Radfahren in Neuseeland: Tipps für unvergessliche Touren

Wenn du gerade eine Fahrradtour durch Neuseeland planst, hast du sicher einige Fragen zum Fahrradfahren in Neuseeland. Da liegt es doch eigentlich nahe, sich auf den Sattel zu schwingen und mit dem Fahrrad vollkommen flexibel durch die märchenhaften Wälder, die weiten Hochebenen, das grüne Hügelland und entlang von rauen Felsküsten zu cruisen, oder?

Unsere lokalen Experten kennen Neuseeland von den Vulkanen der Nordinsel bis zu den Alpen der Südinsel und sind damit die idealen Ansprechpartner für eine Radreise durch Neuseeland. Sie verraten Dir, wie Du das Land am anderen Ende der Welt auf dem Zweirad am besten erkundest und welche Herausforderungen Dich erwarten.

Dass Neuseeland die wohl schönsten Naturphänomene auf kleinem Raum vereint und es weder an Abenteuer noch an Orten zum Entspannen mangelt, steht außer Frage. Das zeigt bereits ein Blick auf unsere Highlights in Neuseeland. Doch kannst Du diese - teils gänzlich unberührten und abgeschiedenen Ecken - auch auf dem Rad entdecken?

Diese Tipps für Radreisen in Neuseeland beruhen auf unseren Erlebnissen und Erfahrungen auf den beiden Inseln. Wir waren insgesamt 3 Monate auf Nord- und Südinsel mit dem Fahrrad unterwegs.

Grundlegende Dinge, die du wissen solltest

  • Linksverkehr: Eine ganz grundlegende Sache: In Neuseeland wird links gefahren. Da du als Radfahrer in Neuseeland meistens auf den Straßen fährst, musst du dir das unbedingt immer wieder ins Bewusstsein rufen, vor allem am Anfang. Besonders beim Fahren auf leeren Landstraßen oder beim Abbiegen auf einer Kreuzung in der Stadt, wird dir das komisch und falsch vorkommen.
  • Helmpflicht: Ohne Helm darfst du in Neuseeland nicht Fahrradfahren. Bist du ohne Fahrradhelm unterwegs, hält dich die Polizei an. Wirklich, mir ist das schon mal passiert, in dem einem Moment, in dem ich nur kurz durch den Ort radeln wollte. Ehe ich mich versah, stand auch schon ein Polizist vor mir, der mir erklärt hat, wie gefährlich das sei, ohne Fahrradhelm zu fahren.
  • Motorways: In den größeren Städten wie Auckland, Wellington und Christchurch gibt es Motorways. Diese gehen nach einigen Kilometern außerhalb der Stadtgrenzen in Highways über. Auf den Motorways, die mit einer Autobahn vergleichbar sind, darfst du nicht Fahrrad fahren.

Verkehrslage und Routenwahl

Ich werde immer wieder gefragt, ob es viel Verkehr auf den Straßen gibt und man damit rechnen muss, als Radfahrer ständig überholt zu werden oder Gegenverkehr zu haben. Generell gibt es in Neuseeland wenig Verkehr. Das hängt aber auch immer ein bisschen davon ab, wo du gerade unterwegs bist. In der Millionenstadt Auckland sind natürlich viele Autos auf den Straßen. Auch in der unmittelbaren Umgebung triffst du auf den Highways auf einige Autos. Je weiter du in ländliche Gegenden kommst, um so weniger Verkehr gibt es.

Natürlich hängt die Verkehrslage auch immer von der Route ab, die du wählst. Wenn dann mal Verkehr kommt, der dich überholt oder dir entgegenkommt, kann es sein, dass es sich dabei um einen großen Reisebus oder einen LKW handelt. Auf der Südinsel bin ich teilweise über mehrere Kilometer ganz alleine auf der Straße durch die atemberaubende Natur gefahren. Ein wunderschönes und einzigartiges Erlebnis. Wenn dann mal ein Auto kam, war es meistens ein Reisebus, der mich entweder überholt hat oder mir entgegengekommen ist. Was mir ebenfalls auf Neuseelands Straßen begegnet ist, waren LKW, die teilweise sogar mit Großlasten wie Häusern beladen waren. Ja wirklich.

Das kommt natürlich auf deinen Geschmack an. Flache Strecken klingen zunächst verlockend, können aber ihre Tücken haben. Sie sind zum Beispiel häufig befahrener, weil es sich bei den flacheren Strecken oft um gut ausgebaute Highways handelt, die bei den Autofahrern beliebt sind. Oft kannst du als Alternative zu einer flachen Strecke eine hügelige wählen. Besonders, wenn es sich um viel befahrene Highways handelt, lohnt es sich in Erwägung zu ziehen, lieber eine ruhigere Landstraße zu nehmen, die dann allerdings durch hügeligeres Terrain verläuft und oft auch länger ist als die flache Variante. Ich habe das ein paarmal gemacht und habe die Hügel dem direkteren und flacheren Highway vorgezogen.

Die Route über den Highway, die ich auf dem Hinweg gewählt habe, ist stark befahren, dafür aber einfach und kurz. Auf dem Rückweg wollte ich diese Strecke nicht mehr fahren, weil ich sie langweilig und aufgrund der Autos stressig fand, also wählte ich eine alternative Route an der Küste entlang. Diese Strecke war mehr als doppelt so lang und unglaublich hügelig. Es war sehr anstrengend, dafür aber auch wunderschön!

Du brauchst nicht nur starke Nerven, wenn du von einem LKW oder Bus überholt wirst, sondern auch, wenn du auf dem Seitenstreifen der Landstraßen friedlich vor dich hinradelst und alle paar Kilometer ein plattgefahrenes Tier auf der Straße liegen siehst. Der Anblick hat mich am Anfang ehrlich gesagt ziemlich geschockt.

Mountainbike und Schotterstraßen

Ich bin mit einem Mountainbike durch Neuseeland gefahren und das fand ich auch ziemlich praktisch, denn mehr als einmal hatte ich das Vergnügen mit Schotterstraßen. Besonders wenn du weniger frequentierte Routen wählst, kann es sein, dass nicht alle Straßen asphaltiert sind. Unangenehm wurde es lediglich, wenn ein Auto kam, egal ob von hinten oder von vorne. Das Auto wirbelte beim Vorbeifahren Staub und Steine auf, die umherflogen. Ein bisschen gefährlich also und es dauerte eine Weile, bis die Sicht wieder klar wurde. Problematisch wurde es auch beim Bergauffahren, vor allem wenn noch eine Kurve dazukam. In den Kurven war der Schotter außen durch die Autos oft aufgehäuft. Als Radfahrer verliert man in dem tiefen Schotter dann den Halt, besonders wenn man Bergauf fährt und sowieso wenig Grip hat.

Unterkünfte und Verpflegung

Was die Anzahl der Unterkünfte angeht und die Distanz zwischen den Unterkünften, ist Neuseeland wirklich bestens ausgestattet. Ich habe bei meiner Fahrradtour ausschließlich in Hostels übernachtet. Ich habe immer ein Hostel gefunden, selbst wenn ich nur kurze Etappen gefahren bin. Abgesehen von den Hostels, die es wirklich flächendeckend in Neuseeland gibt, hast du natürlich auch die Möglichkeit zu zelten. Campingplätze sind ebenfalls weit verbreitet und falls es auf deiner Route keinen geeigneten gibt, ist es in Neuseeland auch erlaubt wild zu campen. Hierzu musst du allerdings einige Regeln beachten und vor allem deinen Müll etc. am Ende mitnehmen.

Was die Verpflegung auf deiner Radtour durch Neuseeland angeht, ist das ehrlich gesagt ein bisschen komplizierter als mit der Unterkunft. Oft befinden sich die Hostels oder Campingplätze in der Pampa oder in kleinen Orten, in denen es keinen Supermarkt gibt. Bei deiner Tourplanung solltest du dir deshalb überlegen, ob es in deinem Etappenziel einen Supermarkt oder ein Geschäft gibt. Obwohl es in vielen Gegenden Neuseelands nicht so viele Geschäfte gibt, habe ich immer einkaufen können, ohne dass ich übermäßig viel Proviant mit mir rumtransportieren musste.

Transport des Fahrrads

Wenn du eine Strecke zur Abwechslung nicht mit dem Fahrrad fahren möchtest, kannst du in Neuseeland problemlos das Fahrrad auch im Zug oder Bus mitnehmen. Ich reise immer gerne so flexibel wie möglich und möchte mich auf nichts festlegen. Deshalb habe ich bei meiner Reise durch Neuseeland hin und wieder entschieden mit dem Bus zu fahren. Mein Fahrrad wurde bei großen Bussen dann im Gepäckfach verstaut. Kleinere Busse sind oft mit Fahrradhalterungen oder Anhängern ausgestattet. Züge gibt es in Neuseeland ja nicht so viele, die wenigen Strecken sind aber mit die schönsten der Welt. Deshalb lohnt es sich durchaus auch mal mit dem Zug zu fahren.

Der ideale Zeitpunkt für deine Radreise

Du hast Dein Ziel fest vor Augen, in Neuseeland in die Pedale zu treten? Nun gilt es, den idealen Zeitpunkt zu finden, um Deine Reise anzutreten. Ideal geeignet sind der neuseeländische Frühling und der Herbst, wenn die Temperaturen angenehm sind, die Natur mit Wildblumen oder goldenen Blättern erstrahlt und Du Dir selbst die beliebtesten Radwege mit weniger Gleichgesinnten teilst. Rund um Rotorua und Taupō bescheren Dir die vulkanischen Böden jedoch auch im Winter Fahrvergnügen vom Feinsten.

Fahrradtransport: Mieten oder mitnehmen?

So viel Potential zum Träumen eine Reise mit dem Rad durch Neuseeland auch mit sich bringt, gilt es zunächst ebenfalls einige praktische Dinge zu klären. Da wäre als allererstes die Frage zu beantworten, wie Du überhaupt an Deinen fahrbaren Untersatz gelangst. Ist es besser, das eigene Fahrrad mitzunehmen oder sich vor Ort eines auszuleihen? Es gibt in Neuseeland viele Anbieter, bei denen Du ein Fahrrad mieten kannst. Achtung: Alles, was nach Neuseeland eingeführt wird, muss spezielle Sicherheitskontrollen passieren, damit keine Schädlinge eingeführt werden. Reinige daher Dein Rad vor der Abreise gut. Ob mieten oder mitnehmen: Dein Fahrrad sollte einen großen Übersetzungsbereich haben, um die bergige Landschaft zu meistern.

Wichtige Ausrüstungstipps

  • Straßen und Radwege: Die neuseeländischen Highways sind asphaltiert und meist in gutem Zustand, hier haben jedoch die Autos das Sagen. Ab und an gibt es Seitenstreifen, auf denen Du fahren kannst. Die Nebenstraßen sind ruhiger und teils asphaltiert oder mit Schotterbelag. Das Radwegenetz in den Städten ist unterschiedlich ausgebaut, vereinzelt sind spezielle Spuren für Radfahrer vorhanden.
  • Ausrüstung: Statte Dich mit wasserdichten Klamotten und Taschen aus und trage am besten leuchtende Kleidung oder eine Warnweste.
  • Ersatzteile: In städtischen Gebieten ist die nächste Werkstatt meist nicht weit. Abseits davon gestaltet sich die Suche schon schwieriger.
  • Sandflies: Die kleinen Insekten mit den juckenden Bissen können recht nervig werden.

Weitere nützliche Informationen

Einreise und Formalitäten

Der Aufenthalt von bis zu 3 Monaten ist in Neuseeland ohne Visum möglich. Die Einreise-Formalitäten sind allerdings sehr anstrengend, wenn du Zelt und Fahrrad dabei hast: Sie drehen dein Zelt im Quarantänelabor vor Ort auf links und prüfen das Stollenprofil deiner Reifen am Fahrrad und an deinen Schuhen.

Auch die Einfuhr vieler Lebensmittel sowie tierischer und pflanzlicher Produkte ist streng geregelt und zum Teil verboten. Du musst alles auf einer Deklarationskarte auflisten und dann prüfen sie alles. Dazu zählen z.B. auch ein Strohhut (pflanzliches Produkt) und dein Daunenschlafsack (tierisches Produkt). Vergisst du etwas zu deklarieren, drohen empfindliche Strafen.

Diese scharfen Einreisevorschriften sind allerdings keine Schikane, sondern sie sollen die empfindliche Flora und Fauna in Neuseeland schützen. Im Hinblick auf die Corona-Pandemie sind auch weitere Einschränkungen bei den Einreisebestimmungen nicht auszuschließen. Dabei ist mit noch schärferen Grenzkontrollen zu rechnen. Hierzu solltest du dich zeitnah vor Reisestart über den aktuellen Stand informieren.

Verständigung

In Neuseeland spricht man Englisch. Sie haben einen speziellen Akzent, es ist nicht immer einfach zu verstehen. Doch da hast du mit dem australischen Slang deutlich mehr Probleme. Und wenn du ein paar Brocken in Te Reo Maori aussprechen kannst, beeindruckst du die indigene Bevölkerung.

Internet und Telefonie

WiFi gibt es in fast jeder öffentlichen Bücherei. Das trifft allerdings nicht auf sehr touristische Orte zu. Darüber hinaus ist WiFi in Hotels und der Gastronomie sowie in vielen Supermärkten verfügbar. Der Provider Spark bietet seinen Kunden in den Städten frei zugängliche WiFi-Stationen im öffentlichen Raum, wo täglich 1 GB kostenlos zur Verfügung steht.

Bargeldbeschaffung

Die Versorgung mit Geldautomaten ist ausreichend. Somit ist die Bargeldbeschaffung am Automaten auch in kleineren Städten kein Problem. Frage in der Bankfiliale nach den Gebühren, die das betreffende Geldinstitut an seinen Geldautomaten erhebt.

Lebensmittelbeschaffung

Es gibt einige große Supermarktketten, die in jeder Stadt größere oder kleinere Läden unterhalten. Da ist die Versorgung kein Problem. Spiritus für den Trangia Kocher ist ebenfalls im Supermarkt erhältlich und kostet 4-5 Dollar.

Trinkwasserbeschaffung

Das Wasser hat fast überall im Land Trinkwasserqualität. Trotzdem solltest du immer nachfragen, bevor du deine Flaschen auffüllst.

Bikeshops und Service

Es gibt in jeder größeren Stadt gut sortierte Bikeshops und die gängigen Komponenten. Allerdings ist das Preisniveau touristisch hoch. Wenn du deine Ersatzteile und dein Werkzeug schon bei der Einreise mitbringst, bist du autark und kommst preiswerter weg. Du findest im öffentlichen Raum des öfteren Service-Stationen mit Werkzeug und Luftpumpe. Auch dort kannst du dich bedienen.

Straßenbeschaffenheit

Die asphaltierten Straßen haben einen ungewöhnlich rauen Belag. Das fährt sich sehr holprig und verursacht extrem laute Reifengeräusche bei den überholenden Autos. Immer wieder gibt es einen schroffen Wechsel in der Straßendecke: Urplötzlich fährst du auf Schotter und nach 500 Metern wieder auf Asphalt. Du triffst auch auf Erdbebenschäden oder Spuren von der letzten Schlammlawine.

Verkehrssituation

Neuseeland ist dünn besiedelt, doch auf den wenigen Straßen des Landes tummelt sich immer viel Verkehr. Dabei stellen die Touristen den größeren Anteil dar. Besonders gefährlich wird es für Radler, wenn Touristen sich über die Breite ihrer Bootstrailer nicht bewusst sind und dich zu knapp überholen. Es ist brandgefährlich! Auch die Roadtrains sind auf manchen Straßen eine Belastung. Sie fahren Tempo 100 km/h und schieben voll beladen eine gewaltige Druckwelle vor sich her. Da ist es für Radler schwierig, auf der rechten Bahn zu bleiben, wenn sie an dir vorbeiziehen.

Orientierung

Mit GPS und Offlinekarte im Handy sind Orientierung und Navigation kein Problem. Ein wichtiges Kriterium bei der täglichen Streckenplanung sind die Höhenmeter. Da sind die Offline-Karten von OpenStreetMap an manchen Stellen noch etwas zu grob. Wer es hier ganz genau wissen will, muss tatsächlich auf ein Navigationsgerät und teures Kartenmaterial zurückgreifen.

Geländeprofil

Es gibt in Neuseeland kaum eine Ecke ohne Hügel und Berge. Insbesondere nördlich von Auckland und im südlichen Fjordland auf der Südinsel wird das Radfahren da sehr anstrengend.

Sicherheit

Die größte Gefahr auf Radreisen in Neuseeland ist der Verkehr (siehe oben). In Städten und Touristen-Zentren musst du mit der üblichen Kleinkriminalität rechnen. Außerhalb der Städte ist es ruhig und ungefährlich. Dort lassen die Menschen sogar ihre Haustüre offenstehen, wenn sie das Haus verlassen. Viele sorgen aber auch mit Überwachungskameras vor.

Gefährliche Tiere

Drei giftige Spinnen leben in Neuseeland: Katipo Spider, Redback Spider und White-tailed Spider. Nicht lebensgefährlich, aber sehr nervig sind auf jeden Fall die kleinen Sandflies, die vor allem auf der Südinsel an der Westküste in Scharen auftauchen und dir mit ihren Bissen ordentlich zusetzen können. Mit langer Kleidung und Repellentien kannst du die Angriffsfläche deutlich reduzieren.

Klima

Von Dezember bis Februar ist die beste Reisezeit für Neuseeland. Dann herrscht sommerliches Klima. Im Norden ist es dann subtropisch und feucht, im Süden mäßig-kühl. An der Westküste der Südinsel fällt sehr viel Niederschlag, im Bereich Otago ist es dagegen extrem trocken.

Otago Central Rail Trail

In der Region Central Otago auf der Südinsel werden die Orte Middlemarch und Clyde durch den 152 Kilometer langen Otago Central Rail Trail miteinander verbunden. Auf ehemaligen Bahntrassen lässt es sich fernab vom Autoverkehr wunderbar entspannt radeln. Sie können selbst entscheiden, wie viele Tage Sie auf dem Otago Central Rail Trail radeln. Es werden 1- bis 5-tägige Fahrradtouren inkl. Übernachtung angeboten. Der beliebteste Abschnitt des Otago Central Rail Trail liegt zwischen Lauder und Oturehua. Hier erkunden Sie die Natur von Poolburn Gorge und Ida Valley.

Mit dem Mountainbike (oder E-Bike) geht es auf ehemaligen Bahntrassen durch Tunnel und über Aquädukte. Man startet morgens bei bestem Radfahr-Wetter auf eine rund 50 km lange Tagesetappe von Auripo nach Clyde. Der gut ausgebaute Radweg lädt dazu ein, den Blick schweifen zu lassen und die Weite der Landschaft zu genießen. Unterwegs gibt es viel zu entdecken, denn Central Otago wartet mit reicher Goldgräber-Vergangenheit auf und in den kleinen charmanten Dörfern scheint die Zeit still zu stehen.

Great Lake Trail

Radeln Sie auf dem Great Lake Trail und entdecken Sie die Umgebung des größten Sees von Neuseeland: Lake Taupo. Der 71 km lange Great Lake Trail am Nordwestufer des Lake Taupo zählt zu den 22 ausgewählten Radwegen des „Nga Haerenga, The New Zealand Cycle Trail“. Die Route, die natürlich auch in ausgewählten Tagesetappen gefahren werden kann, führt vorbei an Wasserfällen und bietet immer wieder tolle Panoramaaussichten auf den Lake Taupo und den Tongariro National Park.

Weinregion Marlborough

Im sonnigen Nordosten der Südinsel liegt Marlborough. Die größte Weinregion Neuseelands ist für ihren ausgezeichneten Sauvignon Blancs bekannt und lässt sich besonders gut per Rad entdecken. Mit Guide Karen Walshe geht es auf eine etwa 10 km lange Radtour in einer kleinen Gruppe (max. 8 Personen). Die Route führt auf kleinen Landstraßen von Weingut zu Weingut. Unterwegs kehren Sie in mehreren Weingütern ein, um lokale Weine zu probieren. Sie haben natürlich auch die Möglichkeit die Weinregion auf eigene Faust zu erkunden.

Mountainbike-Touren rund um Lake Wanaka und Hawea

Die Neuseeländer John oder Dan zeigen Besuchern ihre Region rund um Lake Wanaka und Hawea. Dabei radeln Sie über Hügel und durch lichte Wälder. Ebenfalls schön ist die Route entlang des Clutha River, des längsten Flusses auf der Südinsel. Unterwegs genießt man Aussichten auf die umliegenden Berge und den Mount Aspiring National Park. Kleine Highlights sind die für Neuseeland typischen Hängebrücken. Die geführten Mountainbike-Touren werden für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten.

West Coast Wilderness Trail

Wer sich für eine Kombination einer Radtour mit Hubschrauberflug entscheidet, erlebt einen Höhenkick der besonderen Art. Nach einem Rundflug mit Panoramablicken setzt der Pilot Radler und Bikes auf einem der Berggipfel ab. Auf verschlungenen Wegen radeln Sie an Seen entlang, überqueren abenteuerliche Flussbrücken und lauschen in Regenwäldern seltenen Vogelarten. Unterwegs kommen Sie an tollen Aussichtspunkten und historischen Orten vorbei: Die West Coast hat eine reiche Bergbau-Geschichte. Je nach Fitness und Zeitfenster können Sie ein paar Stunden oder einen ganzen Tag auf dem West Coast Wilderness Trail verbringen. Das passende Rad leiht Neuseeländer Chris aus.

Neuseeland mit Fahrrad und Kind

Neuseeland mit Fahrrad und Kind: yay, sagen Melanie und Joachim! Wir sind Alva, damals 11 Monate alt, Melanie und Joachim. Melanie und Joachim sind, bevor Alva auf die Welt kam, beide sehr viel gereist und haben sich sogar in Indien kennengelernt. Das Thema Fahrrad wird bei uns wirklich groß geschrieben. Wir haben insgesamt 9 Fahrräder und Teile für 3 weitere. Fahrradfahren gehört für uns zum Alltag: fürs Pendeln, um unsere Tochter zur Kita bzw. Schule zu bringen, für den Wocheneinkauf oder Ausflüge am Wochenende. Eigentlich waren wir recht spontan: Zwei Monate vorher haben wir die Flüge gebucht, dann Streckenteile und Ziele ausgesucht, Kartenmaterial studiert usw. Wir haben nur den Flug gebucht, alles Weitere haben wir völlig offen gelassen. Wir haben hauptsächlich in unserem Zelt geschlafen, da brauchte es keine Vorabbuchung. Wir hatten unseren eigenen Fahrräder dabei. Wenn man längere Strecken fährt oder sehr lange mit Rädern unterwegs ist, das aus meiner Sicht spielentscheidend.

Alva war 11 Monate alt, als wir gestartet sind. Wir haben einen Yepp mini vorn an Joachim Rad montiert - darin hat Alva ungefähr zweimal am Tag für je 45 Minuten gesessen. Damit kommt man aber auf dem Rad nicht weit. Daher saß Alva während ihrer Schlafpausen (zweimal ungefähr 1,5 Stunden) in einer Trage auf Joachims Rücken. Der Alva-Trick: fahren, während das Baby schläft! Wir haben unsere Radtour relativ stark an Alvas Bedürfnisse angepasst und sind fast immer ihrem Rhythmus gefolgt. Es gab den einen oder anderen Tag, an dem wir weiter fahren mussten, als sie vielleicht gewollt hat, weil wir schlichtweg zum nächsten Versorgungspunkt mussten. Zu Beginn waren unsere Tagesetappen echt kurz, bis wir herausgefunden haben, wie wir den Tag am besten gestalten und die besten Zeiten zum Fahren nutzen. Trotzdem ist man auf dem Fahrrad mit Kindern eher langsam unterwegs und schafft kürzere Distanzen. Mit dem Rad hat man limitierte Kapazitäten, was z. B. den Transport von Essen angeht, und Neuseeland ist ja eher weitläufig.

Zusammenfassende Tipps für Radreisen in Neuseeland

  • Linksverkehr beachten: In Neuseeland fährt man links.
  • Helmpflicht: In Neuseeland besteht Helmpflicht für Radfahrer.
  • Motorways vermeiden: Das Radfahren auf Autobahnen ist verboten.
  • Ausrüstung: Wasserdichte Kleidung und Taschen sind empfehlenswert.
  • Flexibilität: Plane flexibel und nutze Bus und Bahn für Strecken, die du nicht mit dem Fahrrad fahren möchtest.
  • Verpflegung: Informiere dich über Einkaufsmöglichkeiten entlang der Strecke.
  • Sicherheit: Achte auf den Verkehr und nimm Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer.

Tabelle: Vor- und Nachteile des Fahrradmitnehmens vs. Mieten

Aspekt Fahrrad mitnehmen Fahrrad mieten
Kosten Transportkosten, evtl. Reparaturen Mietgebühren
Komfort Vertrautes Fahrrad Kein Transportaufwand
Flexibilität Uneingeschränkte Nutzung Abhängigkeit von Öffnungszeiten und Verfügbarkeit
Wartung Eigene Verantwortung Vermieter übernimmt Wartung

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