Entdecken Sie Wackersdorf und Steinberg am See - das Herz des Oberpfälzer Seenlands. Eine schöne Radtour durch die Naturlandschaft im Oberpfälzer Seenland zu den bekannten Badeseen Steinberger See, Knappensee, Murnersee, Brückelsee und Ausee. Wasser soweit das Auge reicht - dieser Rundweg führt mit seinen ca. 116 km durch das Land der tausend Möglichkeiten.
Der Vier-Seen-Weg verdankt seinen Namen Steinberger See, Murner See, Brückelsee und Knappensee, unseren vier größten Seen. Der Rad-Rundweg ermöglicht den Tourenstart theoretisch an jeder beliebigen Stelle.
Startpunkt und Route
Der Großparkplatz in der Industriestraße (Industriestraße 1, 92442 Wackersdorf), der direkt an den Vier-Seen-Weg grenzt, bietet sich als Ausgangsort an. Neben WCs stehen hier rund 500 kostenfreie Parkplätze zur Verfügung, und zum ersten Highlight, dem Murner See, sind es gerade einmal 500 Meter.
Vom Parkplatz aus geht es los Richtung Norden und direkt nach dem Kreisverkehr biegst du in den Seerundweg des Murner Sees ein. Am Rundweg, der als Naturlehrpfad interessante Informationen und Einblicke in die Landschafts- und Kulturgeschichte der Region sowie in die Pflanzen- und Tierwelt um den Murner See bietet, passierst du den Oberpfälzer Märchengarten, die Naturkneippanlage, den Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur und den Aussichtsturm, bevor man über den Dammweg zwischen Murner See und Brückelsee zum Badebereich des Murner Sees gelangt. Wer mag, macht hier einen kleinen Abstecher zum Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur, dem Aussichtsturm oder dem Oberpfälzer Märchengarten oder dreht gleich eine Runde um den See (See-Rundweg ca. 7 km lang).
Restaurant, Café, Imbiss, WC, E-Bike-Ladestation - Wer möchte, findet hier die erste Möglichkeit zum Auftanken.
Weiterfahrt zu den anderen Seen
Vom Murner See aus geht es nun Richtung Knappensee und Steinberger See, inmitten friedvoller Wälder. Zwischendurch kreuzt der Radweg die Industriestraße und passiert das ProKart Raceland, die größte GoKart-Bahn Deutschlands.
Vielleicht hast du das Glück, zu einer der zum Teil internationalen Meisterschaften hinzustoßen und sich von der Dynamik, dem Sound und dem Geruch von Benzin und verbranntem Gummi mitreißen zu lassen. Auch man selbst kann hier sein Geschick an Leihkarts unter Beweis stellen, oder zum gemütlichen Boxenstopp im ProKart-Bistro einkehren.
Übrigens macht die Industriestraße ihrem Namen bis heute alle Ehre. Als das definitive Aus der WAA besiegelt war, ließen sich internationale Konzerne und Industriebetriebe auf dem geplanten WAA-Gelände nieder. Die Hauptzufahrt und Verbindung zur B85 und A93 ist bis heute die Industriestraße. Die meisten Wackersdorfer Produkte verlassen den Ort "unsichtbar" in geschlossenen LKWs oder im Falle BMWs auf dem Schienenweg, manchmal begegnet einem an der Industriestraße aber der ein oder andere Schwertransport mit einer der großen grünen Spezialbaumaschinen aus dem Wackersdofer Sennebogen-Werk.
Nach der prominenten langen Geraden und einem leichten Anstieg Wackersdorf erreicht. Der Radweg führt direkt an Wackersdorf vorbei - doch der kurze Abstecher in den Ort lohnt sich. Die Ortschaft bietet alle kulinarischen Möglichkeiten für eine ausgedehnte Rast, egal ob Brotzeit, regionale, mediterrane Küche, Döner oder der Hopp-Off am Supermarkt. Auch ein Besuch des Wackersdorfer Panoramabads direkt neben dem Wasserturm gelegen (Weg zum Bad 850 Meter, 50 Höhenmeter) oder des Wackersdorfer Museumsareals mit Geotop und Tertiärwald ist möglich.
Letzteres ist fast ein Muss - schließlich liegt es unmittelbar am Weg. Das Industrie- und Heimatmuseum in Wackersdorf erzählt die Geschichte von Ort, Gesellschaft und Industrie des Orts im Wandel der Zeit und hält so die unsichtbare Vergangenheit sichtbar. Apropos unsichtbare Vergangenheit: Wer rechter Hand an Wackersdorf vorbeiradelt, werfe einen kurzen Blick nach links. Dort, wo sich heute die Natur das Land vollständig zurückerobert hat, stand bis in die 1950er Jahre Alt-Wackerdorf. Der Ort wurde abgerissen und am heutigen Standort wieder aufgebaut, um an weitere Braunkohlevorkommen zu gelangen.
Der Weg führt weiter zum Knappensee, dem kleinsten der Runde. Bis auf Wege und Sitzbänke ist der Knappensee naturbelassen. Bitte hier nicht Baden - der See "gehört" ganz unseren Grau- und Kanadagänsen. Beobachte deren Treiben, genieße die Eindrücke und Lichtspiele der Sonne auf der Wasseroberfläche, lausche dem Rauschen des Birkenlaubs und der Schilfgräser im Wind.
Aus manchen Perspektiven kannst du hier schon das Wahrzeichen des vierten, unseres prominenten Sees, der nur durch einen kleinen Damm vom Knappensee getrennt ist, entdecken: Die Erlebnisholzkugel am Steinberger See, die weltweit größte ihrer Art. Von deren Aussichtsplattform in rund 40 Metern Höhe offenbart sich schnell der besondere Reiz des Sees. Idyllische, naturnahe Bereiche treffen hier auf Erlebnis und Action: Wasserski, Segeln, Adventure-Golf, Surfen, Tretbootfahren, Stand-Up-Paddling, Badestrände, Restaurants und Cafés oder der Jugend- und Familienfreizeitpark Movin’G’round.
Kaum ein anderer Ort in der Region bietet so vielseitige Möglichkeiten für Erholung, Sport und Freizeit - und alle liegen direkt am Vier-Seen-Weg. Auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Zeit zu verbringen. Die Erlebnisholzkugel bietet tolle Weitblicke über die Seenlandschaft, Wasserratten kommen im Wild Wake Park auf ihre Kosten oder du spielst eine Runde Adventuregolf. Auch um Ostbayerns größten See gibt es einen ca. 7 km langen Seerundweg, den du erradeln kannst.
Während der Umrundung des Steinberger Sees durchquerst du auch die Ortschaft Steinberg am See. Ähnlich wie in Wackersdorf besteht auch hier die Möglichkeit für Halt und Rast. Ein besonderer Tipp ist das Braunkohle- und Heimatmuseum in der Ortsmitte, das einzige Braunkohlemuseum in ganz Süddeutschland.
Auf liebevolle Weise halten Steinberger, die viele Epochen der Geschichte noch selbst miterlebt haben, die Vergangenheit des Ortes lebendig und dokumentieren die Geschichte der Bayerischen Braunkohlen Industrie lückenlos. Von Steinberg am See geht es über den Vier-Seen-Weg zurück Richtung Knappensee und über dessen Ostufer durch den Wald, vorbei an Heselbach nach Grafenricht, auf den Grafenrichter Berg.
Die gut fünfzig Höhenmeter bei mäßiger Steigung werden mit einem traumhaften Ausblick über den im Westen liegenden Steinberger See belohnt, über dem am Abend langsam die Sonne untergeht.
Zusätzliche Routen
Start der Radtour ist in Schwarzenfeld am Rathaus. Der Naab-Regen-Radweg bringt dich zum Murner See. Vom Steinberger See aus bringt dich der Oberpfälzer Seenland-Radweg nun nach Schwandorf - hier lohnt sich eine Führung durch die Historischen Felsenkeller (unbedingt vorbuchen!).
Die Tour ist als Rundweg in beide Richtungen ausgeschildert und führt Sie von Bodenwöhr über Taxöldern an den Murner See und von dort über Altenschwand und Neuenschwand zurück nach Bodenwöhr. Vom Ausgangspunkt am Rathausplatz fahren Sie am Kriegerdenkmal links Richtung Taxöldern - Sie kommen an den Campingplätzen vorbei und erreichen die Ortschaft Taxöldern nach ca. 6 km - am Anfang der Ortschaft biegen Sie links Richtung Altenschwand ab - nach ca. 2,3 km kommen Sie auf die Kreisstraße Altenschwand -Hofenstetten - hier links abbiegen Richtung Altenschwand (Vorsicht beim Überqueren, schneller Verkehr) nach ca. 1,3 km verlassen Sie die Kreisstraße am Anfang der Brücke nach rechts - dann nach ca. 600 m links abbiegen - nach ca. 3,7 km kommen Sie zu den Eckart Werken.
Sie fahren nun an dem Werk vorbei und biegen unmittelbar danach nach links ab. Nach ca. 500 Metern geht es rechts ab, hier queren Sie die Straße und befahren auf der anderen Seite den Radweg - den Kreisverkehr überqueren Sie geradeaus - dann kommen Sie an den schönen Murner See (Badesee) - diesen können Sie auf dem Seerundweg umfahren. Wieder am Kreisverkehr angelangt fahren Sie Richtung Wackersdorf und bleiben bis zum nächsten Kreisel auf dem Radweg. Nach dem Kreisverkehr wechseln Sie durch die Unterführung die Straßenseite, die Kartbahn liegt nun links von Ihnen. Sie folgen der Straße entlang der Kartbahn, am Ende der Straße biegen Sie rechts auf den Radweg ab. Auf dem dem Radweg entlang des Innovationsparks (ehemaliges WAA-Gelände) geht es nach Altenschwand (ca. 3,5 km) - hier treffen Sie auf die Hauptstraße und biegen in diese halbrechts ein. Sie durchfahren den Ort auf dieser Straße - dann überqueren Sie die Kreisstraße (Vorsicht) und erreichen nach ca. 700 m Neuenschwand - in Neuenschwand biegen Sie links zur Kirche ab und fahren dann auf dem Wasserweg (Straßenbezeichnung) weiter - hier fahren Sie ca. 400 m und biegen unmittelbar nach dem Sportplatz rechts ab.
Oberpfälzer Seenland
Im Oberpfälzer Seenland liegt mit dem Steinberger See der größte See Ostbayerns. Aber dabei bleibt es in dieser flüsse- und seenreichen Region nicht - hier nur ein paar klingende Namen aus dem reichhaltigen Angebot: Murner See, Klausensee, Hammersee, Eixendorfer See, Grüner See.
Zahlreiche Wassersportmöglichkeiten erschließen das Wassereldorado: Wasserski und Wakeboarden, Segeln, Surfen, Baden, Tauchen, Bootswandern auf Naab und Regen, unzählige Angelmöglichkeiten in stehenden und fließenden Gewässern.
beliebtes Ausflugsziel zum Wandern, Baden, Bootfahren und Angeln mitten im Oberpfälzer Seenland, Radwege, Wanderwege rund um den See, Kunst-Wasserweg, Badestrand...
Verbesserung der Infrastruktur
Pünktlich vor den Pfingstferien wurde der neue Geh- und Radweg entlang der Sonnenrieder Straße am Murner See fertiggestellt. Auf einer Länge von 540 Metern wurde der Weg auf insgesamt fünf Meter mit jeweils zweieinhalb Metern für Fußgänger und Radfahrer verbreitert. Durch die Verbreiterung auf der straßenabgewandten Seite konnte man sowohl Fußgängern als auch Radfahrern festen Verkehrsraum zuweisen.
Für die Planung des Projekts war das Ingenieurbüro Riedl aus Furth im Wald zuständig, die Bauausführung übernahm die Firma STRABAG. Die durchgeführte Maßnahme zwischen dem Großparkplatz und dem Campingplatz am Murner See wurde laut dem stellvertretenden Bürgermeister Thomas Neidl nicht nur den Komfort, sondern vor allem die Verkehrssicherheit verbessert. Der Ausbau ist Teil eines umfassenden Verkehrskonzepts, das seit einem Jahr von der Gemeinde umgesetzt wird. Die Baukosten beliefen sich auf rund 400.000 Euro.
Weitere Maßnahmen wie neue Radparkplätze, optimierte Wegeführung und ein verbessertes Parkleitsystem sind in Planung. Ziel ist eine nachhaltige Verkehrslenkung rund um den Murner See. Der Ausbau des Geh- und Radwegs ist Teil eines umfassenden Verkehrskonzepts, das durch das Fachbüro Stand-Land-Verkehr aus München erarbeitet wurde. Erste Punkte sind oder werden bereits umgesetzt, andere befinden sich in Planung.
Beim Ortstermin wurde exemplarisch auf die neu geschaffenen Zweiradparkplätze im Uferbereich und die Beplankung von Rettungswegen, um Falschparken zu unterbinden, verwiesen. In einem nächsten Schritt werde die Beschilderung der örtlichen Parkplätze bzw. das Besucherleitsystem überarbeitet.
Der Radweg führt zum Großteil auf reinen Radwegen zum Murner See, bei der Heimfahrt über Taxöldern verläuft er auf wenig befahrenen Nebenstrecken. Entlang der Strecke eröffnen sich immer wieder schöne Aussichten auf die Bodenwöhrer Senke oder den Murner See. Da der Weg keine großen Höhenunterschiede aufweist, kann er als leicht eingestuft werden. Einkehrmöglichkeiten entlang des Weges sind vorhanden, wir empfehlen jedoch vorab die Öffnungszeiten zu erfragen.
Weitere Ausflugsziele in der Umgebung
- Wanderung zum sagenumwobenen Felsen Riesensprung und Druidenstein bei Karlstein, Ramspau und Regenstauf.
- Die Burg Stockenfels liegt hoch auf einem Hügel über dem Fluß Regen bei Nittenau.
- Interessantes über die heimische Tier-und Pflanzenwelt rund um das Wald- und Weihergebiet Postloher Forst bei Bodenwöhr.
- Kinder und Familien Freizeitpark und Abenteuerpark am Steinberger See.
- Wasserfahrzeuge, Trampoline, Kletterpark, Hüpfberg, Wasserrutsche
- schöne Wanderung durch die Wälder bergauf und ab überm Regental bei Nittenau.
- leichter Rundweg mit 5 Kilometer um den idyllischen See herum.
- Bizarre Gestalten aus Naturmaterialien am Weg im Forst zw.
- Radweg von der historischen Reichsstadt Regensburg auf ausgedehnten Flussauen ins beschauliche Regental.
- Vom Gasthaus Waldhaus Einsiedel mit Spielplatz und Tiergehege gehts einen Waldlehrpfad entlang auf gut ausgebauten Forstwegen zur Magdalenen-Kapelle.
- Marienthal Regenstauf Gasthof am Regen - Biergarten & Gasthaus zw.
- sagenumwobene Wegkreuze am Schwarzberg bei Maxhütte Dreikreuz und Weißes Kreuz.
- Hoch über dem Regental
Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt erhoben. Die Angaben erfolgen ohne Gewähr und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
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