Radfahren in Madrid: Tipps für unvergessliche Touren

Wer die Region Madrid mit dem Rad erkundet, erlebt die Schönheit der Natur hautnah. Entdecken Sie die besten Tipps für Radtouren in Madrid und Umgebung.

CiclaMadrid: Tourguide für die Region Madrid

Die CiclaMadrid überrascht mit einem über 1200 Kilometer umfassendes Netz aus Radwegen, das das Umland der spanischen Hauptstadt für Fahrradtouristen erschließt. Die Routen sind so gestaltet, dass sie sowohl für sportlich ambitionierte Radfahrer/innen als auch für Familien und Genussradler/innen geeignet sind. Egal ob MTB, Gravelbike, Rennrad oder Trekkingrad: für jeden Freizeitsportler hält die Region die passenden Routen parat.

Dazu gibt es ein umfangreiches Service-Angebot mit Unterkünften, Reparaturservice und vielem mehr. Am besten planen lassen sich die Touren durch die Region mit der CiclaMadrid Conecta App. Du bestimmst, was du auf deiner Route sehen möchtest, wie viele Kilometer du fahren willst und worauf du deinen Fokus legst. Ob Speed oder Gemütlichkeit, ob Genuss oder Kultur. Außerdem kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen und Kontakte knüpfen.

Mit der CiclaMadrid-App kann man spannende Touren entdecken und sich mit Gleichgesinnten connecten.

Radfahren zwischen UNESCO-Welterbe und Naturwundern

Einige der kulturellen Schätze der Region Madrid gehören zum UNESCO-Welterbe. Auf den Fahrradrouten der CiclaMadrid kann man diese historischen Highlights mit dem Bike erkunden. So führt eine der schönsten Strecken zum weltgrößten Renaissancegebäude El Escorial. Der monumentale Komplex aus dem 16. Jahrhundert, der aus einem Palast, einer Basilika und einem Kloster besteht, liefert die perfekte Kulisse für eine entspannte Radtour durch die Natur.

Weitere Highlights sind die Universität und die historische Altstadt von Alcalá de Henares, die als Geburtsort von Miguel de Cervantes, dem Autor des weltberühmten Romans „Don Quijote“, bekannt ist. Die Stadt besticht durch ihre spannende Architektur, die Radfahrer auf ihrer Kulturreise begeistern wird.

Entdecke auf der Route berühmte Sehenswürdigkeiten mit dem Rad - wie hier San Lorenzo de El Escorial.

Wer auf seinen Touren gerne Geschichte und Natur verbindet, für den bietet sich die Route zur Kulturlandschaft von Aranjuez an. Die Strecke durch königliche Gärten und entlang des Flusses Tajo - was für ein majestätisches Erlebnis!

Die Gran Tour - 420 Kilometer „pura vida“

Wer mit einem Mountainbike oder Rennrad ein echtes Abenteuer erleben möchte, für den ist die Gran Tour ein absolutes Muss. Die rund 420 Kilometer lange Strecke verbindet alle Highlights der Region Madrid in 17 Etappen. Diese lassen sich je nach Belieben verbinden, können aber auch einzeln gefahren werden. Hier kommt jeder auf seine Kosten - egal, ob Speed-Liebhaber, ruhige Familien, Naturbegeisterte oder Gourmets.

Von den Gebirgslandschaften des Nationalparks Sierra de Guadarrama geht es zu den sonnenbeschienenen Weinbergen der Sierra Oeste. Für Abenteuerlustige bietet die CiclaMadrid MTB-Tour in der Sierra Norte eine Herausforderung mit steilen Anstiegen und atemberaubenden Ausblicken. Wer es lieber gemütlicher mag, kann auf den sogenannten Vías Verdes - stillgelegten Bahntrassen, die zu Fuß- und Radwegen umfunktioniert wurden - die Natur der Region in aller Ruhe genießen. Nach einem Tag auf der Gran Tour liegt man beseelt in seinem Bett und freut sich, was der folgende Tag wohl noch Schöneres bieten kann.

Die Gran Tour ist 420 km lang und wird sowohl auf dem MTB als auch auf dem Rennrad zum Erlebnis.

Weinkultur auf zwei Rädern erleben

Ein besonderes Highlight für Weinliebhaber/innen ist die Möglichkeit, Radtouren mit einer Weinentdeckung zu verbinden. Die Region Madrid ist für ihre ausgezeichneten Weine bekannt, und auf der Weinroute von Madrid können Radfahrer/innen traditionelle Weinkellereien und malerische Weinberge besuchen. Die Sierra Oeste ist besonders für die Rebsorten Garnacha und Albillo Real berühmt. Orte wie San Martín de Valdeiglesias bieten Verkostungen an, die eine Radtour perfekt abrunden, und bei denen man alles über den Prozess der Weinherstellung lernen kann - vom Anbau bis zur Kelterei.

Die Villas von Madrid

Neben den bekannten Stätten des UNESCO-Welterbes gibt es in der Region Madrid zahlreiche charmante Orte, die es zu erkunden gilt. Zu den sogenannten Villas von Madrid gehören elf malerische Kleinstädte, von denen sieben durch Radrouten von CiclaMadrid verbunden sind. Die Städtchen bieten nicht nur geschichtsträchtige Architektur, sondern auch köstliche regionale Küche.

Orte, wie Manzanares el Real, Heimat der beeindruckenden Burg Castillo de los Mendoza, machen eine Radreise durch die Region zu einem unvergessliches Erlebnis. Nach Torrelaguna startet man am besten ab Miraflores de la Sierra, denn diese Strecke führt durch eine traumhafte Gebirgslandschaft. Für eine Radtour mit der Familie ist Colmenar de Oreja der ideale Ausgangspunkt. Von dort aus gelangt man über eine alte Eisenbahnstrecke nach Chinchón, wo man am Plaza Mayor gemütlich Rast machen kann.

Pause am Plaza Mayor: Chinchón hat einen der schönsten Hauptplätze Spaniens.

Nachhaltiger Tourismus auf dem Rad

Die Region Madrid punktet nicht nur mit Kultur und Natur, sondern auch mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Das Konzept des Radtourismus verbindet Bewegung, Umweltbewusstsein und die Entdeckung neuer Orte. Mit ihrem bestens ausgebauten Rad-Netz und der Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, um verschiedene Etappen zu überbrücken, bietet Madrid ideale Bedingungen für alle, die diesen Landstrich nachhaltig erkunden möchten. Bist du Team Kultur oder Team Genuss? Die Möglichkeiten sind enorm.

Der Großraum Madrid ist etwa halb so groß wie Thüringen und beherbergt fünf UNESCO-Welterbestätte. Drei davon sind von der Hauptstadt aus leicht mit dem Fahrrad zu erreichen: Das Kloster von San Lorenzo de El Escorial liegt rund 50 Kilometer nordwestlich der Innenstadt. 35 Kilometer östlich des Stadtzentrums liegt die Universität und die historische Altstadt von Alcalá de Henares. Die Stadtgründung reicht bis in die Antike zurück. Mit ihrem Gründungsjahr 1499 ist die Universität zudem eine der ältesten in ganz Europa. In eine traumhafte Kulturlandschaft rund um die einstige Sommerresidenz der spanischen Könige geht es per Fahrrad im Süden Madrids. Auf den ehemaligen Bahntrassen der Vía Verde del Tajuña lässt es sich entspannt fahren.

Die Vía Verde del Tajuña sind an ihrer roten Fahrbahnfarbe erkennbar. Die Vía Verde del Tajuña sind durchweg sehr gut beschildert. Für Radfahrer aller Art - vom mobilitätseingeschränkten Handbiker über Familien mit Kindern, Tagestourer und ambitionierten Radreisenden bis hin zu Radsportlern geeignet sind die Vía Verde del Tajuña, die grünen Wege der Tajuña, östlich von Madrid gelegen. Die grünen Wege sind zum Großteil ehemalige Bahnstrecken, die vor vielen Jahren aufgegeben, dann auswendig befestigt und zu Radwegen ausgebaut wurden.

Der Bahntrassenweg ist knapp 50 Kilometer lang, beginnt in Arganda del Rey und endet in Ambite. Den Ausgangspunkt erreichen Radfahrende ganz einfach mit der U-Bahn-Linie 9 aus dem Herzen Madrids. Zu erkennen sind die Vía Verde del Tajuña an der für spanische Radwege typischen roten Farbe.

...und Kultur wechseln sich stetig ab. Die Region Madrid ist in vier touristische Teile geteilt. In allen steht nachhaltiger, sanfter, ressourcenschonender Tourismus im Mittelpunkt. Besucher sollen einen umfassenden Eindruck über das Leben, die Wirtschaft, die Natur und die Kulinarik bekommen. Insbesondere das landwirtschaftliche Leben soll vermittelt werden. Diese traditionell und bis heute wichtige Arbeit in den „Villas de Madrid“, den Kleinstädten Madrids, lässt sich besonders gut mit dem Fahrrad erleben - Einblicke in den Alltag der Menschen am Wegesrand inklusive.

Die Infrastruktur dafür ist vorhanden und wird stetig ausgebaut. Denn gerade in Zeiten des Overtourism ist das Fahrrad ein Fortbewegungsmittel im Einklang mit Mensch, Natur und Kultur. Als ein Brennglas der Geschichte erweisen sich die Vía Verde del Tajuña. Auf ihren rund 50 Kilometern ist das touristische Angebot enorm und reicht vom Eisenbahnmuseum in Arganda del Rey über das Bürgerkriegsmuseum in Morata de Tajuña bis hin zu vielen Mühlen, Klöstern, Kapellen, Kirchen und kleinen, verwinkelten Städten.

Es lohnt sich, auch die lokalen Feste im Blick zu haben. Denn jeder Ort feiert sein eigenes Patronatsfest mit Prozessionen, Musik und Tanz unter freiem Himmel und Kulturveranstaltungen. Das Weinfest von Colmenar de Oreja und die Fiesta del Motín von Aranjuez sind zwei besonders erwähnenswerte Beispiele. Aber auch die weniger bekannten Feste in kleinen Dörfern sind einen Besuch wert.

Von ursprünglich bis modern zeigt sich die Gastronomie rund um die spanische Hauptstadt. In dieser Gegend gibt es zahlreiche Bodegas, die Besichtigungen und Weinproben anbieten, bei denen insbesondere Produkte mit der Herkunftsbezeichnung „Wein aus Madrid“ angeboten werden. Weitere wichtige Spezialitäten, die auf lokalen Märkten angeboten und in den heimischen Gasthäusern verarbeitet werden, sind Honig, Olivenöl sowie Obst- und Gemüse.

In vielen Orten finden Märkte und gastronomische Ferias statt. Fahrradfahrer in dieser Gegend sollten körperlich fit sein und sicher im Umgang mit einem Fahrrad und den spanischen Verkehrsregeln. Zwar gibt es viele vom motorisierten Verkehr getrennten Radwege, immer wieder aber kommt es zu Kreuzungsverkehr. Und in den Ortschaften verlaufen viele Routen auf den Dorfstraßen.

Das Wetter sollten Radfahrer immer im Blick behalten. Im Winter kann es hier empfindlich kalt werden, sogar schneien. Im Sommer sind viele heiße Tage am Stück keine Seltenheit. E-Biker haben es in der herausfordernden Topografie etwas leichter, können unterwegs zudem in Bodegas, Cafés und Restaurants darum bitten, die Akkus ihrer Räder wieder aufzuladen - und ihre eigenen Energiespeicher natürlich auch.

Zahlreiche Anbieter verleihen Fahrräder Stunden- und Tageweise, es gibt geführte Touren und eine Fülle an GPS-Tracks, um die Gegend auf eigene Faust zu erkunden.

Radfahren in Madrid: Tipps und Regeln

Möchtest du Madrid wirklich kennenlernen? Das geht hervorragend mit einer Fahrradtour! Madrid hat mehrere Kilometer von Radwegen und eignet sich daher bestens um mit dem Fahrrad entdeckt zu werden. Schwinge dich aufs Fahrrad und radele in einem entspannten Tempo entlang des Plaza Mayor, am Retiro Park vorbei und erlebe das Flair dieser Metropole auf bestmögliche Art und Weise. Mache eine Fahrradtour!

Seid ihr zum ersten Mal in der spanischen Hauptstadt? Dann empfehlen wir unsere Fahrradtour Madrid Highlights, bei der du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf einer Tour kennenlernst. Mache eine Stadtführung mit Baja Bikes und sehe unter anderem den Plaza Mayor, das Prado Museum und viele andere, weniger bekannte, aber ebenso schöne Plätze. Für die Gourmets unter euch bieten wir auch eine Tapas Tour an. Wenn du Spanien mit der gesamten Familie besuchst und auf der Suche nach einer unterhaltsamen Aktivität für Jung als auch Alt bist, empfehlen wir unsere Familien Fahrradtour. Lust auf eine Fahrradtour mit der eigenen Gruppe, exklusiv nur für euch? Dann buche für deine Gruppe unsere Private Fahrradtour Madrid. Die beste Aktivität für Schulklassen und Klassenfahrten! Diese Stadtrundfahrt ist ab 20 Personen buchbar. Spare Zeit und Geld mit unserem Kombi-Angebot: Mache unsere Fahrradtour und behalte das Fahrrad bis Ende des Tages.

Madrid mit dem Fahrrad? Es mag stimmen, dass Spanien nicht gerade für seine Fahrradkultur bekannt ist. Das bedeutet aber nicht, dass Fahrradfahren hier nicht mindestens genauso viel Spaß macht wie in den Fahrradmetropolen Amsterdam oder Kopenhagen! Wusstest du, dass es hier über 226 Fahrradrouten und zahlreiche Kilometer von Radwegen gibt? Wir bieten unterhaltsame Fahrradtouren mit erfahrenen Guides an. Die wissen, wie man sicher durch die Stadt kommt. Zusätzlich haben wir Helme auf Anfrage für dich und deine Mitradelnden verfügbar. Buche bereits jetzt deine Fahrradtour durch Madrid!

20 Regeln, die Radfahrer in Spanien kennen sollten

Darf ein Radfahrer auf Mallorca alles? Klare Antwort: Natürlich nicht. Genau wie in Deutschland unterliegen Radfahrer, wie alle Verkehrsteilnehmer, klaren Regeln und Gesetzen. Allerdings gilt in Spanien nicht die Deutsche Straßenverkehrsordnung (DStVO). Es gibt zwar keinen speziellen Führerschein für Fahrräder, aber viele Regeln, die man kennen und befolgen muss, um sicher mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

Die meisten dieser Regeln gelten allgemein für alle Verkehrswege, einige sind jedoch speziell für das Fahren in Städten, auf Straßen und Autobahnen. Hier sind die wichtigsten Vorschriften, die jeder Radfahrer kennen sollte:

  • Mobiltelefon: Während des Fahrens mit dem Fahrrad ist die Nutzung eines Mobiltelefons strikt verboten. Ebenso sind Kopfhörer untersagt. Kopfhörer schränken die Hörfähigkeit ein und können zu Ablenkungen führen. Strafe: 200€
  • Bremsen signalisieren: Ein Radfahrer kann eine abrupte Bremsung durch das Bewegen des Arms von oben nach unten mit kurzen, schnellen Bewegungen anzeigen. Diese Signalisierung ist empfehlenswert, aber nicht verpflichtend, da sie eine schnelle Reaktion erfordert.
  • Auf dem Radweg: Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, in der Stadt und auf der Straße immer Radwege zu benutzen, wenn sie verfügbar sind, obwohl dies nicht verpflichtend ist.
  • Kein Alkohol: Die maximale Blutalkoholgrenze für Autofahrer (0,5 g/l im Blut oder mehr als 0,25 mg/l in der Atemluft) gilt auch für Radfahrer. Sie sind ebenso verpflichtet, sich einem Alkoholtest zu unterziehen, wenn ein Beamter dies anordnet. Strafe bei positiver Alkoholkontrolle: 500-1.000€ (je nach Wert und Wiederholung)
  • Ein Passagier bis zu 7 Jahren: Auf Fahrrädern darf nur ein Passagier bis zu 7 Jahren auf einem zugelassenen zusätzlichen Kindersitz befördert werden, sofern der Fahrer volljährig ist. Strafe für unsachgemäßen Transport eines Kindes: 100€
  • Licht einschalten: Radfahrer müssen bei Dunkelheit, in Unterführungen oder Tunneln stets das Licht vorne und hinten einschalten, um zu sehen und gesehen zu werden. Strafe für fehlende Beleuchtung: 200€
  • Vorrang für Fußgänger: Radfahrer müssen an einem ordnungsgemäß ausgeschilderten Fußgängerüberweg sowie beim Abbiegen, wenn Fußgänger die Straße überqueren, Vorfahrt gewähren, auch wenn kein Überweg vorhanden ist. Strafe für Nichtbeachtung der Fußgängervorfahrt: 200€
  • Vorrang auf Radwegen: Radfahrer haben Vorrang vor motorisierten Fahrzeugen, wenn sie auf einem Radweg, einem Radüberweg oder einem entsprechend gekennzeichneten Seitenstreifen fahren. In allen anderen Situationen müssen sie die Vorfahrtsregeln beachten. Strafe für Missachtung der Vorfahrt: 200€
  • Gruppen in Kreisverkehren: Radfahrer in Gruppen haben Vorrang in Kreisverkehren, sobald der erste Radfahrer in den Kreisverkehr eingefahren ist!
  • Fahrtbeginn: Vor dem Losfahren müssen Radfahrer sicherstellen, dass die Straße frei ist und keine anderen Fahrzeuge gefährdet werden, und sie müssen die Absicht anzeigen. Strafe für gefährliches Einfahren: 200€
  • Verkehrszeichen beachten: Ampeln und Verkehrsschilder (wie Stopp, Vorfahrt gewähren, Geschwindigkeitsbegrenzungen) gelten auch für Radfahrer. Strafe für Missachtung einer Ampel: 150-500€
  • Abbiegen anzeigen: Radfahrer müssen Manöver wie Abbiegen, Spurwechsel und Fahrtrichtungsänderungen durch Handzeichen anzeigen. Dies kann mit dem rechten oder dem linken Arm erfolgen. Strafe für fehlende Signalisierung: 200€
  • Helm Innerorts: Der Schutzhelm ist nur für Kinder unter 16 Jahren obligatorisch. Für andere Radfahrer wird er empfohlen. Strafe für Nichttragen des Helms, wenn vorgeschrieben: 200€
  • Fußgängerüberwege nur zu Fuß überqueren: Radfahrer haben keinen Vorrang auf Fußgängerüberwegen. Zum Überqueren müssen sie absteigen und das Fahrrad schieben. Strafe für das Überqueren ohne Absteigen: 200€
  • Nicht auf Gehwegen fahren: Das Fahren auf Gehwegen und in Fußgängerzonen ist verboten, außer sie sind als gemeinsamer Rad- und Fußgängerweg ausgewiesen. Strafe für das Fahren auf Gehwegen: bis zu 100€
  • Rechts fahren: In der Stadt müssen Fahrräder so weit wie möglich rechts fahren, mit ausreichendem Sicherheitsabstand zum Bordstein oder parkenden Fahrzeugen. Und wenn sie in einer Gruppe unterwegs sind, dürfen sie maximal zu zweit nebeneinander fahren. Strafe für unordentliches Fahren in Gruppen: 100€
  • Reflektoren: Wenn das Einschalten von Lichtern vorgeschrieben ist, müssen Radfahrer auch reflektierende Kleidung tragen, damit sie aus 150 Metern Entfernung sichtbar sind. Strafe für das Fahren ohne Reflektoren: 80€
  • Helmpflicht Außerorts: Auf der Straße ist das Tragen eines zugelassenen Schutzhelms für alle Radfahrer verpflichtend, außer bei langen Anstiegen, aus medizinischen Gründen oder bei extremer Hitze. Der Helm muss richtig sitzen und immer festgeschnallt sein. Strafe für das Fahren ohne Helm, wenn vorgeschrieben: 200€
  • Seitenstreifen benutzen: Auf der Straße müssen Radfahrer den rechten Seitenstreifen benutzen, wenn vorhanden. Sie dürfen ihn nur bei langen Abfahrten unter sicheren Bedingungen verlassen. Strafe für das Fahren auf der Fahrbahn, wenn der Seitenstreifen nutzbar ist: 200€
  • Nebeneinander fahren: Radfahrer dürfen auf der Straße zu zweit nebeneinander fahren, müssen sich aber so weit wie möglich rechts halten. Zum eigenen Schutz darf ein ausreichender Sicherheitsabstand zum Seitenrand eingehalten werden. In Bereichen mit schlechter Sicht (bei engen Kurven zum Beispiel) oder wenn Radgruppen aufeinandertreffen, müssen sie hintereinanderfahren. Das gilt auch, wenn sich zwei Radgruppen gegenseitig überholen. Wobei die Gruppe, die überholt wird, ihre Formation beibehalten kann, während die vorbeifahrende Gruppe in Einerreihe wechseln sollte! Strafe für unordentliches Fahren in Gruppen: 100€

Viel Spaß und allzeit sichere Fahrt!

Weitere Tipps für Radtouren in Spanien

Radfahren und Urlaub lassen sich in Spanien ausgezeichnet miteinander vereinbaren. Dank des guten Klimas ist der Fahrradtourismus in Spanien praktisch das ganze Jahr über möglich. In Spanien erwarten Sie Routen durch Naturräume und Touren aller Schwierigkeitsgrade. Die atemberaubende Landschaft entlang der Wege ist wirklich lohnenswert.

Spanien ist das Land mit den meisten Biosphärenreservaten (55) und verfügt über 16 Nationalparks sowie einige der schönsten und am besten ausgeschilderten Routen in Europa (darunter der Jakobsweg, wo Sie sogar kostenlose Herbergen finden). Viele Touren führen durch kulturell und gastronomisch interessante Orte.

Wenn Sie auf der Suche nach einer Unterkunft zum Rasten sind, können Sie zwischen Hotels, ländlichen Unterkünften, Campingplätzen, Herbergen usw. wählen. Es gibt auch sogenannte „Bike-Hotels“, die besonders häufig auf Mallorca, auf den Kanarischen Inseln und in den Pyrenäen anzutreffen sind.

Grüne Wege: Die sogenannten „Vías Verdes“ sind mehr als 3.200 Kilometer ehemaliger Eisenbahnstrecken, die für Radfahrer hergerichtet wurden. Insgesamt stehen mehr als 120 Strecken mit sehr unterschiedlichen Entfernungen (von 1 bis zu 100 Kilometern) zur Verfügung. Es handelt sich dabei unter anderem um alte Eisenbahnstrecken, Hohlwege, Viehpfade und Fußwege. Es gibt 17 festgelegte Routen mit einer Gesamtlänge von rund 90.000 km. Drei Hauptrouten verlaufen größtenteils durch Spanien: EuroVelo 1 - Atlantikküsten-Route, EuroVelo 3 - Pilger-Route und EuroVelo 8 - Mittelmeer-Route. Daneben gibt es auch andere Arten von Pfaden, kleinen Landstraßen usw.

Jakobsweg: Diverse Strecken enden an der Kathedrale von Santiago de Compostela (Galicien), darunter der Französische Weg, der Ursprüngliche Jakobsweg und der Englische Weg. Es gibt eine große Auswahl an Routen, um Spanien mit dem Fahrrad zu entdecken.

Wichtige Hinweise:

  • In Spanien dürfen Radfahrer in der Regel nicht auf Autobahnen und Schnellstraßen fahren (vorbehaltlich gegenteiliger Beschilderung).
  • Den Vorschriften entsprechend muss nachts und in Tunneln reflektierende Kleidung getragen werden, und Vorder- und Rücklichter müssen 50 Meter weit sichtbar sein.
  • Wenn Sie in Spanien Radfahren möchten (und vor allem, wenn Sie längere oder schwierigere Touren vorhaben), können Sie vor der Anreise in Ihrem Land einem Verband beitreten und den im Verbandsbeitrag enthaltenen Versicherungsschutz auf Spanien ausweiten oder gegebenenfalls eine Reiseversicherung abschließen, die eine Kranken- und eine Haftpflichtversicherung umfasst.
  • Wenn Sie mit dem Flugzeug nach Spanien kommen und Ihr Fahrrad mitbringen wollen, muss dieses ordnungsgemäß verpackt sein. Einige Fluggesellschaften berechnen für Fahrräder einen Aufpreis. Dasselbe gilt für die Langstrecken-Busunternehmen. Berücksichtigen Sie dies vor dem Kauf des Tickets.
  • Wenn Sie mit der Bahn reisen, akzeptiert das nationale Netz der spanischen Eisenbahnen (RENFE) Fahrräder, die die angegebenen Handgepäckmaße überschreiten, in AVE-, Langstrecken- und Avant-Zügen auf nationalen Strecken unter folgenden Bedingungen: Das Fahrrad muss zusammengeklappt oder zerlegt in einer Hülle mit den maximalen Abmessungen von 120 x 90 x 40 cm (Länge-Höhe-Breite) verstaut sein. Die Pedale müssen entfernt und der Lenker um 90º gedreht sein.
  • Mehr Information über Fahrradtourismus erhalten Sie bei den Fremdenverkehrsbüros der jeweiligen Gegend oder bei den entsprechenden Radsport-Verbänden.

San Lorenzo de El Escorial: Ist eine elegante Ortschaft mit einem reichen monumentalen Erbe: das Kloster und der kunsthistorische Komplex des Königlichen Sitzes von San Lorenzo de El Escorial sowie die Casita del Príncipe in der Gemeinde El Escorial - allesamt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Hauptattraktion ist das Kloster El Escorial. Eine der besten Möglichkeiten, von Madrid aus dorthin zu gelangen, ist die Fahrt mit dem historischen Zug, dem Tren Turístico de Felipe II. Die Lokomotive und die Waggons stammen aus dem 20. Jahrhundert, die gesamte Szenerie spielt in den 1940er Jahren.

Die Gran Tour de CiclaMadrid bietet ein einzigartiges Erlebnis für Liebhaber des Fahrradtourismus und ermöglicht es, die natürliche Schönheit und das reiche historische Erbe der Autonomen Gemeinschaft Madrid zu erkunden.

Man kann den Teil des Jakobswegs, der zu Madrid gehört, auf den Routen des Netzes CiclaMadrid mit dem Fahrrad zurücklegen.

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