Radfahren im Osnabrücker Land: Entdeckungstouren auf zwei Rädern

Das Osnabrücker Land eignet sich mit den sanften Hügeln und guten Fahrradwegen perfekt zum Radfahren. Frische Luft und Bewegung in idyllischer Umgebung mit historischem Flair - das ist Radfahren im Osnabrücker Land!

Wenn Sie gerne Radfahren, werden Sie das Osnabrücker Land lieben! Schöpfen Sie neue Kraft auf 2.800 km Radwegen und erleben Sie unsere herrliche Natur zwischen Norddeutscher Tiefebene, Teutoburger Wald und Wiehengebirge. Dazu 300 Millionen Jahre Erdgeschichte im einmaligen Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita.

Entdecken Sie beeindruckende Saurierfährten, jahrtausende alte Großsteingräber, historische Mühlen und die wahre Geschichte der Varusschlacht. Genießen Sie eine Landpartie durch Spargelfelder und Streuobstwiesen zu gemütlichen Bauernhofcafés. Und zwischendurch atmen Sie auf in unseren Heilbädern und Kurorten mit Thermen, SoleArena und Baumwipfelpfad.

Für noch mehr Abwechslung gönnen Sie sich einen Abstecher in die Friedensstadt Osnabrück oder in den Ferien- und Erlebnispark Alfsee. Entdecken Sie jetzt Ihre Leidenschaft für das Osnabrücker Land und erfahren Sie hier alles Wissenswerte über unser Radwegenetz, ausgeschilderte Radtouren, E-Bike-Touren & vieles mehr.

Verbringen Sie einen aktiven aber entspannten Urlaub rund um Osnabrück und planen Sie bereits im Vorfeld Ihren Radausflug ins Osnabrücker Land mit unseren Radtouren. Wir haben für Sie alle wichtigen Informationen, wie den Streckenverlauf, die geschätzte Dauer, die Distanz, GPS-Tracks und das Höhenprofil je Tour zusammengestellt. So wissen Sie immer, wo es langgeht und was Sie erwartet.

Diese Radroute ist Teil von insgesamt 2.800 km beschilderten Radwegen mit über 15.000 Schildern, die Sie sicher an Ihr Ziel leiten. Die gut ausgeschilderten Radtouren im Osnabrücker Land sind nach höchsten Qualitätsstandards konzipiert und haben unterschiedliche Themenschwerpunkte.

Beliebte Radrouten im Osnabrücker Land

Besonders schön finde ich, dass verschiedene Radtouren rund um Osnabrück führen oder hier starten. Nach nur wenigen Minuten radelt man schon mitten im Grünen. Hügelig oder lieber flach: es ist für jeden etwas dabei und beides habe ich mal ausprobiert.

Hase-Ems-Tour: Zwei Flüsse, viel Natur

Die Hase-Ems-Tour führt auf 265 Kilometern durch den Südwesten Niedersachsens - vom Osnabrücker Land übers Emsland bis nach Rheine. Zwei Flüsse - ein Radweg: Von Melle im Osnabrücker Land führt die Hase-Ems-Tour 265 Kilometer durch den Südwesten Niedersachsens bis ins westfälische Rheine.

Die Strecke verläuft meist auf asphaltierten Wegen fernab großer Straßen und weist nur geringe Steigungen auf - eignet sich somit auch für weniger geübte Radler. Wer mit dem Zug anreist, sollte die Tour direkt in Melle beginnen. Vom Zentrum der Kleinstadt im Osnabrücker Land sind es zunächst rund acht Kilometer zur Quelle der Hase im Stadtteil Wellingholzhausen.

Dort entsteht der Fluss aus mehreren Quellbächen. Auf den ersten Kilometern folgen einige Steigungen an den Ausläufern des Teutoburger Waldes - die stärksten der gesamten Tour. Anschließend führt die Strecke flach in nördlicher Richtung durch Wiesen und Felder.

Kurz vor Gesmold, das noch zur Stadt Melle gehört, zeigt sich eine geographische Besonderheit: eine Bifurkation. Der Flusslauf gabelt sich und die Hase gibt etwa ein Drittel des Wassers an die Else ab. Während die Hase über die Ems in die Nordsee mündet, erreicht die Else das Meer in östlicher Richtung über Werre und Weser.

In Osnabrück erleichtern Radwege die Fahrt durch die Stadt, der Weg ins Zentrum ist ausgeschildert. In der Altstadt stehen mit dem historischen Rathaus am Markt sowie Dom und Marienkirche einige interessante Sehenswürdigkeiten.

Anschließend geht es am Fluss und einem parallel verlaufenden Kanal entlang durch das Naturschutzgebiet Haseniederung in die alte Handels- und Tuchmacherstadt Bramsche. Bei warmem Sommerwetter lohnt sich ein Abstecher an den Alfsee. Der Stausee wurde als Rückhaltebecken für die Hase angelegt und hat sich zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt.

Die offizielle Hase-Ems-Route führt nicht direkt zum See. Radler können aber bei Maschort südlich von Rieste abbiegen und am Alfsee entlang nach Alfhausen fahren. Bei Heeke treffen sie wieder auf die ausgeschilderte Route, die nach gut fünf Kilometern durch Bersenbrück führt.

Von Bersenbrück geht es auf meist gut befestigten Wegen durch ausgedehnte Felder ins Artland mit seinen typischen Höfen: jahrhundertealte große Anwesen umgeben von parkartigen Anlagen mit üppigen Eichen. Nächste Station ist Quakenbrück, mit gut 12.000 Einwohnern das wirtschaftliche Zentrum des Artlandes.

In der sehenswerten Altstadt mit vielen kleinen Geschäften stehen etwa 100 Fachwerkhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten. Bei Quakenbrück teilt sich die Hase in mehrere Arme. Der Radweg folgt der Großen Hase, die nach Westen abknickt und an Essen vorbei nach Löningen fließt.

Die Große Hase ist hier bereits ein ansehnlicher Fluss, der meist zwischen mit Gras bewachsenen Deichen durch ein Urstromtal fließt. Nur selten, wie bei Löningen, verläuft der Radweg direkt am Ufer. Das Städtchen bietet sich mit einer hübschen Fußgängerzone für eine Pause an.

Kurz vor Herzlake zeigt eine Erdholländer-Windmühle, dass sich die Tour dem Emsland und den Niederlanden nähert. Mehrfach wechselt der Radweg vom Nord- zum Südufer der Hase und zurück. Nach 60 Kilometern erreicht er Haselünne. Die Stadt ist für ihren Korn bekannt, von den einst 26 Brennereien existieren heute aber nur noch zwei, die Führungen und Verkostungen anbieten.

Nach 20 Kilometern ist Meppen erreicht. Hier führt der Radweg über eine Hubbrücke direkt in die Altstadt. Die Hase mündet nahe des Zentrums in die Ems und die Radroute ändert ihre Richtung: Nun folgt sie der Ems flussaufwärts nach Süden.

Auf der Strecke nach Lingen geht es zunächst am westlichen Ufer entlang. Bei Geeste wechselt die Tour für fünf Kilometer auf die andere Seite des Flusses und verläuft am Naherholungsgebiet Geester See vorbei. Auf dem letzten Streckenabschnitt geht es durch die typische Moorlandschaft des Emslandes, vorbei am Emswasserfall in Hanekenfähr.

In der Region lohnt ein Abstecher ins Emsland Moormuseum bei Geeste. Rund um Emsbüren und Salzbergen passieren Radler Laub- und Kiefernwälder, überqueren die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und beenden die Hase-Ems-Route in Rheine.

Wer die Tour als Rundreise durch den Südwesten Niedersachsens geplant hat, fährt nun auf einer etwa 50 Kilometer langen Strecke zurück nach Osnabrück.

Tagestour von Osnabrück nach Bramsche

Wer gerne flach und leicht fährt, entscheidet sich am besten für die Hase-Ems-Tour. Insgesamt ist die Fahrradroute 332 Kilometer lang und führt von der Hasequelle in Melle zur Ems-Mündung in Meppen. Wer aber nur eine Tagestour machen möchte, kann wunderbar die Strecke von Osnabrück nach Bramsche radeln.

Schon nach wenigen Minuten lasse ich die wuselige Innenstadt von Osnabrück hinter mir und fahre mitten im Grünen. An meiner rechten Hand fließt die Hase und ich fühle mich direkt entspannt. Nach einigen Kilometern erreiche ich die Alte Eversburg und obwohl der Biergarten dort sehr verlockend wirkt, radele ich weiter.

Hier verlässt die Fahrradroute die Hase und geht weiter am Stichkanal entlang. Das mag sich vielleicht weniger idyllisch anhören, die Tour ist ab hier aber mindestens genauso schön. Ruhig fahre ich am Kanal entlang bis mir eine Info-Tafel von TERRA.vita auffällt. Hier führt der TERRA.track Königstannen in den Wald.

Das ist auf jeden Fall ein großer Pluspunkt bei den Radtouren rund um Osnabrück: Es lohnt sich immer mal kurz vom Rad abzusteigen und eine kleine Wanderung zu machen. Aber nach Bramsche möchte ich auf jeden Fall heute noch kommen, also mache ich die Pause nicht zu lang.

Auf dem Weg begegne ich nur wenigen anderen Radfahrern, so habe ich den Weg fast für mich alleine. Wo der Stichkanal und der Mittellandkanal zusammentreffen, überquere ich das Wasser und verfolge die Tour entlang der Hase. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung nach Bramsche, aber der Weg ist so idyllisch, dass ich mich doch entscheide, eine kurze Picknickpause einzulegen.

Unter blühenden Obstbäumen genieße ich die Sonne und das leichte Rauschen vom Wasser. Das letzte Stück nach Bramsche radele ich tiefenentspannt. Das Fahrrad stelle ich beim Tuchmacher Museum ab. Von dort spaziere ich durch die verwinkelten Straßen, kaufe mir ein Eis und mache mich danach auf den Weg zurück nach Osnabrück.

Tipp: wer noch mehr Energie hat, kann weiter bis zum Alfsee fahren. Das sind noch ungefähr zehn Kilometer extra hin und zurück, aber der Blick auf den riesigen See lohnt sich definitiv.

Düte-Tour: Hügelige Landschaft für Sportliche

Wer es gerne hügelig und eher sportlich mag, für den ist unter den Radtouren rund um Osnabrück die Düte-Tour perfekt. Bevor ich losfahre, kaufe ich noch schnell Brot und Obst auf dem Wochenmarkt und starte meine Fahrradtour dann direkt in der Innenstadt.

Die Düte-Tour führt mich ein ganzes Stück entlang der Hase zum Stadtteil Lüstringen. Bis dahin ist der Weg noch ziemlich flach, ich frage mich fast warum die Tour auf Outdooractive als schwer eingestuft wird, aber dann wird es mir klar. Richtung Kloster Oesede wird es immer hügeliger, bis man den höchsten Punkt der Tour erreicht: den Limberg mit seinen 172 Meter.

Wie herrlich, danach mit dem Wind in den Haaren bergrunter etwas abzukühlen. Die Düte-Tour geht über schöne Waldpfade am Musenberg entlang und ich nehme mir Zeit die schöne Umgebung zu genießen. Bei einem kleinen Bach in Holzhausen steige ich ab und mache noch mal eine kleine Pause.

Die Tour geht weiter am Kloster Ohrbeck und der Gedenkstätte Augustaschacht entlang Richtung Hasbergen. Bisher habe ich schon einiges an Wasser gesehen, wo aber wo ist jetzt eigentlich die Düte? Erst in Hellern, in der Nähe der Eisdiele Samanda, wird klar, womit sich die Düte-Tour ihren Namen verdankt. Hier überquere ich sie dann endlich.

Die Düte ist ein im Teutoburger Wald entspringendes Bergflüsschen, das wohl sehr idyllisch ist, sich aber auch ganz gut zu verstecken weiß. Ach, schön ist es hier auf jeden Fall. Die letzten Kilometer führen mich durch das Katharinenviertel und die Altstadt von Osnabrück zurück zum Startpunkt. Nach fast vier Stunden stehe ich ein wenig erschöpft, aber ganz zufrieden wieder auf dem Marktplatz.

Weitere Radtouren rund um Osnabrück

Es gibt natürlich noch viele andere Radtouren rund um Osnabrück. Die Osnabrücker Rund-Tour bringt dich an Bächen, einem See, Museen, dem Zoo, dem Nettebad und vielen anderen kulturellen und natürlichen Highlights der Stadt entlang.

Wer sich mal mit Geologie auseinandersetzen möchte, kann den TERRA.trail Vom Steinbruch zum Bruchstein fahren. Es ist der Weg der Friedensreiter, die in den fünf Jahren vor dem Westfälischen Frieden im Jahre 1648 zwischen beiden Städten hin und her geritten sind, um Depeschen zu überbringen. Auf knapp 50 Kilometern vorbei an Adelssitzen und alten Mühlen, Zoo und Rubbenbruchsee, Zweigkanal und drei Flüssen.

Die 70 Großsteingräber entlang der Radroute der Megalithkultur wurden aus Felsbrocken errichtet, die bis zu 50 Tonnen wiegen - so viel wie 2.500 Fahrräder zusammen.

Rad-Rundwege im Umland

  • Rad-Rundweg R10: Entdeckungsreise entlang des Wiehengebirges. Der 21 km lange Radrundweg R10 führt durch das Ravensberger Land und gehört zu den klassischen Radrouten im Kreis Gütersloh. Von der Ortsmitte von Borgholzhausen aus, verläuft die 21 km lange Strecke über Winkelshütten, Barnhausen, Hamlingdorf, Nollheide und Berghausen.
  • Rad-Rundweg R12: Entdecken Sie das Juwel des Lübbecker Landes. Erleben Sie die faszinierende Nordseite des Wiehengebirges auf dem Rad-Rundweg R12. Diese unbeschilderte Naturtour durch das südliche und westliche Umland der Stadt Spenge ist perfekt für alle Naturfreunde.

Die Gute Route

Die Gute Route bietet das, was das gute Leben ausmacht: Nachhaltigkeit, Regionalität und das pure Naturerlebnis. Diese Radroute führt durch das idyllische Wittlager Land und die malerische Region rund um den Dümmer-See, wo sich landschaftliche Schönheit und kulturelle Vielfalt harmonisch verbinden.

Entlang der Strecke warten zahlreiche Höhepunkte: Ob ein Abstecher zu einem charmanten Biohof oder ein Besuch in einer der faszinierenden Museumslandschaften - die Sehenswürdigkeiten ergänzen das Konzept der Guten Route perfekt. Hofläden und Bauerncafés laden mit regionalen Köstlichkeiten zur Stärkung ein, bevor es dann mit frischer Energie weitergeht.

Die Erweiterung um die Ortschaft Venne im Jahr 2021 brachte zusätzliche spannende Ziele wie die Venner Mühleninsel in die Route ein. Auch Attraktionen wie das berühmte Museum und der Park Kalkriese sind bequem erreichbar. Der Einstieg in den Rundkurs ist an mehreren Punkten möglich. Beliebte Startpunkte sind Ostercappeln, Bad Essen oder auch Bohmte.

Für Radfahrer aus Osnabrück gibt es zudem einen idealen Zuweg: Über den Brückenradweg Osnabrück- Bremen geht es über Belm nach Ostercappeln, wo der Start in die Gute Route erfolgt.

Kultur, Geschichte und Genuss auf der Guten Route

Der Ausgangspunkt der Radtour in Osnabrück bietet eine wunderbare Gelegenheit, zuvor die historische Stadt zu erkunden. Osnabrück, bekannt als Friedensstadt, ist eng mit dem Westfälischen Frieden von 1648 verbunden, der den Dreißigjährigen Krieg beendete.

Ein Besuch des Historischen Rathauses, wo einst die Friedensverhandlungen stattfanden, ist dabei ein idealer kultureller Auftakt, den wir nicht verpassen möchten. Nach einer entspannten Fahrt nach Ostercappeln machen wir einen wohlverdienten Stopp im Bioladen »Pusteblume Naturkost«.

Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück hausgemachtem Kuchen im Bistro genießen wir die gelöste Atmosphäre und versorgen uns noch mit frischem Obst für den weiteren Verlauf unserer Tour. Gestärkt wenden wir uns der gegenüberliegenden, eindrucksvollen Kirche St. Lambertus zu.

Diese Kirche, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch tief in der Geschichte der Region verwurzelt. Einst ein spirituelles Zentrum für Pilger und Reisende, spiegelt sie die bewegte Vergangenheit von Ostercappeln wider und beeindruckt mit ihrer gotischen Bauweise und den mächtigen Turmspitzen, die weit über das Dorf hinausragen.

Bevor wir unsere Tour fortsetzen, machen wir noch einen kurzen Abstecher zur Schnippenburg - einer etwa 3.000 Jahre alten eisenzeitlichen Befestigungsanlage. Die archäologischen Funde, die hier gefunden wurden, erzählen von der frühen Besiedlung der Region und geben einen spannenden Einblick in das Leben der Menschen vor Jahrtausenden.

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