Radroute Dülmen Wildpferde: Ein unvergessliches Naturerlebnis

Die Wildpferdebahn in Dülmen gehört zu den sehenswertesten Ausflugszielen im Münsterland. Diese Radrundroute startet in der Dülmener Innenstadt.

Eine Radtour durch den Wildpark

Schon am Stadtrand überrascht der Wildpark Dülmen mit seinen schönen Wegen und dem reichen Waldbestand. Auf dem Rückweg Richtung Reken führt die Radroute quer durch den Wildpark Dülmen. Dieser besteht aus einer 250 Hektar großen, gärtnerisch gestaltete Anlage aus Wiesen, Wäldern und Seen, in der Damwild, Rotwild und Schafe ihre Heimat haben. Die Teiche sind Anziehungspunkt für eine Reihe von Vogelarten.

Weiter verläuft die Radstrecke durch einen kleinen Kiefernforst und die traumhafte Niederung des Merfelder Bruchs zum einzigen Wildgestüt Europas. Dann ist der Merfelder Bruch ist erreicht. Hier leben die berühmten Wildpferde ganzjährig unter freiem Himmel. Nur im Winter werden sie gefüttert. Entsprechend robust präsentieren sich die Tiere.

Die Wildpferde im Merfelder Bruch

Ein Besuch bei den rund 400 Wildpferden ist ein eindrucksvolles Erlebnis (nur am Wochenende). Auf ungefähr 400 Hektar sind die Pferde, die als Naturdenkmal geschützt sind, sich selbst überlassen. Die Dülmener Wildpferde leben seit Mitte des 19. Jahrhunderts unter der Obhut der Herzöge von Croÿ, die sich um den Fortbestand der Rasse und den Erhalt ihres Lebensraumes kümmern.

Auf dem Weg zurück nach Reken erreicht man über einen Abstecher das Areal der ca. 400 Wildpferde im Merfelder Bruch. Hier befindet sich das letzte erhaltene Wildpferdereservat in Europa (Besuch nur an Wochenenden und Feiertagen möglich).

Radtour mit dem ADFC Papenburg

Pferdespektakel Dülmen - Eine Radtour mit dem ADFC Papenburg, das ein besonderes Naturerlebnis versprach. Und so war es dann auch im traumhaft warmen August 2022. Mit 11 Leuten brach die Gruppe an einem Samstag auf zu neuen Erlebnissen.

Nicht weniger als zweimal hatte das Tourenleiterduo Hermann Kampen und Hans Poel die Strecke vorgefahren, um den Teilnehmenden ein möglichst perfektes Radfahrerlebnis zu bieten. Auch von der Wetterseite war nur bestes Sommerrradeln zu erwarten: Angenehme Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad, mäßiger Wind und kein Regen weit und breit versprachen angenehmstes Radeln durch das schöne Münsterland zu einem superattraktiven Ziel für Natur- und Pferdefreund:innen.

Erstes Ziel der Gruppe waren erwartungsgemäß die Wildpferde im Mehrfelder Bruch. Ein traumhafter Anblick bot sich der Gruppe: Unzählige Wildpferde, die sich hier in der sommerlichen Wärme tummelten.

Weitere Sehenswürdigkeiten entlang der Route

Besonders sehenswert ist auf der Rückfahrt der Rhododenronwald im Dülmener Ortsteil Welte, der sich im Mai und Juni in ein märchenhaftes, farbig leuchtendes Blütenmeer verwandelt.

Etwas abseits der Route gelegen und dennoch einen Besuch wert sind der Ödlerteich sowie das Vogelschutzgebiet Lavesumer Bruch. Das idyllische Naturschutzgebiet Heubachwiesen, welches anschließend passiert wird, hat einen besonderen Charme: In der Weite der bis zum Horizont reichenden Grünlandflächen mit zahlreichenFlachgewässern (Blänken) sind besondere Pflanzen- und Tierarten, wie z. B. Seggenarten und Sumpfdotterblume sowie Wat-, Wasser- und Wiesenvögel zu finden.

Auch wenn Dülmen selbst sicher einen Aufenthalt verdient hätte, steuerte die Gruppe ein anderes spannendes Reiseziel an: Hinter Dülmen ging's nämlich durch den Naturwildpark Dülmen. Es war ein schöner Anblick, hier einige Tiere zwischen den Bäumen und auf dem Weg zu beobachten.

Bald ging es dann weiter über Nebenwege zum Silbersee III, auf dem sich seit Mai 2022 Deutschlands größter schwimmender Solarpark befindet. Dieser besteht aus 5800 Modulen und liefert etwa drei Megawatt grünen Strom für die Quarzwerke Haltern, die die Anlage für ca. 3 Millionen Euro errichtet hat.

Rastplätze und Einkehrmöglichkeiten

Umgeben von Wald und Wiesen der Wildpferdebahn befindet sich ein traumhafter Picknickplatz. Ein schöner Ort für eine Rast ist der Picknickplatz im Merfelder Bruch. Mehrere Tische und Bänke laden zu einer Pause inmitten idyllischer Natur ein.

Es wurde langsam Zeit. Redlich hatte sich die elfköpfige Gemeinschaft eine Mittagspause verdient und kehrten mit gutem Appetit im Restaurant vom Prickings-Hof ein. Erfreulicherweise gab es dort dann auch recht große Portionen. So groß jedenfalls, dass sich einige ihre Portion zu zweit teilten. Andere ließen sich vom Übriggebliebenen ein Doggy-Pack mitgeben.

Anreise und Parken

Anfahrt mit dem Auto über die Autobahn A43 (Recklinghausen-Münster) bis zur Ausfahrt Dülmen. Von dort der Beschilderung Richtung Innenstadt folgen. Anreise mit der Bahn über den Bahnhof Dülmen. Parkplatz: Schulstr.

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