Radtour durch das nördliche Ruhrgebiet: Eine entspannte Entdeckungstour

Viele Menschen zieht es an Pfingsten raus in die Natur. Um dem Trubel zu entfliehen, bietet sich eine entspannte Radtour durch das nördliche Ruhrgebiet an. Diese Route kombiniert Naturerlebnisse mit interessanten Einblicken in die Industriekultur der Region.

Planung der Route

Als Ausgangspunkt für die Planung eignet sich der radtourenplaner.ruhr. Hier lassen sich Startpunkt und gewünschte Kilometeranzahl festlegen. Wer auf dem offiziellen Knotenpunktsystem bleiben und die "schönste Route" wählen möchte, kann die Knotenpunkte einfach anklicken und die Gesamtlänge der Tour ermitteln.

Für eine Tour im nördlichen Ruhrgebiet kann man beispielsweise im Bereich Oberhausen starten und eine Strecke zwischen 60 und 80 Kilometern wählen. Eine mögliche Route führt hoch nach Dorsten und über die Kirchheller Heide wieder zurück.

Die GPX-Daten können zur Sicherheit in Komoot geladen werden, da der Tourenplaner manchmal Macken hat. Als Planungstool für das Knotenpunktsystem ist er aber super, denn da plant Komoot meistens doch etwas „kreativer“ abseits der eigentlich gewünschten Wege. Wer Komoot nicht hat, kann sich auch mit dem kostenlosen radtourenplaner.ruhr wunderbar vor Ort navigieren lassen.

Startpunkt: Haus Ripshorst

Das Haus Ripshorst ist ein idealer Startort. Im Besucherzentrum kannst du dich noch schnell mit einem Kaffee oder Kaltgetränk für die Tour stärken und gleichzeitig über das ländliche Ruhrgebiet informieren. Wer noch ein Rad benötigt, kann an der angeschlossenen RevierRad-Station ein passendes Rad ausleihen. Auch E-Bikes können hier nach Vorreservierung gemietet werden. Wer mit dem Auto anreist, findet vor dem Haus Ripshorst einen größeren Parkplatz.

Die Route: Von Oberhausen nach Dorsten und zurück

Vom Haus Ripshorst geht es über die Ripshorster Brücke zum Knotenpunkt 7. Ab hier funktioniert mein Routing über den radtourenplaner.ruhr. Wer will, kann dies übrigens auch ohne Registrierung machen. Durch eine Industriebrachfläche hindurch passiere ich schnell die Burg Vondern, bevor es weiter Richtung Bottrop geht. Entlang der Route passiert man Wiesen und Felder, und die Ortschaften sind eher klein und beschaulich. Am Bahnhof in Bottrop wird es kurz etwas wuselig, aber auch da ist man schnell hindurchgeradelt.

Durch die tolle Gartenstadt Welheim rolle ich immer gerne hindurch und ich bleibe heute auch ganz entspannt am Fuße der Brauker Alpen. Wenig später überquere ich die A 2 und erreiche schnell das Wasserschloss Wittringen mit seiner weitläufigen Parkanlage. Noch ein paar Pedalumdrehungen weiter und ich erreiche das Zentrum von Gladbeck mit etwas Kunst am Wegesrand und einem schicken Rathaus. Für eine Weile bin ich wieder beim urbanen Radeln, was hier aber vollkommen ok ist.

Entlang der Bahnstrecke gelange ich schnell nach Dorsten. Am Bahnhof vorbei geht es in die Innenstadt mit netten Cafés und dem schönen Wassergraben direkt im Zentrum. Während auf der linken Seite die dicken Pötte über den Kanal schippern, verläuft auf der rechten Seite die Lippe durch eine schöne Auenlandschaft. Der Biergarten „Anne Bänke“ gehört zu den kultigen Radlerstops am Wegesrand.

Am Knotenpunkt 72 biegt die Tour wieder nach Süden ab Richtung Kirchheller Heide. Ansonsten radelst du über rote Backsteine durch das beschauliche Gahlen hindurch. Ein kurzes Stück an der Dinslakener Straße ist nicht so toll. Aber schnell kann ich wieder abzweigen hinein in die Kirchheller Heide. Dann folgt mit dem Pfingstsee einer meiner persönlichen Lieblingsorte.

An der Grafenmühle gelange ich wieder in den Trubel der Menschenmenge. Am Fuße der Halde Haniel vorbei geht es durch ein nettes Waldgebiet zur Zeche Prosper Haniel. Die Zeche Osterfeld im OLGA Park und der Gasometer Oberhausen sind dann quasi das Tor zurück in die Metropole Ruhr.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Auf der Tour gibt es einige interessante Punkte zu entdecken:

  • Burg Vondern: Eine historische Burg, die einen kurzen Abstecher wert ist.
  • Wasserschloss Wittringen: Eine weitläufige Parkanlage mit einem schönen Wasserschloss.
  • Innenstadt von Dorsten: Mit netten Cafés und einem Wassergraben im Zentrum.
  • Pfingstsee: Ein durch Bergsenkung entstandener See mit einer besonderen Atmosphäre.
  • Halde Haniel: Eine Halde mit guter Aussicht über das Ruhrgebiet.
  • Zeche Prosper Haniel: Ein Einblick in die Industriegeschichte der Region.

Das Knotenpunktsystem im Ruhrgebiet

Das Knotenpunktsystem erleichtert das Radfahren im Ruhrgebiet. Jeder Knotenpunkt wurde mit einer Nummer zwischen 01 und 99 versehen. Auch auf den Wegweisern, die in Richtung der nächstgelegenen Ortschaften oder Sehenswürdigkeiten zeigen, sind die Nummern der Knotenpunkte angebracht. So wissen Sie immer genau, auf welchem Weg Sie zum nächsten Zwischenstopp Ihrer Tour im radrevier.ruhr gelangen!

Weitere Radrouten im Ruhrgebiet

Mit der RevierRoute „Landpartie“ gibt es übrigens noch eine vergleichbare Runde durch die Felder und Wälder des nördlichen Ruhrgebiets. Bei Bedarf lässt sich die Tour aber auch um die ein oder andere Sehenswürdigkeit erweitern. Postkartenidyll, entspannendes Grün und wilde Begleiter: die Hohe Mark RadRoute.

Drei große regionale Radfernwege bilden das Grundgerüst des Netzes: Die Route Industriekultur per Rad, der RuhrtalRadweg und die Römer-Lippe-Route. Der RuhrtalRadweg verläuft entlang der südlichen Grenze des Ruhrgebiets und erfreut sich großer Beliebtheit. Im Norden des radrevier.ruhr bietet die Römer-Lippe-Route spannende Radmomente.

Anreise und Übernachtung

Das Ruhrgebiet ist aufgrund seiner zentralen Lage einfach zu erreichen. Große Hauptbahnhöfe wie in Essen, Duisburg oder Dortmund bieten überregionale Verbindungen und Umsteigemöglichkeiten in alle Richtungen der Region. Entlang des Wegenetzes finden sich zahlreiche ausgewählte und fahrradfreundliche Übernachtungsbetriebe, die zur Erholung und Entspannung einladen und bestens auf Radfahrer und ihre Bedürfnisse eingestellt sind.

RadReiseRegion "radrevier.ruhr"

Das Ruhrgebiet ist ein außergewöhnliches Ziel für einen Radurlaub in Deutschland. Ein dichtes Radwegenetz von über 1.200 Kilometern dient als Grundgerüst für das radrevier.ruhr, das vom ADFC als erste urbane RadReiseRegion Deutschlands zertifiziert wurde! Hier radeln Sie fernab des Straßenverkehrs auf stillgelegten Bahntrassen, entlang landschaftlich schöner Kanaluferwege, beeindruckender Industriedenkmäler und Halden.

Beispiele für Radtouren im Ruhrgebiet

  • Rundkurs mit 300 abwechslungsreichen Radkilometern verbindet als Route Industriekultur per Rad die wichtigsten Industriedenkmäler des Ruhrgebiets.
  • Von Landschaftspark Duisburg-Nord führt Euch diese 26 Kilometer lange Runde durch den Duisburger Norden.

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