Radfahren rund um Xanten: Sehenswürdigkeiten und Routen

Xanten ist eine malerische Stadt in Nordrhein-Westfalen und ein Paradies für Fahrradliebhaber. Ob Sie nun eine gemütliche Radtour entlang des Rheins machen oder sich auf anspruchsvollere Routen begeben möchten, Xanten bietet für jeden Geschmack etwas Passendes.

Der Archäologische Park Xanten

Eine der bekanntesten touristischen Sehenswürdigkeiten in Xanten ist der Archäologische Park Xanten. Dieses beeindruckende Freilichtmuseum bietet nicht nur Einblicke in das römische Leben vor über 2000 Jahren, sondern verfügt auch über gut ausgebaute Radwege rund um den Park. Eine Radtour durch den Archäologischen Park ermöglicht es Besuchern, Geschichte hautnah zu erleben und gleichzeitig die schöne Natur zu genießen.

Der Niederrheinradweg

Ein weiteres Highlight für Radfahrer in Xanten ist der Niederrheinradweg. Dieser beliebte Fernradweg erstreckt sich entlang des Rheins und führt durch idyllische Dörfer sowie atemberaubende Naturlandschaften. Mit seinen gut ausgeschilderten Streckenabschnitten eignet sich dieser Radweg sowohl für erfahrene als auch für weniger erfahrene Fahrer.

Weitere Radtouren und Routen

Für Abenteuerlustige gibt es auch anspruchsvollere Routen wie den Rundkurs "Rund um Sonsbeck". Diese Tour führt durch hügeliges Gelände und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Umgebung von Sonsbeck.

Für Radfahrer werden immer mehr stillgelegte Bahnstrecken in bequeme Radwege verwandelt. So auch der Alleenradweg zwischen Xanten und Kalkar, der 2011 eröffnet werden konnte. Im Dezember 1989 fuhr der letzte Zug auf der eingleisigen Strecke zwischen Xanten und Kleve. Zunächst war der Radweg umstritten, verläuft doch in einigem Abstand zur Bundesstraße.

Doch inzwischen erfreuen sich nicht nur Touristen an der leicht zu radelnden Strecke. Die B57 ist weit genug entfernt, um vom Straßenlärm verschont zu werden. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Xanten. Ein Stück ungenutztes Gleis markiert den Beginn des fast schnurgerade verlaufenden Radweges. Auf dem asphaltierten Belag rollen die Räder leicht vorwärts am APX vorbei.

Weite Felder breiten sich zu beiden Seiten des Weges aus, der von neu angepflanzten Bäumen gesäumt wird. Es wird der Trajanring gequert und bald die Willicher Straße. Hier lohnt ein kurzer Abstecher nach links zum Kloster Mörmter, das mit seinem Café Esperanca zur kurzen Pause einlädt. Franziskaner aus Dorsten hatten von drei Bauernfamilien Land bekommen und so konnte 1921/1922 das Kloster erbaut werden. Irgendwann gab es nur noch einen Frater und neue Nutzungsmöglichkeiten wurden gesucht. Seit 2009 ist hier die Fazenda da Esperança zuhause.

Nun nähern wir uns schon Marienbaum, das sich als ältesten aktiven Wallfahrtsort des Niederrheins bezeichnet: offenbar nicht zu Unrecht, denn jedes Jahr pilgern etwa 15.000 Wallfahrer hierher. Der Sage nach gesundete ein gelähmter Hirte, nachdem er von einer treppenförmigen Eiche geträumt hatte, in deren Krone er die Gottesmutter sah. Er suchte den Baum, fand ihn, betete und konnte wieder laufen. Dieser Platz wurde nun als "An gen Trappenboom" bezeichnet und von Wallfahrern besucht. Das war 1430. Bald entstand eine Kapelle. Dann gründete Maria von Burgund - ihre Statue steht gegenüber der Stadtsparkasse - 1460 ein Kloster.

Im Laufe der Zeit verlor Marienbaum als Wallfahrtsort an Bedeutung, denn das nahe Kevelaer entwickelte sich ebenfalls als Gnadenort. Der alte Bahnhof von Marienbaum ist leider nur noch eine Ruine. Wer ein Päuschen machen möchte, kann die Sitzgelegenheit an den alten Gleisen nutzen. Am Radweg finden wir noch Kilometersteine, Stellvorrichtungen, Signale und alte Gleise.

Bei Kehrum wird der Radler auf den straßenbegleitenden Radweg geleitet. Es geht ein Stück an der Xantener Straße (B67) entlang, bis "Am Bahndamm" der Alleenradweg ausgeschildert ist. Ab Ginsterweg ist die Trasse wieder gut ausgebaut. Bei dem hohen Gebäude in der Nähe des Signals handelt es sich um eine Siloanlage. Das ehemalige Bahnhofsgelände von Kalkar existiert nicht mehr, denn es wurde mit Supermärkten überbaut.

Der Radweg scheint plötzlich im Nichts zu enden. Unsere Lösung ist, den schmalen, rechts abknickenden Weg bis zur Bundesstraße zu nehmen. Links kommt ein Supermarkt, rechts das Traberstübchen; wir bewegen uns auf der Bahnhofsstraße bis zum Kreisverkehr. An der dritten Ausfahrt biegen wir in die Gocher Straße und finden hier nach wenigen Metern den Radweg wieder. Wie schon typisch für den Alleenradweg geht es wieder schnurgeradeaus, bis wir auf die Klever Straße treffen, die überquert wird.

Weitere Tourenempfehlungen in der Region Niederrhein

Lust auf weitere Touren? Die Burgen, Schlösser, Herrenhäuser und Rittergüter am Niederrhein beeindrucken bis heute und geben einen guten Einblick in die Architektur der Region.

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Dom oder der Geschichte des römischen Xantens präsentiert das Buch viele weitere spannende Themen, die bislang nicht so im Fokus der Öffentlichkeit standen. Mit "Du meine Xanten" haben Sie einen aktuellen, interessanten und überrraschenden Überblick zur Hand.

Thomas Maria Claßen hat 15 Wohlfühltouren erradelt. Claßens Begeisterung spiegelt sich in den ausgewählten Strecken, die herrliche Urlaubsmomente auf zwei Rädern garantieren: Da gibt es die Auszeittouren mit unvergesslichen Naturerlebnissen, wie in den Niersauen oder im Dämmerwald. Bei den Entschleunigungstouren, die durch den ländlichen Krefelder Norden oder die Limburger Maasduinen führen, bieten sich viele Gelegenheiten, an besinnlichen Ruheorten zu verweilen. Auf die belebende Wirkung des Wassers setzen die Erfrischungstouren, am Rhein oder der Nies, an Schwalm oder Erft.

Passende Angebote zu diesem Radweg und viele weitere spannende Radreisen, egal ob E-Bike, Tourenrad oder Rennrad sind zu finden unter dem Menüpunkt RADREISEN. Es werden Radwanderreisen, sportliche Radreisen, Radreisen in der geführten Gruppe und Rad&Schiff-Touren angeboten.

Tourenübersicht

Tour Länge (ca.)
Burgen und Schlösser 51 km
Heide-und-Seen-Route 50 km
Bylerward-Route 57 km
Maas-Tour 67 km
Foto-Strecke 71 km
Zum Kloster Kamp 66 km
Naturpark-Runde 76 km

Weitere Routenbeschreibungen

  1. Burgen und Schlösser: Von Kevelaer zu fünf Adelsherbergen

    Wir starten unsere 50-Kilometer-Runde mitten im Marienwallfahrtsort Kevelaer und radeln nach Südosten. Das im Wesentlichen aus dem 17. Jahrhundert stammende Schloss Haag am Nordrand von Geldern gehört zu den bedeutendsten Wasserschlössern am Niederrhein. Der Hof der Vorburg steht Besuchern zur Besichtigung offen. Von Geldern macht die Route einen Schwenk wieder nach Norden. Wie wär’s mit einem Kaffeestopp im Bauernhofcafé Binnenheide? Gestärkt kann es dann weitergehen über Winnekendonk zur Burg Kervenheim, heute im Besitz der Evangelischen Kirche. Nächste Residenz auf der Runde ist das Schloss Kalbeck. Es ist zwar in Privatbesitz, aber gegen Voranmeldung werden Führungen durch Kapelle, Bibliothek und den Schlossgarten veranstaltet.

  2. Heide- und Seen-Route: Ausflug in die Niederlande

    Unsere „Tour de Natur“ startet im Solegarten von Kevelaer. Es geht schnurstracks gen Westen über die Grenze zu den Niederlanden, hinein in den Nationalpark Maasdünen. Das Gebiet zwischen der Maas und der deutschen Grenze besteht aus einem lang gestreckten Sandrücken im Norden der Provinz Limburg. Er ist etwa drei Kilometer breit und zwanzig Kilometer lang. Die Naturlandschaft besteht vor allem aus Wäldern, Heide, Mooren, Teichen und Seen. Mit etwas Glück sieht man hier Biber, Füchse, Fledermäuse, Kröten, Eidechsen, Schlangen und zahlreiche Vögel, wie etwa den Kranich. Für die Abgrasung sorgen Schafe, Ziegen und Galloway-Rinder.

  3. Auf der Bylerward-Route rund um Kleve: Historisches am Niederrhein

    Bylerward ist ein Ortsteil von Kalkar und liegt in einem Polder- und Landschaftsschutzgebiet, wo in der kalten Jahreszeit arktische Gänse überwintern. Die Bylerward-Route führt uns durch diese historische Landschaft rund um Kleve. Mehrere lokale Museen, wie das Heimatmuseum des Hansestädtchens Grieth am Rhein, geben Einblick in die Geschichte der Region. Die Tour startet in Kleve an der Stifts- und Propsteikirche. Ganz in der Nähe liegt die Schwanenburg, die als Wahrzeichen das Klever Land prägt. Nach einer kurzen Fahrt kommt man am Prinz-Moritz-Grabmal vorbei, das sich Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen im Jahr 1678 bauen ließ. Beigesetzt wurde er jedoch in der Fürstengruft zu Siegen. Weiter geht’s zur Hansestadt Grieth am Rhein. Vor allem für Familien mit Kindern lohnt sich danach ein Stopp im Freizeitpark Wunderland Kalkar oder am Wisseler See.

  4. Von Kalkar auf die Maas-Tour: Vom Rhein zur Maas

    Los geht’s vor den Toren von Kalkar Richtung Südwesten nach Uedem. Das alte Bauernhaus an der Uedemerfelder Straße stammt aus dem Jahr 1851. Wie an der Perlenschnur aufgereiht, säumen weitere Gehöfte den Weg nach Kervenheim. Über Schravelen und eine Niersbrücke radeln wir ins Zentrum von Kevelaer. Wer es noch nicht kennt: Ein Stopp lohnt sich hier auf jeden Fall, z. B. wegen des historischen Zentrums, der Antonius-Kirche oder des Hauses Stassen. Die nächsten Etappenziele sind Twisteden und die Überfahrt in die Niederlande. Wir queren die Wald- und Heideregion des Nationalparks Maasdünen und setzen mit der Fahrradfähre über die Maas nach Blitterswijck.

  5. Runde auf der Niederrheinischen Foto-Strecke: Nicht nur für Instagram-Nutzer

    Kultur, Sport und Natur und vor allem herrliche Panoramen - auf der langen „Foto-Strecke“ ist einiges geboten für Tourenradler. Apropos Foto-Strecke: In den Orten Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten stehen große Landschaftsbilderrahmen als „Umrahmung“ spezieller Foto-Spots. Aber auch andere Punkte auf der Rundtour zeigen sich durchaus fotogen, wie etwa die Kriemhild-Windmühle in Xanten und die Plaggenhütte Bönninghardt, eine nachgebaute alte Behausung der ersten Siedler aus dem Jahr 1770 mit Bauerngarten.

  6. Von Xanten zum Kloster Kamp: Zum Sanssouci des Niederrheins

    Die Anlage hat tatsächlich Ähnlichkeit mit dem Schloss Sanssouci in Potsdam - jedoch etwas bescheidener, immerhin handelt es sich um ein Kloster. Kloster Kamp ist der südliche Wendepunkt unserer Runde, die in Xanten an der Tourist Info startet. Wer kein Navi benutzt, folgt ab Xanten-Zentrum den Schildern mit den Radweg-Zahlen.

  7. Von Xanten durch Naturpark und Naturschutzgebiet: Schlösser, Wald und Rheinwiesen

    Eigentlich heißt die Runde Schlösser-Tour, weil sie an Schloss Diersfordt und Schloss Ringenberg vorbeiführt. Aber im Mittelpunkt stehen eher die Städte und Dörfer am Niederrhein sowie die Landschaft des Naturparks Hohe Mark - Westmünsterland. Los geht’s in Xanten und dann mit der Fähre über den Rhein ins Naturschutzgebiet Droste Woy. Weiter Richtung Nordosten erreichen wir die Stadt Hamminkeln mit Sehenswürdigkeiten wie der historischen Brennerei Bovenkerck, der Windmühle Weßling und am Ortsrand Schloss und Kirche Ringenberg.

Praktische Informationen für Radfahrer

Die besten Jahreszeiten zum Radfahren in Xanten sind Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehm warm ist und die Natur ihre volle Pracht entfaltet hat. Im Frühling blühen die Wiesen und Felder in leuchtenden Farben, während der Sommer mit warmen Sonnenstrahlen lockt.

Radverleih & Radservice

Mehr als 30 Verleihstationen von Niederrhein-Rad mit über 1.000 Rädern finden sich in der gesamten Region.

Anreise per Bahn

Städte wie Wesel, Kleve, Kevelaer und Xanten lassen sich gut z. B. mit Umsteigen in Duisburg und Düsseldorf mit der Deutschen Bahn erreichen.

Fernradwege in der Nähe

  • Oranier-Fahrradroute, 225 km
  • Boxteler-Bahn-Route, 176 km
  • Grünroute, 355 km
  • #RadLustNiederrhein, 207 km
  • Niederrheinroute, 1.215 km
  • 3-Flüsse-Route, 163 km
  • Via Romana, 260 km
  • Römer-Lippe-Route, 479 km

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