Die Ligurische Küste ist eine der abwechslungsreichsten Urlaubsregionen in Italien und bietet viele Möglichkeiten für Outdooraktivitäten. Zwischen Meer und Bergen, waldreichen Tälern und einsamen Buchten, steil ins Meer abfallende Klippen und langen Sandstränden kann man wunderbar erholen und eine einmalig schöne Natur genießen.
Allen, die diese Region in Ruhe mit dem Fahrrad erkunden möchten, stehen unzählige leicht zu befahrende Fahrradwege, aber auch herausfordernde Mountainbike-Routen zur Verfügung. So kann man durch die schöne Kulturlandschaft mit ihren Olivenhainen und Weinbergen, die streifenförmig auf Terrassen angelegt sind und bis zur Küste hin abfallen, fahren oder unberührte Berge und Täler entdecken.
Radfahren in Ligurien: Ein Paradies für Outdoor-Enthusiasten
Willkommen in der wunderschönen Region Ligurien, einem wahren Paradies für Fans von Outdoor-Sportarten und Radfahren. Hier haben Sie die Möglichkeit, atemberaubende Landschaften zu erkunden, indem Sie auf stimmungsvollen Radwegen zwischen dem Meer und den Bergen radeln.
Wo kann man in Ligurien Rad fahren?
In Ligurien gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Radfahren, sowohl an der Küste als auch im hügeligen oder bergigen Hinterland. Küstenstädte wie Genua, Sanremo und Portofino bieten landschaftlich reizvolle Radwege, die ideal für alle sind, die die Schönheit der ligurischen Küste auf zwei Rädern entdecken möchten.
Die besten Radwege in Ligurien
In der Region gibt es zahlreiche Routen, die sich für alle Niveaus eignen: vom Anfänger bis zum Experten.
Küstenrouten und Radwege entlang der Ligurischen Küste
Radweg von Imperia nach San Remo
Ein besonderes Highlight ist der Radweg von Imperia nach San Remo, der rund 26 Kilometer lang, perfekt ausgebaut und angenehm flach ist. Er eröffnet wunderschöne Aussichten aufs Meer und bietet mit mehreren, teils recht langen Tunneldurchfahrten auch ungewöhnliche Radelerlebnisse.
Der Endpunkt dieses Bahntrassenradwegs liegt übrigens nicht am Bahnhof von San Remo, sondern eine Station weiter, im kleinen Badeort Ospedaletti Ligure. Der Startpunkt der Tour ist am Parkplatz westlich des freien Strandes am Borgo Prino, Imperia.
Der erste Tunnel auf der Strecke erwartet uns bald darauf an der Torre Prarola. Danach kommt der erste Radverleih (Nolo Bici) auf der Strecke. Etwa drei Kilometer nach San Lorenzo gelangt man nach Santo Stefano al Mare. In diesem sehr hübschen Ort haben wir den Radweg kurz verlassen und eine erste Cappuccino-Pause eingelegt.
Santo Stefano geht an der Küste ziemlich nahtlos in Riva Ligure über. Ebenfalls ein netter Badeort, den man beim Bahntrassenradeln aber nur von seiner rückwärtigen Seite aus sieht. Vor der Einfahrt nach Arma di Taggia überquert man auf einer Brücke ein Flüsschen, den Torrente Argentina. Im Ort gibt es eine kleine Umleitung, die aber gut beschildert ist.
Von Bussana sieht man nicht viel, weil der eigentliche Ort oberhalb der Trasse liegt. Ospedaletti selbst ist zum Glück deutlich hübscher als sein Bahnhof. Zuerst geht es wieder durch den sehr langen, aber toll ausgebauten Tunnel. Wir haben auf dem Rückweg einen kleinen Abstecher zum Hafen gemacht.
Die reine Radelzeit liegt hin und zurück bei etwa drei Stunden. Mit Einkehr und vielleicht einem Badestopp kann man sie leicht zu einer Tagestour ausdehnen. Wir hatten unsere eigenen Räder dabei, man kann aber auch problemlos welche mieten (hatten wir im Jahr zuvor auch gemacht).
Entlang der Strecke gibt es immer wieder Pausenplätze mit schöner Aussicht, wo man sein mitgebrachtes Picknick verzehren kann. Wer lieber einkehrt, findet am Radweg von Imperia nach San Remo aber auch reichlich Möglichkeiten. Im Sommer ist hier richtig was los.
Pista Ciclabile an der Blumenriviera
In Ligurien führt die Pista Ciclabile an der berühmten Blumenriviera zum größten Teil direkt am Meer entlang. Die tolle Küstenlandschaft mit ihrer legendären üppigen Vegetation können Sie auf etwa 24 Kilometern genießen. Der Radweg besteht aus einem asphaltierten Weg der ehemaligen Bahntrasse von Ospedaletti bis nach San Lorenzo al Mare. So fahren Sie meistens an der Küste entlang ohne störenden Autoverkehr.
Die Blumenriviera mit dem Rad erkunden
Die Blumenriviera in Ligurien ist eine der schönsten Küstenregionen Europas. Sie bietet ein mildes Klima, malerische Küstenstädte und herrliche Panoramablicke. Eine der besten Möglichkeiten, diese außergewöhnliche Küste zu erkunden, ist das Fahrrad. Die Route von Imperia nach Sanremo ist ein unvergessliches Radabenteuer.
Imperia ist der perfekte Ausgangspunkt für dieses Fahrradabenteuer. Die Stadt besitzt einen charakteristischen Hafen, Promenaden am Meer, Sandstrände und eine reiche Geschichte. Imperia bietet viele Sehenswürdigkeiten, die man erkunden kann, bevor man seine Fahrradtour beginnt. Besuche unbedingt Porto Maurizio mit seinen verwinkelten Gassen, schönen mittelalterlichen Kirchen und der „Passeggiata degli Innamorati“ (Liebesweg), die unvergessliche Ausblicke auf das blaue Meer bietet.
Die Strecke von Imperia nach Sanremo folgt dem Radweg ‚dei Fiori‘. Er bietet spektakuläre Ausblicke auf das blaue Ligurische Meer auf der einen Seite und die Seealpen auf der anderen. Derzeit beginnt der Radweg in Borgo Prino und endet in Ospedaletti.
Borgo Prino ist ein charmantes Fischerdorf nur wenige Minuten vom Zentrum Imperias entfernt. Bauarbeiten sind im Gange, sodass der Radweg künftig die ganze Stadt Imperia durchqueren und auf der anderen Seite bis Ventimiglia und nach Frankreich weiterführen wird.
Die Strecke bietet die Möglichkeit, in die natürliche und kulturelle Schönheit der Region einzutauchen. Man kann (auch zu Fuß) auf Küstenwegen fahren, die einst von Zügen befahren wurden. Der Radweg verläuft exakt auf der alten Bahntrasse, ist sehr gepflegt, mit zwei breiten Fahrspuren, perfektem Asphalt, Fahrradverleihstationen sowie zahlreichen Rastplätzen mit Brunnen und Bänken. Parallel dazu verläuft ein Fußweg.
Unterwegs bewundert man das funkelnde Meer, terrassierte Landschaften und jahrhundertealte Olivenhaine. All das, während man durch Tunnel fährt und wunderschöne mittelalterliche Dörfer besucht. Der Radweg ‚dei Fiori‘ ist ein Beispiel für die grüne Wiederverwendung alter Eisenbahninfrastruktur. Er bietet ein einzigartiges Radfahrerlebnis zwischen Geschichte und landschaftlicher Schönheit.
Nach einer entspannten Fahrt und dem Durchqueren eines recht langen Tunnels (1,5 km) erreichen wir San Lorenzo al Mare, einen der Juwelen der Riviera. Dieses charmante Küstendorf, das vom Meer überblickt und von Bergen geschützt wird, mit bunten Fischerhäusern, ist berühmt für seine Strände und das kristallklare Meer. Es ist der perfekte Ort für eine erfrischende Pause und ein Bad im Wasser.
Auf der einen Seite das Meer mit dem Rauschen der Wellen, auf der anderen unberührte Natur. Diese beiden Elemente verschmelzen zu einer einzigartigen Kulisse, wie sie unter den italienischen Radwegen kaum zu finden ist.
Weiter entlang des Radwegs, nach San Lorenzo, Costarainera und Cipressa, erreichen wir Santo Stefano, ein mittelalterliches Dorf zwischen Hügeln und Meer. Mit seinen engen Straßen, malerischen Gassen, der alten Kirche Santo Stefano Protomartire und dem neuneckigen Turm ist Santo Stefano ein perfekter Halt, um in die Geschichte und Kultur Liguriens einzutauchen.
Während der Radweg entlang des Meeres weiterführt, haben wir einen Panoramablick auf die zahlreichen Strände des Dorfes und den alten Hafen.
Nach Santo Stefano, vorbei an Arma di Taggia, endet unser Fahrradabenteuer in Sanremo. Die Stadt ist berühmt für ihr mildes Klima, blühende Gärten und Musik. Die letzten 8 Kilometer des Radwegs sind komplett flach und führen uns ins Herz der Stadt. Die Route verläuft entlang des ehemaligen Bahnhofs von Sanremo, am Ende der Uferpromenade Corso Imperatrice, und führt dann weiter in Richtung Ospedaletti.
Sanremo, zweifellos eine der lebhaftesten Städte der Riviera di Ponente, empfängt uns mit überwältigender Energie. Verlassen wir den Radweg, tauchen wir ein ins pulsierende Herz der Stadt: die Via Matteotti. Hier entdecken wir zwischen Kunsthandwerksläden, Boutiquen und Cafés auf dem Gehweg Messingplaketten mit den Namen aller Gewinner des Sanremo Festivals, von der ersten Ausgabe bis heute.
Die „Stadt der Blumen“ ist Gastgeber zahlreicher national bedeutsamer Events, vom berühmten Sanremo Festival bis zum historischen Radrennen „Milano-Sanremo“.
Weitere Küstenrouten
Im Sommer 2016 erkundete ich in etwa 14 Tagen die Ligurische Küste mit dem Rad. Von Genua folgte ich der SS 1. Die Straße schlängelt sich die meiste Zeit entlang der Küste.
Zudem sollte man die Küste in Ligurien nicht unterschätzen, immer wieder geht es gut auf und abwärts. Die SS1 folgt zunächst immer der Küstenlinie.
Bei Santa Margherita Ligure lohnt sich auch alle Fälle ein Abstecher nach Portofino, auch Portofino kurz danach ist ein Abstecher wert. Die SS1 führt kurz darauf weiter weg vom Meer. Direkte Straßen am Meer gibt es hier nicht mehr. Es lohnt sich in jedem Fall, die SS1 an der Kreuzung mit der SS332 zu verlassen.
Von der SS332 zweigt nach kurzer Zeit die SP40 ab, welche eine gute (weil verkehrsarme) Alternative zur SS332 ist. Über diese Strecke kommt Ihr nach Framura , wo ein wunderschöner Radweg entlang einer alten Bahntrasse direkt entlang der Küste bis nach Levanto auf Euch wartet.
Ab Levanto wollte ich damals der SP51 welche als Panoramastraße durch Cinque Terre schlängelt. Leider war die Straße damals gesperrt. Ob sie wieder offen ist muss vor Ort geprüft werden. Alternativ bietet sich im Hinterland die SP38 und SS1 an.
Entlang diverser Nebenstraßen (SP) gelangt man schließlich in die Toskana, wo die Landschaft sich deutlich ändert und kilometerlange, gerade Straßen durch flaches Gelände bietet.
In der Toskana ist es die meiste Zeit möglich entlang von Nebenstraßen dem Küstenverlauf zu folgen. Stellenweise gibt es sogar ausgeschilderte Radwege.
Mountainbike-Strecken und Höhenwege
Alta Via dei Monti Liguri
Für alle, die hoch hinaus wollen und herausfordernde Strecken mit wunderbaren Aussichten lieben, bietet der Höhenweg Alta Via dei Monti Liguri tolle Möglichkeiten. Auch wenn die über 400 Kilometer lange Strecke eigentlich für Wanderer gedacht ist, können viele Etappen auch von Mountainbikefahrern genutzt werden.
Der ligurische Höhenweg bietet also eine gute Gelegenheit, den gesamten Bergrücken, der die beiden Enden der ligurischen Riviera miteinander verbindet zu erkunden. Von den Seealpen an der französischen Grenze kann man so bis nach Ceparana bei La Spezia gelangen.
Da nicht immer alle Etappen des eigentlichen Höhenwanderwegs mountainbiketauglich sind, kann man ihn auch mit anderen Routen kombinieren und so zahlreiche einsame Täler und malerische Ortschaften entdecken.
Hier einige Streckenabschnitte:
- Strecke von La Colla nach Colle Scarassan (Etappe Nr.
- Strecke von Colla Melosa bis zum Passo di Collardente (erster Teil der Etappe Nr.
- Strecke von Colle San Bernardo di Mendatica bis zum Passo di Prale (Etappe Nr.
- Strecke von Colle San Bernardo di Garessio bis zum Colle Scravaion (Etappe Nr.
- Strecke von Giogo di Giustenice zum Colle Baraccone (Etappe Nr.
- Strecke von Colle di Cadibona bis zu den Meugge (Etappe Nr.
- Strecke von Passo della Bocchetta biszum Passo dei Giovi (Etappe Nr.
- Strecke von Passo di Cento Croci bis zum Passo della Cappelletta (Etappe Nr.
- Strecke von Passo del Rastello nach Ceparana (Etappe Nr.
Römerstraße Julia Augusta
Für alle Geschichtsliebhaber bietet die Römerstraße Julia Augusta zwischen Albenga und Alassio eine wunderbare Gelegenheit, auf antiken Spuren zu wandeln und die Geschichte der Region besser kennenzulernen. Auch diese Strecke ist eigentlich als Wanderweg gedacht, aber ebenso für Mountainbikefahrer geeignet.
Die antike Römerstraße führte einst von Vado Ligure entlang der ligurischen Küste über Albenga, Ventimiglia und die Seealpen bis nach Arles in der französischen Provence. Der bezaubernde Weg beginnt an der antiken Kirche S. Martino in Albengo und führt vorbei an archäologischen Ausgrabungsstätten, römischen Monumenten und einer zauberhaften Landschaft bis zur Kirche S. Croce in Alassio.
Große Teile der Strecke sind asphaltiert, aber auf einem Abschnitt ist bis heute die original römische Straße erhalten.
Praktische Tipps für Ihre Radtour
Bevor Sie losfahren, stellen Sie sicher, dass Ihr Fahrrad gut gewartet ist und prüfen Sie die Bedingungen des Radwegs. Entlang der Strecke finden Sie zahlreiche gut sichtbare Fahrradverleih- und Reparaturstationen: Kioske und Pavillons direkt am Weg. Bringen Sie geeignete Kleidung, Wasser und Verpflegung mit und denken Sie immer daran, die Verkehrsregeln und die Sicherheit zu beachten.
Weitere Radwege in Italien
Italien bietet eine unglaublich große Vielfalt an herrlicher Natur, die Sie auf dem Fahrrad entdecken können. Hoch im Norden warten die italienischen Alpen mit atemberaubenden Bergpanoramen. Erkunden Sie die großen und berühmten Seen in Italien oder die idyllische Naturschönheit der Toskana! Dazu kommt natürlich die wunderschöne Mittelmeerküste, die sich fast um das komplette Land zieht.
Hier eine kleine Übersicht weiterer Radwege in Italien:
- Dolomiten-Radweg
- Alpe-Adria-Radweg
- Radweg um den Lago Maggiore
- Radweg um den Gardasee
- Destra Po in Ferrara
- Radtouren in der Toskana
- Radtouren in Apulien
- Radtouren auf Sizilien
Übernachtungsmöglichkeiten
Entlang der Küste und im Hinterland Liguriens gibt es zahlreiche Ferienhäuser und Wohnungen, die sich ideal für einen Radurlaub eignen.
Tabelle: Übersicht der Radwege in Ligurien
| Radweg | Länge | Schwierigkeitsgrad | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Imperia - San Remo | ca. 26 km | Leicht | Ehemalige Bahntrasse, Meerblick, Tunnel |
| Pista Ciclabile (Blumenriviera) | ca. 24 km | Leicht | Direkt am Meer, üppige Vegetation |
| Alta Via dei Monti Liguri | über 400 km | Schwer | Höhenweg, Mountainbike-geeignet, Panoramablicke |
| Römerstraße Julia Augusta | Variabel | Mittel | Historische Route, Mountainbike-geeignet |
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