Radwandern entlang der Romantischen Straße - ein großartiges Erlebnis. Sicherlich gibt es keine intensivere Art, Deutschlands bekannteste und beliebteste Ferienstraße zu erfahren! Bei keiner anderen Art des Reisens wird den Sinnen mehr geboten.
Die sich allmählich wandelnde Atmosphäre einer sich langsam verändernden Landschaft bleibt dem Autofahrer verborgen, weil er nur an den Höhepunkten hält. Dafür erschließt sie sich den Radlerinnen und Radlern auf ihrem gemächlichen Weg vom Main zu den Alpen oder von den Alpen zum Main buchstäblich auf jedem der 500 Kilometer. Und das alles auf ruhigen Wegen, auf speziellen Radwegen und auf kaum befahrenen Sträßchen abseits der motorisierten Hektik unserer Zeit.
Gut zu wissen: Fahrer von E-Bikes finden in beinahe allen Orten Ladestationen! Zur Ergänzung und weiteren Planung einer individuellen Radtour finden sich die GPS-Daten in der interaktiven Karte. Die Daten sind in neun Abschnitte aufgeteilt, die keinesfalls Etappenvorschläge darstellen. Die Richtung der GPS-Dateien ist von Norden nach Süden, also vom Main zu den Alpen.
Detailinformationen & Etappenvorschläge
Aufgereiht wie eine Perlenkette präsentiert die Romantische Straße den Besuchern aus Nah und Fern eine Kostbarkeit nach der anderen: historische Altstädte, mittelalterliche Stadtmauern mit ihren Wehrtürmen und Toren, barocke Wallfahrtskirchen, romanische Klostermauern und die zu Stein gewordenen Träume des bayerischen Märchenkönigs gehören ebenso dazu wie wildromantische Flusstäler und Fischweiher, bäuerliche, über viele Generationen gewachsene Kulturlandschaft, schattige Wälder, ein urzeitlicher Meteoritenkrater und das ehrfurchtsgebietende Panorama der Ammergauer Alpen.
Wer hier in die Pedale tritt, wird mit dem Schönsten belohnt, was Franken, Baden, Württemberg, Schwaben und Oberbayern zu bieten haben. Eindrücke warten genug auf einen Reisenden, der als Radwanderer genügend Zeit und Muße hat, all das Neue und Faszinierende auf sich wirken zu lassen.
Die abwechslungsreiche und einzigartige Radtour von Würzburg nach Füssen erfordert nicht die trainierten Waden eines Radprofis, auch wenn einige Steigungen zu bewerkstelligen sind - kein Gebirge muss überquert werden.
Im Pfaffenwinkel warten etwas längere, aber mit ganz kurzen Ausnahmen kaum steilere Anstiege, die aber auch von weniger gut trainierten Radlerinnen und Radlern problemlos zu meistern sind. Teilweise führt die Tour entlang romantischer Flusstäler: Tauber, Sulzach, Wörnitz und Lech sind die bekanntesten, in Donauwörth wird die noch junge Donau überquert.
In Franken prägen Karpfenteiche und Waldwege die Landschaft, im Allgäu erfreuen zahlreiche große und kleine Seen den Besucher. Und nicht zu vergessen: ein reichhaltiges wie auch kulinarisches Angebot findet man nicht nur in den weltbekannten Städten sondern auch in vielen großen und kleinen Dörfern.
GASTFREUNDSCHAFT wird groß geschrieben, schließlich ist die Romantische Straße auch als Deutschlands Genussroute bekannt. Der Radfernweg Romantische Straße ist sorgfältig und durchgehend ausgeschildert, als Rad-Weitwanderweg hat er sich in dieser Streckenführung seit den 80-er Jahren bewährt.
Wer sich an die deutliche Beschilderung im Gelände und die sorgfältig recherchierten Beschreibungen des Radwanderführers hält, wird kaum Schwierigkeiten bei der Streckenfindung haben und auf der bestmöglichen, radtauglichsten und abwechslungsreichsten Route fahren.
Es kommt schon mal vor, dass Schilder beschädigt oder willkürlich entfernt werden, das eine oder andere ist nach kräftigem Frühjahrssprießen vorübergehend zugewachsen, aber auf die große Masse der Schilder kann man sich verlassen.
Wenn man beim Betrachten der Karten den einen oder anderen Schlenker der Streckenführung feststellt, ist er nicht auf Willkür zurückzuführen sondern auf den Wunsch, dem Radfahrer auf der Romantischen Straße mit einer spannenden Streckenführung so viele Erinnerungen wie möglich mit ins Gepäck zu geben.
Dabei sollte man sich nicht von anderen Radwegbeschilderungen in die Irre - oder an Hauptverkehrsstraßen! Besonders entlang stark befahrener Bundesstraßen sind in den letzten Jahren zur Entlastung des motorisierten Fernverkehrs neue Radwege entstanden, die für jene Radfahrer gedacht sind, die sie benutzen müssen, weil sie (wie in unserem speziellen Fall) zwischen einzelnen Orten der Romantischen Straße unterwegs sind (oder sein müssen).
Für geruhsame Radtouren sind sie keineswegs gedacht. Man sollte es unter allen Umständen vermeiden, sich durch die übergroßen gelben Schilder in die Nähe der Hauptverkehrsadern lenken zu lassen.
bikeline Radtourenbuch
Das bikeline Radtourenbuch Romantische Straße beschreibt den Radfernweg in beide Richtungen Nord-Süd und Süd-Nord entsprechend der Ausschilderung .
Der Lechradweg
Wir lieben Fluss-Radwege. Der Lechradweg schlängelt sich entlang des Lechs durch die unterschiedlichsten Regionen und Landschaften. Von der Ebene bei der Donaumündung bis hin ins gebirgige Lechtal mit rundherum hoch aufragenden Bergen. Und auch der Fluss verändert sich immer. Vom großen, langsamen Strom bis hin zum wild sprudelnden Gebirgsfluss.
Der Lechradweg ist gut ausgeschildert. Die Route des Lechradweg startet direkt an der Mündung des Lech in die Donau in Marxheim bei Donauwörth. Von hier geht es immer Richtung Süden. Durch die Region Donau-Ries an Thierhaupten und Langweid vorbei nach Augsburg. Von hier schlängelt sich der Weg - mal am Lech - mal etwas davon entfernt über Kaufering, Landsberg am Lech nach Schongau und Lechbruck.
Hier kommen wir dann so richtig im Allgäu an, bzw. an dessen östlichen Rand. Denn der Lech markiert die Ostgrenze des Allgäu. Hier kommen dann schon die Berge in Sicht, in die es auf dem Lechradweg die ganze Zeit zugeht. Vorbei am Forggensee geht es nach Füssen und dann weiter über die Landesgrenze nach Tirol und nach Reutte.
Hier ist der Lech schon ein fast unverbauter Wildfluss. Und der Lechradweg ist hier immer direkt am Wasser. Die türkise Farbe ist grandios. Das spannende beim Lechradweg: jede Tagesetappe ist anders. Der Lechradweg ist super vielfältig.
Der einfachste Weg ist die Anreise per Zug nach Donauwörth. Von hier geht es mit dem Rad rund eine Stunde auf dem Donauradweg nach Marxheim. Auch eine Anreise mit dem Auto ist möglich. Es gibt in Donauwörth einen großen Park&Ride Parkplatz. Der Parkplatz an der Schwabenhalle (P9 Ecke Gartenstraße/Neue Obermayerstraße) in der Nähe des Bahnhofes bietet sich an.
Die Heimreise mit Bus und Zug ist super entspannt und gut organisiert. Ab Steeg fährt in den Sommermonaten ein Fahrrad-Bus mit extra Anhänger bis nach Reutte, aber auch alle anderen Busse haben Platz für bis zu 5 Räder am Heck. Fragt in eurer Unterkunft unbedingt nach der Reutte Aktiv-Karte - mit dieser könnt ihr kostenlos mit dem Bus fahren. Ihr braucht dann nur noch ein Fahrrad-Ticket für 5 Euro pro Rad.
Von Reutte aus geht es mit dem Bus nach Füssen oder mit dem Zug nach München. Wo fangen wir an, wo hören wir auf? Es gibt ungefähr so viele Gründe und Gelegenheiten auf dem Lechradweg anzuhalten, wie es Flusskilometer gibt.
Allein die Landschaft bietet so viele Ausblicke und Aussichten, da wird jedes Absteigen zum highlight. Aber auch in den Städten Rain, Augsburg, Landsberg und natürlich Füssen lohnen sich ausgedehnte Spaziergänge und Stopps.
Bei der Etappenplanung und Navigation hilft der digitale Reiseassistent unter www.lechradweg.info. Dort könnt ihr eure Tagesetappen auf dem Smartphone ganz individuell gestalten könnt angeben, welche Sehenswürdigkeiten ihr auf der Route entdecken wollt.
Außerdem findet ihr in der interaktiven Karte Unterkünfte, Ladestationen und Fahrrad-Werkstätten, Lauschpunkte, Bahnhöfe und sogar öffentliche Toiletten. Der Lechradweg ist eine super schöne Tour, vorbei an ganz unterschiedlichen Landschaften und Orten - und damit auch durch ganz unterschiedliche Kulinarik-Regionen.
Lech, Parklandschaften und Schrebergärten: Von der MAN-Brücke geht es so grün zum Hochablass nach Augsburg hinein, dass man nicht das Gefühl hat, in einer Stadt unterwegs zu sein. Hier angekommen, lohnt es sich die Kanustrecke am Eiskanal am anderen Lechufer anzusehen. Sie wurde zu den Olympischen Spielen 1972 gebaut und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe "Augsburger Wassermanagement-System".
Vom Hochablass führt der Weg zum Kuhsee mit Badestelle, Spiel- und Grillplatz und gegenüber des Stadtwaldes direkt am Lech weiter zum Auensee. Radeln und Baden: Mit dem Weitmannsee folgt schon das nächste Gewässer.
Nicht wundern, wenn hier Schafe kreuzen. Sie halten die Flächen in dem Gebiet frei. Lechnah und grün radelt man zum Mandichosee, wo es über den Damm auf die andere Lechseite geht. Auf der Dammkrone führt der Weg landschaftlich sehr schön zum Lochbach, ein vom Lech abgezweigter Seitenarm.
Bei der Fischaufstiegsanlage Unterbergen bieten sich tolle Blicke auf den Fluss. Es geht wieder zum Ostufer hinüber. Hier führt der Weg über das untere und mittlere Lechfeld durch eine offene Acker- und Wiesenlandschaft zu einem traumhaften Rastplatz an der Assisi-Kapelle kurz vor Prittriching.
Nach dem Ort geht es zurück zum Lechufer und durch Auenwälder über Haltenberg Richtung Kaufering. Schön ist hier auch das ehemalige Hochufer des Lechs mit seinen fast senkrechten und grünen Hängen und einem interessanten Biberrevier.
Der nächste Höhepunkt auf der Strecke ist die Fischaufstiegsanlage am Kraftwerk Kaufering. Entlang des Ostufers wird die Lechbrücke in Kaufering erreicht. Hier startet eine barrierefreie Etappe um den Kauferinger See.
Hinweis: Der Lechradweg verläuft Abschnittsweise auf Wegen, die der Wasserwirtschaft gehören. Diese werden u. a. von deren Betriebsfahrzeuge genutzt. Die Ämter sind bemüht die Wege in einem radfahrgerechten Zustand zu präparieren.
Aufgrund der flussnähe kann es nach einem Hochwasser zeitweise zu Sperrungen, Behinderungen und Schäden am Radweg kommen. Diese werden nach Möglichkeit zeitnah behoben. Doch nicht immer kann dies sofort erfolgen, da nach einem starken Hochwasser z. B. Dammschäden Priorität haben.
Via Claudia Augusta ab Augsburg
Alpenüberquerung mit einer wundervollen Radreise auf der Via Claudia Augusta ab Augsburg Raus aus der Stadt und rein in die Natur! Der Radweg führt vom Naherholungsgebiet Augsburger Wald dem Lech-Fluss entlang durch die botanische Schatzkammer der Lechtalheiden und übergibt bei Schongau den sanften Hügeln der Naturregion Pfaffenwinkel die Führung bis an den Forggensee, Füssen’s Badewanne.
Nach einem kurzen Intermezzo mit König Ludwig’s Visionen in seinem Schloss Neuschwanstein folgt der Radweg, vorbei am Füssener Lechfall, weiter dem Lech in die Tiroler Alpen. Ab Reutte bringt Sie ein organisierter Transfer zum Schloss Fernsteinsee und der Radweg treibt Sie schwungvoll durch das malerische Gurgltal bis in die Brunnenstadt Imst und weiter bis Landeck.
Per Transfer überwinden Sie die Steigung bis Nauders am Reschenpass. Ab dem Reschensee in Südtirol führt Sie der Etschradweg entlang des verspielten Flusses durch die üppigen Obst-Kulturlandschaften des sonnenverwöhnten Vinschgaus in die Kurstadt Meran.
Highlights:
- Römisches Museum im Zeughaus Augsburg
- Fuggerhaus und Fuggerei, Augsburg
- Augsburger Dom mit ältestem Glasfensterzyklus der Welt
- Historische Augsburger Wasserwirtschaft (Unesco Weltkulturerbe)
- Naturelement Wasser eingebettet in wildromantischen Bergkulissen - anziehend mächtig
- König Ludwig’s Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, Füssen
- Kirchturm Alt Graun (14. Jhd.) im Reschensee
- Gärten von Schloss Trauttmansdorff, Meran
- Originaler Meilenstein von Rabland, Stadtmuseum Bozen
Anforderungen und Routenführung:
Routenführung auf größtenteils asphaltierten Rad- und Wirtschaftswegen sowie wenig befahrenen Nebenstraßen und Ortsdurchfahrten, einzelne Abschnitte auf Schotterbelag
Geeignet für Familien mit Kindern ab einem Alter von ca. 12 Jahren - entsprechende Radfahrbegeisterung vorausgesetzt
Reiseverlauf auf Via Claudia Augusta ab Augsburg bis nach Meran
- Tag: Individuelle Anreise nach Augsburg
- Tag: Augsburg - Landsberg (ca. 50 km)
Nach einem ausgiebigen Frühstück in Ihrer Unterkunft führt Sie die erste Etappe auf der Via Claudia Augusta auf flachen Wegen gemütlich nach Landsberg. Nach Ihrer ersten erfolgreichen Fahrt lädt die eindrucksvolle Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert und die prachtvolle Altstadt mit historischem Rathaus sowie dem Marienbrunnen zum Flanieren ein.
Der Lechpark Pössinger Au mit Kneippbad und dazugehörigem Barfußpfad und Ruhebänken ist für ein ausgiebiges Picknick der per perfekte Ort. Ein weiteres Highlight ist das mit fünf Holzstufen errichtete Lechwehr, das im 14. Jahrhundert errichtet wurde und vom Mittelalter an bis Ende des 19. Jahrhunderts als Wasserstraße genutzt. Dabei fuhren täglich bis zu 4000 Floße entlang.
- Tag: Landsberg - Region Schongau (ca. 45 km)
Am Horizont kann man jetzt bereits die nahenden Alpen ausmachen. Zunächst können Sie aber alle Sinne noch auf das Erleben der einmalig schönen Landschaft der Region Pfaffenwinkel und ihre zahlreichen Klöster richten. Vielleicht finden Sie etwas Zeit, um einen genaueren Blick auf ein solches zu richten.
Schongau wartet auf mit einer malerischen Altstadt und der fast vollständig erhaltenen und teilweise überdachten Stadtmauer, die Sie über den Stadtmaueraufgang entlanggehen und die Stadt überblicken können, auf Sie. Interessant sind auch die Klosterbeete mit Heilpflanzen im Klosterhof, die als Erinnerung an die Klosterapotheke dienen.
Das Münzgebäude in der nördlichen Altstadt diente seit dem 14. Jahrhundert als Münzmeisterhaus. Später diente es als Stadtgefängnis und Folterstätte.
- Tag: Region Schongau - Füssen/Schwangau (ca. 40 km)
Nach dem Abschied von Schongau führt der Weg weiter entlang dem Lech Richtung Tirol. Bevor Sie die Grenze nach Österreich erwartet, werden Sie mit dem Blick (und vielleicht auch einem Besuch?) auf das weltberühmte „Märchenschloss“ Neuschwanstein werfen können.
Das Schloss wurde von König Ludwig II. als letzter Aufenthaltsort genutzt, bevor er zum Schloss Berg beim Starnberger See gebracht wurde und dort schlussendlich auf mysteriöser Weise verstarb. Das bekannte Schloss ist ein wahrer Touristenmagnet und dementsprechend viele Menschen besuchen es. Ein einzigartiger Blick auf das Schloss Neuschwanstein bietet eine Fahrt mit der Tegelbergbahn.
Fernab großer Tourismusströme können Sie in der Gondel das eindrucksvolle Schloss von der Ferne aus bewundern. Auf dem Tegelberg angekommen, wird Sie der wunderbare Ausblick unter anderem auf das Allgäuer Alpenvorland erwarten. Ein ebenfalls wunderschönes Schloss und nicht ganz so mit Menschenmassen geprägt, ist das von der Königsfamilie genutzte Schloss Hohenschwanstein, in dem Kronprinz Ludwig seine Kindheit verbrachte.
- Tag: Füssen/Schwangau - Imst (ca. 40 km | ohne Transfer ca. 70 km)
Nachdem Sie in Ihrer Unterkunft sicherlich märchenhaft vom gestrigen Tag im „Dorf der Königsschlösser“ geträumt haben, erwartet Sie die heutige Etappe zunächst von Füssen in die Naturparkregion Reutte, welches auch das Tor zu Tirol genannt wird. Bekannt für die Ehrenberger Klause und die Festungsanlagen Ehrenberg, Schlosskopf und Fort Claudia.
Im Jahr 15 vor Christus begann der römische General Drusus, welcher der Adoptivsohn von Augustus war, die erste richtige Straße zur Überquerung der Alpen zu bauen. Etwa 60 Jahre später wurde diese von Claudius, dem Sohn von Drusus, fertiggestellt. Augustus und Claudius dienten somit als Namensgeber der Römerstraße Via Claudia Augusta.
Sie war die Haupthandelsroute, bis sie vom Ausbau der Straße über den Brennerpass von der Via Raetia abgelöst wurde. Von der Naturregion Reutte aus bringen wir Sie per entspanntem Transfer über den Fernpass.
Vom Schloss Fernstein aus radeln Sie dann via Nassereith durch das malerische Gurgltal über Tarrenz weiter bis Imst. In Tarrenz erwartet Sie ein „bieriges“ Erlebnis auf Schloss Starkenberg mit seiner traditionsreichen Privatbrauerei oder das interessante Heimatmuseum, welches die Entwicklung des Handwerks in den verschiedenen Zeitepochen im Gurgtal anschaulich darstellt.
Falls Sie es zeitlich einplanen können, lohnt sich ein Besuch in die Knappenwelt Gurgeltal, welche sich unweit der Via Claudia Augusta befindet. Hier wird die örtliche Bergbauwelt aus dem 16. und 17. Jahrhundert dargestellt, welche die Lebensgrundlage für das damalige Tarrenz bildete. In diesem Knappendorf wird der Bergbau mit seinen verschiedenen Abbautechniken veranschaulicht.
Besonders interessant ist der Fund der „Heilerin“, welche im Jahr 2008 durch Zufall in einem Grab im Strader Wald entdeckt wurde. Diese lebte in der frühen Neuzeit. Am Ende des heutigen erlebnisreichen Tages können Sie den Abend in der gemütlichen Altstadt ausklingen lassen
- Tag: Imst - Ferienregion Reschensee & Obervinschgau (ca. 55 km | ohne Transfer ca. 105 km)
Gut gestärkt radeln Sie zunächst von Imst in die Bezirkshauptstadt Landeck. Wir empfehlen Ihnen den Besuch des Schlosses Landeck aus dem 13. Jahrhundert, zu besuchen, falls Ihnen dafür genügend Zeit bleibt. Es arbeitet neben der eindrucksvollen Heimatgeschichte auch das Thema „Schwabenkinder” auf.
Von Landeck aus gelangen Sie per organisiertem Transfer, der teilweise entlang des prächtigen Inns entlangführt, nach Nauders. Dort angekommen, lohnt sich ein Abstecher zu Festung Nauders, Österreichs einziges vollständig erhaltenes Festungsbauwerk Österreichs.
Auch interessant ist hier das Schloss Naudersberg, welches sich mittlerweile in Privatbesitz befindet. Von hier aus überqueren Sie ein wenig später den Reschenpass, die Grenze nach Italien und damit den Alpenhauptkamm.
Sicherlich werden Sie am Reschenstausee einen Stopp einlegen, um ein Foto mit dem bekannten versunkenen Kirchturm von Altgraun zu schießen. Der Kirchturm ist Zeuge eines nicht ganz korrekten politischen Verhaltens, wonach die Bürger Alt-Grauns nur durch einen unscheinbaren Aushang über die Flutung ihres Dorfes informiert wurden.
Weiter geht es am Haidersee vorbei in Richtung Burgeis, welches für das Benediktinerstift Marienberg und die Fürstenburg bekannt ist, und schlussendlich nach Mals, dem Hauptort Obervinschgaus. Genießen Sie den ersten Abend in Südtirol im historischen Zentrum.
- Tag: Ferienregion Reschensee & Obervinschgau - Meran (ca. 65 km)
Nun gilt es, den gesamten Vinschgau zu durchqueren. Dabei führt der Weg von rund 1.200 m Seehöhe in Burgeis hinunter auf 350 m Seehöhe in Meran. Oft folgen Sie dabei direkt dem Lauf der Etsch.
Ihre heutige Etappe führt zunächst über Laatsch, bei dem Sie an einer Bunkeranlage aus dem 2. Weltkrieg vorbeiradeln und weiter hinunter in die kleinste Stadt Südtirols nach Glurns. Tauchen Sie hier im Stadtkern und mit der einzig erhaltenen geschlossenen Wehranlage der Alpen in die Zeit des Mittelalters ein.
Zu Zeiten des Salzhandels war Glurns ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Via Claudia. Ihre Fahrt geht nun weiter über das Marmor- und Marillendorf Laas, wo schon in der Römerzeit das kostbare „weiße Gold” abgebaut wurde.
Nach Laas werden Sie über Kastelbell, mit seinem eindrucksvollen Schloss, und Naturns, mit dem Schloss Juval von Reinhold Messner, passieren und die wundervolle Kurstadt Meran erreichen. Hier gibt es vieles zu entdecken!
Das älteste Stadtviertel aus dem 12.Jahrhundert - auch Steinach Viertel genannt - bringt Sie in die Zeit des Mittelalters zurück. Die alten Mauern mit ihren abblätternden Farben und Schriftzüge werden Sie in ihren Bann ziehen. Für etwas mehr Trubel ist ein Besuch der Meraner Lauben interessant. Dort befindet sich die Einkaufsmeile mit den unterschiedlichsten Geschäften, Bars und Lokalen.
Für Naturliebhaber empfiehlt sich ein Besuch der botanischen Gärten, die auch schon Kaiserin Sisi bei ihren Besuchen in Meran besuchte. Wenn Sie die Stadt einmal von oben erblicken möchten, empfiehlt sich der ca. 6 km lange Tappeinerweg.
Dieser Weg besteht schon seit ca. 150 Jahren und wurde von Dr. Franz Tappeiner so angelegt, dass eine gelenkschonende Bewegung ermöglicht wurde. Auch für Weinliebhaber bietet Meran einiges. Es gibt hier viele Kellereien, die Sie kennenlernen und die örtlichen guten Tropfen genießen können.
- Tag: Individuelle Heimreise oder Verlängerung
Weitere Routenvarianten
- Via Claudia Augusta ab Augsburg bis nach Bozen
- Sportliche Variante von Augsburg nach Bozen
- Via Claudia Augusta ab Augsburg nach Riva del Garda
- Sportliche Variante von Augsburg nach Riva del Garda
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