Von Sonntag, 9. März, bis Sonntag, 16. März, findet in Frankreich die traditionsreiche Frühjahrsrundfahrt Paris - Nizza über acht Etappen statt. Wie schon in der Vergangenheit ist das Rennen auch in diesem Jahr hochkarätig besetzt.
Zwar fehlt Weltmeister Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) nach seinem dominanten Sieg bei der Strade Bianche, aber mit Julian Alaphilippe (Tudor Pro Cycling), Joao Almeida (UAE Team) und Titelverteidiger Matteo Jorgenson (Visma-Lease a Bike) sind einige namhafte Fahrer mit von der Partie. Allerdings musste Topfavorit Jonas Vingegaard (Visma) nach einem Sturz auf der fünften Etappe aussteigen.
Deutsche Fahrer am Start
Zudem gehen auch acht Deutsche an den Start. Während Nils Politt (UAE Team Emirates-XRG), Ben Zwiehoff (Red Bull-Bora-hansgrohe), Max Walscheid (Team JayCo AlUla), John Degenkolb (Picnic PostNL) und Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost) größtenteils als Helfer bzw. Etappenjäger eingeplant sein dürften, führen Georg Zimmermann (Intermarché-Wanty) und Maximilian Schachmann (Soudal Quick-Step) ihre Mannschaften als Kapitäne an. Florian Lipowitz (Red Bull) überzeugt ebenfalls als Klassementfahrer.
Übertragung von Paris - Nizza
Alle Informationen zur Übertragung von Paris - Nizza gibt es hier:
Paris - Nizza heute live im TV
Auf Eurosport 1 und Eurosport 2 seht ihr die Entscheidung jeder Etappe von Paris - Nizza mit Superstar Julian Alaphilippe live im TV. Am Mikrofon sind Bernhard Eisel und Karsten Migels für Euch beim Rennen dabei.
Paris - Nizza heute live im Stream
Alle acht Etappen von Paris nach Nizza zwischen dem 9. und 16. März werden zudem bei discovery+ exklusiv im Livestream übertragen.
Paris - Nizza heute live im Ticker
Eurosport.de bietet in Zusammenarbeit mit radsport-news.com zudem täglich einen Liveticker zu Paris - Nizza an. Dort bleibt ihr über alle wichtigen Entwicklungen und Stürze auf dem Laufenden.
Die Etappen von Paris - Nizza
Traditionell wird das Rennen in acht Etappen von Sonntag bis Sonntag ausgetragen und führt aus dem Großraum Paris nach Süden bis an die Mittelmeerküste. Die Etappen in der Übersicht:
- Sonntag, 09. März - 1. Etappe, 9.3.: Le-Perray-en-Yvelines - Le-Perray-en-Yvelines (156,1 km)
- Montag, 10. März - 2. Etappe, 10.3.: Montesson - Bellegarde (183,9 km)
- Dienstag, 11. März - 3. Etappe, 11.3.: Circuit Nevers Magny-Cours - Nevers (28,4 km / MZF)
- Mittwoch, 12. März - 4. Etappe, 12.3.: Vichy - La Loge des Gardes (163,4 km)
- Donnerstag, 13. März - 5. Etappe, 13.3.: Saint-Just-en-Chevalet - La Côte-Saint-André (203,3 km)
- Freitag, 14. März - 6. Etappe, 14.3.: Saint-Julien-Saint-Alban - Berre L'Etang (209,8 km)
- Samstag, 15. März - 7. Etappe, 15.3.: Nizza - Auron (147,8 km)
- Sonntag, 16. März - 8. Etappe, 16.3.: Nizza - Nizza (119,9 km)
Die Gesamtwertung bei Paris - Nizza
Bei Paris - Nizza trägt der Spitzenreiter wie bei der Tour de France ein Gelbes Trikot.
Paris-Roubaix: Ein weiteres Highlight im Radsport
Das Highlight der Klassikersaison wartete am Wochenende: Paris-Roubaix 2025. Ebenso stehen Lüttich-Bastogne-Lüttich (27.04.) und die Lombardei-Rundfahrt (11.10.) noch im Kalender der Profis. Paris-Roubaix ist das wohl prestigeträchtigste Rennen unter den fünf Monumenten, das Highlight unter den Eintagesrennen, der Super Bowl des Radsports. Tausende Fans pilgern an die Strecke und säumen die Pavé-Abschnitte, Millionen fiebern bei der Fahrt über die Pflastersteine vor den Bildschirmen mit.
Bei Paris-Roubaix Femmes avec Zwift, so der offizielle Name des Frauenrennens, standen am Samstag insgesamt 148,5 Kilometer auf dem Programm, 29,2 davon über Kopfsteinpflaster, die sogenannten 17 Pavé-Sektoren. Bei den Männern waren es derer gar 30 - in Summe 55,3 Kilometer. Besonders berüchtigt ist der Wald von Arenberg, der nur bei den Männern gefahren wird. Eine 2300 Meter lange Folterstrecke für Mensch und Material - in jedem Jahr eine Schlüsselstelle. Danach folgten mit Mons-en-Pévèle und dem Carrefour de l'Arbre noch zwei weitere Fünfsterne-Sektoren, die auch bei Paris-Roubaix Femmes avec Zwift gefahren werden.
Die Favoriten bei Paris-Roubaix
Mit Spannung blickte die Radsportwelt auf das Debüt von Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG) bei Paris-Roubaix 2025. Der Straßen-Weltmeister und dreimalige Tour-de-France-Sieger wagte sich mit 66 Kilogramm Kampfgewicht auf die schweren Pflastersteine in Nordfrankreich, auf denen naturgemäß die kräftig gebauten Fahrer im Vorteil sind. Trotzdem war Pogačar ob seiner herausragenden Form und der Tatsache, dass er bei der Tour de France 2022 bereits bewiesen hat, dass er den Ritt über die Pavés bestens beherrscht, einer der Top-Favoriten.
Anders noch als bei der Flandern-Rundfahrt vor einer Woche gibt es bei Paris-Roubaix keine Berge oder nennenswerten Anstiege, die über den Ausgang des Rennens entscheiden. Viel mehr geht es um die schiere Kraft, Positionierung im Peloton, eine Leidenschaft für das Kopfsteinpflaster und die richtige Fahrtechnik.
Paris-Roubaix der Frauen
Das Frauenrennen dagegen ist noch sehr jung. In seiner vierjährigen Geschichte erlebte Paris-Roubaix Femmes avec Zwift vier unterschiedliche Siegerinnen: Elizabeth Deignan 2021, Elisa Longo Borghini 2022, Alison Jackson 2023 und Lotte Kopecky 2024. Die Vorjahressiegerin vom Team SD Worx - Protime ging am Samstag als die Top-Favoritin bei den Frauen an den Start.
Weitere Einblicke in die Welt des Radsports
Tadej Pogacar hält sich seit Donnerstag in Frankreichs Norden auf, er besichtigte wie auch van der Poel noch einmal die 30 Passagen über die unebenen Steine. Aber das ist Training, Wettkampfbedingungen lassen sich nicht nachstellen.
Pogacar geht ein großes Risiko ein. Der aktuelle Weltmeister Pogacar riskiert mit seinem Start in der Hölle des Nordens viel. Die Sturz- und Verletzungsgefahr ist groß, ein Unfall kann die Vorbereitung auf die Tour mindestens beeinträchtigen. Doch die große Lust auf Siege vertreibt die Angst. Pogacars Ziel ist es, alle Monumente mindestens einmal gewonnen zu haben.
Auf dem Weg zu diesem Ziel sorgt Pogacar für beste Unterhaltung in Radrennen. Er scheint nie an Kraft zu verlieren, er ist berühmt für Faxen auf dem Rad und für gute Laune sowie konstantes Lächeln nach den Rennen. Vor allem aber entfacht er ein riesiges Interesse an seiner Person und an allen Rennen, an denen er teilnimmt.
Olympia 2024: Straßenrennen in Paris
Das Olympia Straßenrennen von Paris 2024 ist für die Männer rund 273 Kilometer lang, die Frauen absolvieren knapp 158 Kilometer. Bei den Männern müssen nur etwas mehr als 3000 Höhenmeter bewältigt werden. Aufgrund des durchaus hügeligen Profils und der kniffligen Schlussrunde, inklusive Steigung auf den Montmartre, ist es ein durchaus anspruchsvoller Parcours. Und allein die Länge macht es zu einem schweren Rennen.
Dieses Olympia-Rennen ist zusätzlich besonders! Denn das Starterfeld ist sehr klein! Voraussichtlich nur rund 90 Fahrer werden ins Rennen der Männer starten. Bei den Frauen sind es nur wenige mehr. Mit solch kleinem Feld ist es schwer, das Rennen zu kontrollieren.
Die Strecke des Straßenrennens der Männer
Insgesamt 13 Anstiege müssen die Männer auf den 273 Kilometern bewältigen. Die Anstiege sind kurz und nicht supersteil, aber mit zunehmender Renndistanz saugen sie förmlich die Kraft aus den Beinen.
Gestartet wird das Rennen am Trocadéro. Dann geht es gen Südwesten. Der erste Anstieg des Rennens ist die Côte des Gardes (1,9 km bei 6 %) - dieser ist auch Teil der Frauen-Strecke und der Einstieg in die Schleife außerhalb des Pariser Zentrums. Es ist übrigens auch der letzte Anstieg - allerdings aus anderer Richtung gefahren - bevor es nach mehr als 150 Rennkilometern (bei den Männern) wieder in Richtung Pariser Zentrum geht.
Viele Fahrer kennen das Terrain von Paris-Nizza, wo oft die Auftaktetappen über diese Straßen südwestlich von Paris führen.
Im Finale dann sowohl für die Frauen, als auch die Männer auf den Schlussrunden jeweils über den gepflasterten Montmartre-Anstieg (1km at 6.5%) - dann noch einmal über diese Steigung und dann die letzten rund neun Kilometer flach zum Ziel am Pont d’Iéna am Eifelturm. Die beiden Schlussrunden sind etwas mehr als 18 Kilometer lang - haben neben dem Montmartre-Anstieg zwei weitere kurze Steigungen, die nicht sehr schwer sind, aber nach mehr als 250 Kilometern können auch 600 Meter mit 5% mächtig weh tun.
Die Favoriten für Olympia 2024
Für das Olympia-Rennen in Paris ist Van der Poel erneut in der Favoritenrolle. Neben Van der Poel und seinen Niederländern ist das belgische Team in der Favoritenrolle. Remco Evenepoel ist in herausragender Verfassung, dazu sind Wout van Aert, Jasper Stuyven und Tiesj Benoot dabei. Weder Evenepoel, noch Van Aert und Stuyven will die Konkurrenz in einer Gruppe entschwinden lassen. Der Däne Mads Pedersen zählt auch zum Favoritenkreis.
Paris-Roubaix: Die Hölle des Nordens
Paris-Roubaix ist ein eintägiges Profi-Radrennen für Männer in Nordfrankreich, das nördlich von Paris beginnt und in Roubaix an der Grenze zu Belgien endet. Das Rennen ist auch als Königin der Klassiker oder La Pascale bekannt. Es findet jährlich Ende April am Sonntag des Osterwochenendes statt.
Das Rennen beginnt nördlich von Paris in Compiègne, im Departement Oise. Das Rennen endet in der Stadt Roubaix im Departement Nord. Es ist berüchtigt für die für grazile Rennräder und Reifen Pflasterstraßen und geschotterten Feldwege im Norden von Paris, "die nicht mehr für den Verkehr, sondern nur noch für Viehtransporte - und für Radrennen - genutzt werden". Paris-Roubaix ist eines der prestigeträchtigsten Rennen im Radsport und gilt als eines der härtesten. Der Journalist Henri Desgrange, der Gründer und erste Renndirektor der Tour de France, nannte es auch die "Hölle des Nordens". Der Sieg bei diesem Rennen zählt zu den größten Erfolgen in der Karriere eines Radfahrers.
Das 1896 erstmals ausgetragene und von Maurice Garin gewonnen. Das Rennen führt über 257 Kilometer Kilometer und Kopfsteinpflasterabschnitte - von denen es heute 29 mit einer Gesamtlänge von 52,8 Kilometern gibt. Der erste Abschnitt mit Kopfsteinpflaster wurde 1910 eingeführt, und seit 1912 findet das Rennen am Ostersonntag statt.
Im Film ist man immer ganz nah dran am Geschehen, von den Vorbereitungen und Ritualen in der Morgendämmerung am Stadtrand von Paris über die Strapazen des Rennens mit besonderem Augenmerk auf einige prominente Radfahrer bis hin zum Endergebnis auf der Radrennbahn von Roubaix - gefolgt von den schmutzigen Fahrern beim Duschen.
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