Radtour rund um die Zugspitze: Eine umfassende Routenbeschreibung

Die beeindruckende Bergwelt um Garmisch-Partenkirchen bietet jede Menge Möglichkeiten, um mit dem Bike in die Vertikale zu gehen. Entdecken Sie Garmisch-Partenkirchen auf zwei Rädern! Ob sportliches Trekking oder entspannte Familienradtouren - hier erwarten dich bestens ausgebaute Radwege, atemberaubende Alpenpanoramen und Naturerlebnisse.

Viele Hotels bieten spezielle Rad-Pauschalen an, die alles enthalten, was das Radlerherz begehrt: Übernachtungen mit Frühstück, sichere Abstellmöglichkeiten fürs Bike, Leihfahrräder und Tourenvorschläge. Ob gemütlich entlang der Loisach oder sportlich hinauf zu den Almen - GaPa ist ein Paradies für Radfahrer.

Die Route im Detail

Gut vorbereitet nehmen wir heute eine lange abwechslungsreiche Tour in Angriff. Start ist an der Talstation Ehrwalder Almbahn. Vorbei an der „Ehrwalder Alm Bahn“ (Radtransport möglich), jetzt stärker ansteigend bis zur „Ehrwalder Alm“ auf 1493 m und weiter bis zum Sattel, dem höchsten Punkt (1600 m) unserer Tour. Über den Forstweg zur Ehrwalder Alm und weiter bis zum Joch, dem höchsten Punkt der Tour auf 1.600m. Von hier abwärts, vorbei am romantisch gelegenen „Igelsee“, folgt eine lange, mit leichten Anstiegen abwechslungsreiche Abfahrt durch das „Gaistal“ in die „Leutasch“.

Mehrere Almen oberhalb des Weges laden zur Einkehr. Von hier in Richtung „Mittenwald“, durch die Ortsteile von Leutasch, Klamm, Platzl, Weidach, vorbei am Holiday-Camping und Gasthof Mühle. Weiter Richtung Igelsee mit Abfahrt durch das Gaistal bis in die Leutasch, über Klamm, Platzl, Ober- und Unterweidach, Burggraben bis zum Gasthof Mühle, dort der Asphaltstraße Richtung Mittenwald. Bei der folgenden Abfahrt nach Mittenwald hinunter müssen wir aufpassen, um in einer engen Rechtskurve den Abzweig auf die Forststrasse nach links, Richtung Ferchensee / Elmau, nicht zu verpassen.

Auf dieser Straße nun wieder bergauf, lassen wir beide kristallklare Bergseen rechts und links liegen und fahren anschließend bergab bis in die Elmau (auf diesem Teil sind viele Fußgänger und Wanderer unterwegs). Bei Mittenwald in einer scharfen Rechtskurve nach links Richtung Lautersee und Ferchensee abbiegen, nach Elmau, über Eckbauer Graseck. Zwischen dem gleichnamigem Schloss und dem Alpen-Gasthof Elmau hindurch biegen wir nach links Richtung Wanderparkplatz ab, rechts haltend lassen wir diesen Parkplatz aber links unten liegen und fahren die gute Schotterstraße zunächst bergab über eine Brücke, nach ca. 100 m jedoch bergauf und dann rechts Richtung „Eckbauer“ abbiegen.

Es folgt ein weiterer Anstieg, der wenig später in ein kurzes Flachstück übergeht. Auf diesen links abzweigend erreichen wir in abwechslungsreicher Fahrt, vorbei an „Hinter- und Vordergraseck“, den Gasthof „Hanneslabauer“. Danach sehr steile Abfahrt bis zur Partnachklamm, über das Olympia-Skistadion con Garmisch-Patenkirchen zur Kreuzeckbahn und Richtung Grainau, der Straße zum Eibsee folgend und über das Hotel Waxenstein zum Höhenrain-Panoramaweg, über die Krieger Gedächtnis Kapelle auf den Radweg nach Griesen und zurück nach Ehrwald. Hier folgt nun eine kurze, aber sehr steile gefährliche Abfahrt, bis zum Eingang der „Partnachklamm“ (den meisten sei hier das Absteigen empfohlen).

Der Partnach folgend erreichen wir in wenigen Minuten das „Olympia Skistadion“ von Garmisch-Partenkirchen. Von dort befahren wir an der linken Seite der Bahngleise den südlichen „Talweg“, bis wir in Nähe der „Kreuzeckbahn“ (hier sind ebenfalls viele Wanderer unterwegs) an einen Bahnübergang stoßen. Wir queren nun die Gleise der Bundesbahn nach rechts, bis bei den ersten Häusern, nach links ein Weg in Richtung „Grainau“ abzweigt. Wir starten am unteren Dorfplatz Richtung „Eibsee“, bis kurz vor dem „Hotel Waxenstein“ eine Straße nach rechts, zum „Höhenrain-Panoramaweg“ führt.

Diese Straße, später nur noch ein Weg, führt uns an der Grainauer „Krieger Gedächtnis Kapelle“ vorbei. Anschließend ein kurzes Stück bergab, Richtung „Herrgottschrofen / Kramerplateauweg“, erreichen wir einen Radweg, der über „Griesen“ nach „Ehrwald“ führt. Diesen Radweg verlassen wir erst beim Viadukt, dort nach links abbiegen und „Ehrwald“ ist erreicht.

Die legendäre Wettersteinrunde ist mit knapp 90 Kilometern und dabei weniger als 1.000 Höhenmetern auch für weniger erfahrene Mountainbiker machbar. Von Grainau über Ehrwald und die Ehrwalder Alm geht es ins Geistal, dann weiter über Leutasch nach Mittenwald und Klais zurück nach Garmisch-Partenkirchen. Auf der malerischen Strecke entdeckt man einige der schönsten Orte im Zugspitzland. Selbst den Großteil der 950 Höhenmeter kann man sparen, indem man von Grainau nach Ehrwald mit der Bahn anreist.

Weiterhin ist es möglich, die Ehrwalder Almbahn bis zur Ehrwalder Alm (1.500 m über N.N.) zu nehmen - hier ist die Mitnahme der Fahrräder gestattet. Auch auf der weiteren Route kann man in Mittenwald oder in Klais auf die Bahn umsteigen, sollten die Kräfte langsam ausgehen. Und wer es noch leichter haben will, kann sich natürlich für ein E-Bike entscheiden.

Zusätzliche Informationen zur Route

  • Staatsgrenzen: Die Route verläuft über Österreich: kurz nach Grießen und vor Mittenwald überquert man die Staatsgrenze.
  • Bremse prüfen: Für die 90 km lange Strecke muss Ihr Fahrrad in Top-Zustand sein.
  • Verpflegung: Es sind mehrere Lokale auf der langen Strecke vorhanden.

Gravelbike-Tour um die Zugspitze

Mit einem Gravelbike eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Es bieten sich genau die Touren an, die zwischen einer klassischen Roadbike-Runde und holprigen Mountainbike-Trails liegen. Vom Start weg geht es zunächst gute 30km relativ flach über Grainau bis nach Ehrwald. Der Weg ist gut zu fahren und die Radwege sind sehr gut beschildert, allerdings zieht er sich länger, als wir ihn aus Autofahrten im Gedächtnis haben ;-).

In Ehrwald angekommen sollte man dann aber auch ordentlich eingerollt sein, denn dann steht der mörderische Teil des Vorhabens an. Ab der Talstation der Ehrwalder Almbahn geht es über eine recht ordentlich geteerte, aber zwischenzeitlich sehr steile Privatstraße bis ins „Skigebiet“ der Ehrwalder Alm. Hier lohnt sich jedes große Ritzel und an heißen Tagen treibt es einem den Schweiß nur so aus den Poren. Daher gilt spätestens bei Erreichen der Alm: Wasserstandscheck.

Ab hier wird der Schotter noch einmal feiner und eine nahezu endlose Piste führt bis hinab nach Leutasch. Das Gaistal ist generell eher MTB-Revier (auch hier leider viel E-Antrieb), aber das Stück macht mit dem Gravelbike unfassbar viel Spaß. Von Leutasch aus geht es auf einer angenehm ruhigen Straße Richtung Mittenwald. Wer will kann dort weiter den Radwegen entlang der Bundesstraße bis zurück nach GAP folgen.

Wir haben noch etwas Saft für weitere kurze Anstiege und noch nicht genug Naturgenuss. Daher entscheiden wir uns für einen Abstecher über den Lauter- und den Ferchensee. Ab dem Ferchensee folgt man den Schotterwegen weiter Richtung Partnachklamm, passiert den Wanderparkplatz Elmau und das Hintergraseck. Hier sind wir noch ziemlich hoch, doch dann folgt ein echter Test für die Bremsen!

Weitere Radtouren in der Region

Ob mit dem Gravelbike, dem Tourenrad, dem Mountainbike oder dem E-Bike - ein 450 Kilometer langes, gut ausgeschildertes Radwegenetz führt durch das Loisachtal und die Ammergauer Alpen, durch das Karwendelgebirge und an der Isar entlang, um den Staffelsee und Garmisch-Partenkirchen, zu landschaftlichen Höhepunkten und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Zudem bieten sich viele der Touren rund um die Zugspitze als Mikro-Abenteuer für ein Wochenende an - mit minimalem Gepäck, einfach mal für ein paar Tage raus in die Natur.

Verantwortungsvolles Radfahren

Wir setzen auf die Verantwortung und Beteiligung aller. Angefangen bei der Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr, über den Respekt vor Schutz- und Schongebieten für Pflanzen und Tiere, bis hin zur Umgehung von Futterstellen für Wildtiere und dem Anleinen von Hunden. Danke, dass Du mitmachst! Auf der Tour müssen auch ausgesetzte Stellen sicher bewältigt werden.

Die Zugspitze: Ein Highlight der Alpen

Die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg (2962 m), lockt jedes Jahr tausende Bergbegeisterte an. Die verschiedenen Routen auf die Zugspitze sind vielfältig und bieten für jeden Geschmack etwas.

Routen auf die Zugspitze:

Route A: Reintal
Der einfachste, aber weiteste Weg auf die Zugspitze ist der durch das Reintal. Rund 21 Kilometer und 2300 Höhenmeter sind zu überwinden. Bis auf den Schlussanstieg bietet es kaum technische Schwierigkeiten.

Route B: Ehrwalder Alm und Gatterl
Von Ehrwald führt die Gatterlroute auf das Zugspitzplatt zur Knorrhütte und von dort gemeinsam mit der Reintalroute zum Gipfel.

Route C: Österreichisches Schneekar
Der kürzeste Aufstieg zum Gipfel führt vom Eibsee (950 m) oder Obermoos (1228 m) über das Österreichische Schneekar.

Route D: Höllental
Der Anstieg über das Höllental ist mit neun Kilometern und 2200 Höhenmetern der beliebteste und abwechslungsreichste Anstieg auf die Zugspitze.

Route E: Jubiläumsgrat
Eine der bekanntesten und längsten Gratrouten der Ostalpen ist der Jubiläumsgrat.

Tourenplanung: Vorbereitung ist alles

Eure Zugspitz-Tour ist gut geplant, wenn ihr diese Fragen mit „Ja“ beantworten könnt:

  • Der Routenverlauf ist mir klar und ich habe ihn mir eingeprägt.
  • Ich kenne die Schlüsselstellen und habe eine gute Taktik für diese.
  • Ich habe Alternativen, falls meine Vorstellung nicht der Realität entspricht.
  • Die aktuellen Verhältnisse und das Wetter erlauben diese Tour.
  • Die Gruppenhierarchie ist klar geregelt. Alle Gruppenmitglieder sind informiert, gesund und fit.
  • Ich habe Zeit für mehrere Pausen einkalkuliert.
  • Meine Rückkehr wird rechtzeitig sein, so dass Reservezeit vor Einbruch der Dunkelheit bleibt. Die Fahrzeiten der Seilbahnen sind mir bekannt.
  • Ich habe die passende Ausrüstung mit.
  • Ich habe Angehörige oder Hüttenwirtsleute informiert.

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