Würzburg und das Fränkische Weinland eignen sich wunderbar für Fahrradtouren. Egal, ob ihr mit einem Tourenrad oder einem E-Bike unterwegs seid, am Main findet ihr auf jeden Fall gut ausgebaute Radwege. Links und rechts der Wege könnt ihr die malerische Flusslandschaft mit ihren idyllischen Orten erkunden. Ein echtes Highlight, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet, ist der 600 km lange MainRadweg, der fast eben von den Quellen des Mains bis zu seiner Mündung in Mainz verläuft.
Der MainRadweg: Eine Paradestrecke für Flussgenießer
Der MainRadweg ist die Paradestrecke für Flussgenießer: Er folgt dem Lauf des Mains von seinen Quellen bis zur Mündung. Im Fränkischen Weinland ist der MainRadweg besonders schön, vereint die Radtour hier doch das Panorama der Weinberge mit herausragenden Städtehöhepunkten. Auf seiner ganzen Länge ist der Main-Radweg eine erste Wahl für Radler:innen, die sich an Biervielfalt und Weingenuss, dem Entdecken barocker Schlösser, mittelalterlicher Stadtbilder oder attraktiver Landschaften erfreuen.
Highlights entlang der Strecke
- Bayreuth: Offiziell beginnt der Weg in Bayreuth und führt über Kulmbach nach Bamberg. Wer in Bayreuth die Tour auf dem Mainradweg beginnt, fährt zu Beginn Richtung Lichtenfels und kann einen Abstecher nach Kulmbach einlegen.
- Bamberg: Im beschaulichen Fachwerkstädtchen Bamberg, das seit 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, gibt es viel zu sehen.
- Fränkisches Weinland: Weiter radelt ihr durch das Fränkische Weinland mit seiner hügeligen Weinbergslandschaft über die idyllische Volkacher Mainschleife bis nach Würzburg.
- Würzburg: Dann empfängt Würzburg die Radler auf dem MainRadweg: Hier zählt die fürstbischöfliche Residenz zum Welterbe der UNESCO. Von dort folgt der MainRadweg weiter dem Flussverlauf nach Miltenberg und Aschaffenburg.
Route von Würzburg nach Wertheim
Besonders die Etappe von Würzburg nach Wertheim gilt als eine der schönsten Abschnitte der gesamten Route. Auf rund 60 Kilometern führt der Weg durch idyllische Weinlandschaften, historische Städte und charmante Dörfer direkt entlang des Mains. Die Etappe von Würzburg nach Wertheim ist ideal für alle, die Natur, Kultur und Kulinarik auf dem Rad vereinen wollen. Mit wenig Steigung, vielen Einkehrmöglichkeiten und einer Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten eignet sie sich perfekt für Einsteiger und Genießer gleichermaßen.
Warum ist diese Etappe so besonders?
- Abwechslungsreiche Landschaft: Weinberge, Wiesen, Flussauen und lichte Wälder wechseln sich ab.
- Historische Orte: Unterwegs erwarten dich malerische Städte wie Karlstadt, Marktheidenfeld oder das barocke Stift Triefenstein.
- Entspannte Streckenführung: Flach, asphaltiert und meist abseits vom Autoverkehr.
- Kulinarik und Wein: Fränkische Spezialitäten und regionale Weine in Gasthöfen und Weingütern entlang der Strecke.
Die Route im Detail
- Start: Würzburg
Die Tour beginnt in der barocken Universitätsstadt Würzburg. Ein Besuch der Residenz (UNESCO-Welterbe), ein Spaziergang über die Alte Mainbrücke oder ein Blick auf die Festung Marienberg lohnen sich vor dem Start.
- Etappenpunkte:
- Zell am Main: Kleines Winzerdorf mit schöner Mainpromenade
- Karlstadt: Historische Altstadt mit gut erhaltenem Stadtmauerring
- Gemünden am Main: Treffpunkt von drei Flüssen und Ausgangspunkt für Wanderfreunde
- Marktheidenfeld: Malerische Fachwerkstadt mit Zugang zum Mainufer und guten Einkehrmöglichkeiten
- Ziel: Wertheim
Die mittelalterliche Stadt am Zusammenfluss von Main und Tauber ist der krönende Abschluss der Etappe. Besonders sehenswert ist die Burg Wertheim, die hoch über der Stadt thront und einen fantastischen Ausblick bietet.
Praktische Tipps für deine Tour
- Streckenlänge: ca. 60 km, ideal für eine Tagestour oder mit Zwischenübernachtung
- Anreise: Würzburg ist sehr gut per Bahn erreichbar
- Rückfahrt: Von Wertheim aus fährt stündlich ein Regionalzug zurück nach Würzburg (Fahrradmitnahme möglich)
- Beste Reisezeit: Mai bis Oktober
- Für Genießer: Plane Pausen für Weinverkostungen oder einen Abstecher zur Klosteranlage Bronnbach
Weitere Routen und Alternativen
Für alternative Entdeckungstouren bieten sich Fernradwege an, die längs des Mains, der Tauber, der Saale und durch Spessart, Rhön und Steigerwald verlaufen - wie der Main-Tauber-Fränkische Radachter. Der Weg verbindet zwischen Maindreieck, Mainviereck und Tauber ursprüngliche Natur, verträumte Flusslandschaften, typisch fränkische Fachwerkkunst, barocke Pracht und natürlich berühmte Weine.
Kennt ihr schon den Fernradweg Romantische Straße? Er verläuft vom Main bis zu den Alpen - genauer gesagt von Würzburg bis nach Füssen. Opulenter Startpunkt ist das UNESCO Weltkulturerbe Würzburger Residenz. Die idyllische Route orientiert sich an der berühmten Ferienstraße, bleibt aber meist abseits der Autostraßen.
Mountainbiken ist die wohl abenteuerlichste Art, Mainfranken zu erfahren - zum Beispiel die MTB-Strecke „Querfeldein zu Main und Wein“, die zu Würzburgs Landesgartenschau 2018 eröffnet wurde. Auf der Plattform komoot beschreiben Mitglieder der Community ihre Lieblingsrouten, geben Tipps und zeigen Impressionen.
Start in Würzburg
In Würzburg (km 0) beginnt die Etappe an der Alten Mainbrücke. Zunächst führt die Route hinunter an den Main: Es geht durch die Mainpromenade, quer über den Parkplatz und an der Friedensbrücke hinauf und über die Ampel (der Weg direkt am Main muss bei Festen und Ausstellungen häufig gesperrt werden). Doch bald geht es wieder hinunter zum Fluss und die Tour verlässt Würzburg auf breiten Wegen. Es geht vorbei an der Schleuse und in Schleifen durch einen Park.
Entlang des Mains
Am Ende der Laudenbacher Mainpromenade (km 25,6) befindet sich ein reizvoll gelegener Biergarten - ideal für einen Stopp, bevor die Route auf die Straße und gleich wieder hinunter an den Fluss führt. In Mühlbach (km 27) biegen die Radelnden direkt nach einer markanten S-Kurve links ab, danach geht es sechs Mal rechts (am Schwalbennest, am Brückenbeginn, am Brückenende, in den Baggertsweg, am Ende des Baggertswegs zum Parkplatz am Main, am Maintor in der Stadtmauer) bis in die historische Altstadt von Karlstadt (km 28). Sie überqueren den Marktplatz mit Blick aufs Historische Rathaus nach links und fahren am Ende der Hauptstraße wieder links zur Mainpromenade (Wegweiser mit den Zielen Gemünden/Wernfeld am unteren Ende der Promenade). Bis nach Gemünden ist der Main nun wieder ständiger Begleiter.
Vom Maindreieck zum Mainviereck
Auch der letzte Abschnitt des Maindreiecks steht im Zeichen des Weins - vor allem rechts des Flusses werden an den Hängen hervorragende Frankenwein angebaut. Langsam geht es nun mit dem Maindreieck und dem Weinbau zu Ende - nur auf der rechen Seite des Mains sieht man bis zum Karlstadter Ortsteil Gambach immer noch Weinberge. Doch auch diese sind nach der Mündung der Wern bei Wernfeld (km 38,5) verschwunden. Wo Sinn und Fränkische Saale in den Main münden, wechselt die Route in den Spessart: Statt am Maindreieck sind die Radelnden nun am Mainviereck unterwegs.
Der MainRadweg ab Kitzingen
In Kitzingen (km 0) startet der MainRadweg am Wegweiser „Ochsenfurt 17/Marktsteft 6,9“ in seinen nächsten Abschnitt. Am Ende der Brücke fahren die Radelnden dreimal links und dann entlang des Mainufers durch das Gelände der kleinen Landesgartenschau. Dort geht es direkt am alten Hafen vorbei, der unter Denkmalschutz steht. Am Ende des Wegs wird die Hauptstraße überquert und entlang der Weinberge nach Marktbreit (km 11) weitergeradelt: Jetzt befinden sich die Radelnden am südlichsten Zipfel des Maindreiecks. Zur Weiterfahrt überquert man an einer Ampel die Bundesstraße. Am Fahrradwegweiser geht es links und auf Ochsenfurt zu. Hoch über dem Radweg schwingt sich die Talbrücke der Autobahn A 7 über das Maintal. Nur wenige Kilometer mainabwärts gelangen die Radelnden nach Ochsenfurt (km 17) und damit in eine der ältesten Städte am Main. Gleich nach der Unterquerung der Alten Brücke fährt man links hoch zur Stadt. Der MainRadweg führt über die Brücke ans rechte Mainufer und passiert gleich darauf Kleinochsenfurt (km 18,5). Vorbei an der Schleuse Goßmannsdorf geht es nach Sommerhausen (km 23), das sich hinter einer mächtigen Stadtmauer verbirgt. Nach dem Ort ist schon von weitem der markante Kirchturm von Eibelstadt (km 26) zu erkennen - und nach der Unterquerung der A 3 grüßt aus der Ferne die Residenzstadt Würzburg mit der Festung Marienberg. Jetzt begleiten die berühmten Weinlagen der Region die Routen.
Weitere Tipps und Informationen
- In Himmelstadt befindet sich das offizielle Weihnachtspostamt, an das in der Weihnachtszeit mehr als 50.000 Briefe aus der ganzen Welt geschickt werden.
- An mehreren Ladestationen im Stadtgebiet könnt ihr euer E-Bike kostenlos aufladen. Übrigens: sogar euer Smartphone könnt ihr hier mit Strom versorgen.
- Alle Infos zum MainRadweg findet ihr unter www.mainradweg.com.
- Neben Routenbeschreibungen und Vorschlägen für Tagestouren findet ihr dort Höhenprofile sowie Steigungen oder Gefälle der populärsten Radstrecken in Stadt und Landkreis Würzburg. Radler- und bikerfreundliche Gaststätten, E-Bike-Stationen und Werkstätten sind ebenfalls leicht zu finden.
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