Radtouren rund um Fischen und Oberstdorf: Tipps und Routen ins Oytal

Fischen im Allgäu, eine idyllische Gemeinde im Oberallgäu, Deutschland, bietet zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren. Die geografische Lage des Ortes ist von atemberaubender Schönheit und wird von der majestätischen Berglandschaft der Alpen geprägt. Oberstdorf ist ein absolutes Paradies für alle, die gerne auf zwei Rädern unterwegs sind.

Die besten Jahreszeiten für Radtouren

Die besten Jahreszeiten für Radtouren in Fischen sind Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehm mild ist und die Natur ihre volle Pracht entfaltet hat. Im Herbst bieten sich jedoch auch farbenfrohe Touren an, bei denen man das bunte Laub bewundern kann.

Radtouren in Fischen und Umgebung

Eine der schönsten Radtouren in Fischen führt entlang des Iller-Radwegs. Dieser gut ausgebaute Radweg folgt dem Verlauf des Flusses Iller und bietet spektakuläre Aussichten auf das umliegende Gebirge sowie malerische Dörfer entlang der Strecke. Eine weitere beliebte Route ist die Kemptener-Strecke, die nach Kempten führt, einer historisch bedeutsamen Stadt in der Nähe von Fischen.

Touristen können auch den Bodensee-Königssee-Radweg erkunden, der sich über 418 Kilometer erstreckt und einige der schönsten Landschaften Deutschlands passiert. Von Fischen aus kann man verschiedene Etappen dieses Weges befahren und dabei beeindruckende Seen wie den Forggensee oder den Hopfensee erleben.

Viele Routen beginnen am Kurhaus Fiskina in Fischen. Einige Routen führen von dort Richtung Weidach-Naturpark, über die Rossbrücken, vorbei am Kinderspielplatz. Andere Routen führen über die Mühlenstraße in Richtung Langenwang, vorbei an der Sägemühle und durch den Lochleiteweg hinauf.

Radtouren im Oytal

Das Mountainbike-Revier Oberstdorf zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Vielfalt an Radtouren aus. Mit zahlreichen Kieswegen und Schotterstraßen bietet Oberstdorf bis in die höheren Täler eine Vielzahl von Routen für Gravelbiker, die die Natur erkunden möchten. Eine gemütliche Radtour mit vielen Panoramablicken führt ins Oytal. Diese Biketour ist genau richtig, wenn man das Allgäu besser kennenlernen möchte.

Oytalhaus und Umgebung

Vom Berggasthof Oytalhaus geht es auf einem Schotter-/Kiesweg weiter hinein ins Oytal - immer im Blick der markante Gradverlauf des Schnecks. Nach der Querung eines kleinen Gebirgsbaches, führt die Tour an die Untere Gutenalpe. Kurz nachdem die im Sommer bewirtschaftete Alpe passiert wurde, nimmt die Steigung der Straße zu. Bald schon windet sich die Strecke in einem anspruchsvollen Anstieg zur Käseralpe hinauf.

Die Auffahrt über den Dr.-Hohenadel-Weg ist mit dem Fahrrad konditionell nicht allzu schwer. Der einzige Weg über das Oytalhaus zum Talende wird von Fahrrädern und Personen, die zum Wandern unterwegs sind, gleichermaßen benutzt. Auch Jäger und Hirten sind auf die Alpstraße angewiesen.

Käseralpe

Wer seine Radtour ins Oytal verlängern möchte, findet in der Käseralpe ein geeignetes und nochmal konditionell forderndes Ausflugsziel. Der finale Anstieg zur Käseralpe ist extrem steil! Vor allem für die Abfahrt zurück in das Tal sind auf der Strecke Übung und Technik erforderlich. Personen, die mit dem E-Bike unterwegs sind, sollten unbedingt den Rückweg im Auge behalten um rechtzeitig abbrechen zu können.

Tückisch sind auf dieser Wegetappe vorallem die breiten Regenableiter, in denen sich leicht ein Vorderrad verfangen kann. Hier ist vorallem später bei der Abfahrt große Vorsicht geboten! Eine Besonderheit auf diesem Streckenabschnitt: der Blick auf die berüchtigten Gipfel der Höfats, die sich auf rechter Seite des Weges in den Himmel recken. Nach dem etwa zwei Kilometer langen Anstieg, kommt das Ziel, die Käseralpe in Sicht.

Weitere Routen im Oytal

Die Radtour führt ohne viele Höhenmeter vom Ortszentrum ins wildromatische Stillachtal in den Süden Oberstdorfs. Los geht die Radtour direkt am Hotel Mohren, die Sie vom Marktplatz aus durch das Trettachtal führt. Die Tour bringt Sie zuerst zur Nebelhornbahn, dann weiter über Gruben bis hin zum Christlessee. Der smaragdgrüne Gebirgssee wird auch als „Schatz des Trettachtals“ bezeichnet.

Tipps für Radtouren mit Kindern

Das Allgäu bietet eine traumhafte Kulisse mit einzigartigen Ausblicken für unvergessliche Familienmomente. Doch bevor Sie tatkräftig in die Pedale treten, wollen wir Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben, denn eine Radtour mit Kindern kann schnell zur Herausforderung werden.

  • Die Wahl der richtigen Jahreszeit: In den Herbst- und Frühlingsmonaten kann es noch recht frisch im Allgäu sein, packen Sie also eine warme Jacke ein. Achten Sie außerdem darauf, dass die Wege schneefrei sind. Wenn Sie im Hochsommer unterwegs sind, kann es hingegen extrem heiß werden. Eine Pause an der Iller oder einem der vielen Seen bietet eine erfrischende Abkühlung für groß und Klein!
  • Karte in der Jackentasche: Damit Sie nach Ihrem Fahrradabenteuer auch wieder sicher im Berghof ankommen, haben Sie im besten Fall immer eine Karte dabei. Sollten Sie diese mal vergessen, findet sich im Allgäu immer eine freundliche Person, die Ihnen weiter hilft.
  • Genug Pausen: Wählen Sie eine Strecke, die ausreichend Pausenoptionen verspricht, beispielsweise Spielplätze oder schattige Ruheorte. Auch die Aussicht auf einen leckeren Eisbecher motiviert die Kinder auf den letzten Kilometern. Möglichkeiten zum Einkehren gibt es unzählige im Allgäu.
  • Das Wetter im Auge behalten: Das Allgäu neigt, wie alle Bergregionen, zu schnell wechselnden Wetterzuständen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, vor und auch während der Fahrt die Wetterprognosen im Blick zu behalten und regenfeste Kleidung dabei zu haben. So ist Ihre Familie bestens vorbereitet und kann von keinem Schauer überrascht werden.
  • Notfallplan schmieden: Es besteht zu jeder Zeit die Gefahr, dass Unfälle passieren oder Pannen auftreten. Hierfür ist es wichtig, Anlaufstellen und dessen Telefonnummern der Region zu kennen, um möglichst schnell Hilfe holen zu können. Mithilfe dessen können Sie die Sicherheit Ihrer Kinder stets gewährleisten.
  • Die richtige Ausrüstung: Sicherheit sollte stets an erster Stelle stehen. Hierfür müssen die Fahrräder vor der Fahrt auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden, außerdem gehört ein Helm selbstverständlich zur Grundausstattung.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Fischen im Allgäu ein Paradies für Fahrradfahrer ist. Mit seiner malerischen Lage in den Alpen bietet der Ort spektakuläre Aussichten und abwechslungsreiche Routen für Radtouren aller Schwierigkeitsgrade. Egal ob man gemütlich entlang des Iller-Radwegs fahren möchte oder lieber eine anspruchsvolle Tour durch die Berglandschaft plant - hier findet jeder sein persönliches Radabenteuer.

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