Radtour auf der Insel Reichenau: Tipps und Highlights

Erkunden Sie die Insel Reichenau mit dem Fahrrad und lernen Sie die 1.300 Jahre alte Geschichte des Klosters kennen. Vor über 1300 Jahren gründete Wanderbischof Pirmin das Kloster auf der Insel Reichenau, das im frühen Mittelalter zu einem bedeutenden Impulsgeber von Kunst, Kultur und Politik wurde. Über den bestens beschilderten Bodensee-Radweg lässt sich die Klosterinsel, die heute zum UNESCO Welterbe zählt, ideal mit dem Fahrrad besuchen.

Startpunkt und Anreise

Wir starten die Tour um die Welterbe-Insel am Reichenauer Bahnhof. Am Bahnhof Reichenau (Baden) befindet sich ein öffentlicher, kostenfreier Parkplatz. Vom Reichenauer Bahnhof folgen wir der Kindlebildstraße auf den Inseldamm. Alternativ am Bahnhof Reichenau vorbei und gerade aus die Lindenallee hinauf.

Absolut idyllisch ist die Radtour von Konstanz zur Insel Reichenau. Ohne spürbare Steigungen und mit vielen Erlebnissen ist die gut ausgeschilderte Tour hervorragend für Familien geeignet. 26 Kilometer sind es inklusive der Inselumrundung und allein schon der Weg dorthin ist eine Augenweide - auch wenn die Bäume der dazugehörigen Allee auf dem Damm Pappeln sind und keine Weiden.

Start ist am Überlinger Landungsplatz, wo es mit der MS Seegold zunächst in 15 Minuten auf die gegenüberliegende Seeseite nach Wallhausen geht (Hinweis: Schiffsverbindung von April bis Anfang Oktober möglich). Von dort folgt man dem Bodensee-Radweg bergauf in Richtung Dettingen. Anschließend geht es vom Bodanrück hinab an den Untersee nach Allensbach. Die Reichenau bereits im Blick geht es vorbei am Kloster Hegne bis zum Damm, der Radfahrer auf die Insel bringt.

Rundtour um die Insel Reichenau

Diese Radtour führt einmal rund um die Insel Reichenau. Auf dieser schönen Tour radeln wir einmal um die bekannte Gemüseinsel Reichenau. Die 4,5 km lange und 1,5 km breite Insel Reichenau ist die größte der drei Bodenseeinseln.

Diese Radtour führt einmal rund um die Insel Reichenau. Auf dieser schönen Tour radeln wir einmal um die bekannte Gemüseinsel Reichenau. Die Welterbeinsel Reichenau ist die größte Insel im Bodensee. Hier kann man direkt vom Gärtner kaufen. Am Wegrand stehen kleine Obst- oder Gemüsestände mit einer Kasse, bei der auf die Ehrlichkeit der Käufer gesetzt wird.

Auf der Insel angekommen hält man sich nun rechts und gelangt vorbei an der Kirche St. Georg. Vom Radweg aus sehen wir bereits die Kirche St. Georg. Sie ist Ende des 9. Jahrhunderts erbaut und aufgrund ihrer monumentalen Wandmalereien weltweit bekannt. An der ersten Kreuzung biegen wir rechts auf die Seestraße.

Linkerhand befindet sich das täglich geöffnete, kostenfreie Museum sowie öffentliche Toiletten. Wir folgen der Seestraße bis wir rechts in die die Hermannus-Contractus-Straße einbiegen. Nach wenigen Metern fürt ein Mauerdurchlass zum Klostergarten, der nach Abt Walahfrid angelegt wurde. Folgen wir dem Walahfrid-Strabo-Weg so kommen wir zur ehemaligen Klosterkirche der Benediktinerabtei Reichenau, dem Münster St. Maria und Markus. Von dort radeln wir die Burgstraße hinunter, und biegen links in die Schulstraße ab.

Am Ende der Schulstraße biegen wir rechts ab um dann wieder links auf die Schulstraße zu fahren. Wir folgen der Straße bis zur dritten romanischen Kirche St. Peter & Paul. Auch hier gibt es eine weitere Museumseinheit und öffentliche Toiletten. Der Niederzellerstraße folgen wir, bis rechts ein Schild in Richtung Campingplatz auftaucht. Am Campingplatz kann man eine kräftigende Abkühlung im Bodensee genießen.

Danach radeln wir weiter auf der Bradlengasse die entlang des Uferwegs führt. Der Radweg ist nun auf dem Boden markiert. Von der Schiffsanlegestelle geht es weiter über den Thurgauer Weg in die Schloßstraße. Am Berg oben angekommen fahren wir ein Stück die Obere Rheinstraße entlang, bis wir links in den Moosweg abbiegen. Diesem folgen wir entlang der Rebhängen bis wir auf die Oberzeller Straße treffen. An der Kreuzung biegen wir rechts ab und folgen der Straße bis wir wieder links in die Abtswiese abbiegen können.

Kulturhistorische Highlights

Auch kulturhistorisch ist auf dem Weg um die Insel einiges geboten. Es empfielt sich die drei romanischen Kirchen St. Georg, St. Peter und Paul und das Münster St. Besuchen Sie die drei romanischen Kirchen mit ihren Museumseinheiten und erfahren Sie mehr über die kulturhistorische Bedeutung der Insel. Die Reichenau ist seit 2000 Unesco-Weltkulturerbe, und das verdankt sie ihrem großen Benediktinerkloster.

Die anlässlich des Jubiläums 2024 neu gestalteten Klostergärten an der Nordflanke des Münsters deuten den Kreuzgarten im Zentrum des ehemaligen Kreuzgangs an und orientieren sich darüber hinaus an den Gartenbereichen, die im berühmten, auf der Reichenau entstandenen St. Galler Klosterplan dargestellt sind. Zum Jubiläumsjahr wurde außerdem die Münsterschatzkammer umgestaltet, die kostbaren Schätze, wie hausförmige Reliquienschreine aus dem Mittelalter, Vortragekreuze und bedeutende sakrale Kunstwerke werden jetzt neu und modern präsentiert. Auch das Museum Reichenau wurde mit einer neuen Dauerausstellung aufgewertet.

Kulinarische Genüsse und Erfrischungen

Während der Umrundung der Kloster- und Gemüseinsel laden zahlreiche Cafés und Restaurants - davon viele mit Blick auf den Untersee - zur Rast ein. Auf ihren Feldern und in den Gewächshäusern ziehen die Reichenauer Gärtner etwa Tomaten, Gurken und Salat. In den Netzen der Berufsfischer zappeln Kretzer, Felchen und Zander. Außerdem keltert die kleinste selbständige Winzergenossenschaft im südlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands erstklassige Bodenseeweine.

Für eine Abkühlung an heißen Sommertagen bieten sich mehrere Gelegenheiten auf der Strecke an. Durch das milde Klima gibt es überall auf Reichenau reichlich Obst- und Gemüseanbau. Auf der Rundtour gibt es immer wieder Leckeres und Gesundes an den kleinen Straßenständen zu kaufen. Nicht verpassen: Das Restaurant auf dem Inselcampingplatz Sandseele mit tollem Kuchen und Seeblick.

Weitere Tipps und Hinweise

  • Radfahrer bitte Helm tragen.
  • Die allgemeinen Verkehrsregeln müssen beachtet werden.
  • Fahrradhelm, Sonnenschutz, der Witterung entsprechende Kleidung und genügend zu Trinken für unterwegs werden empfohlen.

Wer nicht dieselbe Strecke nach Konstanz zurückradeln will, nimmt kurzerhand am Reichenauer Schiffsanleger die Fähre rüber ins schweizerische Mannenbach. Kurz nach dem Bahnhof Petershausen zweigt man nach rechts ab und gelangt über die St. Gehbard-Straße und die Spanierstraße zum Hallenbad Konstanz. Nachdem man hier die Straße überquert hat, erreicht man über den Benediktinerplatz das Archäologische Landesmuseum. Wer mag, kann hier weiter in die Geschichte der Region eintauchen. Ansonsten hat man am Sternenplatz die Möglichkeit, einen Abstecher über den Rhein zu machen und die Konstanzer Innenstadt zu besuchen. Andernfalls fährt man durch die Radfahrer- und Fußgängerunterführung auf die von prächtigen Häusern gesäumte Seestraße.

Entlang des Seerheins, wo der Rhein den Bodensee wieder verlässt, folgt man anschließend dem beschilderten Bodensee-Radweg bis zur Autofähre in Richtung Meersburg. Mit der Fähre geht es im 15-Minuten-Takt nach Meersburg.

Überblick der Tour

Hier ist ein kurzer Überblick über die Route:

Ort Typ Kilometer
Konstanz Stadt 0,0 km
Kindlebildkapelle Andachtsstätte 0,5 km
St. Methodios und Kyrillos Andachtsstätte 5,5 km
Reichenau Dorf 5,6 km
St. Maria und Markus Andachtsstätte 5,7 km
St. Peter und Paul Andachtsstätte 7,9 km
Kindlebildkapelle Andachtsstätte 16,4 km

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