Der Altmühltal-Radweg zählt zu den beliebtesten Radwegen Deutschlands - und dies zu Recht: Auf 166 Kilometern folgen Sie der gemächlich dahinfließenden Altmühl von Gunzenhausen bis Kelheim durch den Naturpark Altmühltal und entdecken an einem Stück die faszinierende Schönheit der Altmühlregion.
Als die Temperaturen Ende März über 20 Grad stiegen, fing mein Radlerherz an wild zu schlagen und die Skier waren vergessen. Anstatt der Alpen wollte ich dieses Mal nördlichere Regionen erkunden. Der Altmühltal Radweg sah vielversprechend aus.
Streckenverlauf und Etappen
Der Altmühltal-Radweg verläuft auf 250 km und in 6 Hauptetappen von Rothenburg ob der Tauber bis nach Kelheim. Von Rothenburg an der Tauber kannst du die Strecke bis zur Altmühl-Quelle beim Hornauer Weiher hochradeln. Nach dem steilen Anstieg geht der Radweg angenehm eben weiter. Von Ansbach geht es weiter bis zum malerischen Altmühlsee bei Gunzenhausen, wo du eine Badepause einlegen kannst. Das weite Altmühltal verengt sich nach Treuchtlingen.
Vorbei an Jurafelsen fährst du z.B an der beeindruckenden Felsformation der "zwölf Apostel" vorbei. Nach Eichstätt fährst du durch Wacholderheiden, vorbei an der Burg Kipfenberg zunächst nach Beilngries, das sich für eine Pause anbietet. Auf deiner letzten Etappe fährst du kurz nach Riedenburg unter anderem an der Burg Prunn vorbei, die auf einem Felsen im bewaldeten Hang errichtet ist.
Der Altmühltal-Radweg führt dich durch eine Naturlandschaft in Bayern, die vom Massentourismus verschont geblieben ist. Viele der Orte, die du auf dem Altmühltal-Radweg passierst, haben sich einen mittelalterlichen Charme bewahrt. Auf deiner Reise fährst du außerdem an zahlreichen Burgen, Ruinen und Schlössern vorbei, die typisch für Bayern sind.
Die Etappe von Treuchtlingen nach Eichstätt
In diesem Beitrag nehme ich dich nicht mit zu reinen Ausflugszielen wie in diesem Artikel hier, sondern auf eine Radtour von Treuchtlingen nach Eichstätt. Die Etappen führen dich durch die vielseitige Landschaft des Naturparks Altmühltal. Der Radweg beginnt in Gunzenhausen und geht an der Altmühl entlang bis nach Kelheim.
Die 8 Kilometer lange Etappe beginnt an der Hauptstraße in Treuchtlingen. Hinter einer kleinen Gruppe fahre ich vorsichtig durch Treuchtlingen und bin froh als ich nach ein paar Minuten dann aus dem Ort fahre. Außerhalb von Treuchtlingen merke ich schon, wie mir die Sonne auf den Kopf brennt und ich mache schnell noch eine Pause, um mich einzucremen und meinen schützenden Sonnenhut aufzusetzen.
Doch dann geht es wirklich los und ich fahre gemütlich durch die Südliche Frankenalb. Der Weg ist sehr angenehm zu befahren und es ist noch nicht viel los, daher genieße ich die tiefgrünen Alleen im Wald, die mystisch und märchenhaft wirken und die Wacholderheidehänge am Wegesrand. Nach einer kurzen und gemütlichen Fahrt komme ich in dem kleinen Dorf Dietfurt an. Hier bitte nicht verwechseln mit Dietfurt an der Altmühl - diese Stadt liegt etwas entfernt.
Weiter geht es weiter nach Pappenheim, wo mich schon aus Entfernung der Bergfried der mittelalterlichen Burg Pappenheim anguckt und mich beinahe zu begrüßen scheint. Nun befinde ich mich schon in der zweiten Etappe des Tages und auf meinem Weg nach Solnhofen. Die Etappe ist knapp 7 km lang und von der Schwierigkeit auch als leicht einzustufen.
Einen flachen und entspannten Weg folgend komme ich nach kurzer Zeit schon in Solnhofen an und mache hier eine etwas längere Pause um das Museum Solnhofen zu besichtigen. Das Museum Solnhofen, oder auch Bürgermeister-Müller-Museum genannt, befindet sich direkt am Radweg und ist im Sommer & Herbst (01.04-09.11) täglich von 09.00 bis 17.00 Uhr geöffnet und bietet Interessierten eine beeindruckende naturwissenschaftliche Sammlung.
Die Route Solnhofen - Dollnstein besteht zwar aus zwei einzelnen Etappen, doch ich habe diese jetzt einmal zusammengefasst. Mittlerweile wurde es schon mittags und ich suchte nach einem geeigneten Platz für mein mitgebrachtes Mittagessen. Also wurde dies hinten angestellt und ich schwang mich auf mein Rad und fuhr weiter nach Mörnsheim.
Die Zwölf Apostel endlich einmal zu sehen, war mein absolutes Highlight der Strecke. Die Zwölf Apostel sind eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Altmühltals und ein wunderbarer Naturschauplatz. Wenn du schon ein paar Kilometer aus Solnhofen geradelt bist, kommst du auf dem Altmühltal-Radweg an den Zwölf Aposteln vorbei.
Nach den Zwölf Aposteln überquert man dann eine Grenze und kommt von Mittelfranken nach Oberbayern und bald nach Dollnstein. Der Markt Dollnstein liegt zwischen Wellheim und Eichstätt und ist von weitem schon an der beeindruckenden mittelalterlichen Wehrmauer zu erkennen, die den Ortskern umfasst.
Wenn du aus Dollnstein radelst, kommst du zugleich an einer beeindruckenden Felsbildung vorbei - dem Burgstein. Die Etappe von Dollnstein nach Eichstätt ist mit ihren 16 km nicht nur eine der längeren Etappen, sondern auch leider schon meine letzte. Kurz nach dem Burgstein komme ich über eine Brücke zu dem ersten schattigen Rastplatz und lasse mich hier gleich nieder. Nach meiner Mittagspause fahre ich dann den restlichen Weg bis nach Eichstätt und komme schon nach kurzer Zeit dort an.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
- Treuchtlingen: Thermalbad Altmühltherme mit Heilwasserquellen und Saunabereich.
- Pappenheim: Burg Pappenheim mit Museen und die erste Weidenkirche Bayerns.
- Solnhofen: Museum Solnhofen mit Fossilienfunden und die Sola-Basilika.
- Dollnstein: Mittelalterliche Wehrmauer und das Altmühlzentrum Burg Dollnstein.
- Zwölf Apostel: Dolomitfelsen im Naturschutzgebiet Juratrockenhang.
- Burgsteinfelsen: Imposante Felsbildung nahe Dollnstein.
- Eichstätt: Barocke Bischofsstadt mit Dom, Schutzengelkirche, Kloster St. Walburg und Willibaldsburg.
Bereits zu Beginn der Tour beeindruckt ein imposantes Naturschauspiel: Der Burgsteinfelsen bei Breitenfurt ist ein beliebtes Fotomotiv und bekannt unter Klettersportlern.
Bizarre Felsen, Wacholderfelder, liebliche Wiesen und Auen: Das Altmühltal beglückt seine Besucher mit einer reizvollen Urlaubslandschaft mitten in Bayern. Eine Fahrradreise auf dem Altmühl-Radweg bietet eine ganz besondere Perpektive auf diese reizvolle Landschaft.
Praktische Tipps für die Radtour
Die beste Reisezeit für den Altmühltal-Radweg ist von April bis Oktober. Wir empfehlen, mindestens eine Woche für den Altmühltal-Radweg einzuplanen. Informiere dich über die Möglichkeiten von Gepäcktransport. Der Altmühltal-Radweg verläuft nach dem ersten Steilstück zur Quelle ohne starke Steigungen entland der Altmühl. Der Altmühltal-Radweg führt auf asphaltierten sowie auf Feld- & Wiesenwegen entlang, die technisch einfach zu bewältigen sind, benötigst du keine besonderen Kenntnisse.
Ja, der Altmühltal-Radweg ist für die ganze Familie geeignet. Für längere Touren empfiehlt sich ein Gepäcktransport. Kürzere Etappen kannst du problemlos mit einem Tagesrucksack fahren. Es besteht keine Radhelmpflicht.
Empfohlene Ausrüstung
- Bequemes Fahrrad (Tourenrad oder Trekkingrad)
- Fahrradhelm (optional)
- Wetterfeste Kleidung
- Sonnencreme und Sonnenhut
- Ausreichend Wasser und Verpflegung
- Reparaturset und Werkzeug
Immer an der Altmühl entlang führt der Tauber Altmühl Radweg durch den Naturpark Altmühltal. Radfahren zwischen Fels und Fluss.
Kulturelle und historische Aspekte
Das Altmühltal war einst von den Römern besiedelt. Im Grenzgebiet zwischen dem römischen Weltreich und Germanien, durch das auch der Limes (Grenzwall) verlief, versammelten sich in ferner Vergangenheit die Legionäre und hinterließen ihre Spuren. Thermen, Kastelle und Wachtürme säumen die Strecke von Rothenburg o.d.
Neben der Antike können die Urlauber auch noch eine weitere Epoche auf Ihrer Zeitreise an der Altmühl entdecken. Mittelalterliche und barocke Bauwerke sind genauso Zeugen der Zeit und lassen die Besucher in die Ära der Adeligen und Ritter eintauchen. Repräsentative Burgen stehen, genauso wie einige Ruinen, in voller Pracht am Wegesrand. Die Bauwerke ziehen die Besucher in ihren Bann.
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