Der Elm, Norddeutschlands größter Buchenwald, und der Lappwald bilden gemeinsam einen reizvollen Naturpark. Rätselfreunde kennen den Elm als Höhenzug bei Braunschweig.
Die Tourismusgemeinschaft Elm-Lappwald bietet für Wanderer und Radfahrer mehrere kostenlose Touren-Apps an, um den Naturpark kennenzulernen und interessante Orte und Sehenswertes an der Strecke zu finden, darunter auch eine Mehrtages-Radtouren-App und eine Mountainbike-App.
Die Vielfalt der Landschaft
Die Elm-Lappwald-Region zeichnet sich durch abwechslungsreiche Natur aus: dichte Wälder, malerische Flussläufe, sanfte Hügel und idyllische Seen. Bis zu gut 320 Meter ragen seine Gipfel aus der meist flachen Landschaft an der früheren innerdeutschen Grenze heraus. Buchen bedecken nahezu die gesamte Fläche des etwa 25 Kilometer langen und nur wenige Kilometer breiten Höhenzugs.
Rund 50 Prozent des 470 Quadratkilometer großen Parks sind Natur- oder Landschaftsschutzgebiete. Während einer Radtour können Sie die Schönheit der Landschaft genießen und die Natur entschleunigt erleben.
Radwege und Routen
Die Region rund um Schöningen verfügt über ein gut ausgebautes Netzwerk an Radwegen und ausgeschilderten Routen. Es gibt sowohl asphaltierte Strecken als auch Naturwege, die sich für Touren aller Schwierigkeitsgrade eignen (siehe unsere Apps). Auch Mountainbiker und andere Radler finden spannende, unterschiedlich schwierige Routen.
Dutzende markierte Wanderwege durchziehen die hügelige Landschaft, viele davon wurden von Wanderparkplätzen aus als Rundstrecken angelegt. Ein besonders beliebtes Ziel ist das Reitlingstal an der Westseite des Elm.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
Auf einer Radtour durch die Elm-Lappwald-Region können Sie auch historische Sehenswürdigkeiten entdecken. Ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch der Region ist das Städtchen Königslutter am Nordrand des Elm. Neben einem Bummel durch den mittelalterlichen Ortskern mit kleinen Gassen und schönen Fachwerkhäusern lohnt ein Besuch des Kaiserdoms.
1135 stiftete Lothar von Süpplingenburg, damals deutscher Kaiser, das Gotteshaus. Besonders sehenswert sind das Löwenportal und der Jagdfries an der Hauptapsis sowie der Kreuzgang. Nahe dem Dom steht die jahrhundertealte Kaiser-Lothar-Linde.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind:
- Helmstedt mit der gut erhaltenen Altstadt
- das Schloss Schöningen
- das Rittergut Lucklum
- die Westerburg in Dedeleben
- das Grenzmuseum in Marienborn
- das Till-Eulenspiegel-Museum in Schöppenstedt
Für kürzere Touren bieten sich der Heeseberg, das Grenzdenkmal in Hötensleben und der Tagebauinformationspunkt an. Sie können auch archäologische Stätten wie die Schöninger Speere besuchen.
In Königslutter hat auch das Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen - kurz FEMO - seinen Hauptsitz. Es zeigt Besuchern die Natur- und Kulturgeschichte der Umgebung.
Da dort immer wieder besondere Versteinerungen und Erdschichten gefunden werden, ist die gesamte Region als Geopark zertifiziert. Sie ist auch Fundort der sogenannten Schöninger Speere, die 1994 in einem Braunkohle-Tagebau am südöstlichsten Punkt des Elm nahe der Stadt Schöningen entdeckt wurden. Urzeitmeere und Gletscher: 450 Millionen Jahre Erdgeschichte formten die Region bei Königslutter.
Gastronomie und Familienfreundlichkeit
Unterwegs finden Sie in der Elm-Lappwald-Region zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, wie Restaurants, Cafés oder Biergärten. Hier können Sie eine Pause einlegen, regionale Spezialitäten probieren und neue Energie tanken.
Die Elm-Lappwald-Region ist auch für Familien mit Kindern gut geeignet. Es gibt kinderfreundliche Radwege, Spielplätze entlang der Strecken und verschiedene Attraktionen, die bei jungen Radfahrern für Spaß und Abwechslung sorgen.
Weitere Ausflugsziele in der Umgebung
Der Naturpark Elm-Lappwald schließt auch den teilweise bereits in Sachsen-Anhalt gelegenen Lappwald ein. Westlich des Lappwalds liegt Helmstedt. Im Süden der ehemaligen innerdeutschen Grenzstadt entsteht auf dem Gelände eines früheren Tagebaus der Lappwaldsee. Wenige Kilometer westlich des Elm liegt der kleine Höhenzug Asse. Bekannt wurde der Name im Zusammenhang mit einem unterirdischen Lager für Atommüll. Die Asse ist aber auch ein schönes Wandergebiet mit viel Buchenwald.
Ein gut zehn Kilometer langer Rundwanderweg beginnt in Wittmar und führt zunächst auf der Liebesallee zum Bismarckturm.
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