Abseits des städtischen Trubels bietet Berlin überraschend idyllische Naturerlebnisse. Die Fahrradtour ist dank der vorrangig grünen Wege nicht nur entspannt, sondern mit Naturdenkmälern wie der Dicken Marie und interessanter Architektur auch abwechslungsreich.
Startpunkt: Greenwichpromenade
Sie starten an der Greenwichpromenade in Berlin-Tegel. Hier flaniert Groß und Klein entlang des Wassers und füttert die brotsatten Enten. Die großen Dampfer wie die Moby Dick locken an der Anlegestelle Greenwichpromenade mit Fahrten über den Tegeler See und angrenzende Gewässer.
Gestärkt mit einem kleinen Espresso an einem der Cafés, die in den Straßen vor der eigentlichen Promenade zu finden sind, startet die Tour entgegen dem Uhrzeigersinn. Es geht kurz Richtung Norden, wo nicht weit entfernt die Sechserbrücke überquert wird.
Die Brücke hat ihren Namen vom "Sechser" der früher bezahlt werden musste, um sie zu überqueren. In Wahrheit waren der "Sechser" fünf Pfennige, die im Berliner Volksmund “Sechser” genannt wurden. Von der Brücke lässt sich prima auf den Tegeler Hafen schauen.
Die Treppe auf die Brücke ist mit Schieberinnen für Fahrräder ausgestattet. Wem das Schieben des Fahrrades auf die Brücke zu mühsam ist, umfährt die Brücke über den Tegleler Hafen.
Entlang des Tegeler Sees
An der Spitze des Tegeler Sees steht die Dicke Marie. Der beeindruckende Baum ist ein Naturdenkmal und wahrscheinlich der älteste Baum Berlins. Den Namen hat er von den Brüdern Wilhelm und Alexander von Humboldt, die im nahe gelegenen Tegeler Schloss aufwuchsen.
Die nördliche Spitze des Tegeler Sees ist erreicht. Sie fahren nun Richtung Süden weiter am See entlang auf dem Schwarzen Weg. Auf der linken Seite passieren Sie die Halbinsel Reiherwerder. Hier steht die Villa Borsig, die als Gästehaus des deutschen Außenministeriums genutzt wird.
Außerdem wurden auf der Halbinsel spannende archäologische Relikte aus der Bronzezeit gefunden. Allerdings ist die Halbinsel für die Öffentlichkeit nicht begehbar. Sie müssen also ohne Abstecher auf die Halbinsel weiterfahren und kommen nach einiger Zeit am Strandbad Tegel vorbei, das nach seiner Restaurierung hoffentlich bald wieder eröffnet.
Abkühlung verschafft der See aber auch am “Arbeiterstrand” neben dem Freibad.
Fähre nach Hakenfelde
Sie sind an der Fähre nach Hakenfelde angekommen. Sie ist privat, sodass keine Tickets der Berliner Verkehrsbetriebe gelten. Sie fährt von Anfang April bis Ende Oktober immer freitags bis sonntags und an Feiertagen. In wenigen Minuten sind Sie nach Hakenfelde in Spandau übergesetzt und können weiter in die Pedalen treten.
Fahren Sie geradeaus die Osloer Straße entlang und halten sich am Elkartweg links. Weiter geht es entlang der Werderstraße. An der Goltzstraße biegen Sie wieder links ab und fahren geradeaus. Am Ende wieder links auf die große Streitstraße, die irgendwann in die Neuendorfer Straße übergeht.
Nicht weit und Sie können wieder auf ruhigeren Straßen fahren: Biegen Sie an der Eiswerder Straße abermals nach links und fahren Sie über die große Brücke auf die Insel Eiswerder. Die Insel war früher ein wichtiger Militärstandort mit Patronen- und Munitionsfabrik. Von hier sehen Sie außerdem die imposante Zitadelle Spandau.
Auf der anderen Seite geht es wieder runter von der Insel über die Kleine Eiswerderstraße. Biegen Sie nach rechts in die Daumstraße und nach einigen Metern nach links in die Adickesstraße. Nun geht es entlang des Grützmachergrabens, einem kleinen Wassergraben bis zur Straße Lünette.
Am Schifffahrtskanal drehen Sie sich nach links und fahren entlang der Rhenaniastraße. An der Abzweigung nehmen Sie den Bootshausweg. Der Saatwinkler Steg ist eher eine Brücke als Steg, hier überqueren Sie den Hohenzollernkanal.
Ein Stück fahren Sie den Haligweg entlang und biegen denn nach links in die Straße “Am Saatwinkel”. Von nun an fahren Sie wieder nah am Ufer des Tegeler Sees entlang. Sollte Ihnen inzwischen allzu heiß sein, können Sie sich an der Badestelle Saatwinkel abkühlen.
Während der Fahrt können Sie immer wieder Inseln inmitten des großen Sees entdecken.
Rückweg und weitere Details
Erst in Saatwinkel kommen am Maienwerderweg wieder einzelne Häuser und Ausflugslokale in Sicht. Folgt man der Tegeler See-Route, stößt man bald auf den Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal mit seinem Radweg Berlin-Kopenhagen. Links geht es entlang eines Kanuclubs Richtung Zuhause.
Die neue, bequem zu nutzende Unterführung unter der stark befahrenen Tegeler Brücke sorgt außerdem dafür, dass wir ohne Störung wieder zurück in den Wedding kommen. Der geteerte Weg zwischen Kleingärten und Kanalufer ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis.
Zusätzliche Informationen zur Tour
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Start und Ziel | Greenwichpromenade |
| Strecke | ca. 15 Kilometer |
Die Tour kann nahverkehrsgünstig z.B. am U-Bahnhof U6 Otisstraße oder S-Bahnhof Alt-Tegel beginnen. Nach einer kurzen Anfahrt durch Wohngebiete kann man ca. Beginnend vom U-Bahnhof Otisstraße, in dessen Nähe es auch Parkplätze in der Seidelstraße gibt, geht es über Otisstraße, Wittestraße, Holzhauser Straße und Jacobsenweg auf dem Reinickendorfer Radweg R6 Richtung Alt-Tegel.
Am Waidwannsluster Damm fährt man nach links unter der Stadtautobahnbrücke hindurch bis zur Kreuzung Karolinenstraße. Geradeaus geht es in die Straße An der Mühle weiter auf der Gabrielenstraße bis zum Ende und gelangt dann über Nebenwege an Hochhäusern vorbei zum Tegeler See. Hier geht es nach rechts ein Stück am Ufer entlang.
Der Radweg mündet auf den Schwarzen Weg. Nach links geht es den Mühlenweg entlang durch den Tegeler Forst. Mittendrin wird die Konradshöher Straße überquert. Am Ende des Mühlenweges erreicht man einen Waldspielplatz in Heiligensee.
Geradeaus kommt man wieder auf die Straße. Nach rechts fährt man auf der Sandhauser Straße ein kleines Stück bis auf der linken Seite ein unscheinbares Tor am Eisenzaun auftaucht. Der Uferweg führt nach link entlang der Havel bei Konradshöhe bis nach Tegelort. Auf dem Weg gibt es mehrere Restaurants und viele Bänke, die zum Verweilen einladen.
Von Tegelort geht es zunächst nördlich am Ufer entlang rund um den Tegeler See durch den Tegeler Forst bis zur Greenwichpromenade im Osten des Sees. Von der Uferpromenade des Tegeler Sees geht es weiter Richtung Südwesten immer am See entlang bis nach Saatwinkel. An der Kreuzung mit dem Maienwerderweg biegt man nach links ab und fährt immer geradeaus auf dem Maienwerderweg, überquert die Bernauer Straße, und gelangt nach ca. 30 min zum Flughafensee.
Die Strecke geht durch viel Grün. Die Strecke Wittestraße und Waidmannsluster Damm verläuft auf eigenständig geführten Radwegen auf dem Fußweg. Asphalt, Pflaster, verdichtet Sand/Kies, Waldweg tlw.
Verwandte Beiträge:
- Radtour Tegeler See: Die schönste Route & Tipps für Ihre Tour
- Radtour im Lautertal: Entdecke die schönsten Routen & Sehenswürdigkeiten
- Balaton Radtour: Die schönste Route & Tipps für Ihre Reise
- Radtour Tharandter Wald: Strecken & Tipps für Ihre Tour
- Die besten Fahrradhelme im Test: Ultimative Sicherheit, Top Komfort & bahnbrechende Innovationen entdecken!
- Die besten Fahrradmarken mit R: Entdecke jetzt die Top-Auswahl!
Kommentar schreiben