Die Bodenseelandschaft ist vielfältig und die Radtour von Überlingen zum Affenberg Salem ist eine erlebnisreiche Tour für die ganze Familie.
Start in Überlingen
Wir beginnen unsere Rundtour an der Überlinger Seepromenade. Die großzügige Seepromenade und der Stadtgarten mit seinen subtropischen Pflanzen verleihen der Stadt Überlingen (21 300 Einw.) südliches Flair.
Von der Schiffsanlegestelle aus fahren wir über die Marktstraße und Franziskanerstraße geradeaus hinauf zum Franziskanertor bei der Franziskanerkirche. Am Tor biegen wir rechts ab in die Wiestorstraße, fahren hier ein kurzes Stück am alten Stadtgraben entlang und gelangen, immer der Richtung Pfullendorf folgend, in die Lippertsreuter Straße.
Beim Wegweiser nach Überlingen-Ost (links Agip-Tankstelle) biegen wir rechts ab und bei der zweiten Straße wieder links in die Obere St. Leonhardstraße. Am Parkhotel St. Leonhard fahren wir rechts vorbei und erreichen einen ebenen Panoramaweg mit prächtiger Aussicht auf den hier schmalen See und die Schweizer Berge.
Entlang des Bodensees Richtung Salem
Unser Weg führt uns vom Überlinger Landungsplatz nach Osten in Richtung Nußdorf. Wir folgen dem Bodensee-Radweg und fahren in Nußdorf am Ende der Straße Zum Kretzer nach links unter den Bahngleisen hindurch und über die Straße in Zum Karpfen.
Anschließend folgt mit Zum Döbel die nächste "Fischstraße", in die wir rechts abbiegen. Der Weg führt nun unter der Bundesstraße hindurch ins Grüne Richtung Deisendorf. Wir folgen dem Weg durch die waldige Landschaft und biegen am Grillplatz Deisendorf links in den Seefelder Kirchweg/ Riedbachstraße ab.
Diese verlassen wir an der Kreuzung nach rechts in den Salemer Weg und folgen der Radwanderweg-Beschilderung Bodensee-Linzgau zum Affenberg. Geradeaus geht es weiter in Richtung Altbirnau, unter der B 31 hindurch und gleich nach der Unterführung rechts in das Sträßchen neben der Bundesstraße.
An der Gabelung halten wir uns links (Richtung Klosterkirche Birnau) und biegen dann an der Straße, die von Nußdorf heraufführt, links ein. Nach etwa einem Kilometer sehen wir die ungewöhnliche Dachlandschaft der Freien Waldorf-Schule Überlingen an der Straße nach Salem vor uns.
Etwa 100 m vor der Kreuzung biegen wir rechts in die Rengoldshauser Straße und erreichen, an der Reitschule Rengoldshausen vorbei, die Ortschaft Deisendorf. Hier fahren wir rechts weiter bis zum Ortsende und dort links in den Salemerweg.
Affenberg und Storchenkolonie
Bald erreichen wir beim Hof Mendlishausen den bei Jung und Alt beliebten Affenberg und die Storchenkolonie. Über zweihundert Berberaffen leben hier frei im Wald auf einer Fläche von 20 ha. Da das Klima der nordafrikanischen Hochplateaus dem des Bodensees ähnelt, fühlen sich die Tiere hier „affen“wohl.
Rund um den Mendlishauser Hof ziehen rund 20 Brutpaare Weißstörche jedes Jahr ihre Jungen auf. Am Affenberg werden die Vögel durch eine Zufütterung unterstützt. Am Hof Mendlishausen vorbei folgen wir nun dem so genannten Prälatenweg, der seit jeher die Klosterkirche Birnau mit dem Kloster Salem verbindet.
Das geteerte Sträßchen führt am Waldrand leicht rechts in den Wald und dahinter durch abwechslungsreiche, leicht gewellte Landschaft, an einem Weiher und an Bächlein entlang, auf die ehemalige Reichsabtei Salem zu. Zahlreiche Weiher gehörten zum Kloster Salem: Nicht nur wegen der vielen Fasttage findet man überall, wo es Klöster gab, alte Fischteiche. Da den Mönchen des Klosters Salem der Verzehr von Fleisch verboten war, kam der Fischzucht erhöhte Bedeutung zu. Die Landschaft um das Kloster mit seinen Senken zwischen den Hügeln bot ideale Voraussetzungen zur Anlage von Fischteichen.
Schloss Salem
Ein Teil der Klosterräume und die Münsterkirche des ehemals bedeutendsten Zisterzienserklosters in Süddeutschland können besichtigt werden (nur mit Führung). Der Eintritt in die 17 ha große Schlossanlage berechtigt zum Besuch des Schlossparks, des Feuerwehrmuseums, des Brennerei- und Küfereimuseums mit einem der fünfzehn mächtigen Torkel (= Weinpressen), die im Bodenseekreis noch erhalten sind, und der historischen Schmiede sowie der Ausstellungen im Marstall, im Prälaturkeller und im Neuen Museum.
Rückweg und weitere Sehenswürdigkeiten
Auf dem Rückweg verlassen wir den Affenberg geradeaus in den Prälatenweg, der uns vorbei am Nellenfurther Weiher zur Klosterkirche Birnau bringt. Wir verlassen Salem in Richtung Stefansfeld (rechts) und zweigen etwa 400 Meter nach der Klosteranlage rechts ab in einen Landwirtschaftsweg.
Bei der Gabelung halten wir uns links und fahren geradeaus auf Mimmenhausen zu. In der Pfarrkirche von Mimmenhausen gibt es einen Tabernakel und eine Täufergruppe von Joseph Anton Feuchtmayer, der in diesem Ort lebte. Wir fahren rechts in die Tüfingerstraße.
Bei der nächsten Abzweigung verlassen wir diese Straße wieder und wählen links den Weg zum Martinsweiher (Parkplatz, Badebetrieb), an dessen Nordufer wir entlangfahren. Silhouettenhaft spiegeln sich die Fichten im ruhigen Wasser, über dem die Libellen ihr Spiel treiben. Am Ende des Sägerweihers stoßen wir wieder auf den Prälatenweg.
Wir biegen links ein und erreichen bald darauf wieder das Affenfreigehege und die Storchenkolonie beim Hof Mendlishausen. Wer nun die Tour abkürzen möchte, kann von hier aus auf dem Prälatenweg direkt zur Birnau weiterfahren.
Unsere Route aber führt uns südlich auf asphaltierter Straße (K 7765) nach Uhldingen, genauer gesagt nach Oberuhldingen, wo wir die verkehrsreiche Straße nach Überlingen überqueren und dem Wegweiser Ortsmitte folgend an der Kirche vorbei nach Unteruhldingen weiterfahren.
Über 130 prähistorische Pfahlbausiedlungen hat man am Bodenseeufer entdeckt. Wie die Menschen dort gelebt haben, ist im Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen zu erfahren. Das 1922 gegründete Museum gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die man weit über Deutschland hinaus kennt und mit dem Bodensee verbindet.
Mit seinen rekonstruierten jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Pfahlbauten, die zu palisadenbewehrten Siedlungen zusammengefasst sind, präsentiert es im Freigelände Vorgeschichte zum Anfassen und im Ausstellungsgebäude aktuelle Ergebnisse der Pfahlbauarchäologie. In den Ferienzeiten finden Mitmachangebote für Kinder statt.
Wir fahren die Seefelder Straße entlang, an den Tennisplätzen vorbei, und kommen nun an mannshohem Schilf entlang (Naturschutzgebiet) in das malerische Seefelden, ein kleines, gut erhaltenes Fischerdorf. Und weiter geht‘s nach Maurach, zum einstigen Hafen Salems.
In einmalig prächtiger Lage, umgeben von gepflegten Weinbergen, thront in erhabener Schönheit die Wallfahrtskirche St. Marien am Hang über dem See. Sie ist die bedeutendste Rokokokirche am Bodensee, ein vollendetes Werk aus einem Guss, 1746 - 1750 erbaut von dem Vorarlberger Peter Thumb, kunstreich ausgestattet von dem Wessobrunner Bildhauer und Stuckateur Joseph Anton Feuchtmayer - wer hätte nicht schon vom „Honigschlecker“ gehört, dem seidig schimmernden elfenbeinweißen Putto aus geglättetem Stuck, der am Bernhardaltar genießerisch den süßen Honig kostet.
Farbenfrohe Fresken von Gottfried Bernhard Göz erfüllen die „späteste und schönste Perle des Barocks am Bodensee“ mit jubelnder Festlichkeit. Von der breiten Terrasse aus genießen wir den schönen Ausblick auf den nahen Bodanrücken auf der anderen Seeseite, auf die Hegauberge im Westen.
Von Stetten radeln wir über Bermatingen zum Schloß, Kloster und Internat Salem, einem der schönsten Kulturdenkmäler am Bodensee. Weiter zum Traktormuseum in Mühlhofen und entlang des Bodensees nach Meersburg.
Weitere Radtouren in Salem
Für Fahrradliebhaber gibt es in Salem verschiedene Radtouren, die sowohl landschaftlich als auch kulturell beeindruckend sind. Eine der beliebtesten Touren führt entlang des Bodenseeufers und ermöglicht den Radfahrern einen wunderbaren Blick auf den See sowie auf die umliegenden Berge. Diese Route eignet sich perfekt für gemütliche Ausflüge mit der Familie oder Freunden.
Eine weitere sehenswerte Tour führt durch das Naturschutzgebiet "Salemer Moor". Hier können Naturbegeisterte die unberührte Schönheit der Moorgebiete erleben und seltene Pflanzen- und Tierarten entdecken. Diese Route ist ideal für alle, die gerne abseits ausgetretener Pfade radeln möchten.
Beste Jahreszeit und Radwege
Die besten Jahreszeiten für Radtouren in Salem sind Frühling bis Herbst, wenn das Wetter angenehm mild ist und die Natur in voller Blüte steht. Im Frühling erstrahlen die Obstgärten rund um Salem in den schönsten Farben, während der Herbst mit seinen goldenen Wäldern und Weinbergen eine romantische Atmosphäre schafft.
In Salem gibt es zahlreiche Radwege, die speziell für Fahrradfahrer angelegt wurden. Diese bieten nicht nur Sicherheit, sondern führen auch zu den schönsten Orten der Region. Der Bodensee-Radweg ist einer der bekanntesten Radwege und erstreckt sich über 260 Kilometer entlang des Sees. Hier können Radfahrer die gesamte Schönheit des Bodensees genießen und verschiedene Städte wie Konstanz oder Friedrichshafen erkunden.
Familienspaß auf 40 Kilometer Länge wartet auf der Rundtour mit Start in Überlingen. Die Strecke ist durchgehend leicht und bietet viele spannende Stopps. Entlang der gut ausgeschilderten Route (weiße Schilder mit grünem Rad) geht es zum Haustierhof Reutemühle - dem artenreichsten Bauernhof Deutschlands mit rund 200 besonderen Tierarten.
Der Bodensee als Trinkwasserspeicher
Zwischen Sipplingen und Bodman-Ludwigshafen erwartet dich eine kostenfreie Trinkwasser Säule mit Wasser direkt aus dem Bodensee. Der Bodensee wird oft auch als Trinkwasserspeicher Europas bezeichnet. Denn die gute Wasserqualität des Bodensees eignet sich ganz besonders zur Gewinnung von Trinkwasser.
In Deutschland und der Schweiz erhalten fünf Millionen Menschen ihr Trinkwasser aus dem Bodensee. Der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung wurde bereits 1954 von 13 Städten und Gemeinden Baden Württembergs gegründet, um den großen Wassermangel in weiten Teilen Baden Württembergs zu beseitigen.
Die Qualität des Trinkwassers wird dabei ständig in einem eigenen Labor aber auch in gewissen Abständen in verschiedener Tiefe und an unterschiedlichen Stellen des Sees untersucht. Umso schöner ist es, dass du hier auf dieser Radstrecke vor dem Seepumpwerk Süßenmühle am Überlinger See die einzigartige Möglichkeit hast dir das beste Trinkwasser direkt von der Quelle zu besorgen und das selbstverständlich kostenlos.
Das Wasser für das Seepumpwerk Süßenmühle wird hier im Überlinger See, dem nördlichen Teil des Bodensees, in 60m Tiefe entnommen, sodass es rein, klar und in etwa 5° Celsius kühl ist. Vom Seepumpwerk Süßenmühle fördern dann sechs große Pumpen bis zu 9.000 Liter Wasser pro Sekunde vom Bodensee in das 310 m höher gelegene Wasserwerk auf dem Sipplinger Berg, auf welchem schließlich aus Seewasser Trinkwasser wird, indem im Quellbecken auf dem Sipplinger Berg das Tiefenwasser zum ersten Mal ans Tageslicht kommt und dann in drei Reinigungsstufen zu bestem Trinkwasser aufbereitet wird.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Salem ein Paradies für Radfahrer ist. Mit seiner geografischen Lage am Bodensee, den touristisch relevanten Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Salem sowie den gut ausgebauten Radwegen bietet diese Gemeinde ideale Bedingungen für unvergessliche Radtouren.
Schafe am Wegrand, aufgeweckte Berberaffen, unzählige Störche, herrliche Ausblicke - das alles erwartet Dich auf dieser schönen Radtour.
Überblick zur Radtour
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Startpunkt | Überlingen |
| Ziel | Affenberg Salem, Schloss Salem, Birnau |
| Distanz | Ca. 40-60 km (je nach gewählter Route) |
| Schwierigkeitsgrad | Leicht bis mittel |
| Highlights | Affenberg, Schloss Salem, Wallfahrtskirche Birnau, Bodenseeufer |
| Jahreszeit | Frühling bis Herbst |
Verwandte Beiträge:
- Radtour im Lautertal: Entdecke die schönsten Routen & Sehenswürdigkeiten
- Balaton Radtour: Die schönste Route & Tipps für Ihre Reise
- Radtour Tharandter Wald: Strecken & Tipps für Ihre Tour
- Ultimativer E-Mountainbike Finanzierungsvergleich: So findest du die besten Angebote!
- Shimano Rolle Ersatzteile: Finden Sie die richtigen Ersatzteile
Kommentar schreiben