Radtour Passau Wien: Erfahrungen und Tipps für eine unvergessliche Reise

Der Donauradweg zwischen Passau und Wien ist ein Klassiker unter Europas Radwegen und aus gutem Grund sehr beliebt. Weitgehend ungestört vom Autoverkehr lässt es sich auf dieser Route ohne Steigungen, flach oder leicht bergab, durch die unterschiedlichsten Regionen Österreichs radeln.

Die Dreiflüsse-Stadt Passau, Linz und Österreichs Hauptstadt Wien sind eindrucksvolle Orte, die man passiert. Zahlreiche Klöster, darunter das berühmte Stift Melk, liegen entlang der Donau.

Österreichische Gastfreundschaft erwartet die Radfahrer in Radlerjausen, Weinstuben und Kaffeehäusern am Wegesrand. Bei dieser beliebten, individuellen Radreise können Sie im Sommerhalbjahr täglich starten und in einer Woche den Donauradweg bis nach Wien abradeln.

Vorbereitung und Planung

Viele Radfahrer planen im August eine Radtour von Passau nach Wien. Dabei stellt sich oft die Frage, ob man auf dieser Strecke zwischendrin mal ein paar Kilometer mit dem Schiff zurücklegen kann, beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen. Grundsätzlich ist die Strecke jedoch sehr gut fahrbar, praktisch komplett flach, weitgehend autofrei und relativ gut ausgeschildert.

Es ist empfehlenswert, die Unterkünfte im Voraus zu buchen, besonders in der Hochsaison der bayerischen Sommerferien. Man kann den Weg auch in 6 oder 7 Etappen machen, das wären dann gemütliche 50 km/Tag.

Etappen und Distanzen

Zwischen Schärding / Passau und Wien gibt es verschiedene Varianten im Angebot: 7-, 8-, 9- und 10-Tage-Varianten. Alle Reisen enthalten jeweils eine Übernachtung in Passau und Wien.

Von Schärding nach Wien sind es ca. 350 Kilometer und von Passau nach Wien etwa 326 Kilometer.

Je nach gewählter Reise-Variante werden pro Tag mehr oder weniger Kilometer zurückgelegt. Bei der 7-Tage-Variante sind die täglichen Etappen ca. 60-80 km lang, bei der 8-Tage-Variante 40-70 km, bei der 9-Tage-Variante 40-65 km und bei der 10-Tage-Variante 35-50 km.

Empfehlenswert ist es, am Vormittag von 8:00 bis 10:00 zu fahren und dann nochmal so ab 15:00 bis 18:00. Da bleibt dann auch viel Zeit alles anzuschauen und gebührend Eis zu vertilgen.

Hier eine Übersicht möglicher Etappenlängen:

Reisevariante Tägliche Etappen
7-Tage-Variante ca. 60-80 km
8-Tage-Variante 40-70 km
9-Tage-Variante 40-65 km
10-Tage-Variante 35-50 km

Erfahrungen und Tipps zur Strecke

Die Strecke erfordert einige Male das Umsetzen mit der Fähre, ist jedoch nur ein Wechsel der Uferseite. Da gibt es m.W. nur den Donaubus zwischen Au und Grafenau (durch die Schlögener Schlinge).

Der Donau-Radweg ist durchgehend flach und führt manchmal sogar leicht bergab. Die Radstrecke ist gut ausgebaut und verläuft fast immer direkt am Flussufer entlang. Deshalb ist diese Reise auch sehr gut für Einsteiger und / oder Familien mit Kindern geeignet.

Aufgrund der komplett flachen Topographie wird für die Strecke von Schärding / Passau nach Wien keine besondere Kondition benötigt. Somit können auch typische „Alltagsradler“ diese Tour problemlos mit einem normalen Fahrrad bewältigen.

Mögliche Hindernisse

Manchmal gibt es gesperrte Stellen wegen Felssturz, dann muss man übersetzen, manchmal Brücke, 2x Fähre. Einmal war eine sogn. Längsfähre. In der Wachau muss man vorsichtig durch die Dörfer fahren, die vielen herumstehenden wegversperrenden Touristen sind grausam.

Es ist auch möglich, Teilstrecken mit dem Schiff zurückzulegen. Zwischen Au und Grafenau verkehrt beispielsweise der Donaubus durch die Schlögener Schlinge.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Entlang der Donau gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die sich lohnen. Linz ist sehenswert mit einer schönen Altstadt, der steilen Auffahrt zum Pöstlingsberg und dem Ars-Electronica-Center. Auch Krems hat eine nette Altstadt.

Einige Highlights entlang der Strecke sind:

  • Passau (Dreiflüssestadt)
  • Stift Engelszell
  • Schlögener Schlinge
  • Linz (Ars Electronica Center, Pöstlingberg)
  • Mauthausen (Gedenkstätte)
  • Grein (Schloss Greinburg)
  • Melk (Stift Melk)
  • Wachau (Weinberge, Dürnstein)
  • Krems
  • Klosterneuburg
  • Wien (Stephansdom, Hofburg)

Flusskreuzfahrt als Alternative

Mit Rad und Schiff können Sie die Donau zwischen Passau und Wien auf eine besondere Art kennen lernen. Im Unterschied zur klassischen Radtour auf dem Donau-Radweg ist das tägliche Kofferpacken nicht nötig. Denn Sie übernachten nicht in Gasthöfen und Hotels, sondern auf einem Schiff.

Eine Flusskreuzfahrt ist pure Entschleunigung: Sie beziehen Ihre Kabine, lassen sich kulinarisch verwöhnen und blicken vom Sonnendeck, von der Kabine oder auch vom Restaurant aus auf ständig wechselnde Kulissen. Zusätzlich können Sie an geführten Ausflügen teilnehmen.

Das Besondere an dieser Reise ist der tägliche Perspektivenwechsel: Nach dem Frühstück packen Sie Ihre Satteltasche, schwingen sich aufs bereit stehende Rad und folgen dem Donauradweg, unter anderem durch die Wachau, vorbei an mächtigen Klöstern, Weinbergen, meist wunderschönen Landschaften und mittelalterlichen Städtchen.

Die Swiss Crown bietet eine Kombination aus Flusskreuzfahrt und Radtouren. Insgesamt können Sie in fünf Etappen rund 230 Kilometer fahren. Sie können entweder Ihr eigenes Rad mitbringen oder gegen eine Gebühr eines ausleihen, ganz nach Wunsch, mit oder ohne Motor.

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