Der Städtepartnerschaftsradweg verbindet die "Löwenstadt Braunschweig" mit der "Ottostadt Magdeburg". Die Route ist rund 110 Kilometer lang und bietet Radfahrern die Möglichkeit, die Region zwischen den beiden Städten zu erkunden. Auf der Seite finden Sie ab sofort eine gute Kartendarstellung und Informationen zur Strecke.
Routenverlauf von Magdeburg nach Braunschweig
Der Routenverlauf gliedert sich in verschiedene Abschnitte, die durch unterschiedliche Regionen führen:
- Stadtgebiet Magdeburg: Die Route verläuft auf vorhandenen innerstädtischen Radwegen bis zur Stadtgrenze im Verlauf des straßenbegleitenden Radweges an der Landesstraße von Magdeburg - Diesdorf nach Niederndodeleben.
- Landkreis Börde: Hier werden Teilabschnitte der Radroute Klasse 3 „Holunderradweg“ und der Radroute Klasse 2 „Aller-Radweg“ genutzt. Die Route führt über die Orte Drackenstedt - Dreileben - Siegersleben - Eilsleben sowie Weiterführung vom Aller-Radweg nach Helmstedt. Der Anschlusspunkt in Helmstedt ist die Magdeburger Warte.
- Landkreis Helmstedt und Stadt Helmstedt: Im Stadtgebiet verläuft die Route überwiegend auf Wegen in Grünanlagen und auf verkehrsarmen Wohnstraßen; im Zentrum auch auf straßenbegleitenden Fahrradwegen. in Tempo-30-Zonen. Eine durchgehende Radverkehrswegweisung mit den Zielen „Helmstedt“ bzw. „Zentrum“ ist vorhanden.
Zwischen Drackenstedt und Dreileben verläuft die Route auf der Landesstraße L 24. Im Bereich der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn kann ein Abschnitt der Kreisstraße 1373 genutzt werden, was auf Grund der Verkehrsbelastung als vertretbar erscheint. Nur so kann die Gedenkstätte einbezogen werden.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
Entlang der Radroute gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken, die einen Abstecher wert sind:
- Braunschweig: Ihren Beinamen „Löwenstadt“ verdankt Braunschweig dem Welfen Heinrich dem Löwen, der Braunschweig im 12. Jahrhundert als Residenz wählte. Charakteristisch für das Stadtbild ist die Okerumflut mit ihren Wallanlagen. Heinrich der Löwe veranlasste 1173 den Bau des Doms St. Baseilii. Im Jahr 1145 wurde in Riddagshausen von Zisterziensermönchen ein Kloster gegründet. Die 1275 geweihte Klosterkirche ist neben dem Dom zu Magdeburg der erste gotische Bau auf deutschem Boden. Die katholische Kirche St. Bonifatius zu Weddel wurde im Jahr 1991 eingeweiht.
- Tierpark Essehof: Lohnend ist ein Abstecher zu dem etwas abseits der Route gelegenen vier Kilometer entfernten Tierpark Essehof. Ein Gewässerlehrpfad mit fünf Teichen informiert über das Leben in und am Wasser. Im Tierpark leben einheimische Wildtiere sowie einige Haustierrassen in zum Teil begehbaren Gehegen. Die Afrika-Anlage beherbergt Strauße, Zebras sowie Watussi-Rinder und im begehbaren Australiengehege sind Emus und Kängurus zu beobachten.
- Gedenkstätte Scheppau: Eine Gedenkstätte etwa drei Kilometer nördlich des Weges erinnert an die Schrecken der Geschichte.
- Abbenrode: Abbenrode liegt an der Niedersächsischen Mühlenstraße und ist Standort einer Bockwindmühle. Das gesamte Mühlenhaus ruht auf einem einzelnen dicken Holzpfahl, der in einem Stützgestell befestigt ist. Eine Rundfahrt durch den Kern des Dorfes lohnt sich.
- Kaiserdom Königslutter: Die ehemalige Benediktiner-Abteikirche St. Peter und Paul, Kaiserdom genannt, prägt mit ihren drei spitz aufragenden Türmen die Landschaft am Nordrand des Höhenzug Elm. Der Kaiserdom zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Romanik in Deutschland. Ein Gang durch das Museum Mechanischer Musikinstrumente informiert auf 700 Quadratmetern Ausstellungsfläche über 250 Jahre mechanische Musikinstrumente. Im selben Gebäude befindet sich eine Ausstellung über die Hintergründe zur Baugeschichte des Kaiserdoms aus der Sicht der Steinmetzkunst. Im Ausstellungsbereich des Geopark-Informationszentrums wird auf vier Stockwerken anhand von Gesteinen und Fossilien die Natur-, Landschafts- und Erdgeschichte des Braunschweiger Landes veranschaulicht. Die Otto-Klages-Sammlung zeigt eine der schönsten geologischen Privatsammlungen Deutschlands.
Sternradtour zum 35-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft
Am 17. September fand anlässlich der 35-jährigen Städtepartnerschaft zu Braunschweig sowie aufgrund des neuen Radwanderpasses eine öffentliche Sternradtour auf dem Städtepartnerschaftsradweg statt. Entsprechend des Mottos „Von Rathaus zu Rathaus“ verband der Städtepartnerschaftsradweg die „Löwenstadt Braunschweig“ mit der „Ottostadt Magdeburg“.
Nach der offiziellen Eröffnung der Radroute vor rund sechs Jahren gab es nun - anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft - einen neuen Radwanderpass. Mit diesem konnte man entlang der Route sechs analoge oder digitale Stempel sammeln. Vor diesem Hintergrund gab es am 17. September eine öffentlich geführte Sternradtour nach Helmstedt. Start in Magdeburg war gegen 9:30 Uhr mit einer offiziellen Ansprache von Oberbürgermeisterin Simone Borris auf dem Alten Markt. Bis Helmstedt sind es dann etwa 61 Rad-Kilometer. Ein weiterer Startpunkt war der Bahnhof in Eilsleben. In der Partnerstadt Braunschweig begann die Tour um 10:00 Uhr auf dem Platz der Deutschen Einheit vor dem Rathaus. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum begrüßte hier die Radfahrgruppe.
Von 14:00 bis etwa 16:30 Uhr fand in Helmstedt ein buntes Marktfest statt. Neben den offiziellen Begrüßungsreden gab es hier jede Menge Informationen und Unterhaltung rund um das Thema Fahrrad. Alle Teilnehmenden der Radtour erhielten beim Empfang auf dem Marktplatz ein kostenloses isotonisches Kaltgetränk sowie ein Salzgebäck. Von Helmstedt konnte die Heimreise auch mit dem Zug einschließlich Fahrradmitnahme in Angriff genommen werden.
Erfahrungsberichte und Toureninspirationen
Im PedaLeo, dem Fahrradmagazin für Braunschweig, erscheinen regelmäßig Reisereportagen, in denen Radreisende von ihren Touren berichten und Erfahrungen weitergeben. Auf dieser Seite sind die Artikel der letzten Jahre bequem zum Runterladen zusammengestellt. Teilweise erscheinen sie hier in einer verlängerten Fassung.
Hier sind einige Tourenvorschläge:
- Städtepartnerschaftsweg Seit 2016 verbindet der Städtepartnerschaftsradweg Braunschweig - Magdeburg die beiden Städte.
- Ein taktvoller Begleiter am Radfernweg - Unterwegs auf einem Stück Weser-Harz-Heide-Radweg Der mit 400 Kilometern längste Radfernweg Niedersachsens bietet Radfahrer*innen überwiegend autofreie und meist gut befahrbare Wegstrecken.
- Landschaftserkundung zwischen Weser und Havel: Der Radweg Berlin - Hameln Mit einer Gesamtlänge von 400 km verbindet der Radweg Berlin - Hameln die großen Flussradwege: den Weser-, Leine-Heide-, Aller-, Elbe- und Havelradweg.
- Warum in die Ferne schweifen, wenn die Weser fließt so nah? Der Weserradweg wurde schon mehrmals zum beliebtesten Radfernweg Deutschlands gekürt.
- Mein perfektes Wochenende: Bergab und mit Rückenwind durch das Tal der Diemel Der Diemelradweg wird außerhalb des Sauerlandes noch als Geheimtipp gehandelt. Auf 111 Kilometern finden Radfahrer*innen überwiegend autofreie, sehr gut befahrbare Wegstrecken. Und das in einer reizvollen Landschaft, die mehrere kulturelle Highlights offenbart. Der ADFC hat den Diemelradweg mit vier von fünf möglichen Sternen klassifiziert.
- Auf dem Ilmtal-Radweg vom Thüringer Wald zu den Weinhängen an der Saale Der beliebteste Radweg Thüringens führt auf 123 Kilometern durch das Tal der Ilm. Radfahrer*innen entdecken Natur und reichlich Kultur. Weimar lockt mit UNESCO-Welterben: Klassisches Weimar, Goethe und Schiller, Bauhaus. Der ADFC hat den Ilmtal-Radweg 2022 mit vier von fünf möglichen Sternen klassifiziert.
Der ADFC: Ihr Partner für sicheres Radfahren
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 230.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Der ADFC ist auf europäischer Ebene, bundes- und landesweit sowie im kommunalen Bereich bei den örtlichen Gemeinde- und Stadtverwaltungen aktiv und engagiert sich dort für die Förderung des Radverkehrs.
Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?
Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.
Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?
Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.
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