Radtour Regensburg Wien: Eine Reise entlang der Donau

Geschichtsträchtige Städte, atemberaubend schöne Landschaften und kulinarische Schmankerl erwarten Sie auf dieser traumhaften Radreise auf dem Donauradweg. Ausgehend von der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Reichsstadt Regensburg radeln Sie auf dem Donauradweg durch die fruchtbare Ebene des Gäubodens, der sich zu Ihrer Rechten erstreckt, während sich zur Linken die Vorberge des Bayerischen Waldes aneinanderreihen.

Die urigen Kaffeehäuser freuen sich schon auf Ihren Besuch, und auch die Hofburg, der Prater, der Naschmarkt und Schloss Schönbrunn möchten von Ihnen entdeckt werden, ehe Sie sich an den kulinarischen Spezialitäten der Walzermetropole gütlich tun. Von hier aus geht es am eindrucksvollen Naturschauspiel der Schlögener Schlinge vorbei durch das romantische Mühlviertel und die sagenumwobene Wachau mit ihren vielen Burgen und Schlössern weiter in die österreichische Bundeshauptstadt Wien, die vor Sehenswürdigkeiten nur so strotzt und sicher auch Sie ganz schnell in ihren Bann ziehen wird.

Anforderungen und Streckenverlauf

Die Radwege am Ufer der Donau sind durchwegs flach. Sie radeln vorwiegend auf asphaltierten, fast verkehrsfreien Wegen.

  • Gesamtlänge: ca. 485 Radkilometer (11-Tage-Variante) bzw. 400 Radkilometer (9-Tage-Variante)

Reiseverlauf bei der 11-Tage-Variante

  1. Tag 1: Individuelle Anreise nach Regensburg

    Im Laufe des heutigen Tages reisen Sie individuell nach Regensburg an - am besten möglichst früh, damit noch genügend Zeit für die Erkundung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten bleibt, die Regensburg zu bieten hat. Keinesfalls verpassen sollten Sie einen Bummel durch die UNESCO-geschützte Altstadt, die die Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs weitgehend unbeschadet überstanden hat.

    Ebenfalls sehenswert ist die im 12. Jahrhundert erbaute Steinerne Brücke, und natürlich will auch der Regensburger Dom gebührend gewürdigt werden - gehört er doch zusammen mit dem Kölner Dom zu den bedeutendsten gotischen Baudenkmälern Deutschlands.

  2. Tag 2: Regensburg - Straubing, ca. 55 km

    Nach dem Frühstück verlassen Sie Regensburg über die Nibelungenbrücke und die Walhalla-Allee und folgen der beschilderten Radroute "Tour de Baroque" nach Donaustauf. Hier erhebt sich die schon von weitem sichtbare, berühmte Walhalla über dem Donautal, in der mit Büsten und Gedenktafeln an bedeutende deutschsprachige Persönlichkeiten erinnert wird.

    Wieder zurück auf dem Donauradweg setzen Sie Ihre Fahrt in Richtung Straubing fort, das in erster Linie für seine barocken Bürgerhäuser bekannt ist. Außerdem findet hier mit dem Gäubodenfest jedes Jahr das zweitgrößte Volksfest Bayerns statt.

  3. Tag 3: Straubing - Deggendorf, ca. 40 km

    Die heutige Radstrecke führt Sie zunächst über Oberalteich mit seinem markanten Kloster nach Bogen, wo vor allem der mittelalterliche, von prächtigen Bürgerhäusern umrahmte Stadtplatz sehenswert ist. Von hier aus radeln Sie weiter nach Metten und haben schon bald Ihren heutigen Übernachtungsort Deggendorf erreicht, der aufgrund seiner geographischen Lage auch gerne als "das Tor zum Bayerischen Wald" bezeichnet wird.

  4. Tag 4: Deggendorf - Passau, ca. 60 km

    Am heutigen Radtag lassen Sie sich erneut von der Radroute "Tour de Baroque" führen, die zu den ältesten Fernradwegen Deutschlands gehört und ab Kelheim dem Verlauf des Donau-Radwegs entspricht. Von Vilshofen geht es auf der linken Donauseite bis zum Wasserkraftwerk Kachlet. Dort überqueren Sie die Donau und nehmen anschließend die letzten Kilometer in Angriff, die Sie noch von der Drei-Flüsse-Stadt Passau trennen.

    Dort angekommen lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch im Dom St. Stephan, dessen Orgel zu den größten der Welt gehört. Und anschließend bleibt vielleicht auch noch Zeit für einen Besuch in der etwas oberhalb der Stadt gelegenen Veste Oberhaus, die mehrere Museen beherbergt und einen wunderschönen Blick auf das Drei-Flüsse-Eck erlaubt, an dem sich Donau, Inn und Ilz vereinen.

  5. Tag 5: Passau - Oberes Donautal, ca. 35-40 km

    Nachdem Sie Passau den Rücken gekehrt haben, folgen Sie dem Donauradweg zum Laufwasserkraftwerk Jochenstein und überqueren die Grenze nach Österreich. Erstes Highlight auf österreichischem Boden ist Engelhartszell, wo Sie sich unbedingt Zeit für einen Besuch im einzigen Trappistenkloster Österreichs nehmen sollten.

    Weiter geht es auf dem sogenannten "Treppelweg" - einem ehemaligen Treidelpfad, auf dem einst Zugtiere die Donaufrachtschiffe flussaufwärts zogen - bis nach Wesenufer oder Schlögen, wo Sie heute übernachten werden.

  6. Tag 6: Oberes Donautal - Linz, ca. 50-60 km

    Den ersten landschaftlichen Höhepunkt des heutigen Tages stellt die enge Schleife der Schlögener Schlinge dar, wo die Donau ihre Fließrichtung in einer Haarnadelkurve von Südosten auf Nordwesten verändert und beinahe rückwärts zu fließen scheint. Von hier aus folgen Sie dem Donauradweg über Inzell weiter nach Aschach mit seiner von stattlichen Bürgerhäusern geprägten Donauzeile.

    Hier wechseln Sie über die Aschacher Brücke ans nördliche Donauufer und haben schon bald Ottensheim erreicht, das weniger als 11 Kilometer von Ihrem heutigen Tagesziel Linz entfernt ist. Die Landeshauptstadt Oberösterreichs weiß unter anderem mit ihrer eindrucksvollen Altstadt, der Dreifaltigkeitssäule und dem Schloss zu begeistern und verlockt natürlich ebenfalls zum Genuss der berühmten Linzer Torte.

  7. Tag 7: Linz - Ardagger/Grein, ca. 60-65 km

    Heute erwartet Sie das lieblich-romantische Mühlviertel mit seinen wunderbar ländlichen Orten, zu denen beispielsweise Steyregg gehört. Beim Donaukraftwerk Abwinden-Asten besteht die Möglichkeit, auf die andere Donauseite zu wechseln und einen Abstecher nach Enns zu machen, wo beispielsweise das Römermuseum "Lauriacum" einen Besuch lohnt.

    Zurück am nördlichen Ufer erwartet Sie der schmucke Ort Mauthausen mit prachtvollen Gebäuden und Häuserfassaden, und im direkt an der Strecke gelegenen Freilichtmuseum "Keltendorf Mitterkirchen" können Sie die Vergangenheit anschaulich lebendig werden lassen, ehe Sie die letzten Kilometer überwinden, die Sie noch von Ihrem heutigen Übernachtungsquartier trennen.

    Wenn Sie im Schifferstädtchen Grein übernachten, bietet sich ein Besuch im ältesten Stadttheater Österreichs, im Schloss Greinburg und/oder im Oberösterreichischen Schifffahrtsmuseum an. Ardagger lockt dagegen mit der Stiftskirche, dem Bauernmuseum und dem MostBirnHaus, das zum Stift Ardagger gehört.

  8. Tag 8: Ardagger/Grein - Melk/Emmersdorf, ca. 55-60 km

    Die heutige Etappe führt Sie durch den wunderschönen Strudengau in die alte Römerstadt Ybbs. Hier sollten Sie unbedingt etwas länger verweilen - verfügt die Stadt doch über ein Fahrradmuseum, in dem Sie alles zur Geschichte Ihres treuen Reisegefährten erfahren können.

    Zurück auf dem Donauradweg radeln Sie durch die sanfte Landschaft des Nibelungengaus über Personbeug weiter nach Marbach, das von der doppeltürmigen, im Barockstil erbauten Wallfahrtskirche Maria Taferl überragt wird, die auch das Zentrum des gleichnamigen Ortes bildet. Von hier aus setzen Sie Ihren Weg in Richtung Spitz fort und gelangen schon bald nach Melk oder Emmersdorf, wo Sie heute übernachten werden.

    In Melk, dem "Tor zur Wachau" sollten Sie es keinesfalls versäumen, das bekannte Benediktinerstift zu besuchen und einen kleinen Stadtbummel zu unternehmen. Wenn sich Ihr Übernachtungsquartier am anderen Flussufer, in Emmersdorf, befindet, können Sie, beispielsweise bei einem Gläschen Wein aus der Wachau, einen wunderschönen Blick auf das nächtlich beleuchtete Benediktinerstift von Melk genießen.

  9. Tag 9: Melk/Emmersdorf - Traismauer/Tulln, ca .55-75 km

    Im Mittelpunkt der heutigen Etappe steht die Wachau, die für viele als schönste Teil des österreichischen Donautals gilt. Mit ihren weinbewachsenen, smaragdgrünen Hängen und liebenswürdigen kleinen Ortschaften ist sie der Inbegriff der Idylle und lädt dazu ein, die Seele einmal so richtig baumeln zu lassen.

    Ansonsten folgen Sie der Radstrecke durch die weitläufigen Auen des Tullnerfeldes bis nach Traismauer, das mit seinem schönen historischen Stadtkern beeindruckt oder weiter in die Blumenstadt Tulln, wo Sie beispielsweise die Gartenwelt "Die Garten Tulln" besuchen können.

  10. Tag 10: Traismauer/Tulln - Wien, ca. 35-65 km

    Ihre Radreise nähert sich unaufhaltsam dem Ende, und so steht heute, nach einem guten Frühstück, auch schon die letzte Etappe in Richtung Wien auf dem Programm. Bei Greifenstein erwartet Sie das imposante gleichnamige Wasserkraftwerk, und auch die schmucke Burg Greifenstein möchte sich Ihnen in ihrer gesamten Pracht zeigen, ehe Sie weiter nach Klosterneuburg radeln.

    Das dortige Kloster darf zahlreiche Kunstschätze sein Eigen nennen, und in der romanischen Stiftskirche können Sie den bekannten Verduner Altar bewundern. Nachdem Sie sich sattgesehen haben und auf den Donauradweg zurückgekehrt sind, dauert es nun nicht mehr lange, bis Sie die Wiener Pforte - eine letzte Engstelle der Donau - passieren.

    Von hier aus folgen Sie dem Donauradweg über Kahlenbergerdorf und Nußdorf in die weltberühmte Donaumetropole Wien und haben hoffentlich noch genügend Zeit für das Feuerwerk an Sehenswürdigkeiten, das hier auf Sie wartet. An erster Stelle sind hier natürlich der gotische Stephansdom, die Wiener Hofburg, die Spanische Hofreitschule mit ihren berühmten Lipizzanern, das Schloss Schönbrunn mit seinen prachtvollen Gärten und der Prater mit seinem Riesenrad zu nennen.

    Aber auch den Naschmarkt und die zahlreichen urigen Kaffeehäuser, in denen Sie sich die genauso berühmten wie gehaltvollen Wiener Mehlspeisen schmecken lassen können, sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

  11. Tag 11: Individuelle Abreise oder Verlängerung

    Mit dem heutigen Frühstück endet Ihre Radreise offiziell. Wenn Sie jedoch, was wir gut verstehen könnten, noch ein wenig länger in Wien bleiben möchten, um der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten gerecht zu werden, buchen wir selbstverständlich gerne weitere Übernachtungen für Sie.

Reiseverlauf bei der 9-Tage-Variante

  1. Tag 1: Individuelle Anreise nach Regensburg
  2. Tag 2: Regensburg - Straubing, ca. 55 km
  3. Tag 3: Straubing - Deggendorf, ca. 40 km
  4. Tag 4: Deggendorf - Passau, ca. 60 km
  5. Tag 5: Passau - Oberes Donautal, ca. 35-40 km
  6. Tag 6: Oberes Donautal - Region Enns, ca. 75-80 km
  7. Tag 7: Region Enns- Marbach/Maria Taferl/Pöchlarn, ca. 80 km
  8. Tag 8: Marbach/Maria Taferl/Pöchlarn - Wien, ca. 50 km + Bahnfahrt Krems-Wien
  9. Tag 9: Individuelle Ankunft in der mittelalterlichen Donaustadt, wo Ihre Reise beginnt. Regensburg lockt mit verwinkelten Gassen und römischer Geschichte.

Die Etappen im Detail

  • Tag 2: Barockes Flair und weite Ebenen (ca. Sie radeln über die Nibelungenbrücke hinaus aus Regensburg und folgen der „Tour de Baroque“ bis nach Donaustauf - ein Blick auf die majestätische Walhalla bleibt unvergesslich. Durch das weite Donautal geht es weiter bis ins charmante Straubing mit seinen prächtigen Bürgerhäusern.
  • Tag 3: Durch das Donautal ins Tor zum Bayerischen Wald (ca. Entlang kleiner Orte wie Oberalteich und Metten führt Ihre Route heute nach Deggendorf. Die Stadt gilt als Eingangstor zum Bayerischen Wald und empfängt Sie mit bayerischer Gemütlichkeit.
  • Tag 4: Flussidylle und Dreiflüssestadt Passau (ca. Sie setzen Ihre Reise auf dem Donauradweg fort, vorbei an Vilshofen und entlang des linken Donauufers. Nach der Überquerung des Flusses erreichen Sie Passau, wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen.
  • Tag 5: Naturwunder Schlögener Schlinge (ca. Ein landschaftlicher Höhepunkt steht bevor: Nach dem Besuch des Trappistenklosters in Engelhartszell führt die Route mitten durch das beeindruckende Durchbruchstal der Donau - bis zur berühmten Schlögener Donauschlinge.
  • Tag 6: Über Linz nach Enns (ca. In Aschach öffnet sich das Tal und das fruchtbare Eferdinger Becken empfängt Sie. Nach einem kurzen Stadtbummel durch Linz, einst Kulturhauptstadt Europas, radeln Sie weiter durch idyllische Orte bis in die Römerstadt Enns.
  • Tag 7: Vom Strudengau ins Herz des Nibelungengaus (ca. Ihre heutige Etappe beginnt in der mittelalterlichen Stadt Grein. Weiter geht’s durch den sagenumwobenen Strudengau nach Ybbs - wo die Donau fast zum Greifen nah scheint - bis in die Region rund um Marbach, Maria Taferl oder Pöchlarn.
  • Tag 8: Genussradeln durch die Wachau (ca. Zum Abschluss erwartet Sie ein landschaftliches Juwel: Zwischen Weinreben und Obstgärten durchqueren Sie die Wachau. In Krems endet Ihre Radreise - ab hier bringt Sie die Bahn (inkl.) bequem in die Kulturmetropole Wien.

Der Donau Radweg ist die beliebteste Flussradtour der Welt. Freuen Sie sich auf zauberhafte Flusslandschaften, zahlreiche Weinberge und sagenumwobene Kulturlandschaften mit unzähligen Sehenswürdigkeiten.

Die Radwege am Ufer der Donau sind durchwegs flach. Über die Nibelungenbrücke und die Walhalla-Allee erreichen Sie die beschilderte Radroute „Tour de Baroque" und radeln nach Donaustauf. Von weitem sichtbar ragt die berühmte Walhalla, der „Tempel der deutschen Ehre", über das Donautal. Sie radeln weiter auf dem Donaudamm nach Straubing, bekannt für seine barocken Bürgerhäuser und den malerischen Stadtplatz.

Auch heute folgen Sie auf der Radtour wieder der „Tour de Baroque“. Über Niederalteich erreichen Sie das kleine Örtchen Winzer und anschließend Vilshofen.

In Melk sollten Sie das berühmte Benediktinerstift besichtigen. Heute genießen Sie den wohl schönsten Teilabschnitt Ihrer Radreise, die Wachau. Naturgegebene Schönheit und klimatische Begünstigung haben eine malerische Kulturlandschaft entstehen lassen. Sie radeln an smaragdfarbenen Rebstöcken vorbei und kommen durch üppige Obstplantagen, allen voran die typischen goldgelben Marillen.

Termine

Tägliche Anreise vom 01.04. bis 31.10.

Tipps und Hinweise

Es erwartet Sie eine meist sehr flache Wegführung. Die Reifen sollten nicht zu schmal (min. 38 mm) sein. Die Region der Deutschen Donau gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Süddeutschland.

Der Donauradweg ist auch gastronomisch bestens erschlossen. Man darf sich also nach jeder Etappe auf eine wohltuende Mahlzeit und ein gemütliches Bett in einem schönen Hotel oder Gasthof freuen. Bucht man die Reise bei einem Radreiseveranstalter, kümmert sich dieser in der Regel auch um den Gepäcktransport.

Highlight dieser etwa 49 km langen Strecke ist der Donaudurchbruch bei Beuron. Eingerahmt von den bis zu 200 m hohen Kreidefelsen führt das Flusstal durch die imposanten Jurakalk-Steinwände der Schwäbischen Alb.

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