Radweg Lübeck-Wakenitz: Eine detaillierte Beschreibung

Die Wakenitz und der Schaalseekanal führen von der Hansestadt Lübeck durch die Ratzeburger Seen und die Eulenspiegelstadt Ratzeburg bis weit hinauf in die Lauenburgischen Seen.

Streckenbeschreibung

Diese ca. 34 km lange Radtour von Lübeck an den Ratzeburger See lässt sich zwar durchaus an einem halben Tag zurücklegen, eignet sich aber besser als Tagesausflug. Entlang dieser etwa 20 km langen Strecke präsentiert sich der große Abwechslungsreichtum von Lübeck und Umgebung: mittelalterliche Altstadt und vornehme Vorstadtvillen. Von der Lübecker Innenstadt an der Wakenitz in Richtung Ratzeburg.

Die 26 km lange, gut ausgeschilderte Fahrradtour führt von der Inselstadt Ratzeburg über Bäk, Utecht, Rothenhusen weiter über Poogeez und Einhaus einmal rund um den Großen Ratzeburger See. Die Wakenitz und der Schaalseekanal führen uns von der Hansestadt Lübeck durch die Ratzeburger Seen und die Eulenspiegelstadt Ratzeburg bis weit hinauf in die Lauenburgischen Seen.

Routenverlauf und Sehenswürdigkeiten

Wir fahren in Lübeck zur Elsässer Straße und dort bis etwa 70 m vor Ende der Straße, also 70 m vor dem dortigen Wendehammer. Rechter Hand - gegenüber der Einmündung der Danziger Straße - beginnt unsere Tour durch eine schmale Zuwegung zur Wakenitz hinunter. Wir folgen dem Uferweg, umfahren nach rund 2,5 km das Klubgelände eines Wassersportvereins und gelangen nach einer Weile an eine Eisenbahntrasse.

Nach schräg rechts zweigt ein Weg zum schönen Naturbad Eichholz Kleiner See ab. Vorerst jedenfalls fahren wir an der Abzweigung vorbei und gelangen nach kurzer Weile zu einer kleinen Brücke über die Wakenitz. Wir überqueren diese. Hierdurch stoßen wir auf den gut ausgebauten Drägerweg. Benannt ist er nach dem lübecker Fabrikanten und Mäzen Heinrich Dräger, dessen Stiftung den Ausbau dieses rund 14 km langen Weges, der bis nach Rotenhusen am Ratzeburger See reicht, finanziell maßgeblich begleitet hat.

Die Autobahn A 20 unterqueren wir, radeln weiter in einer Linksschleife bis kurz vor Nädlershorst und biegen dann leicht nach rechts ab. Nun überqueren wir die Wakenitz erneut, diesmal über die dortige kleine Fußgängerbrücke in Richtung Schattin.

Wir umfahren den linker Hand erscheinenden Wald. Man kann ihn nicht durchfahren, er ist wegen Versandung bzw. Versumpfung der Wege schlichtweg raduntauglich. Der Weg führt an einer vormaligen Unterkunft der damaligen DDR-Grenztruppe vorbei (später als Hotel betrieben und gescheitert) und wird ebenfalls auf eine noch duldsame Strecke sandig, bleibt aber noch auskömmlich befahrbar. Der Weg stößt auf eine Asphaltstraße, die nach links zu einer Autobahnbrücke führt. Wir nehmen diese nicht, sondern biegen nach rechts ab und gelangen in Parallelfahrt zur Autobahn zu einer weiteren Autobahnbrücke.

Rund 500 m nach Überfahren der Landesgrenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein biegen wir nach links in die Straße Tannenkoppel. Diese fahren wir hinunter, bis sie einen scharfen Linksknick macht. Wir vollziehen diesen nicht mit, sondern fahren geradeaus weiter auf den Wirtschaftsweg, folgen diesem in leichter Rechtsbiegung und gelangen dadurch zur bereits bekannten Eisenbahntrasse. Etwas nach links liegt die Zufahrt zum Naturbad Eichholz Kleiner See.

Nach einer kurzen Besichtigung, verlässt man die Altstadt von Mölln nun über die “Hauptstraße“, um anschließend der “Ratzeburger Straße” stadtauswärts zu folgen. Hinter Fredeburg nimmt man den Abzweig nach Ratzeburg, das man anschließend nach ein paar Minuten radeln erreicht. Auch Ratzeburg, vor allem die Altstadt bzw. „Inselstadt“, ist von Wasser eingerahmt.

Nach dieser Stärkung, nimmt man den „Bäker Weg“, verlässt Ratzeburg nordwärts und oberhalb des Ostufers des Domsees. Für die nächsten etwa 5 km wird die Radtour etwas mühsamer, da sich der Weg nun auf und ab durch kühlen Wald und kleine Dörfer schlängelt. In Römnitz biegt man hier nach links ab und entert über einen tollen Feldweg das Naturschutzgebiet am „Ostufer des Großen Ratzeburger Sees“. In Kalkhütte verlässt man kurz den Wald des Naturschutzgebietes und hat hier einen tollen Ausblick auf den unterhalb liegenden See. Danach führt eine asphaltierte Straße wieder hinein in den Mischwald, hinter dem man die Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern „überradelt“.

Besonderheiten der Strecke

Die Wakenitz ist ab dem Lübecker Ortteil Strecknitz Naturschutzgebiet. Das Befahren ist daher nur zwischen 6.00 bis 19.00 Uhr gestattet. Schilder an den Ufern in Lübeck informieren darüber, welche Buchten im Stadtgebiet nicht befahren werden dürfen. Anlegen ist nur am Westufer in Absalonshorst und Müggenburg erlaubt, Es gibt aber einige Stellen, wo der Wanderweg direkt am Ufer entlang führt und die Ufer befestigt wurden.

Das Ostufer des Ratzeburger Sees ist Naturschutzgebiet und darf nur mit 50 Metern Abstand befahren werden. Die vielgelobte "Lauenburger Seenplatte" ist aber so etwas wie ein Potemkin'sches Dorf, davon bemerkt der Paddler nichts, wenn er keine Möglichkeit organisiert, den Schaalsee zu befahren, wobei der mecklenburgische Teil praktisch absolut gesperrt ist, da eine Genehmigung dieses Teils kaum zu erhalten ist.

Entlang bzw. parallel dieses Elbe-Lübeck-Kanals führte mich der Radweg bereits am Vortag dieser Fahrradtour von Lauenburg nach Mölln.

Wir folgen dem Drägerweg entlang der Wakenitz bis zum Fährhaus Rothenhusen am Ratzeburger See. Für eine ausgiebige Rast eignet sich aber vor allem der Fähranleger Rothenhusen, am Nordrand des Sees gelegen. Hier am Fähranleger beginnt auch der Flusslauf der „Wakenitz“.

Über grüne Wiesen, Felder und durch kleine Wälder gelangt man allmählich immer näher an die Wakenitz heran. Die Wakenitz wird auch als „Amazonas des Nordens“ bezeichnet. Ihr Ufer ist dicht und wild, fast urwaldartig bewachsen. Auf dem „Drägerweg“, benannt nach dem früheren Lübecker Industriellen Heinrich Dräger, radelt man hier in Flussnähe stetig nordwärts.

Nachdem man eine Bahnlinie passiert hat (Tunnel), erreicht man mit „Eichholz“ allmählich städtisches Gebiet, den östlichen Stadtteil von Lübeck. Die Wakenitz wird hier nun merklich breiter und schlängelt sich in weiten Bögen durch die Landschaft. An vielen Uferstellen hat man tolle Ausblicke über diese entzückende Flusslandschaft. Man folgt dem ausgeschilderten Uferweg nun weiter in Richtung Lübeck-Zentrum, um am „Moltkeplatz“ die „Moltkebrücke“ über die Wakenitz zu überqueren.

Vorab kommen wird an dem kleinen Stadtgut Falkenhusen vorbei. Das Gut wird ökologisch geführt und hat einen Hofladen, in dem man landwirtschaftliche Produkte kaufen kann. Der zum Gut führende ausgeschilderte Weg führt noch weiter, zu dem nahe und direkt an der Wakenitz gelegenen idyllischen Absalonshorst.

Bevor wir ohnehin dicht an Absalonshorst vorbeikommen, liegt direkt am Drägerweg, etwa 430 m nach der Abzweigung nach Falkenhusen ein überaus stattlicher Findling in einer idyllischen Baumgruppe mit Sitzbank . Er ist beschriftet als Denkmal dazu, dass hier Heinrich der Löwe im Jahre 1158 die "Löwenstadt" in Konkurrenz zum 1157 verheerend abgebrannten Lübeck gegründet habe. Dass eine Gründung stattfand steht fest, nicht jedoch, dass sie hier erfolgte.

Folgt uns zu einem der ältesten Bauerndörfern im ehemaligen Fürstentum Ratzeburg und auch sicher die Dorfschönheit Nr 1 in der nördlichen Biosphäre: Thandorf. Einziger Wermutstropfen: zum Schutz der zur Brutzeit besonders ruhebedürftigen Vogelarten ist das Waldgebiet des Mechower Holzes vom 01.Februar bis zum 15.

Tipps und Hinweise

  • Beste Jahreszeit: Geeignet wetterabhängig von April bis Oktober.
  • Einkehrmöglichkeiten: Gibt es in Berkenthin und in Lankau.
  • Anreise: Bahnhof an der Strecke Lüneburg-Lübeck: www.bahn.de
  • Weitere Infos: Tourist-Information Ratzeburg, Rathaus / Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg
  • Fahrradvermietung und Reparaturservice: Fahrradvermieter und Reparaturservices finden Sie in Ratzeburg.

Die Wakenitz ist absolut familientauglich in beiden Richtungen. Der Ratzeburger See ist bei bestimmten Windrichtungen und Stärken mit Vorsicht zu genießen. Er neigt bereits bei relativ geringen Windstärken zur Wellenbildung.

GPS-Daten

Aufgezeichnete GPS-Tourdaten zwischen Start & Ziel:

  • Gesamtstrecke ➙ 44,5 km
  • Höchster Pkt. ∧ 47 m
  • Tiefster Pkt. ∨ -1 m
  • Anstieg Σ ➚ 291 m
  • Abstieg Σ ➘ -294 m

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