Papenburg, eine Stadt im Emsland in Deutschland, bietet zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren und Fahrradfahren.
Die Stadt selbst verfügt über gut ausgebaute Radwege, die es den Besuchern ermöglichen, bequem durch das Zentrum zu radeln und dabei die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu entdecken. Eine beliebte Route führt entlang des Hauptkanals mit seinen historischen Schleusen und prächtigen Backsteinhäusern aus vergangenen Jahrhunderten. Hier kann man einen Einblick in die maritime Geschichte Papenburgs erhalten.
Radtouren rund um Papenburg
Für Naturliebhaber gibt es in der Umgebung von Papenburg ebenfalls viele attraktive Routen. Der nahegelegene Bourtanger Moor lockt mit einer faszinierenden Landschaft aus weiten Moorgebieten, kleinen Seen und dichten Wäldern. Die Wege sind gut ausgeschildert und bieten sowohl für erfahrene Radfahrer als auch für Familien geeignete Strecken.
Die besten Jahreszeiten zum Radfahren in Papenburg sind Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehm mild ist und die Natur ihre volle Pracht entfaltet. Im Frühling blühen die zahlreichen Blumen und Bäume in den Parks der Stadt, während im Sommer das satte Grün der Felder und Wiesen eine idyllische Kulisse für Radtouren bietet.
Insgesamt ist Papenburg ein Paradies für Radfahrer. Die gut ausgebauten Radwege, die malerische Landschaft und die vielfältigen Sehenswürdigkeiten machen diese Stadt zu einem attraktiven Ziel für Fahrradtouren. Egal ob man historisches Flair genießen oder die Natur erkunden möchte, in Papenburg findet jeder seine passende Route.
Die Emsland-Route: Ein Rundkurs durch das grüne Emsland
Moderner Schiffbau und historische Mühlen, urwüchsige Naturlandschaften und lebendige Geschichte - auf 395 erlebnisreichen Kilometern der Emsland-Route lernen Sie das Radfahren in unserem grünen Emsland an der deutsch-niederländischen Grenze kennen und lieben.
Viele Höhepunkte aber keine Steigungen: Auf dem Rundkurs der Emsland-Route genießen Radler im Nordwesten von Niedersachsen etappenweise, was die Region zwischen Meppens mittelalterlicher Altstadt im Westen und der Kornbrenner-Stadt Haselünne im Osten, zwischen dem westfälischen Rheine im Süden und der Werft- und Hafenstadt Papenburg im Norden so unverwechselbar macht. Die Emsland-Route ist sehr gut ausgeschildert.
Sie ist größtenteils eben, asphaltiert und autofrei und eignet sich deshalb - neben Hobby- und sportlich motivierten Fahrradfahrern - besonders für Anfänger und Familien mit Kindern. Faszinierende Landschaften, wunderbare Städte und Dörfer, Sehenswürdigkeiten, viele Unterkünfte sowie gastronomische Betriebe machen den Rundkurs zum perfekten Urlaubs-und Ausflugsziel. Das Emsland erstreckt sich von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg entlang der niederländischen Grenze. Insgesamt umfasst es eine Größe von 2.880 km². Knapp 320.000 Menschen leben hier.
Die Emsland-Route verbindet die 19 Orte miteinander. Die Radurlauber fahren Etappe für Etappe von - wie an einer Perlenkette aufgeschnürt - Ort zu Ort durch abwechslungsreiche Landschaften.
Die typischen Landschaften des Emslandes etwa: das Feld-, Wald- und Wiesen-Mosaik des bäuerlichen Kulturlands, urwüchsige Moore und Heiden, die waldreichen Geestrücken des Hümmling und das naturschöne Erholungsgebiet Hasetal. Nicht zuletzt die Flusslandschaft der Ems: An den Ufern der Wasserstraße Richtung Nordsee pulsiert das Leben. Erleben Sie aber auch das andere Emsland: Abseits des großen Stroms entdecken Sie einzigartige historische Glanzlichter.
Die mehr als 5.000 Jahre alten Megalithgräber auf den waldreichen Geestrücken des Hümmling. Die mittelalterlichen Burgmannshöfe in Haselünne, der ältesten Stadt des Emslandes. Und das sternförmige Jagdschloss Clemenswerth, ein Meisterwerk des barocken Star-Architekten Johann Conrad Schlaun. Die Tour lässt sich in bequemen Etappen genießen. Es lohnt jedoch, etwas mehr Zeit einzuplanen. Etwa für Besichtigungen bei Emsflower, Europas größter Gärtnerei, oder im Emsland Moormuseum, im Emslandmuseum Lingen oder einer der anderen spannenden Ausstellungen der Region. Zudem gibt es reichlich Gelegenheit, traditionelle emsländische Gastlichkeit zu erleben.
Hier ist eine Übersicht der Etappen der Emsland-Route:
| Etappe | Länge (ca.) |
|---|---|
| Meppen bis Haren (Ems) | 18 km |
| Haren (Ems) bis Lathen | 14 km |
| Lathen bis Heede/Dörpen | 20 km |
| Heede/Dörpen bis Rhede (Ems) | 11 km |
| Rhede (Ems) bis Papenburg | 15 km |
| Papenburg bis Surwold | 12 km |
| Surwold bis Esterwegen | 11 km |
| Esterwegen bis Werlte | 46 km |
| Werlte bis Sögel | 17 km |
| Sögel bis Haselünne | 34 km |
| Haselünne bis Herzlake | 11 km |
| Herzlake bis Lengerich | 20 km |
| Lengerich bis Freren | 16 km |
| Freren bis Spelle | 26 km |
| Spelle bis Rheine | 15 km |
| Rheine bis Salzbergen | 11 km |
| Salzbergen bis Emsbüren | 11 km |
| Emsbüren bis Lingen (Ems) | 14 km |
| Lingen (Ems) bis Geeste | 15 km |
| Geeste bis Twist | 22 km |
| Twist bis Meppen | 36 km |
ADFC Tagestouren in Papenburg
Unsere Tagestouren bilden die wahren Highlights unseres Radfahrlebens. Hier treffen wir uns mit allen, die Lust an Radtouren haben - egal ob Mitglied im ADFC oder nicht (!!!) - an Samstagen zu einer längeren Tour in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, oder den Niederlanden.
Manchmal fahren wir von Papenburg aus los. Manchmal nutzen wir die Bahn, oder sind mit Bus und Fahrradanhänger unterwegs. Immer aber erleben wir Nicht Alltägliches, besichtigen auf den Tagestouren unterschiedliche Einrichtungen, kulinarische Pilgerstätten, handwerkliche Betriebe und vieles mehr. In der Hauptsache aber geht es um schöne Radtouren und schöne Strecken in einem gut erreichbaren Radius.
Unsere Tagestouren findest Du natürlich in unserem jährlich erscheindem Tourenprogramm, das an vielen Orten in Papenburg erhältlich ist. die Termine erscheinen auch im Tourenslider des ADFC Emsland, sowie um bundesweiten Tourenkalender.
Wichtig für Dich ist, dass Du Dich rechtzeitig anmeldest zu der Tagestour bei den jeweils Tourenleitenden, denn die Teilnehmendenzahl ist in der Regel begrenzt. Unsere Tagestouren sind so gestaltet, dass wirklich Jede und Jeder bei der Geschwindigkeit mithalten kann. Wir orientieren uns dabei streng an den jeweils Langsamsten.
In jedem Fall aber freuen wir uns auf Deine Teilnahme.
Radtour von Meppen bis Papenburg
Wer in der Kreisstadt Meppen startet, lernt zunächst die Ems hautnah kennen. Denn ganz nah am Ufer der Wasserstraße mit ihrem regen Schiffsverkehr entlang führt die Route stromabwärts zunächst ins Borkener Paradies, dem ersten von zahlreichen weiteren Naturschutzgebieten. Tief eintauchen in die Geschichte des Stromes können Gäste in der Schifferstadt Haren (Ems), die Heimathafen für weit über 200 Binnen-, Küsten- und Hochseeschiffe ist. Die maritimen Traditionen werden liebevoll gepflegt im Museumshafen am Haren-Rütenbrock-Kanal und im Schifffahrtsmuseum.
Wie lebendig diese Traditionen im Emsland auch heute noch sind, zeigt eindrucksvoll der Seehafen Papenburg, wo die bekannte Meyer Werft ihre hochmodernen Kreuzfahrtschiffe baut. Die Geschichte der Stadt hat zahlreiche weitere Facetten. So nahm hier von rund 350 Jahren die Kultivierung der Moorlandschaften entlang der Ems ihren Anfang. Das Freilichtmuseum Von-Velen-Anlage führt die Geschichte der ältesten und größten Fehnkolonie Deutschlands vor Augen. Zudem zeugen die insgesamt 40 Kilometer langen Kanäle Papenburgs bis heute davon, wie einst die Moore entwässert wurden. Entsprechend zahlreich sind die Brücken, die die Emsland-Route hier überquert.
Radtour von Papenburg bis Haselünne
Kurz vor der Grenze zu Ostfriesland biegt der Radweg Richtung Westen ab und führt dann durch eine völlig andere Landschaft. Auf den Geestrücken und in den Wäldern des Hümmling machen Speichenritter spannende Entdeckungen, etwa im Erholungsgebiet Surwolds Wald mit einem Kletter-Parcours in den Bäumen. Die historischen Wurzeln des Tourismus finden sich in Sögel: Kurfürst Clemens August I. ließ hier sein barockes „Ferienhaus“ Schloss Clemenswerth errichten, dessen sternförmige Anlage weltweit einzigartig ist. Wesentlich ältere Beispiele emsländischer Baukunst verknüpft die „Hünengräberstraße des Hümmling“ in Groß Berßen.
Einige der mythischen Großsteingräber sind mehr als 5.000 Jahre alt, eines davon ist sogar zum Wahrzeichen der Region geworden: Es ziert das Wappen des Emslandes. Prägend sind zudem die zahlreichen Mühlen, die entweder vom Wind oder vom Wasser angetrieben werden. Aus diesem Rahmen fällt die Hüvener Mühle, die mit Hilfe beider Naturkräfte Mehl mahlen kann. Anders nutzt man das Getreide in Haselünne, wo in drei traditionsreichen Brennereien aus Körnern Korn wird.
Radtour von Haselünne bis Emsbüren
Zurück zur Natur: Durch das Tal des Flüsschens Hase und durch den kühlen Schatten eines weitläufigen Mischwaldes geht es vorbei am Saller See und weiter Richtung Rheine, wo der Ems-Radweg wieder auf die Ems trifft. Ab Salzbergen, wegen seines außergewöhnlichen Feuerwehrmuseums eine Station auf der „Europäischen Route der Industriekultur“, erleben Radler einen der reizvollsten Abschnitte der Ems, die hier in weiten Bögen durch das bäuerliche Kulturland strömt. Seltene Tiere wie der Eisvogel leben an den teils steilen Ufern und in den grünen Auen.
Ebenfalls grün und zusätzlich bunt blühend präsentiert sich Emsbüren: Emsflower, Europas größter Anbieter von Sommerblumen für Balkon und Garten, lässt sich gern von Gästen in die riesigen Gewächshäuser schauen.
Radtour von Emsbüren bis Meppen
Weiter in Richtung Lingen (Ems) hat so mancher Radler das Liedchen vom „Pastor sine Koh“ auf den Lippen. Der in ganz Norddeutschland bekannte Rundgesang soll in Emsbüren seinen Ursprung haben - daran erinnert eine Bronzeskulptur in der reizvollen Altstadt. Weniger Musik aber dafür sehr viel Historisches bietet die größte Stadt des Emslandes: Auf mehr als 1.000 Jahre Geschichte blickt die frühere Universitäts- und Festungsstadt Lingen zurück - davon zeugen Baudenkmäler wie das Rathaus mit seinem Treppengiebel, die historischen Bürgerhäuser rund um den Marktplatz sowie der massive Pulverturm.
Auf dem letzten Stück des Weges Richtung Meppen lohnt der Abstecher zum Emsland Moormuseum bei Geeste. Es zeigt die spannende, Jahrhunderte lange Geschichte des Torfabbaus, der bis heute die Landschaft prägt.
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