Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen.
Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.
Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen.
Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.
Worauf sollte ich als Radfahrer achten?Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.
Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben.
Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.
Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.
Die Radel-Thon-Strecke rund um Stuttgart
Die Radel-Thon-Strecke führt auf ca. 84 Kilometern rund um den Stuttgarter Talkessel. Die ganzjährig befahrbare und ausgeschilderte Rundstrecke ist vielen Freizeitradlern längst bekannt und bietet mit Weinbergen, Seen und Wäldern viel Abwechslung und „landwirtschaftlich“ Reizvolles. Die Abfahrt zeigt auch gleich, dass es nicht so optimal ist, die Route mit einem Rennrad zu absolvieren.
Der breite Schotterweg führt uns durch dichten Wald, vorbei an der Rohrer Skihütte und dann direkt zur ersten verlockenden Einkehr. Wir düsen aber weiter über die Felder, tauchen in das Körschtal ab, um gleich darauf in herrlicher Halbhöhenlage über dem waldigen Tal die Stadtteile Fasanenhof, Steckfeld und Asemwald zu passieren. Eine schöne Kirschbaumallee führt mitten durch das landwirtschaftliche Anbaugelände der Uni Hohenheim.
Der weitere Weg schlängelt sich dann wieder durch dichten Wald, teilweise auch mal auf fast unerlaubt schmalen Wegen parallel zum Königssträßle. Wir pedalieren ganz legal ein kurzes Stückchen weiter und stoßen dann fast im wahrsten Sinne gegen einen gewaltigen Baum und das mitten im Wald auf der Waldau. Der riesige Bergmammutbaum ist Teil des Waldlehrpfades und beeindruckt uns schon sehr.
Alle Sinne sind geschärft und somit macht die Abfahrt durch den Silberwald ins Tiefenbachtal einen Heidenspaß, mehr davon wünschen wir uns, obwohl das auch wieder Aufstieg heißt. Man kann nicht alles haben! Unserem 7.Sinn anstatt der fehlenden Ausschilderung folgend, gelangen wir aber immer weiter abwärts rollen schließlich an den Neckar und queren ihn auch über die Staustufe in Hedelfingen.
Auf der anderen Flussseite folgen wir einem der großen Radwege in Baden-Württemberg, dem Neckartal-Radweg. Dieser ist auch bestens ausgeschildert, so dass Verfahren erst mal nicht möglich ist, wenn nicht grad eine Baustelle auf dem Weg aufgemacht wird. Der Weg durch Obertürkheim und Untertürkheim ist nicht unbedingt ein Augenschmaus, treten wir doch parallel zur großen Straße durch das Industriegebiet in die Pedalen. Da kann es schon verlockend sein, einen Abstecher in die Weinberge zu machen und nach einer der typisch schwäbischen Besenwirtschaften Ausschau zu halten.
Am Inselbad zeigt mir meine alte Radel-Thon Karte noch den Weg über die Brücke auf der anderen Seite des Neckars entlang, doch mittlerweile können wir auf dieser Seite bleiben und den etwas idyllischeren Weg am Flussufer wählen. Kurz vor dem Stadtbad Bad Cannstatt wechseln wir nun wieder die Seite des Stroms über den Mühlsteg und entdecken alsbald die nächsten Weinberge Stuttgarts.
Bevor wir in Mühlhausen den Neckartal-Fernradweg verlassen und dem Fluss den Rücken kehren, machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Max-Eyth-See. An der Bundesstraße 27 angekommen, sehen wir ganz kurz mal wieder die Schilder mit der richtigen Richtung. Wir folgen ja schon den ganzen Tag dem schwarzen Pfeil, der uns gegen den Uhrzeigersinn rund um Stuttgart lotst.
Am Museum ist auch einiges los. Wir folgen ja schon den ganzen Tag dem schwarzen Pfeil, der uns gegen den Uhrzeigersinn rund um Stuttgart lotst. Neuwirtshaus und Korntal haben wir dadurch ausgelassen, was wir aber in Kauf nehmen, liegt doch nun ein herrliches, langes Waldstück vor uns, parallel zu Weilimdorf und Wolfbusch.
Hinter Wolfbusch radeln wir im Lindental durch den Augenwald, entdecken immer wieder Rastbänke, Grillhütten und auch eine erfrischende Quelle, das Hasenbrünnele. Der Radel-Thon führt uns nun direkt zum ultimativen Biergarten auf der Strecke. Der Katzenbacher Hof ist so, wie man sich einen Biergarten vorstellt mit Selbstbedienung, schattigen Plätzen unter Bäumen und Schirmen, einem großen Spielplatz und dementsprechend auch viel Trubel.
Am Ende liegen dann doch 87,4 km abwechslungsreiche Kilometer und knapp 1000 Höhenmeter hinter uns. Wir sind rechtschaffen müde und haben doch nicht alles, was am Wegesrand liegt geschafft anzuschauen.
Besorgt euch eine aktuelle Karte!
Gemeinsam graveln auf der Radel-Thon-Strecke
Ein besonderes Angebot gibt es für Frauen! Ob Anfängerin oder bereits erfahrene Radlerin - bei unserer Ausfahrt geht es um Radfahren, Gemeinsamkeit und Austausch. Für Alle: Treffpunkt ist 09:30 Uhr an der Fahrradrampe zur König-Karls-Brücke. Dann geht es auf die Radel-Thon-Strecke - jeder so schnell, wie gewünscht.
Radroutennetz Stuttgart
Seit 2010 wird das Stuttgarter Radroutennetz ausgebaut. Zum Radfahren stehen inzwischen mehr als 200 Kilometer an Radwegen zur Verfügung. Die Landeshauptstadt bietet ein abwechslungsreiches Streckennetz für Freizeit und auf dem Weg zur Arbeit.
Auf Hauptradrouten, Nebenstrecken oder Freizeitwegen - viele Wege führen durch Stuttgart. Wie man am besten Fahren kann und wo es Abstellanlagen gibt, kann man zum Beispiel auf der Radfahrkarte finden. Um mit dem Rad schnell von A nach B zu kommen, gibt es in Stuttgart ein Hauptradroutennetz, das vor allem auf den Alltags- und Pendlerverkehr ausgerichtet ist.
Auf einer Hauptradroute werden Radfahrende auf Radstreifen, Fahrradstraßen, Tempo‐30-Zonen und dergleichen durch die Stadt geleitet. Sie erkennen eine Hauptradroute an der einheitlichen Beschilderung. Das Netz der Hauptradrouten in Stuttgart soll nach und nach weiter ausgebaut werden.
- Fahrradkarte
- Radroutenplaner
- Radschulwegpläne
- Fahrradmitnahme im ÖPNV
- Abstellen und Parken
Abstellen und Parken
Wer in Stuttgart sein Fahrrad sicher abstellen will, findet mehrere Möglichkeiten - vom klassischen Fahrradbügel, über die Sammelgarage bis zur Fahrrad-Service-Station mit Radparkhaus, Werkstatt und Radverleih.
- Fahrradgaragen
- Fahrradbügel
- Rad-Service-Stationen
Sie haben Scherben, vereiste Stellen, rutschiges Laub oder andere Behinderungen auf dem Radweg endeckt? Werdet aktiv, tretet mit der ganzen Familie in die Pedale und erkundet so die Region Stuttgart und Umgebung! Aufregende Radtouren führen direkt aus der Innenstadt hinauf in die idyllischen Weinberge, auf den erlebnisreichen Albtrauf und über die Schwäbische Alb.
Weitere Radtouren in der Region Stuttgart
- Eine große Runde um den Kühlenberg und den Eisberg.
- Enztalradweg - 2.
Die Rundfahrt beginnt am Ludwigsburger Bahnhof und führt über Stuttgart-Stammheim und Korntal-Münchingen zum Grünen Heiner (Schuttberg mit Windkraftanlage) mit weiter Rundumsicht. Von Frühjahr 1944 bis 1945 wurden im alten Engelbergtunnel durch tausende Zwangsarbeiter Flugzeugteile für die Firma Messerschmidt montiert.
Wie wäre es beispielsweise mit einer abwechslungsreichen Tour entlang des Museumsradweges? Hier verbindet ihr Natur, Sport und Kultur.
Die Region rund um Stuttgart ist einerseits geprägt von zahlreichen Flusstälern, andererseits von Weinbergen und von Wäldern überzogenen Hügeln. Schmucke Fachwerkstädtchen und gut ausgebaute Radwege säumen die Ufer von Neckar, Fils und Enz. Idyllisch präsentiert sich das Glemstal mit seinen zahlreichen Mühlen und Natur pur findet sich hier ebenso wie auf dem Nah. Tour.Radweg östlich von Stuttgarts.
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