauengruppen harmonischer, deshalb plant sie weitere Kurse nur für Frauen.
Inhalte der Kurse
Bei der anschließenden Übung zur richtigen Haltung auf dem Rad schaut Selle ganz genau hin und gibt Tipps zur besseren Fuß-, Bein- oder Armhaltung. "Wenn ich entspannt auf dem Rad stehe, kann fast jedes Hindernis kommen, und es schmeißt mich auch nicht aus der Bahn, wenn mich oder mein Rad jemand berührt", erklärt Selle.
Für die nächste Übung legt die Radtrainerin Hütchen aus. Parallel zueinander fahren immer zwei Mountainbikerinnen auf die Hütchen zu, sie sollen gleichzeitig abbremsen. Die Teilnehmerinnen lernen dadurch, sich auf jemand anderes abzustimmen und ihren Bremsweg abschätzen zu können.
Touren und Camps
Der Harz ist ein absolutes Tourenparadies und Mountainbiker haben auf den Trails, Touren und Bikeparks mit jeder Art von Mountainbike großen Spaß und genießen die herrliche Natur. Unsere größte Leidenschaft aber ist das Fahren von erlebnisreichen Tagestouren, welche wir nach unserer Philosophie „Der Weg ist das Ziel“ planen und organisieren.
In unseren AM Camps konzentrieren wir uns auf die wichtigsten Techniken des MTB Sports, welche für das Fahren von technischen Singletrails, Stiegen und Abfahrten von Bedeutung sind. In zwei Leistungsgruppen - Einstieger und Fortgeschrittene - fahren wir an jedem Tag eine erlebnisreiche Tagestour, üben an ausgewählten Passagen und analysieren schwierige Sektionen auf den Trails. Natürlich bleibt zwischendurch auch noch Zeit für „persönliche Wünsche“ oder speziellere Techniken der Teilnehmer, so das hier jeder Biker auf seine Kosten kommt und eine Menge Tipps und Tricks mitnehmen kann.
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