Radfahren in Erlangen: Informationen für Radfahrer

Erlangen ist Fahrradstadt. Wir wollen das Netz weiter ausbauen und die Bedingungen für den Radverkehr verbessern. Auf dieser Seite finden Sie wichtige Informationen rund um das Radfahren in der Fahrradstadt Erlangen.

Erlangen: Eine Fahrradstadt

Erlangen hat für alle Radbegeisterte und auch die, die es noch werden wollen, einiges zu bieten. Nicht umsonst bezeichnen wir uns auch als Fahrradstadt. Durch unsere Stadt führt ein 380 km Radverkehrsnetz, bestehend aus 13 Hauptrouten und zwei Grünrouten. Selbstverständlich findet man bei uns auch fahrradfreundliche Gastgeber sowie den schnellen Service fürs eigene Fahrrad. Kein eigenes Fahrrad dabei?

Erlangen gilt als eine der schönsten Fahrradstädte Deutschlands, und das aus gutem Grund. Erlangen hat sich den Titel der schönsten Fahrradstadt Deutschlands durch eine Mischung aus vorbildlicher Infrastruktur, aktiver Förderung des Radverkehrs und einer lebendigen Fahrradkultur verdient.

Gründe für Erlangen als Fahrradstadt:

  • Erlangen verfügt über ein exzellent ausgebautes Netz an Fahrradwegen, das die gesamte Stadt durchzieht. Über kilmeterlange Radwege ermöglichen es den Bürgern, sicher und bequem von A nach B zu gelangen.
  • Erlangen investiert kontinuierlich in die Förderung des Radverkehrs. Zahlreiche Initiativen, wie das kostenlose Fahrradverleihsystem „VGN Fahrräder“ und regelmäßige Aktionen zur Radverkehrsförderung, unterstreichen das Engagement der Stadt, den Radverkehr zu priorisieren.
  • Das Radfahren ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt. In Erlangen trägt die hohe Anzahl an Radfahrern und die dadurch vermiedenen Autoabgase zur Verbesserung der Luftqualität bei.
  • In Erlangen ist das Fahrrad mehr als nur ein Fortbewegungsmittel - es ist Teil der städtischen Kultur. Zahlreiche Radfahr-Events, wie das alljährliche Stadtradeln, fördern das Gemeinschaftsgefühl und stärken den Zusammenhalt der Bürger.

In unserer Stadt werden inzwischen ca. 28% aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das Fahrradfahren hat in Erlangen eine lange Tradition. Die konsequente Förderung des Radverkehrs in den 70er und 80er Jahren durch Oberbürgermeister Dietmar Hahlweg (1972 bis 1996) brachte Erlangen den Ruf einer Fahrradstadt ein.

Radverkehrsnetz und Ausbau

Wir wollen das Netz weiter ausbauen und die Bedingungen für den Radverkehr verbessern.

Radverkehrsbeauftragte*r
Anschrift: Werner-von-Siemens-Straße 61, 91052 Erlangen
Öffnungszeiten:
Montag: 09:30 - 15:00 Uhr
Dienstag: 09:30 - 15:00 Uhr
Mittwoch: 09:30 - 15:00 Uhr
Donnerstag: 09:30 - 15:00 Uhr
Freitag: 09:30 - 12:00 Uhr

Außerhalb der regulären Öffnungszeiten können zusätzlich individuelle Termine vor Ort vereinbart werden.

Radfahren im Landkreis Erlangen-Höchstadt

Doch nicht nur in der Stadt macht es Spaß aufs Fahrrad umzusatteln. Erlangen liegt direkt am RegnitzRadweg, zwischen dem Aischgründer Karpfenland und der Fränkischen Schweiz. Zusammen mit dem VGN hat der Landkreis Erlangen-Höchstadt zahlreiche Themenrouten für Sie ausgearbeitet: für jedes Niveau und jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer eine Auszeit vom Alltag braucht und Lust auf sportliche Betätigung hat, kann ab jetzt beides direkt vor der Haustür beginnen.

Da für den Landkreis Erlangen-Höchstadt der Freizeitradverkehr ein zentrales Thema ist, wurden als Alternative zum Wander-Jakobusweg ein Jakobus-Radpilgerweg festgelegt. Der Weg führt in den Gemeinden Kalchreuth und Uttenreuth durch Siedlungsgebiet, sonst durch Wald und Wiesen, was ein entspannendes Freizeiterlebnis garantiert. Der Jakobus-Radpilgerweg im Landkreis verbindet den Landkreis Forchheim und die Stadt Nürnberg und führt mit über 3.600 km Länge durch ganz Deutschland und einen Teil Tschechiens.

An über 650 Standorten im gesamten Landkreis wurde mit Hilfe von über 1200 Schildern die Radwegweisung des Alltagsradverkehrsnetzes umgesetzt.

Dem Landkreis Erlangen-Höchstadt wurde am 26. Februar 2024 der offizielle Titel "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern" vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr verliehen. Das Zertifikat ist bis 31.12.2030 gültig.

Um als "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern" ausgezeichnet zu werden, musste der Landkreis verschiedene sehr umfangreiche Aufnahmekriterien der AGFK Bayern erfüllen.

Radwege in Erlangen und Umgebung

Der Sommer ist da - und mit ihm das schöne, sonnige Wetter. Diese Jahreszeit lädt dazu ein, draußen zu sein und etwas zu unternehmen. Zum Beispiel eine Tour mit dem eigenen Rad, egal ob allein, zu zweit oder in der Gruppe. Wir stellen dir deshalb Radwege in Erlangen und der näheren Umgebung vor, auf denen du mit dem Rad durch die schöne Region Franken fahren kannst.

RegnitzRadweg (Kanalroute)

Der RegnitzRadweg (Kanalroute) ist von den Verläufen der Regnitz und der Pegnitz sowie des Main-Donau-Kanals charakterisiert. Der Radweg führt auf 73 km Länge von Bamberg über Hirschaid, Forchheim, Hausen, Erlangen, Fürth nach Nürnberg. Du radelst einmal quer durch Ober- und Mittelfranken. Der Radweg ist gut angeschrieben und verläuft auf gut ausgebauten Wirtschaftswegen und verkehrsarmen Strecken. Die Dauer beträgt 4:52 Stunden.

RegnitzRadweg (Talroute)

Die Talroute des RegnitzRadwegs verläuft teilweise parallel zur Kanalroute, teilweise ist die Streckenführung aber auch eine andere. Die Talroute bezieht die sehenswerten Orte auf der Strecke von Bamberg nach Nürnberg - Bamberg, Erlangen, Fürth, Nürnberg etwa - mit ein. Die Talroute verbindet Natur und Kultur, indem sie auf Nebenstraßen und Wirtschaftswegen durch die typische Landschaft des Regnitztals führt. Die Talroute ist mit 85 km Länge etwas länger als die Kanalroute und verläuft zunächst an der Pegnitz, ab Fürth an der Regnitz.

Erlangen-Pegnitztal-Radweg

Auf dem Erlangen-Pegnitztal-Radweg radelst du vom Regnitz- ins Pegnitztal. Der Radweg verlässt Erlangen nach Osten und führt dich zuerst ins Schwabach-Tal. Du fährst über Dormitz, Gräfenberg, Obertrubach, Betzenstein nach Neuhaus an der Pegnitz. Dort trifft der Radweg auf den Pegnitz-Radweg. Die Distanz beträgt 67 km und die Fahrt dauert 4:28 Stunden.

Pegnitz-Radweg

Bei Neuhaus an der Pegnitz beginnt der Pegnitz-Radweg, der nach Bayreuth führt. Von dort aus kannst du über Ranna, Pegnitz, Lindenhardt, Creußen und Entmannsberg bis nach Bayreuth radeln. Bis Ranna kommt die Strecke ohne allzu heftige Steigungen aus, doch mitunter ist die Strecke danach zwischen Pegnitz und Bayreuth etwas steil. Die Distanz beträgt 49 km und die Dauer ist etwa 3:16 Stunden.

Aurachtal-Radweg

Der Aurachtal-Radweg führt von Erlangen-Bruck aus über Frauenaurach, Herzogenaurach, Emskirchen, Klausaurach und Ipsheim nach Bad Windsheim. Wenn man flussaufwärts fährt (also von Erlangen in Richtung Bad Windsheim), hat man bis Frauenaurach stetig einen leichten Anstieg und schließlich vor Ipsheim einen steilen Abstieg. Fährt man flussabwärts (von Bad Windsheim in Richtung Erlangen) hat man nach einem steilen Anstieg bei Ipsheim einen stetigen Abstieg, was als angenehmer empunden werden kann. Die Distanz beträgt 54 Kilometer.

Zenntalradweg

Der Zenntalradweg beginnt in Fürth/Stadeln. Du fährst über Veitsbronn, Langenzenn, Wilhermsdorf, Neuhof an der Zenn und Trautskirchen bis nach Oberzenn. Der Radweg folgt dem Flüsschen Zenn und ist gut zu befahren. Die Distanz beträgt 56 km und die Dauer ist etwa 3:44 Stunden. Bei Oberzenn kannst du, falls du möchtest, den dort beginnenden Aischtal-Radweg nehmen, der in das Gebiet der Aisch führt.

Aischtal-Radweg

Von Höchstadt an der Aisch aus kannst du den Aischtal-Radweg beginnen, der insgesamt 25 Städte und Gemeinden verbindet und eine Länge von 103 km umfasst. Du radelst von Höchstadt an der Aisch über Uehlfeld nach Neustadt an der Aisch, Bad Windsheim oder Rothenburg ob der Tauber. Der Aischtal-Radweg verbindet Rothenburg ob der Tauber und Bamberg und besticht vor allem durch die abwechslungsreichen Landschaften (Flusstäler, Naturparks). Die Dauer beträgt insgesamt 6:03 Stunden.

Fahrradstraßen in Erlangen

In Erlangen wurden bisher zehn Fahrradstraßen ausgewiesen, für die nun neue Leitlinien zur einheitliche Gestaltung verabschiedet wurden.

Start-Fahrradstraßen in Erlangen
Stand: 11.08.2025

Die Fahrradstraßen Bayernstraße und Pommernstraße in neuem Design.

Radentscheid Erlangen

Der erfolgreiche Radentscheid Erlangen (Bürgerentscheid) hat die Wirkung eines Stadtratsbeschlusses.

Ziele des Radentscheids:

  • Die Stadt Erlangen verwirklicht bis 2030 ein modernes, durchgängiges Radwegenetz. Dieses muss auch für Fahrräder mit Kinderanhängern sowie Lastenräder ganzjährig nutzbar sein. Es ist bevorzugt baulich getrennt von anderen Verkehrsarten und nicht zu Lasten des Fußverkehrs umzusetzen. Grundlage ist das bereits beschlossene „Plannetz Radverkehr“. Als Zwischenziel sind 40 % davon bis 2024 umzusetzen. Dazu erstellt die Stadt innerhalb eines Jahres nach dem Bürgerentscheid einen Finanz- und Zeitplan für die Umsetzung.
  • Innerhalb von drei Jahren werden die vorhandenen Fahrradstraßen entsprechend dem vom Stadtrat beschlossenen Leitfaden für Fahrradstraßen umgestaltet.
  • Die Stadt Erlangen richtet im gesamten Stadtgebiet bis zum Jahr 2025 mindestens 8.000 zusätzliche hochwertige Fahrradabstellplätze ein. Bis Ende des Jahres 2020 entstehen die ersten 1.500 neuen Stellplätze. Dabei wird der Platzbedarf von Lastenrädern und Fahrrädern mit Anhängern berücksichtigt. Bei hohem Parkdruck werden Doppelstockparkanlagen gebaut.
  • Bis spätestens 2025 errichtet die Stadt Erlangen ein Fahrradparkhaus in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof mit direktem Zugang zu den Bahngleisen.
  • Bis 2030 soll es ein zusammenhängendes Netz von möglichst kreuzungsfreien Radschnellverbindungen in die umliegenden Kommunen geben. Dabei sollen sichere und allwettertaugliche Talquerungen entstehen sowie die Betriebswege entlang des Kanals aufgewertet werden. Die Stadt Erlangen bemüht sich hierfür um einen Dialog mit den zuständigen Stellen und umliegenden Kommunen. In ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich baut die Stadt Erlangen jährlich 3 km Radschnellverbindungen. Darüber hinaus setzt sich die Stadt Erlangen mit Nachdruck dafür ein, dass die bereits angedachten Radschnellwege nach Nürnberg, Herzogenaurach und Fürth bis 2025 realisiert werden. Bis 2030 werden auch Radschnellwege nach Forchheim, Eckental und Höchstadt a. d.
  • Die Stadt Erlangen gestaltet pro Jahr mind. 3 Kreuzungen oder Kreisverkehre um, damit der Fuß- und Fahrradverkehr diese sicher, komfortabel und zügig überqueren kann.
  • Die Stadt Erlangen setzt sich die „Vision Zero“ im Straßenverkehr zum Ziel, d.h. alle VerkehrsteilnehmerInnen kommen sicher und unfallfrei an. Dafür nutzt sie alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten, damit das Halten und Parken von Kfz auf Fuß- und Radwegen konsequent unterbunden wird. Darüber hinaus setzt sich die Stadt dafür ein, dass Verstöße wie „Geisterradeln“ und Fahren ohne Licht verstärkt geahndet werden. Sie bemüht sich bei den zuständigen Landesbehörden um die Einrichtung einer ständigen Polizei-Fahrradstaffel.
  • Zur besseren Vernetzung des Umweltverbundes aus Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV werden innerhalb der nächsten drei Jahre zehn Mobilitätsstationen errichtet. Diese liegen an wichtigen ÖPNV-Knoten und bieten komfortable, überdachte Fahrradstellplätze, eine Carsharing-Station und Leihfahrräder. Ein modernes Fahrradverleih-System wird flächendeckend bis 2022 etabliert. Die Stadt Erlangen baut den kostenlosen Lastenradverleih aus und stellt mehr Haushaltsmittel zur Ausweitung und Bekanntmachung dieses Angebots bereit. Es wird eine Flexibilisierung mit durchgängigen Abhol- und Rückgabezeiten in Form von digitalen Schlössern angestrebt. Die Stadt sorgt dafür, dass bis Ende 2020 mindestens 20 und bis Ende 2022 mindestens 50 Lastenräder öffentlich zum Verleih stehen.
  • Die Stadt Erlangen erhöht ihre Investitionen in den Radverkehr auf mindestens 6 Mio. € pro Jahr. Zusätzlich werden mindestens zwei VerkehrsplanerInnen und ein vierköpfiger Bautrupp eingestellt, die ausschließlich für den Radverkehr zuständig sind. Der Bautrupp wird auch im Rahmen des Winterdienstes zur Räumung von Radwegen eingesetzt.
  • Um den Dialog zwischen Stadt und Bevölkerung zu stärken, etabliert die Stadt Erlangen ein barrierefreies, öffentlich abrufbares Melde- und Onlineportal.

Fahrsicherheitskurse für Radfahrer

Gut und sicher unterwegs mit dem eigenen Fahrrad und Pedelec. Du hast schon länger nicht mehr auf dem Rad gesessen? Du möchtest ein bisschen mehr an Sicherheit für Deine Wochenendtour gewinnen? Oder geht es Dir darum, Dich mit Deinem noch etwas ungewohnten neuen Pedelec vertrauter zu machen?

Dann sind die vom ADFC-Erlangen angebotenen Fahrsicherheitskurse genau das Richtige für dich. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn Personen begrenzt.

Was für Kurse werden angeboten?

Das Spektrum reicht von Anfänger- und Wiedereinsteigerkursen bis Fahrsicherheits- und Pedelectrainings. Auch Lastenradtrainings oder Tandemtrainings mit blinden und sehbehinderten Copiloten werden teilweise angeboten.

Können Erwachsene noch Fahrradfahren lernen?

Ja, das geht! Auch Erwachsene, die noch nie in ihrem Leben Fahrrad gefahren sind, können es lernen. Während eines Radfahrkurses erlangen Fahranfänger*innen Schritt für Schritt so viel Sicherheit, dass sie Spaß am Radfahren bekommen. Auch ängstliche oder unsichere Personen und absolute Anfänger*innen können so das Radfahren erlernen.

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