Radtour Wien - Klosterneuburg: Entlang der Donau

Klosterneuburg bietet ein umfangreiches Netz an Radwegen innerhalb der Stadt sowie ein breitgefächertes Angebot an Touren im umliegend angrenzenden Augebiet sowie dem Wienerwald.

Besonders zu erwähnen ist Klosterneuburg, als wichtiger Zwischenstopp auf dem Donauradweg Passau - Wien. Der Donauradweg von Passau nach Wien ist die meistbefahrene Radroute Europas. Jährlich sind hier etwa 350.000 Radler unterwegs.

Es gibt eine perfekte Beschilderung des Radweges, damit man ohne Umwege bis nach Wien kommt. Die Versorgung ist lückenlos, es gibt Gasthäuser, Supermärkte, Radlertreffs, Pensionen, private Gästezimmer und Hotels. Der Donauradweg kann fast auf der ganzen Strecke auf beiden Ufern befahren werden.

Routenbeschreibungen und Highlights

Donauradweg von Wien nach Tulln

Am Wasser fühlen wir uns wohl. Trifft sich also hervorragend, dass die Donau durch Wien fließt und hier auch noch ein Radweg den Fluss entlang verläuft. Der Donauradweg führt von der Quelle der Donau bis ans Schwarze Meer. Aber keine Sorge, wir fahren nicht die ganzen 2.850 Kilometer, sondern knöpfen uns lediglich eine Etappe vor. Zum Beispiel jene von Wien nach Tulln.

Los geht es bei der Nordbrücke auf der Donauinsel, dann das Nordufer entlang, vorbei an Korneuburg. Auf dem gegenüberliegenden Ufer seht ihr bald die Burg Greifenstein. Dann geht es weiter durch die Stockerauer Auenlandschaft Richtung Tulln, das sich am südlichen Donauufer befindet.

Für eine Richtung braucht ihr rund zweieinhalb bis drei Stunden. Für den Rückweg könnt ihr entweder den Zug nehmen, oder ihr radelt das Südufer entlang.

Länge (in eine Richtung): ca.

Von Döbling nach Greifenstein

Ebenfalls die Donau entlang fahrt ihr, wenn ihr von Döbling nach Greifenstein radelt. Die Radtour startet bei der Nußdorfer Wehr- und Schleusenanlage. Dieser wenig elegante Name bezeichnet die Stelle, an der der Donaukanal von der Donau abzweigt, also sozusagen den Ursprung des Donaukanals.

Weiter geht es, vorbei am kleinen Silbersee bei Kritzendorf, bis zum Donau-Altarm bei Greifenstein. Die Fahrtzeit von Wien bis hierher beträgt eine bis eineinhalb Stunden. Auf einer Anhöhe befindet sich außerdem die Burg Greifenstein.

Von dort aus habt ihr einen schönen Blick auf die Donau, über das Kraftwerk Greifenstein, bis hin zu den südlichen Gipfeln des Wienerwaldes. Den Rückweg könnt ihr entweder über die gleiche Route zurücklegen, oder ihr fahrt über Hadersfeld und weiter nach Klosterneuburg.

Länge (eine Richtung): ca. Dauer: ca.

Radtour an der Alten Donau

Wir bleiben noch etwas länger am Wasser und begeben uns bei unserer nächsten Radtour an die Alte Donau. Wo genau ihr starten möchtet, könnt ihr je nach Ausgangspunkt entscheiden. Wir fahren vom Badeplatz Lagerwiese los, der sich gegenüber vom Freibad Gänsehäufel befindet.

Es geht die Alte Donau entlang in Richtung Süden, dann entweder über die Donauinsel oder am Nordufer der Donau entlang. Der Radweg führt euch vorbei am Ölhafen und wartet im Nationalpark Donau-Auen mit jeder Menge Natur auf.

Bei Schönau an der Donau überquert ihr das Kühwörter Wasser und fahrt dann entweder geradeaus weiter bis zur Abzweigung nach Orth, oder ihr nehmt den Weg über Mannsdorf an der Donau. In Orth an der Donau könnt ihr einen Blick ins Schloss Orth werfen, in dem sich das Nationalparkzentrum der Donau-Auen und ein Museum befinden.

Zurück geht’s entweder wieder per Rad, oder ihr nehmt die Fähre nach Maria Ellend und tuckert dann mit der Schnellbahn nach Wien. Die Fähre fährt allerdings nur von April bis Oktober und hängt vom Wasserstand der Donau ab. Informiert euch also am besten vorab, ob ihr die Fähre nehmen könnt.

Länge (in eine Richtung): ca. Dauer: ca.

Marchfeldkanal-Radweg

Ihr wollt doch lieber eine große Tour machen? Dann begebt euch auf den rund 60 Kilomter langen Marchfeldkanal-Radweg, genießt auf fünf Streckenabschnitten die Natur und entdeckt alte Schlösser. Wir starten in Stammersdorf, ihr könnt aber auch schon in Langenzersdorf oder Klosterneuburg losfahren, wenn ihr im Wiener Umland wohnt.

Von Stammersdorf aus folgt die Strecke dem Marchfeldkanal, welcher die Wasserversorgung des Marchfelds sicherstellt. Weiter geht es Richtung Deutsch-Wagram, auf den Spuren Napoleons. Denn 1809 fand hier die große Schlacht von Wagram statt.

Ihr durchquert im nächsten Abschnitt des Radwegs einige Ortschaften im Marchfeld und könnt euch von der Qualität des dort angebauten Obsts und Gemüses überzeugen, denn direkt am Weg befinden sich einige Ab-Hof-Läden. Ihr radelt weiter durch die Natur, streift den Nationalpark Donau-Auen, um das Trappenschutzgebiet bei Haringsee zu umfahren, bevor ihr die letzte Etappe des Marchfeldkanal-Radwegs erreicht.

Im Marchfelder Schlösserreich könnt ihr das Jagdschloss Eckartsau, Schloss Marchegg, Schloss Orth und schließlich Schloss Hof bestaunen. Letzteres ist gleichzeitig auch das Ende des Radwegs. Wenn ihr nach den gut fünf Stunden noch Kräfte habt, könnt ihr die Prunkräume des Schlosses besichtigen.

Den nächsten Bahnhof findet ihr in Breitensee, von dort aus kommt ihr mit dem Zug nach Wien zurück. Motivierte können weiter nach Bratislava fahren und dann per Schiff wieder nach Wien.

Von Liesing zum Neusiedler See

Die längste Radtour heben wir uns für den Schluss auf: Von Liesing aus radeln wir an den Neusiedler See. Für die gut 75 Kilometer lange Strecke solltet ihr schon den ganzen Tag einplanen, die Fahrtzeit beträgt etwa sieben Stunden. Aber zumindest müsst ihr kaum Steigungen bezwingen und könnt den nahezu verkehrsfreien Weg genießen.

Los geht es entlang des Liesingbachradwegs, der Richtung Schwechat führt. Von hier aus geht es großteils über fein geschotterte oder asphaltierte Güterwege nach Bruck an der Leitha. Ab hier fahrt ihr hauptsächlich auf ausgeschilderten Radwegen und könnt die weitläufige Landschaft genießen - vielleicht begegnet ihr unterwegs sogar dem ein oder anderen Feldhasen oder Rebhuhn.

Wenn ihr in Neusiedl angekommen seid, drängt sich ein Besuch beim Heurigen fast auf.

Klosterneuburg: Ein lohnenswertes Ziel

Klosterneuburg, 192 m ü.N.N., 26.000 Einw., liegt am Fuße des Wienerwaldes knapp vor den Toren Wiens. Bedeutendstes Bauwerk ist das Augustiner-Chorherrenstift, das an der Stelle eines römischen Kastells namens „Asturis“ errichtet wurde.

Der Babenberger Marktgraf Leopold III. brach dem Kaiser Heinrich IV. die Treue, was dessen Sohn, Heinrich V., mit solcher Freude(!) erfüllte, daß er Leopold seine Schwester Agnes zur Frau anbot. Diese stand nun eines Tages mit ihrem Gatten auf der nahe gelegenen Burg am Kahlenberg, wo ihr Schleier von einem Windstoß erfaßt wurde. Erst neun Jahre später fand Leopold den Schleier auf einem Holunderstrauch wieder.

Leopold III. verlegte 1114 den Sitz der Babenberger von Tulln nach Klosterneuburg und veranlaßte den Bau der romanischen Stiftskirche. 1133 wurde das Stift in ein Augustiner-Kloster umgewandelt und mit ausreichendem Grundbesitz ausgestattet, doch kam das Baugeschehen erst unter Kaiser Karl VI. so recht in Gang.

Nach seinen Wünschen sollte das Stift zum Kaiserpalast nach dem Vorbild des spanischen Escorials ausgebaut werden, was nahe lag, denn im Nebenberuf war Karl VI. auch König von Spanien. Der beauftragte Architekt Felice d'Allio entwarf entsprechende Pläne, von denen allerdings nur ein Viertel verwirklicht wurde.

Die neuen Stiftsgebäude schmücken an der Ostseite zwei Kuppeln, welche die in Kupfer getriebene deutsche Kaiserkrone und den österreichischen Erzherzogshut tragen. Dieser wurde für die so genannte Erbhuldigung verwendet, die in Österreich als Ersatz für die verpönte Krönung diente.

Berühmt ist das Stift für den Verduner Altar in der Leopoldskapelle, der nach seinem Schöpfer Nikolaus Verdun benannt ist. Der Altar besteht aus 51 biblischen Bildtafeln auf vergoldetem Kupfer und diente einst als Verkleidung der Kanzel in der romanischen Kirche. Nach einem Brand wurden die Täfelchen zu dem jetzigen Flügelaltar zusammengefaßt, der den Grabaltar des heilig gesprochenen Klostergründers Leopold bildet.

Sehenswert sind ferner der gotische Kreuzgang, das „Tausendeimerfaߓ in der Stiftsbinderei und die Bibliothek im neuen Stiftsgebäude. Im zweiten und dritten Stockwerk des Kaiserhofes befindet sich das Stiftsmuseum - geöff. di-so 10-17 h; Führungen durch das Stift tägl.

Ferner bietet die Stadt für regnerische Tage noch verschiedene Museen, darunter die Archäologische Sammlung in der Unterkirche St. Martin (nur nach Voranmeldung unter Fon 02243 / 32568) und das Stadtmuseum nahe dem Rathaus - geöff. sa 14-18 h & so 10-18 h.

Und schließlich kann österreichische Gegenwartskunst im Schömer-Haus studiert werden; die private Essl-Sammlung umfaßt immerhin 3.000 Exponate und darf damit wohl getrost behaupten, einen vollständigen Überblick über die moderne Malerei des Landes zu bieten - geöff.

Tipps für Radfahrer in Wien

Wien mit dem Rad zu erkunden bringt frischen Fahrtwind in das übliche Tagesprogramm. Wer die Stadt einmal mit dem Rad erkundet hat, wird es immer wieder tun wollen. Man ist schnell, mobil und unabhängig. Bei so vielen Fahrradwegen und Möglichkeiten Wiens schönste Ecken zu entdecken, fällt die Wahl der besten Tour schwer. Hier ist eine Auswahl der schönsten Radtouren durch Wien:

  • Der Klassiker: Rings um die Ringstraße
    • Start: Stadtpark
    • Länge: ca. 5,5 km
    • Tipp: So viele Prachtbauten auf einen Blick gibt es nur hier.

    Wie der Name schon sagt: Die Ringstraße führt kreisförmig rund um die Wiener Altstadt. Die Tour beginnt und endet dort, wo Sie es möchten - zum Beispiel beim goldenen Johann-Strauss-Denkmal im Stadtpark. Über die Ringstraße fahren Sie vorbei an prachtvollen Wiener Wahrzeichen: Staatsoper, Hofburg, Volksgarten, Kunsthistorisches Museum, Naturhistorisches Museum, Parlament, Rathaus, Burgtheater und Universität lassen Sie hinter sich.

    Achtung: Hier kann es schnell werden! Denn dort, wo Sie in einiger Entfernung vom Radweg die Votivkirche sehen, neigt sich die Ringstraße ein wenig und Sie erreichen in Kürze den Donaukanal.

  • Prater-Hauptallee: das grüne Herz der Stadt
    • Start: Praterstern / Kaiserwiese
    • Länge: ca. 9 km
    • Tipp: Eine gemütliche Jause im Lusthaus und eine Riesenrad-Fahrt im Prater

    Die Prater-Hauptallee ist der Sport-Treffpunkt der Stadt: Hier fährt es sich gemütlich im Schatten der Bäume auf dem Fahrrad - kein Autoverkehr und um die Ecke von der Innenstadt.

  • Donau-Canale Grande für Radler
    • Start: Spittelau
    • Länge: ca. 7 km
    • Tipp: Wiens größte Graffiti-Szene am Donaukanal-Ufer lässt einen jeden Kilometer vergessen.

    Das Fahrradfahren am Wasser hat etwas Entspannendes an sich. Oft ist an den Promenaden eine autofreie Fahrt möglich. Auf dem Donaukanalradweg fahren Sie quer durch Wien.

  • Auf dem Donau-Radweg am Wasser entlang
    • Start: Klosterneuburg
    • Länge: ca. 50 km
    • Tipp: Fernglas mitnehmen und in der Lobau nach wilden Tieren Ausschau halten.

    Alle Radwege führen nach Wien - zumindest der Donau-Radweg, eine der schönsten Fahrradstrecken in Europa. Er beginnt in Passau und führt auf seinem Weg zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer unter anderem durch Linz, die Wachau, Klosterneuburg und natürlich durch Wien. Vom Westen der Stadt geht’s über die Donauinsel in den Osten, in den Nationalpark Donau-Auen. Die Lobau ist ein einzigartiger Lebensraum für Biber, Eisvögel, und sogar Seeadler.

  • Freie Wiental-Fahrt
    • Start: Wienfluss/Hofjägerstraße
    • Ende: Ringstraße
    • Länge: ca. 13 km
    • Tipp: Fahrradschloss nicht vergessen! Die Klimt Villa liegt nicht weit von dieser Route, ein Abstecher lohnt sich.

    Der Wientalradweg ist perfekt für eine fast autofreie Radtour geeignet. Direkt am Radweg findet sich der Eingang zum Lainzer Tiergarten, einem einzigartigen Naturschutzgebiet. Neben dem Schloss Schönbrunn, an welchem man vorbeifährt, kann man auch Otto Wagners Stadtbahnarchitektur, den Hofpavillon Hietzing als auch die Otto-Wagner-Brücke bestaunen.

  • Idyllische Liesingbachroute
    • Start: Riegermühle Atzgersdorf
    • Ende: Liesingbachbrücke Kledering
    • Länge: ca. 11 km
    • Tipp: Danach in der Therme Wien die müden Muskeln entspannen.

    Etwas außerhalb, dafür umso idyllischer lässt sich Wien im Süden auf der Liesingbachroute mit dem Fahrrad durchqueren. Gleich zu Beginn ragen die ikonischen Gemeindebauten von Alterlaa neben dem Radweg in die Höhe. Der Radweg führt meist beschattet und in direkter Wasser-Nähe durch das grüne Erholungsgebiet an der Liesing. Am Ende rollt man gemütlich neben Feldern und kleinen Siedlungen der Stadtgrenze entgegen. Wer noch fit ist, kann der Route bis nach Schwechat folgen und dann am gleichnamigen Fluss entlang sogar bis zur Donau weiter fahren.

Mit dem Rad lässt sich auf der Wienerwaldradrunde auf insgesamt 215 Kilometern die Vielfalt Niederösterreichs leicht erradeln. Mit dem Rad einmal rund um den gesamten Wienerwald lässt sich Kultur und Natur leicht entdecken. Die Strecke verläuft unter anderem auf den Treidelwegen am Donauufer und der nach Mariazell führenden Via Sacra.

Dazwischen liegen prachtvolle Klöster, romantische Auen, lichte Wälder, beschauliche Dörfer und zahlreiche Gastgeber, die auf radfahrende Gäste bestens vorbereitet sind. Die Richtung geben meist die vier Flüsse vor: Neben der Donau folgt die Wienerwald-Radrunde der Traisen, der Gölsen, der Triesting und schließlich dem Wiener Neustädter Kanal.

Wasser, Wald und Wein sind die Hauptdarsteller im Wienerwald. Und auch auf der Wienerwald-Radrunde trifft man die drei in vielfältiger Form. Das Wasser gibt als treuer Begleiter entlang an 5 Flüssen den Weg vor, erfrischt die müden Waden an so manchem idyllischen Flussufer und lockt auf der Schlussetappe in die traditionsreichen Bäder des Kurortes Baden.

Auwälder säumen die Fahrten an Donau und Traisen, wechseln dann vor Lilienfeld - der waldreichsten Region Österreichs - in die voralpinen Nadelwälder und werden dann Richtung Wien wieder zu naturbelassenen Mischwälder. Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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