Radfahren im Reichswald Kleve: Routen und Erlebnisse

Kleve ist eine Stadt, die sich ideal mit dem Fahrrad erkunden lässt. Die Radwege sind gut ausgebaut, und die Landschaft bietet ein abwechslungsreiches Terrain für Radfahrer jeden Niveaus. Die Stadt und ihr Umland bieten eine Vielzahl an Radwegen, die euch die Schönheit und den Charme dieser Region näherbringen.

Startpunkte und Routenempfehlungen

Ein Tipp für den Anfang: Startet eure Tour am besten am Tiergartenwald. Wer es ein wenig gemütlicher mag, startet am Tiergartenwald. Hier ist es schön schattig und angenehm kühl, besonders an heißen Sommertagen.

Von dort aus könnt ihr in die Innenstadt fahren, wo die Schwanenburg einen beeindruckenden Anblick bietet. Wer mag, kann eine Kaffeepause in einem der gemütlichen Cafés rund um den Opschlag einlegen.

Der Reichswald-Radweg

Einer meiner absoluten Lieblinge! Der Reichswald-Radweg führt euch durch den größten zusammenhängenden Staatsforst Nordrhein-Westfalens. Die Strecke beginnt meist am Stadtrand von Kleve und zieht sich durch den dichten, grünen Wald. Für eine kurze Pause inmitten der grünen Lunge Kleves bietet sich der Reichswald hervorragend an, hier gibt es auch einen tollen Aussichtsturm der einen weiten Blick über die Landschaft bietet.

Mit weit über 5100 Hektar ist der Klever Reichswald die größte zusammenhängende Waldfläche am Niederrhein. Besuchen Sie doch einmal den Reichswald, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Pferd. Der Reichswald bietet Ihnen alle Möglichkeiten. Auf Grund der Größe des Waldes wird für jeden etwas geboten, ohne dass man sich gegenseitig stören würde.

Auf insgesamt 1,5 Kilometern Länge ist bei Kleve-Reichswald ein Abschnitt der römischen Limes-Straße nachgewiesen. Sie war die Hauptverbindung zwischen den Zentren Xanten und Nijmegen (NL). Der Straßenkörper der Limesstraße ist hier stellenweise noch bis zu einer Mächtigkeit von 0,75 m und einer Breite von 8,2 m erhalten.

Rheinauen-Route

Für die Naturliebhaber und Wasserfreunde ist die Rheinauen-Route ein Muss.

Landgüter-Rundweg

Der Landgüter-Rundweg bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus belebten Straßen und idyllischen Feldwegen und führt euch rund um Kleve.

Tour zum Schloss Moyland

Besonders an Herz legen kann ich euch die Tour zum Schloss Moyland. Ein gepflegtes Schloss, das einen mit Geschichte und Kultur nur so überschüttet. Und der Weg dahin? Malerisch, kann ich euch sagen! Die Strecke entlang des Landschafsschutzgebietes Emmericher Ward klebt förmlich vor Schönheit.

Weitere Routen

Opschlag und Bimmen: Ideal für einen kleinen Kaffeestopp oder ein Eis.

Diese Route ist ein Hochgenuss für Kultur- und Geschichtsliebhaber.

Vorbei an regionaltypischen Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel der Griethausener Altrheinbrücke, finden Sie auf den Wegen entlang dieser Route ebenfalls eine Menge grüner Natur.Neben kleinen Ortschaften wie Millingen aan de Rijn, Griethausen oder auch Kranenburg führt Sie diese Tour aber auch durch Kleve und vorbei an historischen Sehenswürdigkeiten wie der Schwanenburg und der Stiftskirche.Auf diese Weise lernen Sie nicht nur die Stadt Kleve selber kennen, sondern auch das Umland.

Diese Radtour in und um Donsbrüggen gibt Ihnen ein schönes Bild der Stadt und der Umgebung. Diese Fahrradroute führt über befestigte Wege.

Tipps für Radfahrer

Kleve bietet Radwege für jedes Fitness-Level. Die ausgeschilderten Routen sind klar und deutlich, und kaum eine Strecke ist wirklich schwer. Die Stadt hat in den letzten Jahren viel für die Infrastruktur getan, und das merkt man.

Wer elektrisch unterwegs ist, keine Panik! Es gibt genug Ladestationen, wo ihr euren E-Bike Akku wieder aufladen könnt.

Im Reichwald sind Jogger, Walker, Reiter und Spaziergänger unterwegs, bitte nehmt Rücksicht. Eine Klingel am MTB mag zusätzliches Gewicht sein, ist aber ohne Zweifel sinnvoll bei Touren im Wald.Frühzeitig klingeln und Tempo verringern. Ein kurzes Danke hat auch noch niemanden geschadet.

Egal, für welche Route ihr euch entscheidet, eins ist sicher: Kleve hat für jeden Radfahrer den passenden Weg. Also, Helm auf, in die Pedale treten und los geht’s! Erlebt eure Stadt und ihre Umgebung aus einer neuen Perspektive.

Geschichte des Reichswaldes

Der Name Reichswald taucht erstmals um die Mitte des 14 Jahrhunderts auf, doch die Geschichte dieses großflächigen Waldgebietes ist wesentlich älter. Für die Bataver, die sich vor knapp 2000 Jahren dort zum Aufstand gegen die Römer sammelten, war er der "Heilige Wald".

Zu Anfang des 19 Jahrhunderts begann man mit der geordneten Forstwirtschaft, was das Erscheinungsbild des Waldes in hohem Maße veränderte. Aus dem mittelalterlichen Niederwald wurde langsam ein Hochwald. Eine Entwicklung, die heute in einigen Bereichen umgekehrt werden soll. Vor allem im Zweiten Weltkrieg wurde der Wald ganz erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Nach Kriegsende mussten ca. 4000 ha neu aufgeforstet werden. Durch Ansiedlungen vor allem im heutigen Pfalzdorf und Louisendorf kam es allerdings auch zu den ersten großen Rodungen. Heute hat der Wald eine Größe von ca. 5100 ha, die Aufforstung wird aber in kleineren Bereichen weiter betrieben.

Geographie des Reichswaldes

Die Höhen des Reichwaldes sind Teil des Niederrheinischen Höhenzuges, der sich über eine Länge von ca. 60 km zwischen Kamp-Lintfort und Nimwegen erstreckt. Im Reichswald befinden sich die höchsten Erhebungen des Unteren Niederrheins, nämlich der Klever Berg mit 106 Metern, sowie der Stoppel-, Gelden- und Brandenberg mit etwa 90 m Höhe über dem Meeresspiegel. Zum Rhein hin entwässern drei kleine Bäche, die Rote, die Klare und die Schwarze Beeke.

MTB-Tour von Kleve nach Milsbeek

Auch wenn der Niederrhein für sein flaches Dasein bekannt ist, gibt es hier mehr Hügel als einem manchmal lieb ist. Eine alte Stauchmoräne, bildet den Anfang. Sehr schnell ist man auf der Höhe (48 m ü. NN).

Den Standort der “Sieben Quellen” im Reichswald bei Nütterden bezeichnete man früher als “Heiligen Wald” und dieser diente in der Merowingerzeit als beliebter Jagdgrund für Kaiser und Könige. Verlässt man die „Sieben Quellen“ so leitet einen der Weg in Richtung „Wolfsberg“. Kleine Pfade am Rande vom Wald bieten ein schönes Panorama. Hier und das haben sich auch wieder die Wildschweine gesuhlt.

Eine Bundestrasse beendet abrupt die holperige Fahrt. Diese gilt es zu mit Vorsicht zu überqueren. Von da ab wird es schon etwas hügeliger. Schnell sind hier 30-70 HM auf einer Distanz von 100 Längenmetern möglich. Da sich das ganze jetzt immer wiederholt, wird logischerweise auch die Fahrt wesentlich rasanter. Anspruchsvolle Waldtrails wollen jetzt bezwungen werden, auch wenn das Herbstlaub einen Blick auf den tatsächlichen Untergrund kaum noch zulässt.

In einem „Auf und AB“ fahre ich weiter bis nach Milsbeek. In Milsbeek lädt die Gaststätte „De Diepen“ zu einer Halbzeitpause ein. „De Diepen“ ist ein lokaler HotSpot für alle die gerne im Wald unterwegs sind. Wanderer, Reiter und viele Biker (aller Joungre) treffen sich dort.

Weniger besucht ist der Teil des Reichswaldes an seiner Südwestecke. Der höchste davon heißt Himmeltal und ist knapp 80 m hoch. Was auf dem Hinweg überwiegend eine Abfahrt war, wandelt sich nun auf dem Rückweg in eine nicht enden wollende Auffahrt.

Wer aus der Region kommt, sollte sich diese MTB Tour auf keinen Fall entgehen lassen.

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