Radfahren im Sommer: Tipps für eine sichere und angenehme Tour

Schlangen vor den Eiscafés, Eiswürfelförmchen chronisch leer, selbst beim Sitzen stehen Schweißperlen auf der Stirn: Kein Zweifel, der Sommer ist da. Am besten ist er Rad fahrend mit Kühlung durch den Fahrtwind zu genießen. Wenn die Schweißperlen rollen, sorgt der Fahrtwind für Abkühlung - unterwegs mit Sonnenschutz, Packtaschen und Trinkflasche. Hohe Sonneneinstrahlung und Temperaturen fordern beim Radfahren besondere Aufmerksamkeit. Sommer, Sonne und Radtouren sind eine verlockende Kombination, doch hohe Temperaturen können jedoch schnell zur Belastung werden. Wer gut vorbereitet startet, bleibt auch bei Hitze fit und genießt die Radtour - egal ob mit dem klassischen Fahrrad oder dem Elektrorad. Radfahren bei Hitze birgt Risiken wie Überhitzung, Kreislaufprobleme und Sonnenbrand. Mit guter Planung und passender Ausrüstung lässt es sich auch an heißen Tagen sicher und entspannt unterwegs sein - unabhängig davon, ob klassisches Fahrrad oder Elektrorad genutzt wird. Die passende Ausstattung spielt natürlich auch eine Rolle. Daher stellen wir einige Produkte vor, die gut zum Sommerwetter passen. Und manchmal auch zu anderen Jahreszeiten.

1. Ausreichend trinken

Der Körper verliert bei Hitze viel Flüssigkeit, auch beim Radfahren. Regelmäßiges Trinken ist deshalb Pflicht. Am besten immer eine oder mehrere Flaschen griffbereit haben und schon vor dem Start Wasser aufnehmen. Während der Fahrt regelmäßig kleine Schlucke trinken, um den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten. Wer längere Strecken plant, sollte unterwegs seine Wasserflaschen nachfüllen können, etwa an Trinkbrunnen oder in Geschäften. Kurz verschnaufen, Flaschen auffüllen und die Aussicht genießen.

Richtig trinken ist auf jeder Radtour wichtig - das gilt im Sommer ganz besonders. Leider ist bei vielen Menschen das Durstgefühl nicht besonders ausgeprägt. Aber sich auf einmal einen ganzen Liter Wasser reinzukippen ist ebenfalls nicht sinnvoll. Empfohlen wird stattdessen, in regelmäßigen Abständen zu trinken, beispielsweise konsequent alle 20 Minuten etwa 100 Milliliter. Übrigens kann man den aktuellen Flüssigkeitshaushalt an der Farbe des Urins feststellen: Je dunkler dieser ist, umso mehr fehlt dem Körper Flüssigkeit.

Und was gehört in die Trinkflasche? Am besten eignen sich Mineralwasser, Saftschorlen mit einem Verhältnis von 2:1 (Wasser:Saft) und Tee. Wer Leitungswasser dabei hat, sollte eine Prise Salz hinzufügen, um dem Salzverlust durchs Schwitzen entgegenzuwirken. Wem unterwegs die Flaschen leergehen, der kann sich diese oft in Gaststätten aufüllen lassen. Ein Geheimtipp sind außerdem Friedhöfe, auf denen es immer einen Wasserhahn gibt - zumindest in Deutschland ist das in der Regel gutes Wasser (auf das Schild „Kein Trinkwasser!“ achten).

Ein Wasserverlust von zwei Prozent des Körpergewichts kann bereits zu einer Leistungsminderung führen. Um den Mineralienverlust durch Schwitzen auszugleichen, sollte Wasser mit Elektrolyten angereichert werden. Wer keine fertigen Elektrolyttabletten oder -pulver nutzen möchte, kann dem Wasser einfach eine Prise Salz hinzufügen. Nach sportlicher Betätigung ist es empfehlenswert, natriumreiches Mineralwasser im Verhältnis 1:1 mit Fruchtsaft zu mischen und zu trinken.

Empfohlene Flüssigkeitsaufnahme:

  • Erwachsene: Alle 15-20 Minuten etwa 150-200 ml Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Kinder (2-6 Jahre): Ca. 750 ml bis 1 Liter pro Tag bei normalen Temperaturen.

2. Leichte, helle Kleidung tragen

Kleidung beeinflusst das Wohlbefinden enorm. Helle Farben reflektieren Sonnenstrahlen, während dunkle Stoffe Wärme speichern. Funktionsmaterialien transportieren Schweiß nach außen und sorgen für ein angenehmes Körperklima. Lockere Schnitte lassen Luft zirkulieren. Wer auf Baumwolle setzt, sollte wissen: Stoffe aus Baumwolle saugen Feuchtigkeit auf und trocknen nur langsam. Moderne Funktionsfasern bieten hier Vorteile.

Weil bei Hitze viel Schweiß fließen kann, sind atmungsaktive und saugfähige Textilien die erste Wahl bei der Bekleidung. Insbesondere für den Oberkörper ist das wichtig. Besser als komplett oberkörperfrei oder mit Muskelshirt zu fahren, ist das Tragen von speziellen Sommertrikots und -shorts, die mit Mesh-Einsätzen viel Wind durchlassen und sehr leicht sind. Toll, wenn die Bekleidung gleichzeitig vor UV-Strahlung schützt. Ansonsten muss man sich auch unter dem Trikot mit Sonnencreme einreiben. Für die Hände gibt es spezielle Solar-Handschuhe, die UV-Strahlung durchlassen, damit eine vollständige Bräunung garantiert wird. Andere Radfahrer schwören auf Mesh-Handschuhe, die besonders luftdurchlässig sind. Und auch wenn die Füße beim Radfahren weniger belastet werden als beispielsweise beim Laufen, bekommt man an heißen Tagen gern schwitzige Füße. Vermieden werden diese durch atmungsaktive Socken, zum Beispiel mit Anteilen von Merinowolle im Gewebe, sowie durch luftige Schuhe.

3. Sonnenschutz auftragen

Sommersonne ist toll, aber leider nicht ganz ohne Nebenwirkungen, wenn man es übertreibt. Um Sonnenbrände zu vermeiden und die Wahrscheinlichkeit für Hautkrebs zu verringern, gibt es Sonnencreme, aber auch Schutzkleidung. Sonnencremes schützen auf chemischer oder mineralischer Basis vor dem Strahlen - beides hat Vor- und Nachteile.

Wichtig: Die Cremes sollten Schutz vor UV-A und UV-B-Strahlung bieten und auf bedenkliche Inhaltsstoffe wie Octocrylene, Oxybenzone, Avobenzone oder Nanopartikel verzichten, die die Gesundheit oder Umwelt belasten können. Ein Beispiel dafür ist der Sonnenschutz von New Layer mit der vielversprechenden Beschreibung: „100 % vegan, 100 % umweltbewusst, 0 % schlechtes Zeug.“ Mehr Infos auf der Homepage. Es gibt sogar spezielle Sonnenschutzkleidung mit Sonnenschutzfaktor.

Sonnencreme schützt die Haut vor UV-Strahlen, die auch an bewölkten Tagen stark sein können. Ein hoher Lichtschutzfaktor ist ratsam, besonders für Gesicht, Nacken, Ohren, Arme und Beine. Vor dem Start großzügig auftragen und unterwegs regelmäßig erneuern - besonders nach starkem Schwitzen. Auch die Lippen nicht vergessen, denn sie sind empfindlich und verbrennen schnell. Der aktuelle UV-Wert am Aufenthaltsort lässt sich online leicht abrufen. So kann die Intensität der Sonnenstrahlung vor Ort schnell eingeschätzt und der Schutz entsprechend angepasst werden.

Auch wenn’s manch einem lästig ist: Sonnencreme ist an heißen Sommertagen ein Muss und sollte regelmäßig neu aufgetragen werden. Am besten sind für den Sport geeignete Cremes wie beispielsweise die von New Layer, Riemann P20 Sonnencreme oder mawaii Suncare. Diese sind wasserfest und bieten auch bei Schweißausbrüchen echten Schutz. Die Sonneneinwirkung durch die Belüftungsschlitze des Helms sind nicht zu unterschätzen!

Wichtig ist außerdem ein hoher Lichtschutzfaktor, zum Beispiel LSF 50, ganz besonders bei Touren in den Bergen. Abends nach der Tour können Feuchtigkeitscremes dafür sorgen, dass die sonnenbeanspruchte Haut sich über Nacht besser regenerieren kann. Falls es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch zu einem Sonnenbrand kommt, sollte unbedingt gecremt und gekühlt werden.

Vor der Fahrt: Überprüfe den UV-Index. Liegt er über 3, trage mindestens 30 Minuten vor Fahrtantritt Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30 und einer 4- oder 5-Sterne-UVA-Bewertung auf. Während der Fahrt: Erneuere den Sonnenschutz regelmäßig, idealerweise alle zwei Stunden oder häufiger, wenn du stark schwitzt. Verlasse dich nicht ausschließlich auf „Langzeitschutz“-Sonnencremes, da auch diese durch Schweiß und Reibung abgetragen werden können.

4. Kopf und Nacken schützen

Kopf und Nacken sind besonders empfindlich gegenüber Sonne. Ein Hut, eine Kappe oder ein leichtes Tuch bieten Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und helfen, einen Sonnenstich zu vermeiden. Wer einen Helm trägt, kann darunter ein dünnes Tuch oder eine Kappe nutzen. Längere Haare lassen sich zusammenbinden, damit sie nicht zusätzlich wärmen. Ein Halstuch oder ein Schlauchtuch (Buff) schützen den Nacken und lassen sich bei Bedarf anfeuchten - das sorgt für angenehme Kühlung.

Eine gute Kopfbedeckung schützt vor Erhitzen des Kopfes und damit vor dem Erschöpfungszustand, der umgangssprachlich als „Hitzeschlag“ bezeichnet wird. Wer sowieso Helm trägt, hat damit schon bestens vorgesorgt - vor allem, wer einen gut belüfteten Fahrradhelm besitzt. Für Menschen, die viel am Kopf schwitzen, gibt es außerdem spezielle netzartige Mützen, die verhindern, dass Schweiß ins Gesicht läuft. Eine gute Idee kann auch sein, ein nasses Baumwolltuch unter dem Helm zu tragen, das immer wieder neu angefeuchtet wird. Es sorgt für einen kühlen Kopf.

5. Touren sinnvoll planen

Wer flexibel ist, startet am besten früh am Morgen oder am Abend, wenn die Sonne weniger Kraft hat. Die Hitze zwischen 11 und 16 Uhr sollte möglichst gemieden werden. Schattige Strecken durch Parks, Wälder oder entlang von Flüssen bieten Abkühlung. Vor der Fahrt lohnt ein Blick auf die Wettervorhersage, um Gewitter oder extreme Hitze zu vermeiden. Bei längeren Touren sind Pausenplätze, Wasserstellen und andere Möglichkeiten zur Abkühlung wichtig.

Bei hohen Temperaturen besser im Schatten fahren. Wer unter Bäumen radelt, hat kühlere Luft und Schutz vor der Sonne. Übrigens: Die höchste Belastung von Hitze und Ozon gibts in unseren Breitengraden zwischen 14 und 17 Uhr - daher empfiehlt es sich, die Mittagssonne zu meiden.

An heißen Sommertagen sollten wir nicht mit falschem Ehrgeiz schnelle Geschwindigkeiten erzielen oder viele Kilometer machen wollen. Viel früher als sonst ist der Kreislauf bei hohen Temperaturen überfordert. Wer sich erschöpft oder gar unwohl fühlt, sollte unbedingt ausruhen und die Beine hochlegen. Am besten ist natürlich eine Rast am Wasser, denn ein Sprung ins kalte Nass tut bei Hitze einfach gut. Aber: nicht zu schnell, damit der Kreislauf keinen Schock bekommt. Auch wer nur die Füße ins Wasser halten kann, sorgt schon für Abkühlung.

6. Pausen im Schatten machen

Regelmäßige Stopps helfen, den Kreislauf zu entlasten. Schattenplätze unter Bäumen oder an Gebäuden bieten Erholung. Wer am Wasser pausiert, kann Arme und Beine kühlen oder ein feuchtes Tuch auf Stirn und Nacken legen. Auch kleine Dehnübungen lockern die Muskulatur und beugen Verspannungen vor. Regelmäßige Pausen helfen nicht nur dem Körper, sondern machen die Fahrt insgesamt angenehmer und entspannter. Wer sich erholt, genießt die Strecke mehr und bleibt länger fit.

Die Wochenendtour steht, ausreichend Rastplätze sind vorhanden. An jeder Ecke gibt es einen Biergarten, ein Café, einen Kiosk. Montags sieht es da schon ganz anders aus. Achten Sie also bei Mehrtagestouren darauf, dass Ihre bevorzugte Einkehr auch tatsächlich geöffnet hat. Im Fall der Fälle sollte man die Tour lieber umplanen, denn gerade in den beliebten Reiseregionen finden sich immer Alternativen.

7. Augen schützen

Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz bewahrt die Augen vor schädlichen Strahlen, Insekten und Staub. Getönte Gläser sorgen für entspanntes Sehen, reduzieren Blendung und verhindern tränende Augen. Besonders bei langen Fahrten oder wechselndem Licht ist eine gute Brille unverzichtbar. Wer Kontaktlinsen trägt, sollte auf ausreichend Feuchtigkeit achten und gegebenenfalls Augentropfen nutzen.

Weil auch Augen beim Radfahren im Sommer geschützt werden müssen, sollte man an Sonnentagen unbedingt eine Fahrradbrille mit Schutz vor ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) tragen. Achtung: Die billige Sonnenbrille vom Discounter oder der Drogerie schadet manchmal mehr, als sie hilft. Das kann auch auf vermeintliche Markenbrillen zutrefen, wenn diese gefälscht sind. Bieten die Scheiben aber keinen Schutz, wird das für die Augen gefährlich.

Qualitativ hochwertige Sonnenbrillen erkennt man an der Kennzeichnung „UV400“ am Bügel. Laut Bundesamt für Strahlenschutz kann man sich auch auf Aufdrucke wie „100 % UV-Schutz“ oder „100 % UV protection“ ebenfalls gut verlassen. Ein Minimum an Qualitätsstandard bietet das EU-weite CE-Zeichen.

Tipp: Wer eine Sonnenbrille gekauft hat und der UV-Schutzangabe nicht traut, kann diese beim Augenoptiker oft kostenlos überprüfen lassen. Spezielle Fahrradbrillen halten zusätzlich zum UV-Schutz auch Fahrtwind von den Augen fern, weil sie die Seiten gut abdecken, außerdem sitzen sie bei schweißtreibenden Aktivitäten, ohne zu verrutschen.

8. Technik prüfen

Vor jeder Fahrt empfiehlt sich ein kurzer Technik-Check: Luftdruck, Bremsen, Kette und Beleuchtung kontrollieren. Hitze kann das Material beanspruchen, etwa durch aufgeheizte Reifen. Luft dehnt sich bei Hitze aus, deshalb sollte der Luftdruck deutlich unter dem maximal zulässigen Wert, der auf der Reifenflanke genannt ist, bleiben. Elektrofahrräder sollten nicht in der prallen Sonne stehen, da Akkus empfindlich auf hohe Temperaturen reagieren können. Nach der Radtour das Fahrrad im Schatten abstellen und den Akku bei Bedarf entnehmen.

9. Tempo anpassen

Bei Hitze braucht der Körper viel Energie für die Kühlung. Ein gemäßigtes Tempo schont die Kräfte und verhindert Überhitzung. Lieber entspannt fahren und auf den eigenen Rhythmus achten. Wer mit einem Elektrofahrrad unterwegs ist, kann die Motorunterstützung nutzen, sollte aber nicht übertreiben. Bei Anstiegen oder Gegenwind empfiehlt sich eine „leichte“ Gangart, die nicht überfordert.

10. Warnzeichen ernst nehmen

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Muskelkrämpfe sind Warnsignale, die auf Überhitzung oder Flüssigkeitsmangel hinweisen. In solchen Fällen sofort anhalten, Schatten suchen, trinken und den Körper abkühlen. Wer sich nicht erholt, sollte Hilfe holen und die Fahrt abbrechen.

Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl sind Symptome einer Überhitzung. In solchen Fällen sollte man innehalten, Schatten suchen und viel trinken. Ein Sonnenstich führt zu einer Überhitzung des Kopfes. Bei einem Hitzschlag steigt die Körpertemperatur gefährlich an und verursacht einen Wärmestau. Zu den Warnsignalen gehören schnelle Atmung, Fieber, ausbleibende Schweißbildung und Bewusstseinsveränderungen.

Sichtbar bei Nacht

Hat der Grillabend bis in die Dunkelheit gedauert, ist es ein beruhigendes Gefühl, gut gesehen zu werden. Reflektierende Kleidung kann ästhetisch problematisch sein - wie Warnwesten - oder sie sieht sehr sportlich aus.

Das Label Siimii bietet modische Kleidung an, die tagsüber super aussieht und bei Dunkelheit reflektiert. Zum Beispiel der Blouson „Freunde der Nacht“ für 179 Euro. Zum reflektierenden Sortiment gehören auch Socken, Hut, Schultertasche, Schnürsenkel und ein Tuch.

Weitere nützliche Tipps

  • Kleine Snacks: Wasserhaltige Früchte wie Wassermelone versorgen den Körper zusätzlich mit Flüssigkeit, Bananen wiederum bringen außerdem wertvolles Magnesium mit sich.
  • Insektenschutz: Viele Insekten werden vom Schweißgeruch eines Sportlers angelockt. Das gilt insbesondere für Stechmücken, die man sich mit diversen Lotionen und Sprays vom Leibe hält. Zusätzlich sollte man in manchen Gegenden auch etwas gegen Zecken auftragen, denn die kleinen Sauger sind gefährlich und insbesondere Süddeutschland gilt in vielen Teilen als FSME-Risikogebiet. Weil kein Spray der Welt immer alles fernhalten kann, ist der abendliche Check nach Zecken in diesen Regionen unverzichtbar.
  • Verkehrssicherheit: Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht. Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Die Beleuchtung kann batteriebetrieben sein und muss tagsüber nicht mitgeführt werden. Sie muss aber dann einsatzbereit sein, wenn die Sichtverhältnisse Licht erforderlich machen. Für den Straßenverkehr zugelassen ist Beleuchtung nur mit dem Prüfzeichen des Kraftfahrtbundesamts (eine Wellenlinie, Großbuchstabe K und fünfstellige Zahl). Damit Radfahrende auch seitlich gesehen werden, sind Reflektoren in den Speichen oder Reflexstreifen an Reifen oder Felge vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO vorgeschrieben sind.
  • Abstand halten: Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

Der ADFC und Radfahren

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.

Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.

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