Jugendfahrräder schließen die Lücke zwischen Kinderfahrrädern und Erwachsenenmodellen und eignen sich für eine Körpergröße ab ungefähr 134 - 140 Zentimetern. Ab einer Laufradgröße von 24 Zoll spricht man meistens von einem Jugendfahrrad und nicht mehr von einem Kinderfahrrad. Hierbei ist die Körpergröße allerdings lediglich eine Orientierung, welche Laufradgröße in Frage kommt. Entscheidend ist auch hier die tatsächliche Schrittlänge. Da sich jedes Kind individuell entwickelt, sollte man sich hierbei nicht nur nach Tabellen richten, sondern genügend Zeit dafür aufbringen, das wirklich passende Fahrrad zu finden. Eventuell macht es Sinn, die Schrittlänge einfach einmal selbst auszumessen.
Denn im Gegensatz zu Kleidung, in die Kinder ja noch hineinwachsen sollen, ist ein zu großes Fahrrad nicht nur unpraktisch, sondern auch gefährlich. Das Kind kann schnell die Kontrolle über sein unpassendes Fahrrad verlieren und dabei in brenzlige Situationen geraten. Das Kind sollte mit den Fußspitzen den Boden berühren können, wenn der Sattel auf minimale Höhe eingestellt ist.
Wichtige Aspekte beim Kauf eines Jugendfahrrads
Neben der Größe des neuen Fahrrads ist auch das Gewicht nicht unwichtig. Denn je leichter das Bike ist, desto einfacher ist es zu handeln. Zielgruppe von Jugendfahrrädern sind Jungen und Mädchen ab 9 bis ca. 16 Jahren. In diesem Alter ist Optik und Design besonders wichtig und das Traumbike sollte natürlich möglichst cool aussehen und gut ausgestattet sein.
Sicherheit geht vor
Im Vergleich zu Kinderfahrrädern müssen Jugendfahrräder etwas mehr Anforderungen erfüllen, denn sie werden vollwertig im Straßenverkehr genutzt. So sollte neben einem möglichst geringen Gewicht, der passenden Rad-Größe und einer guten Sitzhaltung die Verkehrssicherheit oberste Priorität haben. Da Kinder bereits ab 8 Jahren am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, es ab 10 Jahren sogar müssen, sollte jedes Jugendfahrrad mit einer verkehrssicheren Lichtanlage ausgestattet sein. Laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) sollte ein Jugendrad mit einer korrekten Beleuchtung bzw. Hierzu gehören ein weißer Frontstrahler, ein rot leuchtender Rückstrahler und Reflektoren vorne, hinten, in den Speichen und an den Pedalen.
- Beleuchtung: Die meisten Lichtanlage basieren auf einer von drei unterschiedlichen Dynamo-Arten: Speichen-, Naben-, oder klassische Seitendynamos. Wobei Nabendynamos hier klar zu bevorzugen sind. Denn trotz des etwas höheren Gewichtes punkten sie gerade bei feuchten Witterungen durch eine geringere Ausfallquote. LED-Systeme sind besonders ausfallsicher und bieten somit mehr Sicherheit.
- Bremsen: Straßentaugliche Fahrräder müssen zwingend mit zwei voneinander unabhängigen Bremssystemen ausgestattet sein. Die Felgenbremse, besser bekannt als Handbremse, presst beim Bremsen zwei gegenüberliegende Gummibeläge auf die Felgenflanken und bringt so durch Reibung das Rad zum Stillstand. Als zweites System gibt es oftmals eine weitere Handbremse, unabhängig bedienbar für das zweite Rad oder aber eine Rücktrittbremse. Diese hat den Vorteil, dass sie sich weniger abnutzt und wartungsärmer ist, als eine Felgenbremse und auch weniger Krafteinsatz benötigt. Beim Bremsen bleiben beide Hände vollkommen sicher am Lenker. Auch ist die Sturzgefahr durch ein abrupt blockiertes Vorderrad geringer.
- Gangschaltung: Einsteiger-Gangschaltungen mit 3 oder 7 Gängen können den Fahrspaß mit einem Jugendfahrrad deutlich erhöhen. So kann der jugendliche Fahrer besser auf unterschiedliche Höhenbedingungen reagieren und ist flexibler in der Streckenauswahl.
- Weitere Sicherheitsmerkmale: Eine gut hörbare Klingel ist ebenfalls Pflicht. Damit das Jugendfahrrad auch dauerhaft alle Sicherheitsvorschriften erfüllt, ist eine regelmäßige Überprüfung sinnvoll. Die Bremsen sollten sofort greifen und das Rad zum Stillstand kommen. Sämtliche Komponenten sollten fest verbaut sein. Die Fahrradkette freut sich ebenfalls über etwas Aufmerksamkeit. Um die Kleidung der jungen Fahrer vor Dreckspritzern zu schützen, können Schutzbleche an den Rädern montiert werden.
Fahrradtypen für Jugendliche
Jugendfahrräder sind für kleine Radfans der perfekte Einstieg. Insbesondere Räder der Kategorie „All-Terrain-Bikes“ eignen sich hervorragend für jeglichen Einsatz. Damit kommt man morgens sicher zur Schule, nachmittags mit Freunden ins Freibad, abends zum Sport Training und am Wochenende mit der Familie zu einem Ausflug. Wie auch die Einsatzmöglichkeiten von 26 Zoll ATBs, ist auch die Ausstattung vielfältig. Um speziell auf die Bedürfnisse jugendlicher Fahrer ausgelegt zu sein, sind sie robust und sportlich konzipiert, bieten dabei aber trotzdem ein Höchstmaß an Sicherheit.
Egal ob das Jugendfahrrad für ein Mädchen oder einen Jungen sein soll, hier gibt es für jeden das passende Modell. So gibt es bei den Jugendfahrrädern eigentlich fast dieselben Kategorien, wie bei den Modellen für Erwachsene. Neben den Allroundtalenten ATBs können natürlich auch weitere Fahrradtypen, je nach Bedürfnis und Anforderung, Sinn machen.
- Stadtfahrrad: Soll das neue Fahrrad täglich und für kürzere Strecken innerhalb von Ortschaften genutzt werden, so ist vielleicht ein Stadtfahrrad genau das richtige.
- Mountainbike: Mountainbikes gibt es natürlich auch in der 26 Zoll Größe. Sie eignen sich perfekt für jugendliche Sportfans, die gerne off-Road und im Gelände unterwegs sind.
Trotzdem gibt es bei Jugendfahrrädern, egal ob das Bike neutral, ein Jungenfahrrad oder ein Mädchenfahrrad sein soll, unzählige Designs und Farben, sodass jedes Kind und jeder Jugendliche etwas findet, was ihm gefällt. Von Retro bis modern, von klassisch bis ausgefallen, hier ist für jeden was dabei. Und Fahrradfahren hat für Kinder und Jugendliche etliche Vorteile. Sie sind besonders alltagstauglich, robust und verlässlich. Kompakte Fahrräder, die inmitten der Wachstumsphase eine lange Zeit der perfekte Begleiter sein können. Robuste Materialen wie Aluminium oder Stahl garantieren Langlebigkeit und Haltbarkeit, insbesondere dann, wenn der Nachwuchs vielleicht noch nicht ganz so pfleglich mit seinen Sachen umzugehen weiß.
Auch wenn die Technik und der Look oftmals stark an moderne Mountainbikes erinnert, so sind die meisten Jugendfahrräder doch ab Werk mit einer Basic-Straßenausrüstung wie Lichtanlage, Fahrradständer, alltagstauglicher Bereifung sowie häufig Schutzblechen und Gepäckträgern ausgestattet.
All-Terrain-Bikes (ATB) im Detail
Dank der robusten Konstruktion ist ein ATB für sämtliche Untergründe bestens geeignet. Kleine Fahrfehler werden unbemerkt verziehen und die gute Federung schont die Gelenke der jugendlichen Fahrer. ATBs gibt es sowohl mit einer wartungsarmen Nabenschaltung, als auch mit leichtgängiger Kettenschaltung.
Radgröße, Rahmenhöhe und Zoll
Kinder- und Jugendfahrräder gibt es meist nur in einer Rahmengröße. Bei der Unterscheidung für die jeweiligen Altersgruppen spricht man hier von Radgrößen (auch Laufradgrößen). Geläufig sind hier Angaben wie 12 Zoll, 16 Zoll (...) bis hin zu 27,5 Zoll. Ab 26 bzw. 27,5 Zoll Radgröße sind Fahrräder in verschiedenen Rahmengrößen erhältlich.
Auch Rahmengrößen werden teilweise in Zoll angegeben, z.B. 13", XXS und XS. Dieses Maß bezieht sich in dem Fall dann nicht mehr auf den Raddurchmesser (12"-27,5"), sondern die Rahmenhöhe. Hiermit ist dann die Sitzrohrlänge gemeint - gemessen von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Übergangs von Sitzrohr zu Oberrohr.
Empfehlungen für Jugendfahrräder
24 Zoll Fahrräder für Kids ab 120 cm
Kokua Like to Bike 24
Der vielseitige Allrounder! Das Kokua Like to Bike 24 überzeugt Kids und Eltern mit durchdachtem Konzept: In der Basisausstattung kommt das Bike mit 8-Gang Kettenschaltung, höhenverstellbarem Vorbei, langer Sattelstütze und diversen Anschraubpunkten für das optional erhältliche Zubehör, wie Schutzblechen, Gepäckträger und Licht. Damit kann das Fahrrad ruck zuck straßenverkehrstauglich gemacht werden - die Fahrradprüfung kann also kommen!
- Alter: ab 8 Jahren
- Körpergröße: k.A.
- Schrittlänge: 58-76 cm
- Gewicht: 10,90 kg
- Preis: ab 620,00 Euro
Pyro Twentyfour Small
Die Kinderrad-Spezialisten von Pyro Bikes bieten bei allen ihren Laufradgrößen zwei Ausführungen an - Small und Large, so auch bei dem 24" Modell Pyro Twentyfour. Mit seinem leichten Komfortrahmen, der knalligen Farbe und sinnvoll gewählten Komponenten bringt das Bike alles mit, was Kinderaugen zum Leuchten bringt und die nächsten Touren zum Genuss werden lässt! Ein klasse Gesamtpaket! [Unsere Angaben beziehen sich auf das kleinere Modell, das Twentyfour Small.]
- Alter: k.A.
- Körpergröße: ab 120 cm
- Schrittlänge: ab 55 cm
- Gewicht 8,5 kg
- Preis: 659,00 Euro
26 Zoll Fahrräder für Kids ab 140 cm
Genau betrachtet zählen Fahrräder mit 26"-Bereifung bereits zu den Erwachsenenrädern. Es gibt daher eine Vielzahl kleiner 26 Zoll-Bikes die auch Jugendlichen passen. Die hier gezeigten Modelle sind spezifische Jugendräder - leicht und kindgerecht!
Kania Twentysix City
Leichtigkeit muss nicht teuer sein! Das Kaniabikes Twentysix City hat einen extra tiefen Einstieg und für eine entspannte Griffposition einen nach hinten gebogenen Lenker. Dieses Modell legt den Fokus aufs Wesentliche: Ohne Gangschaltung ist es wohl eher was für flache Gefilde und kürzere Fahrten. Erhältlich auch mit 8-Gang Kettenschaltung und mit MTB-Geometrie!
- Alter: ab 9 Jahren
- Körpergröße: k.A.
- Schrittlänge: ab 61 cm
- Gewicht: 7,95 kg
- Preis: ab 599,00 Euro
Woom Original 6
Das Woom Original 6 ist ein echter Allrounder - und dafür mit 9,5 kg ziemlich leicht! Es ist mit einer 8-Gang Kettenschaltung ausgestattet, die sich per Drehgriff intuitiv und leicht bedienen lässt. Clever: Der Vario-Vorbau lässt sich in der Länge und Höhe verstellen, so lässt dich das Bike optimal anpassen und lange nutzen! Verkehrssicheres Zubehör gibt es optional dazu und ist rasch nachgerüstet.
- Alter: ab 9 Jahren
- Körpergröße: 140-165 cm
- Schrittlänge: k.A.
- Gewicht 9,5 kg
- Preis ab 559,00 Euro
Puky Cyke 26-8 Light Active
Das Puky Cyke 26-8 Light Active ist das größte vollausgestattete Jugendfahrrad aus dem Hause Puky. Der Allrounder ist mit allem ausgestattet, was Kids fürs sichere Radfahren brauchen: Leichte, ergonomische Komponenten, eine intuitiv bedienbare 8-Gang Nabenschaltung und eine Lichtanlage mit Nabendynamo und LED-Scheinwerfer - somit ist das Bike StVZO-konform und macht auch auf dem Schulweg eine gute Figur!
- Alter: ab 10 Jahren
- Körpergröße: 140-170 cm
- Schrittlänge: 68-86 cm
- Gewicht 11,6 kg
- Preis: ab 599,99 Euro
27,5 Zoll Fahrräder für Kids ab 140 cm
Bei immer mehr Herstellern löst 27,5 Zoll die Laufradgröße 26 Zoll ab. Wichtig: Selbst wenn 27,5" vom Durchmesser nur 1,5 Zoll (Umrechnung: 1 Zoll = 2,54 cm) mehr ist als 26", wirkt sich dieser Unterschied bei der Gesamtgröße des Fahrrads deutlich aus. 27,5-Zoll Laufräder sind im Umfang 3,81 cm größer als 26-Zoll Räder, das Fahrrad ist also höher! Dies kann bei der Auswahl der passenden Größe den kleinen, feinen Unterschied machen!
Pyro Twentyseven-5
Das Pyro Twentyseven-5 ist ein leichtes Jugendfahrrad für Mädchen und Jungs. Selbst ausgedehnte Ausflüge und Touren sollen damit Spaß machen, denn mit 9,2 kg zählt das Bike zu den Leichteren seiner Art. Geschaltet wird mit einer 10-Gang-Kettenschaltung, die bergauf- und bergab die passenden Gänge bereitstellt. Erhältlich in mint und schwarz matt. Was will man mehr?
- Alter: ab 10 Jahren
- Körpergröße: k.A.
- Schrittlänge: ab 70 cm
- Gewicht: 9,6 kg
- Preis: ab 989,00 Euro
Ku Bikes 27,5 MTB Disc
Rock´n Roll - das Ku Bikes 27,5 MTB Disc ist gemacht für Offroad-Einsätze! Es kommt mit kräftigen Scheibenbremsen, einer individuell aufs Körpergewicht abstimmbaren Luftfedergabel und 10 Gängen. Dank stark abfallendem Oberrohr passt das Bike schon kleinen Shreddern mit einer Innenbeinlänge ab 69 cm. Typisch Ku Bikes: Erhältlich auch als Custom-Modell und Light-Version!
- Alter: ab 10 Jahren
- Körpergröße: ab 155 cm
- Schrittlänge: ab 69 cm
- Gewicht 11,6 kg
- Preis: ab 949,00 Euro
Bitte beachte, dass es sich bei den oben vorgestellten Fahrrädern keinesfalls um eine vollständige Übersicht handelt, sondern um eine kleine Auswahl jugendgerechter Fahrräder. Viele der oben genannten - und auch zahlreiche andere Hersteller - bieten die gezeigten Modelle zusätzlich in anderen Laufradgrößen und Ausstattungsvarianten.
Die richtige Größe finden
Wichtiger als alles andere ist bei Kinderfahrrädern die Größe. Sie wird in Zoll angegeben. Im Gegensatz zu Erwachsenenfahrrädern wo die Größe des Rahmens angegeben wird, beziehen sich bei Kinderfahrrädern die Größen auf den Durchmesser der Räder. Laufräder bekommst du in 8“ oder 10“. Ab 12“ haben die Räder dann häufig schon Pedale und sind „richtige, echte“ Fahrräder.
Wundere dich übrigens nicht, wenn dein Kind die eine oder andere Fahrradgröße überspringen kann. Zum einen wachsen Kinder in Schüben und es kann sein, dass sie während eines Winters eine komplette Größe verwachsen. Außerdem sind Sattel und Lenker höhenverstellbar, so kann das Fahrrad immer wieder an den Fahrer angepasst werden. Dadurch kann häufig eine Größe überbrückt werden und du sparst eine Menge Geld.
Größentabelle
Welche Größe aktuell zu deinem Kind passt, richtet sich eher nach der Körpergröße als nach dem Alter des Kindes, die Altersangaben sind daher nur als grobe Richtlinie gedacht.
Schrittlänge ermitteln
Einige Hersteller geben auch die Schrittlänge an um die Größe zu ermitteln. Das ist nicht ganz abwegig, schließlich sind bei jedem Menschen die Körperproportionen etwas anders und ein Fahrrad, vor allem ein Kinderfahrrad, muss zur Länge der Beine passen.
Du brauchst nichts weiter als ein Bilderbuch und einen Meterstab. Das Kind muss gerade stehen und das Buch zwischen die Beine klemmen. Schiebe das Buch so weit es bequem möglich ist nach oben. Nun musst du nur noch vom Boden bis zur Oberkante des Buches messen. Schon kennst du die Schrittlänge.
Allgemeine Tipps zur Größe
- Generell fährt ein Kind leichter auf einem Fahrrad das etwas zu klein ist. Ein zu großes Fahrrad kann deinem Kind für alle Zeiten die Freude am Fahrradfahren verderben!
- Kleine Fahrräder sind leichter, mit weniger Gewicht kommt ein Kind besser zurecht. Je größer das Fahrrad ist, desto höher liegt auch der Schwerpunkt, damit wird es schwieriger das Fahrrad auszubalancieren.
- Nicht zuletzt ist der Fallweg von einem kleinen Fahrrad bis zum Boden geringer, Stürze haben seltener schwere Folgen.
Ob das Fahrrad passt, siehst du den Beinen deines Kindes an. Bei Laufrädern müssen die Kinder mit beiden Füßen bequem auf den Boden reichen während sie im Sattel sitzen, denn nur so können die Kinder sich kraftvoll abstoßen. Bei Fahrrädern müssen die Kinder mit den Fußballen den Boden erreichen wenn sie im Sattel sitzen. Die Oberschenkel sollen aber beim Treten höchstens in eine waagerechte Position hochgezogen werden. Bewegen sich die Beine in der höchsten Position höher, dann ist das Fahrrad zu klein.
Der sicherste Weg zu einem passenden Kinderfahrrad führt eigentlich in den Laden einer unserer Fachhändler. Du wirst dort bestens beraten und dein Kind kann Fahrräder testen. Du solltest den richtigen „Sitz“ des Fahrrads regelmäßig überprüfen und anpassen.
Alles im richtigen Rahmen
Ein gutes Kinderfahrrad braucht eine kindgerechte Rahmengeometrie. Unsere Top- Hersteller wissen das und verkleinern nicht einfach ihre Erwachsenenfahrräder, sondern achten auf die Bedürfnisse der Kinder. Besonders wichtig ist ein möglichst tiefer Einstieg, ein Oberrohr würde die Kinder nur daran hindern bequem auf-, und absteigen zu können. Der tiefe Einstig verhindert außerdem so manchen schweren Unfall, denn die Kids können schnell abspringen wenn sie die Balance verlieren und sie fallen nicht auf das Oberrohr. Auch wenn die Nachwuchspiloten gerne ein ultracooles Mountainbike hätten - mit einem Bike mit Citybikerahmen sind sie sicherer unterwegs. Die Sitzposition wird natürlich auch vom Rahmen bestimmt. Auch hier bietet ein solcher Rahmen Vorteile. Die Kinder sitzen nämlich aufrecht, das vergrößert ihr Gesichtsfeld, sie bekommen mehr mit vom Straßenverkehr. Aufrechtes Sitzen schont zudem den Rücken, auch Schultern, Nacken und Arme werden entlastet.
Die meisten kleinen Fahrräder haben die guten, alten Stahlrahmen. Dagegen ist nichts einzuwenden, sie sind stabil und stecken sämtliche Stürze klaglos weg. Da die Bikes klein sind, sind auch die Rahmen klein, allzu viel Gewicht bringen die Kinderfahrräder so nicht auf die Waage, zumal auf Gangschaltung und Beleuchtung in der Regel verzichtet wird.
Natürlich bekommst du auch Fahrräder für kleinere Kinder mit Alurahmen, sogar Laufräder mit Alurahmen haben einige Hersteller im Programm. Sie schlagen allerdings mit deutlich höheren Preisen zu Buche, ob sich das lohnt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn dein Kind viel Zeit auf dem Fahrrad verbringt und schon mit Vergnügen größere Strecken zurücklegt, ist die Investition in ein Alurad sicher eine Überlegung wert. Auch wenn du mehrere Kinder hast und bereits feststeht, dass das Kinderfahrrad oder Jugendfahrrad von mehreren Kindern genutzt werden wird, lohnt es sich besonders auf gute Qualität zu achten.
Für jedes Kind das passende Fahrrad
Welche Art Fahrrad dein Nachwuchs sich aussucht ist eine spannende Frage. Die Fahrräder für kleine Kinder sind von der Rahmenform her neutral gehalten, es gibt auch kaum einen Unterschied zwischen Mädchen-Fahrrad und Jungen-Fahrrad. Warum es sinnvoll ist, dass ein Kind möglichst lange auf einem Fahrrad mit tiefem Einstieg fährt, haben wir ja bereits erläutert.
Allerdings wird spätestens wenn es an die Anschaffung des ersten Jugendrades geht, die Bandbreite an Fahrrädern auf dem Markt größer. Dann muss dein Kind entscheiden, ob es bei einem neutralen Jugendfahrrad bleiben soll, oder ob ein Rennrad, ein Mountainbike oder ein Trekkingfahrrad hermuss. Es gibt auch eher exotische Jugendfahrräder wie Fatbikes in 20“ oder E-Bikes in 24“. Entscheidend sind der Geschmack und der Fahrstil.
In der Preisfrage können wir nur bedingt Hilfestellung leisten, denn es kommt jetzt darauf an, was die Kids wollen, welches Fahrrad ihnen gefällt und wie sie es nutzen. Oft wollen sie ein Fahrrad wie es die Eltern haben, aber es kommt auch vor, dass es auf gar keinen Fall ein Fahrrad wie die Eltern es haben sein darf...
Um hier zu einer Entscheidung zu kommen, mit der alle zufrieden sind, hat sich folgendes Vorgehen bewährt: lege zuerst ein Budget fest. Dann stöberst du mit deinem Kind zusammen auf BikeExchange nach dem richtigen Fahrrad, da du in den Sucheinstellungen die Preisklasse festlegen kannst, bleiben dir unliebsame Diskussionen erspart. Wenn ihr ein Fahrrad gefunden habt, das euren Vorstellungen entspricht, könnt ihr heraussuchen bei welchem Händler in der Nähe das Fahrrad für eine Probefahrt bereitsteht.
Wie viel Geld du investieren solltest hängt davon ab, wie viel das Fahrrad genutzt wird. Je mehr Zeit deine Familie auf dem Fahrrad verbringt, desto mehr wird sich gute Qualität bezahlt machen. Ob das Fahrrad nur gelegentlich gefahren wird, dem täglichen Transport dient oder als Sport-, oder Reisegerät herhält, sollte sich im Preis niederschlagen. Ein wichtiger Aspekt, der bei der Anschaffung bedacht werden muss ist gerade bei einem Kinder-, oder Jugendfahrrad der Wiederverkaufswert. Ein gut erhaltenes Fahrrad, das nach ein oder zwei Jahren zu klein war, kannst du prima weiterverkaufen, zum Beispiel über BikeExchange.
Wenige oder viele Gänge?
Fahrräder bis 20“ haben meist einen universellen Gang, mit dem Kinder wunderbar fahren können, Gänge auszuwählen würde sie nur überfordern. Einfache Fahrräder ab 24“ haben eine 3 Gang-Nabenschaltung oder eine Kettenschaltung mit Drehgriff. Sie bietet sieben oder acht Gänge, das hängt von der Anzahl der Zahnräder am hinteren Laufrad ab. Diese Schaltungen haben einen Drehschalter der am Lenker an einen Griff anschließt. Diese Schaltungen sind perfekt um den Einsatz verschiedener Gänge zu üben. Dann fällt später der Umstieg auf ein Fahrrad mit einer Kettenschaltung die über zwei Hebel bedient wird und viele Gänge bietet nicht schwer.
Auch Bremsen will gelernt sein!
Laufräder gibt es noch völlig ohne Bremsen, die Füße werden gegen den Boden gestemmt, das muss reichen. Das zieht oft die Schuhe in Mitleidenschaft, daher sollten kleine Laufradfahrer keine allzu guten, aber geschlossenen Schuhe tragen. Barfuß oder in Sandalen wäre die Verletzungsgefahr zu groß. Spätestens am 12“ Fahrrad gibt es dann eine Handbremse, mit der die Kids das richtige Bremsen üben können. Wenn du ein Kinderfahrrad auswählst, solltest du die Bremse genauer unter die Lupe nehmen. Der Hebelweg darf nicht zu groß sein, schließlich sind die Hände klein und die Finger kurz. Der Bremshebel muss leicht zu ziehen sein, denn allzu viel Kraft haben die Kinder noch nicht. Allerdings dürfen die Bremsen nicht zu stramm eingestellt werden, denn die Kinder müssen erst lernen, di...
Check-Liste: Das verkehrssichere Fahrrad
- Korrekte Beleuchtung (Frontstrahler, Rückstrahler, Reflektoren)
- Zwei voneinander unabhängige Bremssysteme
- Gut hörbare Klingel
- Feste Montage aller Komponenten
- Regelmäßige Überprüfung der Bremsen
- Schutzbleche (optional)
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