Xanten, eine malerische Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, ist ein Paradies für Fahrradliebhaber. Die Landschaft macht den Reiz dieser Runde aus.
Startpunkt und Route entlang der Xantener Südsee
Die Tour startet am Parkplatz an der Xantener Südsee, Salmstr. 30, 46509 Xanten. Von hier radeln Sie zwischen der Salmstraße und dem See Richtung altes Fischerdorf Lüttingen. Schon nach weniger als einem halben Kilometer zweigen Sie nach links auf den Kiesweg am Ostufer der Südsee ein.
Unterwegs am Uferweg bieten sich schöne Aussichten auf die Silhouette von Xanten und das klare Wasser. Zwar gibt es oft Stellen, die Zugang zum Wasser bieten, doch Baden ist hier strengstens verboten.
Ihre Wanderung beginnt am Hafen Xanten, Salmstraße. Wandern Sie über Lüttingen am rechten Seeufer, vorbei an der Fischerhütte, Gedenktafel für 2 britische Soldaten, der Kneipp-Station "Ernährung" bis zur Wasserskianlage & Kletterpark. Weiter geradeaus den Schotterweg bis zur Straße.
Sehenswürdigkeiten entlang des Weges
Historische Fischerhütte in Lüttingen
Der erste interessante Stopp befindet sich an der historischen Fischerhütte, einem kleinen Steinhaus, das als Museum über den einstigen Alltag der Fischer von Lüttingen informiert, aus einer Zeit, als die beiden Seen noch Teil des Rheins waren.
Durch Wardt
Mit der Fischerhütte im Rücken geht es weiter zum Freizeitzentrum Xanten. Hier stoßen Sie auf die Radschilder, die Sie rechts-links durch das hübsche Wardt leiten. Der rund 2000 Einwohner zählende Ort liegt eingezwängt zwischen der Nord- und der Südsee. Hier gehen Sie rechts in das Dorf Wardt und biegen in die 1. Straße links (Am Kerkend) ein. Folgen Sie nun den Radwegschildern: am Friedhof rechts der Straße folgen.
Vorbei am Museum Rund ums Geld und quer durch den Ort erreichen Sie die Nordsee mit dem Wardter Hafen. Wer noch Zeit, Lust und Interesse hat, der kann unterwegs kurz einen Blick in die gotische, aus Backstein und Tuff bestehende Willibrorduskirche werfen, die auf den Fundamenten einer Kapelle aus der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.
Immer geradeaus (Mittelstraße) bis Sie die etwas größere Dorfstraße erreichen. Gehen Sie hier über die kleine Brücke und folgen den Weg links bis zur Xantener Nordsee. Hier gehen Sie weiterhin den Seeweg am rechten Ufer. Zwischendurch gibt es einen Abstecher auf dem Rheindeich: genießen Sie die herrliche Aussicht über die Wiesen bis zum anderen Rheinufer.
Vyner Hafen und Rückweg zur Südsee
Beim Wardter Hafen geht es nach rechts weiter am Radweg um die Nordsee. Nach etwa drei Kilometern erreichen Sie Vynen an der Nordwestseite des Sees. Verschiedene Gastronomiebetriebe im Hafen laden zum Einkehren ein, bevor es an der Westseite der Nordsee wieder zurückgeht.
Vorbei am Hafen Vynen geht es entlang der Wardter Förde (weitere Kneipp-Station "Heilpflanzen" ) bis zur Hebebrücke. Ein herrlicher Panoramablick auf Xanten an der Südsee in Höhe des Schützenhauses Wardt: Hafentempel im Archäologischer Park, Klever Tor, Kriemhildmühle und St.
Unterwegs kommt man an einem Spielplatz und einer Reihe von Hausbooten vorbei, die für Übernachtungen angemietet werden können. Nach wenigen Radminuten passieren Sie den Wasserlauf Pistley, der die Nord- mit der Südsee verbindet. Dem Wasserlauf folgend kommen Sie wieder in die Nähe des Xantener Freizeitzentrums, das nun über eine Brücke erreichbar ist.
Sie lassen die Brücke aber links liegen und radeln am Westufer der Südsee langsam zum Ausgangspunkt zurück. Unterwegs sehen Sie rechts bereits die rekonstruierten Stadtmauern des Archäologischen Parks Xanten, die von den Säulen des römischen Hafentempels überragt werden.
Archäologischer Park Xanten
Die weitläufige Anlage liegt gegenüber des Ausgangs- und Endpunkts der Route, ist eines der größten Freiluftmuseen der Republik und wurde auf dem Gelände der einstigen Römerstadt Colonia Ulpia Traiana errichtet. Ob Groß oder Klein, der Archäologische Park lohnt für einen Besuch.
Sehr informativ gestaltet und didaktisch gut aufbereitet, spaziert man hier durch die Rekonstruktion einer der bedeutendsten Römerstädte in Deutschland, in der bis zu 10 000 Menschen rund 400 Jahre lang lebten. Originalgetreue Nachbauten wie das Amphitheater, die Stadtmauern und Stadttore, die Bade- und Wohnhäuser und der Hafentempel vermitteln einen guten Einblick in das tägliche Leben der Römer.
In der Werft kann man Nachbauten römischer Schiffe in ihrer Entstehung sehen und das jährliche Römerfest lässt die einstige Römerstadt zum Leben erwachen. Auch an die jüngsten Besucher wurde gedacht: In einem Abenteuerspielplatz, einer Wasserspielanlage, einer Hüpfburg und dem Spielhaus mit Brett- und Geschicklichkeitsspielen aus antiker Zeit können sich die Kinder nach Herzenslust austoben.
Und an verschiedenen Werkbänken können die Kleinen ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Für das leibliche Wohl sorgen ein Restaurant mit Gerichten nach original römischen Rezepten. Kaffee und Kuchen gibt es in einer liebevoll restaurierten Mühle. Für den Besuch des Archäologischen Parks sollten schon einige Stunden eingeplant werden.
Von der Südsee zur Rääße Pöntje
Vom Parkplatz an der Xantener Südsee radeln Sie zunächst gemütlich Richtung Wardt am Westufer der Südsee entlang. Der Radweg bietet freien Blick auf das Wasser und das gegenüberliegende Ufer. Nach etwa zwei Kilometern erreichen Sie die Brücke zum Freizeitzentrum Xanten mit einem schönen Strandbad und zahlreichen Wassersportarten.
Sie radeln nach rechts über die Brücke und folgen dann dem Radschild nach links quer durch Wardt. Der nette kleine Ort erstreckt sich zwischen der Nord- und der Südsee. Beim Wardter Hafen folgen Sie rechts dem Uferradweg an der Nordsee, bis der Wegweiser Rees Sie rechts auf den Rheindamm weist. Nun folgen Sie immer dem Rhein stromabwärts am Rande des Naturschutzgebiets Rheinauen mit schönen Fernsichten.
In Obermörmter erreichen Sie Knotenpunkt 20, wo Sie die Route zur Reeser Schanz nehmen. Am Ende der Reeser Schanz warten das nette Landhaus-Café Am Rhein mit gemütlichem Gastgarten zum Einkehren und die Fahrradfähre Rääße Pöntje, die hier zur Rheinstadt Rees übersetzt.
Am rechten Rheinufer
In Rees kommen Sie an der Rheinpromenade direkt im Ortszentrum an. Nachdem Sie das Rad von der Fähre kurz hochgeschoben haben, verlassen Sie die Rheinpromenade beim Restaurant Rheinterrasse nach links zum Marktplatz, dem Herzen des Kleinstädtchens. Ab hier folgen Sie den Radschildern nach rechts durch die Wasserstraße.
Nach wenigen Radminuten erreichen Sie einen alten Wachturm, wo der Wegweiser Haffen Sie rechts auf die Stadtmauer hochleitet und danach weiter entlang des Skulpturenparks zum Rheindeich. Eine landschaftlich schöne Strecke folgt jetzt entlang des Naturgebiets Reeser Altrhein. Nach ein paar Kilometern erreichen Sie den Knotenpunkt 82, wo Sie den Tafeln geradeaus weiter nach Haffen folgen.
Vorbei am Reeser Meer radeln Sie rechts weiter Richtung Bislich. Nochmals nach rechts, dann nach links und Sie gelangen wieder zum Radweg am Rheindamm.
Die Route führt jetzt in einem weiten Bogen um das Dorf Haffen herum und entlang der Hochwasserschutzanlage Lohrwardt. Bei einem willkommenen Rastplatz befinden sich Tafeln, die über die Erweiterung des Polders und die Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser informieren.
Nachdem Sie den Lohrwardter See und den Roosenhofsee hinter sich gelassen haben, kommen Sie zum Knotenpunkt 57. Hier geht es vom Deich hinunter und auf einer Nebenstraße weiter Richtung Wesel und Bislich.
Im vor Ihnen liegenden Abschnitt der Tour radeln Sie mal auf dem Deich mit freier Sicht auf den Rhein und die Auen, mal am Fuße des Deichs mit Aussicht auf die ländliche Umgebung. Das Dorf Bislich und die Bislicher Fähre sind die nächsten Ziele.
Von Bislich zurück nach Xanten
Kurz vor Bislich folgt der Radweg am Deich einem Teil der Bislicher Storchenroute. Einige Storchennester säumen die Strecke und sind sogar mit Namen versehen wie Nest Drögenkamp, Nest Kirchenway oder Nest Fährhaus, dessen Name bereits seine Lage andeutet.
In der Brutsaison ist das Treiben in den Nestern auf jeden Fall ein schönes Schauspiel. Mehr Informationen über Bislich, die Störche und die Route zu den Nestern bekommen Sie im kleinen Deichdorfmuseum, das nach der Kirche Sankt Johannes links über die Dorfstraße erreichbar ist.
Bevor Sie die Fähre nach Xanten erreichen, passieren Sie noch die Bislicher Kapelle. Sie markiert den Ort, an dem die Alliierten im Zweiten Weltkrieg den Rhein auf einer Holzbrücke überquerten. Nach dem Übersetzen mit der Fähre radeln Sie geradeaus bis zum Knotenpunkt 26.
Hier geht es nach rechts hinunter Richtung Xantener Zentrum mit einer sehenswerten Altstadt. Sie können aber auch am Knotenpunkt dem Radweg Richtung Lüttingen folgen.
Rückfahrt nach Xanten
Der Deichweg bietet 3 Wege zurück auf den Seeweg. Auf dem Damm geht es bis zur Xantener Nordsee. Dort fahren Sie am linken Ufer der Nord- und Südsee über Wardt und Lüttingen zurück nach Xanten. Am Xantener Hafen überqueren Sie den Varusring und fahren über die Wardter Straße, den Kreisverkehr über die Rheinstraße und Karthaus am Rathaus entlang bis zum Markt.
Zusätzliche Informationen und Tipps
- Kindgerechte Radroute: Diese Route ist bestens geeignet für Kinder.
- Fährzeiten beachten: Achten Sie bei dieser Tour unbedingt darauf, wann die Fähren in Betrieb sind! Bei Rees haben Sie noch die Möglichkeit, den Rhein auf einer Brücke zu überqueren, in Bislich gibt es keine Brücke.
Weitere Radwege in Xanten
Eine der bekanntesten touristischen Sehenswürdigkeiten in Xanten ist der Archäologische Park Xanten. Dieses beeindruckende Freilichtmuseum bietet nicht nur Einblicke in das römische Leben vor über 2000 Jahren, sondern verfügt auch über gut ausgebaute Radwege rund um den Park.
Ein weiteres Highlight für Radfahrer in Xanten ist der Niederrheinradweg. Dieser beliebte Fernradweg erstreckt sich entlang des Rheins und führt durch idyllische Dörfer sowie atemberaubende Naturlandschaften.
Für Abenteuerlustige gibt es auch anspruchsvollere Routen wie den Rundkurs "Rund um Sonsbeck". Diese Tour führt durch hügeliges Gelände und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Umgebung von Sonsbeck.
Die besten Jahreszeiten zum Radfahren in Xanten sind Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehm warm ist und die Natur ihre volle Pracht entfaltet hat.
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