Radfahren in Wiesbaden: Entdecken Sie die schönsten Routen

Wiesbaden und die Region lassen sich sehr gut mit dem Fahrrad entdecken. Ob im Alltag oder in der Freizeit - es gibt zahlreiche Routen, die unterschiedliche Ansprüche erfüllen. Das kontinuierlich weiter ausgebaute Radwegenetz in Wiesbaden ermöglicht das sichere Erkunden der Stadt mit dem Fahrrad.

Das Wiesbadener Radwegenetz

In den vergangenen Jahren hat Wiesbaden sein Radwegenetz deutlich erweitert. Doch welche Strecke eignet sich am besten? Die aktualisierte Radverkehrskarte der Stadt Wiesbaden bietet hier die passende Orientierung.

Empfohlene Routen

  • Rheinradweg (R3): Im Rheingau verläuft der Radfernweg R3 von Flörsheim am Main bis Rüdesheim am Rhein.
  • Aartalradweg und Limesradweg: Mittelschwere Tour auf gut ausgebauten Radwegen mit schönen Ausblicken auf den Taunus und vielen Möglichkeiten zur Einkehr.

Tourenvorschläge für jeden Geschmack

Radler können unter vielen verschiedenen Routen wählen, sich zwischen gemütlichen Touren, aber auch durchaus anspruchsvollen Strecken entscheiden. Von hier aus kann es dann etwa in Richtung der Taunushänge weitergehen. Aus der Flussperspektive lässt sich Wiesbaden erleben, wenn die Entscheidung für einen der Hessischen Radfernwege getroffen wurde.

Beliebte Radtouren in Wiesbaden

  • Schläferskopf-Rundfahrt: Eine anspruchsvolle, 19 Kilometer lange Tour, die an der Fasanerie beginnt und durch den Stadtwald zum Chausseehaus führt. Auf dem Schläferskopf erwartet Sie ein herrlicher Blick über Wiesbaden.
  • Wiesbadener Nordschleife: Diese 23,5 Kilometer lange, flache Tour startet am Kurhaus Wiesbaden und führt entlang der Sonnenberger Straße zur Sonnenberger Burg.
  • Große Wiesbaden-Radtour: Diese 42,5 Kilometer lange Tour ist besonders für Familien geeignet und führt vom Bowling Green über Bierstadt nach Erbenheim zur Domäne Mechtildshausen.

Radfahren entlang des Rheins

Wer den Rheingau aktiv kennen lernen und erleben möchte, hat hierzu bei einer Radtour auf den Riesling Routen Gelegenheit. Ebenfalls zu erwähnen sind der Main-Radweg sowie die durch mehrere europäische Länder führende Veloroute-Rhein.

Querrhein-Radtour

Die Querrhein-Radtour führt Sie auf die andere Seite des Rheins nach Rheinhessen, der Hessische Radfernweg R3 von Flörsheim am Main bis Kaub am Rhein. Immer abwechslungsreich durch die Rebenlandschaft, am Rande der Taunushänge oder an den Flüssen entlang.

Multimodale Mobilität

Für längere Strecken oder bei wechselhaftem Wetter bietet Wiesbaden praktische Optionen zur Kombination von Fahrrad und Nahverkehr. Mit den Angeboten von ESWE Verkehr und dem RMV ist die Fahrradmitnahme kostenlos möglich - eine wertvolle Ergänzung für Pendlerinnen und Pendler. Dabei gilt zu beachten, dass Rollstühle und Kinderwagen stets Vorrang haben.

Individuelle Streckenplanung

Wer gerne selbst seine Route plant, kann den Radroutenplaner Hessen nutzen. Radler können unter vielen verschiedenen Routen wählen, sich zwischen gemütlichen Touren, aber auch durchaus anspruchsvollen Strecken entscheiden.

ADFC Sternfahrt zur Schiersteiner Brücke

Der ADFC KV Wiesbaden/Rheingau-Taunus e.V. und der ADFC Mainz-Bingen e.V. radelten am 3. Juni 2025 im Rahmen einer Sternfahrt Richtung Schiersteiner Brücke. Mit viel Geklingel begrüßten sich die ca. 50 Radelnden an der Auffahrt zum westlichen Fuß- und Radweg, den man dann gemeinsam Richtung Mainz befuhr.

„Eigentlich wollten wir zum Welttag des Fahrrads den neuen, abgehängten Fuß- und Fahrradweg unter der Schiersteiner Autobahnbrücke nutzen. Unsere Sternfahrt sollte den wunderschönen neuen Radweg feiern und beide Städte fröhlich miteinander verbinden“, berichtet Karoline Deißner vom Vorstand des ADFC Wiesbaden.

Aktuelle Situation an der Schiersteiner Brücke

Nach zehn Jahren Bauzeit wurde die Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden am 14. August 2023 „endlich fertig“. Seitdem stehen sechs Fahrspuren plus Standstreifen für den Kfz-Verkehr zur Verfügung. Immerhin gibt es auf beiden Seiten der Brücke auch kombinierte Fuß- und Radwege, die aber insbesondere bei Begegnungsverkehr von Kinderwagen und Lastenrädern eher schmal ausfallen.

Nun, 1,5 Jahre später, ist die unter der Autobahn verlaufende Verbindung für Zufußgehende und Radfahrende von Wiesbaden kommend nur bis zur Rettbergsaue geöffnet. Die Freigabe der Auf- und Abfahrt nach Mainz-Mombach musste im Herbst 2024 nach Angabe der Autobahn GmbH aufgrund eines speziell anzufertigenden Bauteils verschoben werden und ist bis heute nicht erfolgt.

Wohl weil die Brücke dem Augenschein nach eigentlich fertig zu sein scheint, versuchen vielen Menschen seit längerem die abgehängte Brücke für die Überfahrt zu nutzen. Dies trotz Hinweisen des Überfahrungsverbots. Zudem gelingt es den Behörden auch nicht, die jeweils offiziell zu nutzenden Radwegeverbindungen von beiden Flussufern verständlich auszuweisen, so dass im Umfeld der Brücke immer wieder „gestrandete“ Radfahrende gesichtet werden.

Am 3. Juni 2025 konnten die 50 Teilnehmenden der ADFC-Rundtour ganz aktuell die von Unbekannten umgestoßenen Betonabsperrungen an der Mombacher Seite in Augenschein nehmen. Dazu wurde über die Presse bekannt, dass es laut Autobahn GmbH aufgrund der nun an der Absperrung verursachten Schäden noch länger dauern werde, bis für die Brücke die Verkehrsfreigabe erteilt werden könne. Das Brückenteil zwischen Rettbergsau und Mainz-Mombach darf somit weiterhin nicht genutzt werden.

Unabhängig von den vorgenannten Schäden ist die Zuwegung auf Mainzer Seite hin zum Erdal-Kreisel bisher nur von einem nicht sehr schönen Baustellen-Kiesweg gekennzeichnet und somit augenscheinlich noch nicht fertig gestellt.

„Wir fordern die Autobahn GmbH und die beiden Landeshauptstädte auf, schnellstmöglich die Brücke und die Anschlussstelle fertigzustellen und für den Verkehr freizugeben“, so Karoline Deißner vom ADFC Wiesbaden. Rolf Pinckert vom ADFC Mainz-Bingen ergänzt: „Die teils unzureichende Zuwegung und Beschilderung der verschiedenen jeweils für den Radverkehr zur Verfügung stehenden Querungsmöglichkeiten muss sofort transparent und verständlich realisiert werden - und zwar egal, von wo man angeradelt kommt.“

Die Radverbindung über die Schiersteiner Brücke ist eine wichtige Pendel-Route von beiden Seiten des Rheins und sollte schnellstmöglich in gutem Zustand für Radfahrende zur Verfügung stehen. Des Weiteren stellt der neue Radweg eine touristisch attraktive und wertvolle Transferverbindung her, die auch für Ortsfremde eine verständliche Wegweisung benötigt - am besten mit Skizzentafeln für die drei mal zwei Auf- und Abfahrtsmöglichkeiten an jeder Auf-/Abfahrt.

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