Radtouren-Highlights rund um Bad Kreuznach

Die Region rund um Bad Kreuznach bietet vielfältige Möglichkeiten für unvergessliche Radtouren. Ob entspannt entlang der Flüsse oder sportlich durch die Weinberge, hier findet jeder Radfahrer die passende Strecke.

Vielfältige Radwege in der Region Hunsrück-Nahe

Im Hunsrück und an der Nahe wird der Radurlaub zum Genussurlaub. Mit dem E-Bike oder dem Trekkingrad geht es flach auf Bahnradwegen wie dem Schinderhannes-Radweg, dem Ruwer-Hochwald-Radweg oder dem Kleinbahn-Radrundweg auf einem Radausflug durch die Natur. Verbinde den Nahe-Radweg und andere Themenradwege zu einem ausgedehnten Radausflug und genieße Fernblicke vom Erbeskopf, besuche die Geierlay Hängebrücke, genieße am Ende des Tages ein Gläschen Wein aus der Weinbauregion Nahe oder lasse die Seele beim Wellness in Bad Kreuznach baumeln.

Die Region liegt zwischen Kirn und Bingen am Rhein. Dort gibt es Weinberge, Hügel und einen Naturpark. Der Naturpark heißt Saar-Hunsrück. Man kann dort gut mit dem Fahrrad fahren und die Natur genießen. Auch die Gegend um Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg gehört dazu.

Bei der Radstation am Bahnhof Bad Kreuznach können Sie Fahrräder oder e-bikes ausleihen und auf diese Weise bequem auf zwei Rädern das Naheland erkunden. Auch Vorbestellung oder Bereitstellung von Rädern für größere Gruppen ist möglich.

Nahe-Radweg: Von der Quelle bis zur Mündung

Von der Quelle im saarländischen Selbach am Bostalsee bis zur Mündung in den Rhein bei Bingen erstreckt sich auf 135 Kilometern der Nahe-Radweg. Der Nahe-Radweg verbindet das anspruchsvolle Hügelland zwischen Hunsrück und Nordpfälzer Bergland mit der lieblichen Weinbauregion an der Nahe.

Der Nahe-Radweg erschließt auf einer Strecke von 128 km eine sehr vielseitige Flusslandschaft zwischen Hunsrück und Pfälzer Bergland in Rheinland-Pfalz. Die Nahe ist weitgehend Natur belassen und gerade deshalb für Urlauber und Outdoor-Begeisterte, die gerne wandern und radfahren, bestens geeignet.

Der Radweg entlang der Nahe führt von der Quelle bei Selbach bis zur Mündung in den Rhein bei Bingen. Insgesamt 22 Orte liegen am Radweg, für Abwechslung ist also unterwegs gesorgt. Die Beschilderung ist gut und die Schilder sind jeweils gut sichtbar und in regelmäßigen Abständen angebracht.

Die Strecke ist größtenteils asphaltiert und verläuft meist an der Nahe entlang. Der Radweg schlängelt sich quasi durch das Nahetal und ist fast eben und hat nur leichte Steigungen. Größtenteils verläuft er durch grüne Landschaft und über Felder. Zwischendurch passiert man immer wieder kleinere und größere Orte, die sich auch für eine Rast eignen.

Der Radweg ist gut mit dem Mountainbike, Trekking- oder Tourenrad zu bewältigen und auch für Fahrradanfänger und Kinder bzw. Familien geeignet.

In Bad Sobernheim bietet sich eine Rast am Barfußpfad an. Dort kann man schön picknicken und sich außerdem auch barfuss auf den Rundweg des Pfades begeben. Zudem gibt es am Kiosk am Barfußpfad Getränke und kleine Snacks zu kaufen. Ein schöner Rastpunkt ist auch der Kurgarten in Bad Münster am Stein-Ebernburg. Dort kann man in der schönen Parkanlage rasten oder am Ufer der Nahe hinter dem historischen Kurmittelhaus den Blick auf die beeindruckenden Sandsteinfelsen genießen.

Besonders gefallen hat mir die schöne und abwechslungsreiche Landschaft. Man fährt mal unter schattigen Bäumen hindurch, mal über weite Felder. Sehr oft hat man den Blick auf das Wasser der Nahe. Bei Bad Sobernheim sieht man hohe Sandsteinfelsen, die das Nahetal einschließen. Für Abwechslung sorgen auch die idyllischen Ortschaften mit z.T. einigen historischen Fachwerkhäusern.

Weitere Radtouren-Empfehlungen

  • Kleinbahn-Radrundweg: Start- und Endpunkt des Radrundweges durch die Verbandsgemeine Rüdesheim / Nahe kann zum Beispiel das Kleinbahnmuseum in Bockenau sein, wo eine Lock aus dem Jahr 1920 ausgestellt ist. Der Weg ist landschaftlich reizvoll und verläuft abseits der zentralen Erschließungsstrecken des Nahetals. Er ist 34 Kilometer lang und hat Anstiege von 330 Höhenmetern, die mit schönen Ausblicken in Richtung Soonwald belohnt werden.
  • Nahe-Glan-Höhentour: Von Bad Münster am Stein-Ebernburg verläuft die 40 Kilometer lange Tour vorbei an der Burgruine Montfort und verbindet den "Nahe Radweg" mit der Themenroute "Nahe-Glan-Höhentour".
  • Alsenz-Radweg: Von Bad Münster am Stein radeln Sie flussaufwärts immer am Flüsschen Alsenz entlang in das Nordpfälzer Bergland bis Winningen, Alszenz und Rockenhausen. Sie genießen den Wechsel von Wald, Weinberg- und Wiesenlandschaften auf einer eher leichten Tour mit einer Länge von etwa 50 Kilometern.
  • Appelbach-Tour: Von Bad Kreuznach aus erreichen Sie über die rheinhessischen Stadtteile Planig und Bosenheim, Pfaffen-Schwabenheim und gelangen nach Wöllstein. Sie folgen dem Verlauf des Appelbachs über das schöne Burgdorf Neu-Bamberg bis Münsterappel und gelangen von dort über Kalkofen nach Alsenz.

Der Appelbachradweg

In den letzten 10 Jahren wurden nahezu alle nordpfälzischen Bach- und Flusstäler mit Radrouten durchzogen. Glan-, Lauter-, Odenbach-, Moschel-, Alsenz- und Appelbachradweg bieten seitdem umfassend Potential, seine Heimat mit und ohne Familie auf dem Sattel zu erkunden.

Wie bei Flussradwegen so üblich sind die konditionellen Anforderungen gering und der Spaß steht im Vordergrund. Mittlerweile kann man die Routen auch gut miteinander kombinieren (über Querverbindungen) und interessante Rundtouren fahren. Oft ist die Rückkehr zum Ausgangspunkt auch mit der Bahn möglich (z.B. an Lauter und Alsenz).

Wer sich die Appel als Radziel ausgesucht hat, darf demnach keine Wunder erwarten, wird jedoch mit einer stillen, flott zu befahrenden Strecke belohnt, gut beschildert, fast autofrei und zumeist asphaltiert. Der Radweg bietet anfangs ordentliches Gefälle auf geteerten oder fein gesplitteten Waldwegen, teilweise hübsch direkt neben dem Bach, ab Würzweiler wird das Tal dann offener und der Weg verläuft meist flach auf Wirtschaftswegen abseits der Straße. Die beiden Landstraßenstücke vor Tiefental und zwischen Hof Iben und Neu-Bamberg sind frisch asphaltiert und stören aufgrund des geringen Verkehrs kaum. Kurz vor Neu-Bamberg wird die Landschaft dann doch nochmal interessanter: auf der Trasse einer alten Bahnlinie windet sich die Appel durch eine reizvolle "Schlucht" zwischen runden Porphyrkuppen.

Burgruine, Brücken, alte Mühlwehre und kleine Felspartien - ein Abschnitt, der auch anspruchsvollere Gemüter zufriedenstellen dürfte. An der Bahnbrücke hinter der Ölmühle befindet sich zudem ein schöner Rastplatz am Bach, der besonders für Kinder attraktiv sein dürfte. Ein kurzer Aufstieg auf die kahle Kuppe des durch einen alten Steinbruch angenagten Ölberges lohnt sich wegen der tollen Aussicht und der interessanten Flora.

Ab Wöllstein öffnet sich die Landschaft endgültig und wird sehr flach. Während der Radweg offiziell in Bad Kreuznach-Planig endet, würde ich empfehlen, in Pfaffen-Schwabenheim den Beschilderungen nach Bingen zu folgen. Nach einer sehr schönen Fahrt über den Höhenrücken von Biebelsheim erreicht man auf diese Weise Gensingen mit der Bahnstation Gensingen-Horrweiler (das Schnellstraßen-Schlangennest um Gensingen ist nervenaufreibend). Bereits von hier lässt sich dann Kirchheimbolanden sehr bequem mit dem Zug erreichen. Wer noch Lust hat, der radele auf dem Naheradweg die verbleibenden 10 km weiter bis Bingen. Der letzte Stopp am Rhein-Nahe-Eck mit Blick auf Niederwald, Mäuseturm und Binger Loch bildet einen tollen Abschluss dieser Tour vom Donnersberg zum Rhein.

Weitere Radwege in Rheinland-Pfalz

Wer abseits der Massen Fahrrad fahren möchte, braucht schon ganz besondere Strecken und Radwege in Rheinland-Pfalz.

  • Geierlay-Radrundweg: Mit der 100 Meter hohen Hängeseilbrücke über das Mörsdorfer Bachtal.
  • Tour de Heimat durch den Soonwald: 70 Kilometer pures Fahrvergnügen durch dichte Wälder, vorbei an Burgruinen und über kurvenreiche Serpentinen!
  • Radweg Deutsche Weinstraße: Zwischen sonnenverwöhnten Reben, pittoresken Weindörfern und gemütlichen Straußwirtschaften.
  • Wied-Radweg im Westerwald: Von der Quelle am Dreifelder Weiher bis zur Mündung bei Neuwied.
  • Glan-Blies-Radweg: Auf rund 130 Kilometern entlang der beiden Flüsse die abwechslungsreichen Regionen von Frankreich bis ins Naheland erkunden.
  • Selztal-Radweg: Vom Quellort Orbis geht es durch Alzey, Nieder-Olm bis nach Ingelheim, wo die Selz in den Rhein mündet.

Ob abenteuerliche Rennradtour, entspanntes Radeln auf dem E-Bike oder anspruchsvolle Gravel-Strecke - die Urlaubsregionen in Rheinland-Pfalz bieten Fahrspaß für jeden Geschmack und jedes Tempo!

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