Radtour Vaihingen an der Enz: Entdeckungstouren durch malerische Landschaften

Vaihingen an der Enz, eine charmante Stadt im Landkreis Ludwigsburg in Deutschland, bietet zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren und begeistert sowohl Einheimische als auch Touristen gleichermaßen. Vaihingen an der Enz erstreckt sich vom Enztal bis hin zu den Hängen des Strombergs. Überragt wird die Stadt von Schloss Kaltenstein, welches schon von weitem die Besucher begrüßt. Vom Marktplatz eröffnet sich der Blick auf den „Vaihinger Dreiklang“ bestehend aus Rathaus, Schloss Kaltenstein und evangelischer Stadtkirche.

Vielfältige Radwege rund um Vaihingen

Vaihingen kann auf einem ca. 50 km langen Radweg in einer Tour erkundet werden. Neben dem Enztalradweg kann man von hier aus z. B. Landschaften genießen, Spuren entdecken und den Einfluss der Kultur auf die Natur erkennen.

Enztalradweg

Eine der schönsten Radtouren in Vaihingen an der Enz führt entlang des Flusses Enz. Dieser idyllische Weg erstreckt sich über etwa 40 Kilometer und ermöglicht es den Radfahrern, die atemberaubende Natur zu genießen, während sie sanft am Ufer des Flusses dahingleiten. Der gut ausgebaute Radweg führt vorbei an grünen Wiesen, historischen Mühlen und pittoresken Dörfern wie Kleinglattbach oder Illingen. Hier kann man nicht nur die Schönheit der Landschaft bewundern, sondern auch interessante Sehenswürdigkeiten wie das Wasserschloss Großglattbach erkunden.

Neckartal-Route

Ein weiteres Highlight für Fahrradfahrer ist die Strecke entlang des Neckars. Diese Route verläuft durch das romantische Neckartal und bietet spektakuläre Ausblicke auf Weinberge sowie auf historische Burgen und Schlösser wie Burg Hornberg oder Schloss Liebenstein. Die insgesamt rund 60 Kilometer lange Strecke eignet sich ideal für einen Tagesausflug mit dem Fahrrad und verspricht unvergessliche Eindrücke.

Weitere Radwege

Neben den bereits erwähnten Strecken gibt es noch zahlreiche weitere Orte in Vaihingen an der Enz, wo man herrlich Fahrradfahren kann. Dazu gehören beispielsweise der Stromberg-Murrtal-Radweg oder der Kraichgau-Stromberg-Weg. Diese Routen führen durch malerische Weinberge und bieten traumhafte Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Die Weinberge mit ihren Trockenmauern an den Steilhängen bieten eine beeindruckende Kulisse - nicht nur auf dem Rad.

Jubiläumsradweg

Der Jubiläumsradweg ist seit Sommer 2025 komplett ausgeschildert. Die komplette Tour, als auch unsere drei Etappenvorschläge, haben wir für Sie bei den Outdoor-Portalen Outdooractive und Komoot hinterlegt. Nutzen Sie diese Möglichkeiten zur Planung und Navigation Ihrer Radtour.

Etappen des Jubiläumsradwegs

1. Etappe: Ludwigsburg nach Vaihingen an der Enz

Die erste Etappe des Jubiläumsradweges führt auf rund 62 km vom Bahnhof in Ludwigsburg über Korntal, vorbei am Grünen Heiner nach Gerlingen, Leonberg und weiter in nördlicher Richtung über Ditzingen, Heimerdingen, Riet, Enzweihingen bis zum Bahnhof in Vaihingen an der Enz

2. Etappe: Vaihingen an der Enz nach Besigheim

Diese Etappe führt vom Bahnhof in Vaihingen an der Enz zunächst nach Gündelbach und weiter durch den Naturpark Stromberg-Heuchelberg über Häfnerhaslach, vorbei am Erlebnispark Tripsdrill über Bönnigheim, Kirchheim am Neckar, Walheim bis Besigheim. Die Etappe umfasst ca. 43 km.

3. Etappe: Besigheim nach Ludwigsburg

Die 3. und letzte Etappe des Jubiläumsradweges startet etwa 1,5 km vom Bahnhof in Besigheim entfernt und vorbei an den Hessigheimer Felsengärten über Hessigheim, Mundelsheim, Winzerhausen, Oberstenfeld und Großbottwar, durch Steinheim an der Murr, Erdmannhausen, Affalterbach, vorbei im Lemberg Richtung Neckarrems, Aldingen und Kornwestheim bis zum Bahnhof in Ludwigsburg, dem Start- und Zielpunkt des Jubiläumsradweges.

GPX-Dateien zum Herunterladen (ca. 62 KB)

Falls Sie eine andere Möglichkeit zur Planung der Tour oder zur Navigation nutzen möchten, bieten wir hier sowohl die komplette Strecke als auch die einzelnen Etappen zum Download an.

Bitte klicken Sie hier, um die GPX-Dateien herunterzuladen.

Stromberg Rundtour

Sehr schöne Rundtour durch den Stromberg. Ausgangspunkt ist Vaihingen an der Enz. Hier beginnt das schöne Landschaftsbild und die Hügellandschaft des Stromberges. Wir empfehlen die Karten des Landesamtes für Geoinformation und Landesentwicklung Baden-Württemberg mit Radwanderwegen 1:50.000.

Route

Der Fahrradweg zweigt gleich am Ortseingang am Kreisverkehr auf den westlichen Abzweig des Kreisverkehrs ab und folgt zunächst dem Oberriexinger Weg bergab. Dann zweigt der Radweg nach rechts ab und führt bergab. Durch einen lichten Wald erreichen Sie nun das herrliche Naturschutzgebiet "Brünnelesbach". Hier wachsen Wildkräuter und zahlreiche seltene Büsche.

Zur Weiterfahrt fahren Sie an der Nordseite des Marktplatzes auf der Klosterbergstraße in Richtung der Durchgangsstraße L1106 und überqueren diese. Auf der anderen Seite geht es auf der "St.

Sehenswürdigkeiten entlang der Routen

Horrheimer Weinmuseum

Die freitragende Kelter aus dem Jahr 1788 wurde in ein interessantes Weinmuseum umgewandelt. Hier wird der Weinbau von früher vorgestellt. Der Kelterbaum z.B. ist eines der besterhaltensten Museumsstücke, mit dem noch bis in die zwanziger Jahre gearbeitet wurde.

Ensingen

Zahlreiche Fachwerkhäuser in Ensingen unterstreichen die Dorfidylle. Nach rechts bietet sich hier eine weite Aussicht auf eine Ebene in Richtung Neckartal. Nach links beginnen die recht hohen Berge des Stromberges, die durch ihre bewaldeten flachen Kuppen das für den Stromberg typische Landschaftsbild ausmachen.

Horrheim

Horrheim gehörte früher zum Kloster Lorsch, das Horrheim im Jahre 771 zum ersten Mal erwähnte. Im 14. Jahrhundert wurde Horrheim zur Stadt und verfügte über eine geschlossene Stadtbefestigung mit Türmen und Mauern. Ein Rundweg durch den mittelalterlichen Ort zeigt die Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Stadt. In der Nähe, am Fuße des Baiselsberges, liegen auch noch Mauerreste des früheren Nonnenklosters "Augustiner-Nonnenpriorat zur Hl.

Gündelbach

Gündelbach ist geschichtlich um 1100 schon als Besitz des Klosters Hirsau erwähnt. Auf der linken Seite des kleinen Flusses führt der Radweg zunächst recht eben durch das lange flache Tal.

Schützingen

Bereits die Merowinger gründeten Schützingen, aber erst 1023 wurde der Ort urkundlich erwähnt. Der Dreißigjährige Krieg brachte übelste Zeiten mit sich, der Ort war nach dem Krieg fast völlig entvölkert.

Diefenbach

Diefenbach wurde wahrscheinlich von Knittlingen aus gegründet. In den Urkunden erscheint es erstmals im Jahre 1023. Schon im Jahre 1152 kam es in den Besitz der Abtei Maulbronn. Eine schöne, recht alte Dorfkirche und stattliche Fachwerkhäuser schmücken den Ort.

Sternenfels

Sternenfels liegt auf halber Hanghöhe des Stromberges. An der Stelle des heutigen Aussichtsturmes stand früher die Burg der Herren von Sternenfels. Mitte des 18. Jahrhunderts verkauften die Edelfreien ihren Besitz an Württemberg.

Derdingen

Der Ort Derdingen wurde bereits im 8. Jahrhundert gegründet. Auf einem wasserumflossenen Hügel entstand ein Herrenhof. Bald darauf kaufte sich das Kloster Herrenalb ein und betrieb hier eine Aussenstelle, vielleicht des Weines wegen.

Knittlingen

Knittlingen wurde in fränkischer Zeit vermutlich im Jahr 843 gegründet. Die Stadt nennt sich Fauststadt, weil der durch Goethes Werk bekannte Dr. Vom Kirchplatz aus sehen Sie die Hauptsehenswürdigkeiten von Knittlingen. Der größte und bekannteste Sohn der Stadt ist Dr. Faust, dessen Geburtshaus rechts der Kirche steht.

Kloster Maulbronn

Das ehemalige Kloster gehört zu den best erhaltensten Klöstern nördlich der Alpen. Das schönste aber ist, dass alle Stilrichtungen vom ehemaligen romanischen Kloster, bis zur Spätgotik (z.B. im Chorgestühl) vertreten sind. Gegründet wurde es im Jahre 1138 von Mönchen, die aus Neuburg im Elsass kamen. Im Jahre 1441 wurde das Kloster ummauert.

Lienzingen

Die Gegend um den Ort Lienzingen wurde schon in der Früheisenzeit besiedelt, später kamen die Römer mit den Gutshöfen. Ursprung des heutigen Ortes ist eine alemannische Siedlung aus dem 3. Jahrhundert. Im Mittelalter blühte der Ort auf, da er an der Handelsstraße lag. Leider geriet es dadurch auch in die Streitigkeiten zwischen Pfalz und Württemberg und wurde mehrfach zerstört oder geplündert.

Illingen

Der Ort Illingen ist höchstwahrscheinlich eine alemannische Gründung. Wie viele Nachbarorte, wurde es 766 in Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Lorsch das erste Mal schriftlich erwähnt. Im frühen Mittelalter gehörte der Ort den Grafen von Calw. Sehenswert im Ort sind die Kirche St.

Beste Jahreszeit für Radtouren

Die besten Jahreszeiten, um in Vaihingen an der Enz Radtouren zu unternehmen, sind der Frühling und der Sommer. In dieser Zeit erstrahlt die Natur in voller Blüte, das Wetter ist angenehm mild und die Tage sind lang genug, um ausgiebige Touren zu genießen. Im Herbst bietet sich zudem die Möglichkeit, den farbenfrohen Laubwald entlang des Flusses Enz zu bewundern.

Alternative Routen

  • Die Kürzeste: Fahren Sie an der Hauptkreuzung nach links und folgen der K4574 (Ensinger Straße) leicht bergauf. Nach den letzten Häusern beginnt auf der rechten Seite ein Industriegebiet. Gleich darauf überqueren Sie die Eisenbahnlinie. Knapp 200 m weiter zweigt nach links ein Waldweg ab. Folgen Sie ihm und radeln etwa 400 m durch den Wald.
  • Die Schönste: Fahren Sie an der Hauptkreuzung nach rechts und folgen der Bahnhofstraße etwa 300 Meter und folgen Sie dann der Beschilderung zum Enztalradweg. Entlang der B10 erreichen Sie schließlich die Abzweigung nach Rosswag. Hier überqueren Sie die K1648 und unterqueren auf der anderen Seite die B10.

Historische Informationen

Geschichtlich ist Vaihingen sehr interessant. Bereits im Neolithikum ( 10.000 v. Chr.) war das Gebiet schon besiedelt. Die meisten der heutigen Orte entstanden als Siedlung der Germanen Ende des dritten Jahrhunderts. Die heutige Stadt wurde1230 unter der schon seit 1089 bestehenden Burg gegründet.

Am östlichen Ende des Marktplatzes sollten Sie einen Blick rückwärts auf das Vaihinger "Dreigestirn" richten.

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