Radreise zum Nordkap: Erfahrungen und Tipps

Viele Radfahrer träumen davon, mit dem Fahrrad zum Nordkap zu fahren. Der nördlichste Punkt Europas stellt eine besondere Herausforderung dar, die sowohl physische als auch mentale Stärke erfordert. Dieser Artikel fasst Erfahrungen von Radfahrern zusammen, die diese Reise unternommen haben und gibt Tipps zur Vorbereitung und Routenwahl.

Die Herausforderung Nordkap

So genau weiß ich das nicht mehr, aber irgendwann kam ich auf den Gedanken, etwas zu machen, was mich komplett physisch und mental herausfordern sollte. Es sollte etwas außerhalb meiner Komfortzone sein. Etwas, von dem ich nicht wusste, ob ich es überhaupt schaffen würde. Zeit und Geld sind ja immer irgendwo begrenzt.

Und so kam mir die Idee, dass mit dem Fahrrad zum Nordkap zu fahren eine mögliche Herausforderung sein könnte. Nun ja, wenn man im Zollernalbkreis lebt, quasi mitten in Baden-Württemberg, dann liegt das Nordkap (als nördlichster Punkt Europas) nicht gerade um die Ecke. 4.200 km bis dahin sind kein Katzensprung.

Zudem war ich nie ein Radfahrer - geschweige denn jemand, der mit Leidenschaft auf dem Sattel saß. Aber je länger ich mich damit beschäftigte, desto mehr kristallisierte sich die Fahrt zum Nordkap als eine echte und umsetzbare Herausforderung heraus.

Bevor ich überhaupt starten konnte, musste ich mich komplett neu aufstellen. Ich brauchte erst einmal das richtige Equipment: Fahrrad, Zelt, Kocher, Schlafsack usw. Wille und Mut - habe ich das wirklich? Ich wusste, dass ich als völliger Anfänger eine Strecke bewältigen wollte, die für erfahrene Radfahrer schon beachtlich ist.

Aber gerade das reizte mich: Ich wollte mir selbst beweisen, dass Disziplin und Wille, Grenzen zu überschreiten, einen verändern können. Am 24. Mai 2024 verabschiedete ich mich von meiner Familie und Freunden. Mein Fahrrad war mit der oben gezeigten Ausrüstung schwer beladen. Mein Kopf hingegen war voller Zweifel.

Die ersten Kilometer fühlten sich eher wie ein Spaziergang ins Ungewisse an. Noch ahnte ich nicht, wie sehr mich diese Reise verändern würde.

Routen zum Nordkap

Skandinavien-Experten planen oft verschiedene Routen zum Nordkap, wobei sowohl die baltischen Staaten und Finnland als auch der direkte Weg über Dänemark und Schweden in Betracht gezogen werden.

Eine Überlegung ist über Berlin nach Polen und dann über die baltischen Staaten und Finnland zu fahren. Ist schon jemand die Strecke gefahren? Gibt es hierfür eine bevorzugte Route? Was ist zu beachten?

Die andere Alternative ist der direkte Weg über Dänemark und Schweden und evt. über Norwegen zurück. Was meint Ihr?

Ich bin die Strecke über's Baltikum + Finnland mit dem Motorrad gefahren (nicht schlagen, bitte). Herunter ging es der norwegischen Küste entlang. Im Vergleich ist die Küste optisch sensationell und um vieles besser/interessanter, auch (zaghaft) belebter.

Durch FIN kannst du schon 100 km fahren mit links und rechts Wald, eine Telefonleitung als Begleitung und auf der Strecke 5x ein Auto. Hier im Forum gibt es schon einige Reiseberichte, suche dort einmal.

Ich bin über Schweden bis Storuman, dann rüber nach Norwegen (Mo i Rana) und dann über Lofoten auf der klassischen Route zum Kap. Rückreise mit Bus, Schiff und Bahn.

Schweden ist natürlich hauptsächlich Wald, ab Östersund nimmt der Verkehr ab, aber mit 5 Autos am Tag ist es nicht getan. Da fahren relativ viele Wohnmobile und die typischen Holzlaster hast du auch.

Norwegen ist natürlich reizvoller und abwechslungsreicher. Das würde ich auch so machen, wenn ich noch mal zum Nordkapp fahren würde.

Denn ich bin zu lang auf der E45 in Schweden geblieben, bis hoch nach Kiruna. Die E45 ist lange.

Ich bin mal zum Nordkap über den cykelsporet. Geht die schwedische Ostküste lang bis Lulea. Von dort zur E45 und dann zum Nordkap. Der Abschnitt 45 ist eigentlich ein Erlebnis, weil es so totlangweilig ist.

Die norwegische Strecke ist anders schön. Totlangweilig würde ich jetzt nicht sagen, Abwechslung gab es schon, Bergpassagen, schöne Seen, viele Rentiere und mal nen Elch, alle 100km mal ein Dorf (was es allein schon besonders macht).

Aber ich war knapp 14 Tage auf der E45, das war zuviel.

Welche Route empfehlenswert ist hängt sehr von deinen Vorstellungen ab. Ich bin einmal über Schweden und einmal über Finnland gefahren. Beide Länder haben ihre Reize. Aber die Bewertung ist sehr individuell und die Auswahl, wo man dort jeweils lang möchte, sehr vom Zeitfenster abhängig.

Die direkte Route E45 würde ich im Süden Schwedens nur nehmen, wenn die Zeit drängt. Da verpasst man die schönsten Gebiete. Ab Arvidsjaur ist die Route aber sehr schön. Viele fahren dann über Alta, ich würde dort aber wieder über Enontekiö und Karasjok fahren.

Wenn du die Strecke komplett mit dem Rad fahren willst, dann brauchst du ein Visum für Russland (St. Petersburg). Falls du auch durch Kaliningrad willst, dann brauchst du ein Visum mit zweifachem Eintritt.

Ansonsten kannst du mit der Fähre von Tallinn nach Helsiki fahren. Dauer 1 h und fährt recht häufig am Tag.

In meiner Erinnerung (15 Jahre her...) ist gerade das Gebiet in Finnland nahe der russischen Grenze ausgesprochen schön.

Da zu Polen und den baltischen Staaten noch nichts gesagt wurde: Ja, kann man machen. Eine bevorzugte Route gibts da m.E. nicht (wenn man davon absieht, über die Kurische Nehrung zu fahren -> Russlandvisum).

Dann hättest du ein bisschen mehr Abwechslung. Die Landschaft ist aber im Norden Polens und LT/LV/EE nicht groß anders als in Mecklenburg und Südschweden.

Bis heute ist die Küstenstraße 17 sowie die Lofoten im Anschluss daran die schönste Strecke, die ich bisher geradelt bin.

Baltikum und Polen grob gesagt "ganz nett" aber mit eher wenigen landschaftlichen Highlights. Baltikum - ja. Polen in der Gegend - ja.

Aber für Polen generell kann ich dieser Aussage überhaupt nicht zustimmen. Da gibt es speziell weiter südlich landschaftlich ganz ausgesprochen schöne und auch spektakuläre Ecken.

Du kannst Dir vornehmen, wirklich vom Ruhrgebiet fährenfrei bis zum Nordkap zu fahren. Dann führt die Route über Baltikum und St. Petersburg und wahrscheinlich Finnland.

Das ist ein gute Wahl und ich bin so schon gefahren, wenn auch auf mehrere Radtouren verteilt. Ostfinnland hat mir sehr gefallen.

Aber wenn Du Fähren in Betracht ziehst oder Hin- und Rückweg fährst, wie es bei Dir ja der Fall ist, würde ich einen Weg durch Norwegen fahren, ev. einschließlich grenznaher Gebiete in Schweden.

Möglich ist z.B. Nordkjosbotn - Tromsø - Senja - Lofoten - N17 (Kystriksvegen) - Namsos. Je nach Zeitbudget kannst Du weiter nach Westen fahren bis Bergen oder Kristiansand oder nach Oslo, bis Göteborg oder bis Malmö/Trelleborg und dann via Rügen, Kiel, Travemünde, Rostock oder Jütland zurück.

Bis zum Nordkap rd. 4.600 Kilometer, insgesamt rd. 6.400 Kilometer.

Erfahrungen auf der Strecke

Deutschland und Dänemark

Die ersten Tage waren eine Achterbahnfahrt. Körperlich war ich überrascht, wie gut ich mithalten konnte, doch mental war es eine ganz andere Geschichte. Der Gedanke, 4.200 Kilometer noch vor mir zu haben und fast drei Monate ganz alleine unterwegs zu sein, war erschreckend, faszinierend und überwältigend zugleich.

In den ersten drei Tagen konnte ich stets etwa 50-60 km pro Tag zurücklegen. Das war weniger als ich mir vorgenommen habe. Ich konnte aber meine Kilometerleistung von Tag zu Tag gut steigern. Nach etwa einer Woche waren 70-80 km an der Tagesordnung.

Ich merkte ab dann auch, dass jeder mehr zurückgelegte Kilometer mir ein wenig mehr Selbstvertrauen gab. Hilfreich waren sicherlich auch mehrere positive Überraschungen und herzliche Begegnungen, die mich zu Beginn doch sehr gut motivierten, weiterzumachen. So fragte ich z.B. bei einem Bauern nach einem Platz für mein Zelt.

Daraus ergaben sich ein warmes Bett, interessante Gespräche und ein deftiges Abendessen. Ein paar Tage später bei erneuter Suche nach einem Schlafplatz bekam wieder ein warmes Bett und, ich konnte mein Glück gar nicht fassen, sogar noch WLAN dazu. Und so kam ich irgendwann dann in Hamburg an.

In Dänemark kamen dann die ersten echten Herausforderungen: Wind, der mir erbarmungslos ins Gesicht wehte, zwei platte Reifen, die mich einen halben Tag kosteten, und eine Motivation, die ihren Tiefstand erreichte. Als ich in Dänemark in Frederikshavn dann zum ersten Mal das Meer sah, realisierte ich, wie weit ich schon gekommen war - ab da wollte noch viel weiter.

Norwegen

Ab Oslo begann der anspruchsvollste Teil der Reise. Norwegen ist atemberaubend, aber es verlangt einem Radfahrer alles ab. Die Berge schienen endlos, die Anstiege brutal. Doch irgendwie fühlte ich mich stärker, als ich erwartet hatte. Mein Körper hatte sich angepasst, und ich begann, die Herausforderung zu genießen.

Distanzen von 120km+ waren plötzlich an der Tagesordnung und all das in einer Landschaft, die einen immer wieder tief berührte. In Trondheim erreichte ich die Küste und folgte ihr weiter Richtung Norden. Das war die schönste, aber auch härteste Zeit.

Norwegen ist ein Land, das einen permanent sprachlos macht - Fjorde, Berge, unendliche Weiten. Oft hielt ich an, nur um die Landschaft aufzusaugen. Ich verbrachte Zeit mit anderen gleichgesinnten Radreisenden, angelte abends Fische wie Dorsche oder Makrelen und schlief in der unberührten Natur. Die Mitternachtssonne war ein besonderes Highlight.

Es war surreal, dass es nachts nie dunkel wurde. Stattdessen saß ich oft um Mitternacht auf einem Felsen und sah die Sonne über dem Horizont schweben. Die Lofoten mit ihrer einzigartigen Fjord- und Berglandschaft waren der absolute Höhepunkt. Ich weiß nicht, wie viele Fotos ich gemacht habe, weil ich einfach nicht fassen konnte, dass ich tatsächlich dort war - und das alles aus eigener Kraft.

Nach fast zwei Monaten erreichte ich Tromsø, meine letzte größere Station vor dem Nordkap. Die letzten 500 Kilometer waren emotional. Ich machte mehr Pausen, um die Landschaft auf mich wirken zu lassen, und wurde mir bewusst, wie stolz ich auf das war, was ich schon geschafft hatte.

Je näher ich dem Ziel kam, desto karger wurde die Umgebung. Rentiere liefen überall frei herum, und ich sah Schweinswale und Seeadler. Es war, als würde die Natur mir zum Abschluss noch einmal alles zeigen, was sie zu bieten hatte.

Am 31. Juli, um 3 Uhr morgens, stand ich schließlich am Nordkap. Ich hatte es geschafft - 4.200 Kilometer, 70 Tage, unzählige Höhen und Tiefen. Das Gefühl war unbeschreiblich: Ich habe das für mich Unmögliche möglich gemacht.

Statistiken einer Radreise zum Nordkap

Um ein besseres Gefühl für die Strecke und die Belastung zu geben, hier sind ein paar Zahlen zu meiner Reise durch Deutschland und Dänemark:

Deutschland Dänemark
Gefahrene Tage 18 Tage 7 Tage
Gefahrene Kilometer 1.021 km 471 km
Überwundene Höhenmeter 4.970 m 1.760 m

Die beiden Strecken lassen sich mit Zahlen wie folgt zusammenfassen:

Oslo-Trondheim Trondheim-Lofoten
Gefahrene Tage 10 Tage 14 Tage
Gefahrene Kilometer 553 km 1.076 km
Überwundene Höhenmeter 5.440 m 8.350 m

Für den letzten Abschnitt habe ich tatsächlich am längsten benötigt und dabei auch am meisten Höhenmeter überwunden.

Lofoten-Nordkap
Gefahrene Tage 21 Tage
Gefahrene Kilometer 1.064 km
Überwundene Höhenmeter 9.930 m

In den etwas mehr als zwei Monaten bzw. in den 70 Tagen meiner Reise habe ich insgesamt genau 4.164 km zurückgelegt und 30.450 Höhenmeter überwunden. Alles in allem und im Durchschnitt habe ich 60 km pro Tag zurückgelegt und 435 Höhenmeter überwunden.

Tipps und Hinweise

Ausrüstung

Als sicher erfahrener biker mit Rucksack wirst du auch sicher auf Wetterumschwünge vorbereitet sein, warme Handschuhe sind da auch im Sommer nützlich, wie es Schifferlady schreibt, Eisregen bei 2 Grad ist halt nicht vergnügungssteuerpflichtig.

Wettermässig hatten wir damals scheinbar grosses Glück, war trocken, wenig Nebel und +10 Grad, wenn ich mich recht erinnere.

Insgesamt habe ich zu viel Gepäck mitgenommen. Meine Vorgabe war ja: 25 kg. Und so habe ich die Taschen vollgestopft. Mit Dingen, die man evtl. gebrauchen könnte. Gestern habe ich ausgepackt und kam bei den überflüssigen Teilen auf ca. 5 Kg.

Ok, ich hatte Karten im Gewicht von rd. 1,5 kg dabei. Da hätte ich besser mit Kopien der relevanten Ausschnitte arbeiten sollen. Leute, die ich unterwegs getroffen habe, haben nur elektronisch navigiert.

Dann hatte ich meinen Schwedischkurs dabei, in der Annahme, dass ich abends mal eine halbe Stunde reinschaue. Nicht ein Mal… Auch die Wörterbücher, Schwedisch, Englisch, musste ich nicht benutzten. Eine Übersetzungsapp bzw. die eigenen Englischkenntnisse reichen in Skandinavien bestimmt bei jedem aus. Ich hatte keine Probleme.

Außerdem habe ich einen E-Book-Reader mitgenommen. Die Abende, an denen ich zum Lesen gekommen bin, lassen sich an einer Hand abzählen. Zelt aufbauen, duschen, Essen machen, Unterhaltungen, Blog schreiben und schon war es 22 Uhr und ich bin hundemüde in den Schlafsack gefallen.

Mit dabei hatte ich ein Solarpanel. Das habe ich so gut wie gar nicht gebraucht. Die Campingplätze in Skandinavien haben alle eine Küche/Aufenthaltsraum, in dem ich meine Powerbanks laden konnte. Ich hatte auch nie „Angst“, dass etwas aus Versehen mitgenommen werden könnte.

Wenn ich nochmal so eine lange Radreise machen würde, würde ich mich auf max. 15 Kilogramm Gepäck beschränken. Und vor Abfahrt überprüfen, brauchst des wirklich? Z.B. ein Fotostativ? ach, sind ja nur 600g. Drei Ersatzschläuche? Reichen nicht zwei und das Flickzeug?

Unterkünfte

Entlang der Route gibt es zahlreiche Campingplätze mit unterschiedlichstem Komfort und Preisen. Entlang der Route gibt es Hotels, Pensionen und gut ausgestatte Campingplätze, auf denen man teilweise auch kleine Hütten mieten kann, falls es mal wieder richtig dicke vom Himmel kommt.

Allerdings sind selbst die Campingplätze oft ziemlich teuer. Alternativ bietet Dänemark ein hervorragendes Netz an „legalen“ Übernachtungsplätzen.

Zum einen gibt es Zelt- und Naturlagerplätze in Waldgebieten. Die sind teilweise kostenpflichtig (etwa 2-5€ pro Nacht) und du darfst hier für maximal 2 Nächte dein Zelt aufschlagen.

Aber wir waren besonders fasziniert von den vielen Shelterplätzen. Tausende Schutzhütten liegen über das ganze Land verteilt. Das Übernachten ist meistens kostenlos, nur einige Shelter sind kostenpflichtig. Wir haben allerdings nie mehr als 6€ pro Person und Nacht bezahlt. In der entsprechenden Shelter App kannst du sehen, wo sich die Plätze befinden und ob es auch erlaubt ist, ein Zelt aufzuschlagen.

Die App zeigt auch, ob die jeweiligen Plätze online buchbar sind, wie sie ausgestattet sind und ob es Trinkwasser, Toilette etc. Die Schutzhütten waren fast immer sehr sauber und in einem wirklich guten Zustand, so dass wir die Nächte hier wirklich genossen haben. Es versteht sich von selbst, dass wir die Plätze mindestens genauso ordentlich hinterlassen haben, wie wir sie vorgefunden haben.

Dank dem Jedermannsrecht ist Wildcampen in Schweden kein Problem. - Der Zeltplatz sollte sich nicht in der Nähe von Häusern befinden.- Nicht mehr als 2 Nächte an einem Ort zelten.- Größere Gruppen müssen vor dem Zelten die Erlaubnis des Grundbesitzers einholen.- Bei Sportplätzen, in Nationalparks und in Naturschutzgebieten ist Zelten normalerweise nicht erlaubt, aber es gibt Ausnahmen. Beachte die Infotafeln vor Ort.- Das Jedermannsrecht gilt nicht für motorisierte Fahrzeuge wie z.B.

Da die Regionen rund um die großen Städte und entlang des Götakanals ziemlich dicht besiedelt sind, gestaltete sich die Schlafplatzsuche hier ziemlich schwierig. Wir haben teilweise bis Mitternacht geeignete Zeltplätze gesucht, sind aber immer fündig geworden.

In anderen Regionen, vor allem weiter nördlich, gestaltet sich die Schlafplatzsuche deutlich einfacher.

Alternativ gibt es in Schweden zahlreiche öffentliche Campingplätze. Für 2 Personen + Zelt bezahlt man zwischen 20,-€ und 30,-€. Auf vielen Campingplätzen kann man auch kleine Hütten mieten, die je nach Größe, Region und Saison zwischen 40,-€ und 80,-€ kosten.

Die Hütten sind in der Regel recht einfach ausgestattet, aber es ist alles da, was man zum Glücklichsein braucht. In der Regel gibt es Stockbetten, Tisch und Sitzgelegenheiten, einen Kühlschrank, Kochgelegenheit und eine Grundausstattung an Geschirr. Manchmal gibt es auch fließendes Wasser, aber meistens muss man sich das im Eimer oder Kanister im Küchenbereich besorgen.

Außerdem gibt es in Schweden zahlreiche Shelter, in denen man kostenlos übernachten kann. Auf der Internetseite vindskyddskartan.se findest du alle Standorte samt Informationen.

In Finnland gilt ebenfalls das Jedermannsrecht, wodurch das Wildcampen fast überall erlaubt ist. Achte auch hier darauf, dass du nicht zu nah an Häusern oder bewohnten Hütten zeltest. In Nationalparks sind die Bereiche, in denen eine Übernachtung gestattet ist, klar markiert. Nutze zum Feuermachen nur entsprechend eingerichtete Feuerstellen und beachte die entsprechenden Verbotszeiten.

Trotz des Jedermannsrechtes hatten wir besonders im südlichen Bereich des finnischen Ostseeküstenradweges große Probleme wilde Zeltplätze zu finden. An den meisten Abenden haben wir bis Mitternacht einen geeigneten Schlafplatz gesucht, denn die Ostseeküste ist sehr dicht besiedelt. Dazu kommen die unzähligen Ferienhäuser der Finnen, die sich wie Perlen einer Kette entlang der Küste aneinanderreihen. Dazwischen undurchdringlicher Wald. Also weit und breit wenig Fläche, um unser Nachtlager aufzubauen.

Ab und zu haben wir aber auch schöne Shelter oder Kotas entlang der Küste gefunden, denn auch in Finnland gibt es zahlreiche Unterstände und Wildnishütten. Die meisten von ihnen sind kostenlos und für jedermann zugänglich. Abseits des Ostseeküstenradweges war es dann deutlich leichter, wilde Zeltplätze zu finden. Je nördlicher wir kamen, desto einfacher wurde es. In Lappland gibt es viel Platz und wenig Menschen.

Alternativ gibt es in Finnland zahlreiche öffentliche Campingplätze. Für 2 Personen + Zelt bezahlt man zwischen 20,-€ und 30,-€. Auf vielen Campingplätzen kann man auch kleine Hütten mieten, die je nach Größe, Region und Saison zwischen 40,-€ und 80,-€ kosten.

Die Hütten sind in der Regel recht einfach ausgestattet, aber es ist alles da, was man zum Glücklichsein braucht. In der Regel gibt es Stockbetten, Tisch und Sitzgelegenheiten, einen Kühlschrank, Kochgelegenheit und eine Grundausstattung an Geschirr. Manchmal gibt es auch fließendes Wasser, aber meistens muss man sich das im Eimer oder Kanister im Küchenbereich besorgen.

Aufgrund der vielen Touristen ist die Lage, was das Wildcampen betrifft, in manchen Regionen etwas angespannt. Wir haben von verschiedenen Radfahrern gehört, dass sie ihr Zelt wieder abbauen mussten, da sie ihr Nachtlager zu nah an einem Wohnhaus aufgeschlagen hatten. Auf den Lofoten haben wir bis auf eine Nacht auf öffentlichen Campingplätzen geschlafen. Auf den wenigen geeigneten wilden Plätzen war für unseren Geschmack einfach zu viel los.

Auch an der norwegischen Küste ist es gar nicht so einfach, ein geeignetes Plätzchen zum Übernachten zu finden. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite ragen die Felsen oft steil empor.

Norwegen verfügt über eines der größten Wildnishüttensysteme der Welt. Mehr als 1.000 offizielle Einrichtungen werden vom norwegischen Wanderverband (DNT) und anderen Initiativen betrieben. Die Nutzung der Hütten ist allerdings meistens kostenpflichtig. Manche sind sogar verschlossen und können nur mit einem Spezialschlüssel geöffnet werden, den jedes DNT-Mitglied erhält.

Allerdings betreibt der DNT gemeinsam mit anderen Vereinen auch eine Reihe von Schutzhütten, die für jedermann zugänglich und kostenlos sind. Das gesamte Angebot von DNT findest du auf der Webseite ut.no.

Auch in Norwegen gibt es zahlreiche öffentliche Campingplätze. Für 2 Personen + Zelt bezahlt man zwischen 20,-€ und 30,-€. Auf vielen Campingplätzen kann man auch kleine Hütten mieten, die je nach Größe, Region und Saison zwischen 40,-€ und 80,-€ kosten.

Die Hütten sind in der Regel recht einfach ausgestattet, aber es ist alles da, was man zum Glücklichsein braucht. In der Regel gibt es Stockbetten, Tisch und Sitzgelegenheiten, einen Kühlschrank, Kochgelegenheit und eine Grundausstattung an Geschirr. Manchmal gibt es auch fließendes Wasser, aber meistens muss man sich das im Eimer oder Kanister im Küchenbereich besorgen.

Verkehr und Straßenverhältnisse

Dumens100 auf unserer Busfahrt habe ich beobachtet, dass die Straße ziemlich schmal ist und permanent Busse und Autos in beide Richtungen fahren.

Hallo Dumens100 , haben die Tour Juli 2017 mit MS gemacht. Das meiste haben Schifferlady und Mochride schon geschrieben, kann ich auch so bestätigen.

Strasse ist tlw. schmal und ihr teilt sie euch eben mit Bussen und Autos, gelegentlich auch Fussgänger, die Radfahrern nicht unbedingt wohlgesonnen sind.

Und wenn es dann mal staut, kann es passieren, dass du halt schön im Qualm stehst , kann dann auch mal ordentlich eng werden und du musst sogar absteigen.

Nach meiner Erinnerung gab es keinen Radweg, aber wie gesagt, war 2017. Vielleicht hat sich was geändert ?

Vor allem so die letzten 15km musst du dann auch mit 2-stelligen % Anstieg rechnen, aber wenn du viel MTB fährst und schon mehrere Alpenquerungen gemacht hast, sollte das ja kein Problem für dich sein.

Aber es sind halt auf relativ kurzer Strecke schon ordentlich Hm, insbesondere da sich ein Grossteil auf die letzten 15k verteilt. Also, mit ordentlich Biss wird das ein Vergnügen :-).

Ich habe fast alle Autofahrer in Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen als sehr rücksichtsvoll wahrgenommen. In Deutschland die meisten.

Beste Reisezeit

Ich mag die hellen Nächte in Nordskandinavien, das heißt so etwa Mitte Mai bis Ende Juli ist eine gute Reisezeit. Der Sommer ist so auf Senja, Lofoten, Nordfinnland kurz. Auf Magerøya und Nordkinnhalvøya gibt es nur drei Jahreszeiten, Frühling, Herbst und Winter.

Meine Präferenz ist also so zu planen, dass Du so etwa Juni/Juli im Norden bist. In Südskandinavien ist es unwichtiger.

Bezüglich der Hauptfragestellung "wann reisen?" werde ich wohl etwa Ende Mai bis Mitte Juni als Abfahrzeitpunkt wählen, sodass ich irgendwann im Juli am Nordkapp ankomme.

Ich wills in der Arktis nicht zu kalt haben, gleichzeitig aber auch soweit möglich die größten Mücken- oder Bremsen-Plagen unterwegs vermeiden.

Der Juli ist der wärmste Monat am Nordkapp (8-16°C), im Juni kann man zwischen 5 und 13 °C erwarten. Hinsichtlich der Regentage scheint es sich von Mai bis Juli nicht wesentlich zu unterscheiden.

Ich habe über Komoot verschiedene Strecken geplant, allerdings nur von Hamburg als Ausgangspunkt und Rovaniemi als Ziel. Auf dem Hinweg wollen wir vermutlich über Fehmarn, durch Schweden, dann östlich an Oslo vorbei über Röros Richtung Trondheim fahren. Von dort zunächst am nördlichen Ufer des Beistadfjorden entlang. Ab Söre Argard ist die Tour dann wohl gleich. Wir haben unseren Schnitt auf 75 km gesetzt und würden demnach etwa 55 Tage für die Strecke von 4100 km benötigen.

Besondere Herausforderungen

Wir waren im Juni 23 mit dem E-Bike gemacht und selbst das war bei eisigem Schneeregen mit gerade mal 2Grad Celsius eine echt harte Tour. Einige Akkus waren kurz vorm Ziel sogar leer, da wir extrem viel Gegenwind hatten.

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