Radtouren-Highlights im Rheingau-Taunus

Im Rheingau-Taunus-Kreis, im wunderschönen Deutschland, gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren. Die Kombination aus malerischen Weinbergen, sanften Hügeln und idyllischen Flusslandschaften macht den Rheingau-Taunus-Kreis zu einem idealen Ziel für Fahrradfahrer aller Art. Ob Anfänger oder erfahrene Radler, hier findet jeder seine passende Strecke.

Hessens gut ausgebautes Radwegenetz bietet Routen durch idyllische Flusstäler, Strecken zum Genießen sowie anspruchsvolle Touren durch die hessischen Mittelgebirgslandschaften. Was man auf allen Strecken erlebt, ist eine große landschaftliche, kulturelle und auch kulinarische Vielfalt.

Beliebte Radwege im Überblick

  • Appelbach-Radweg: Der Radweg begleitet »die Appel« auf der gesamten Strecke im stetig breiter werdenden Tal. Er verläuft mit Ausnahme von 5 km zwischen Tiefenthal und Neu-Bamberg auf eigenen Wegen und verbindet die Donnersbergregion mit dem Nahetal.
  • Hiwwel-Route: Die Hiwwel-Route nutzt viele andere Radstrecken parallel und verbindet daher viele Themenwege und Radrouten miteinander.
  • Mühlen-Radweg: Zwischen der Selz und dem Rhein spürt man auf dieser Tour alten Mühlen nach, wird dabei von kleinen Wasserläufen begleitet und passiert ruhig-romantische Dörfer, bis man die Rheinebene erreicht und durch das Gebiet eines verlandeten Altrheinarms nach Gimbsheim gelangt. Eine ideale Verbindung von Selztal- und Rheinradweg.
  • Obstroute (Rundtour): Eine konditionsfordernde Runde durch Obstplantagen und Weinberge und mittendrin die Rotwein- und Kaiserpfalzstadt Ingelheim. Kräftige Anstiege auf die rheinhessische Hochebene werden mit tollen Ausblicken ins Hügelland Rheinhessens sowie den Taunus belohnt. Der Rhein ist auch mit von der Partie und verspricht ein paar gemütliche Kilometer durch die Rheinauen mit Blick in den Rheingau. Besonders reizvoll ist diese Tour natürlich zur Obstblüte im Frühjahr und im Herbst zur Erntezeit.

Empfohlene Radtouren

  • Rheingau und Rheinhessen vis à vis erleben: Diese Tour verbindet, was sich sonst respektvoll gegenübersteht - Rheingau und Rheinhessen, zwei Weinregionen, die unterschiedlicher nicht sein können. Eine echte Erlebnistour für einen erfüllten Tagesausflug mit der richtigen Mischung aus Flusserlebnis, Wein- und Rheinpanoramen und bedeutsamen Kulturdenkmälern.
  • Mittelschwere Tour auf gut ausgebauten Radwegen, aber auch etwas schottrigen Abfahrten mit schönen Ausblicken auf den Taunus und vielen Möglichkeiten zur Einkehr. Streckenführung über den Aartalradweg und Limesradweg bis nach Limburg und den Besuch des Domes und der Altstadt.
  • Im Rheingau verläuft der Radfernweg R3 von Flörsheim am Main bis Rüdesheim am Rhein.
  • Radrundtour mit zwei Fährüberfahrten durch die südliche Hälfte des Welterbes Oberes Mittelrheintal ab Oberwesel über St. Goar, St.
  • Tagesetappe als Rundtour rechts und links des Rheins mit ein paar Höhenmetern und schönen Ausblicken auf den Rheingau: Von Wiesbaden über den Rhein nach Ingelheim und Gau Algesheim hinüber zum Laurenziberg und zur Rochuskapelle auf dem Rochusberg.
  • Tour mit reichlich Höhenmetern von Wiesbaden-Biebrich auf dem R3 und R3a über Eltville, Kloster Eberbach nach Geisenheim und zur Abtei St.Hildegard. Von dort zum Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim. Diese etwa 55 km lange LiteRadTour folgt größtenteils dem hessischen Fernradweg R3a und der „Rheingauer Riesling Route“.
  • Rundtour vom Alpinzentrum Wiesbaden über den Kellerskopf nach Dasbach und dann nach Idstein. Von dort auf der Via Mattiacorum vorbei an der Aarquelle über Taunusstein zur Platte. Hinab zum Wiesbadener Neroberg mit wunderbarem Ausblick auf Wiesbaden.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecken

Besonders sehenswert sind die historischen Orte entlang der Touren. Das berühmte Kloster Eberbach beispielsweise ist ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Architektur und bietet einen atemberaubenden Blick auf das Rheintal. Auch das Schloss Johannisberg mit seinen prächtigen Gärten lohnt einen Besuch während einer Fahrradtour.

Kloster Eberbach

In einer Spitzkehre ist die Zufahrt zum Kloster Eberbach. Mehrere Hundert Mönche lebten einst in der Zisterzienserabtei, die berühmt für ihren Weinanbau wurde. Dreharbeiten für den Film »Der Name der Rose« nach dem Roman von Umberto Eco haben sie weltbekannt gemacht. Von der mittelalterlichen Anlage sind zahlreiche Bauwerke erhalten: Dormitorium, Refektorium, Kreuzgang, Hospital und Basilika. Weine der 1803 verstaatlichten Güter gibt es in der Klosterschänke und in der Vinothek.

Schloss Johannisberg

Unser Weg führt am Fuß von Schloss Johannisberg entlang, das sich über einem Meer von Weinreben erhebt. Der Bau stammt von 1715. Zuvor existierte hier jahrhundertelang ein Kloster. Wer die Höhenmeter nicht scheut, kann den steilen Aufstieg auf der linken Seite nehmen und auf der anderen Seite auf verschiedenen Wegen zurück zur Radroute finden. Die meisten Bereiche des Schlosses sind nicht zu besichtigen, aber in der Gutsschänke gibt es den vielfach international ausgezeichneten Johannisberger Riesling und einen tollen Ausblick.

Weitere Highlights entlang der Routen

  • Weinverladekran Oestrich: Zunächst erhebt sich in Oestrich zwischen Radweg und Rhein ein alter Weinverladekran. Von 1745 bis 1926 wurden hier Weinfässer und Baumstämme mit zwei Mühlrädern, die Kranknechte in Schwung brachten, auf Schiffe befördert.
  • Brentanohaus Winkel: In Winkel kann man das Brentanohaus mit seinem im Originalzustand erhaltenen Goethe-Zimmer besuchen. Die Frankfurter Familie Brentano zählte hier auch die Brüder Grimm zu ihren Gästen.
  • Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville: Die Stadt begrüßt Radler mit der von Weinhändler Matheus Müller gegründeten Sektkellerei. Touristisches Epizentrum ist die im 14. Jahrhundert erbaute Burg, einst Residenz der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten, mit üppigem Rosengarten. Besonders schön sitzt man direkt am Rhein in und an dem unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Personenschifffahrtsgebäude Anleger 511.
  • Pestpatron in Eltville: Vor dem Bahnhof von Eltville starten wir gemütlich nach rechts die Straße hinunter und radeln am Ende links. Jetzt immer geradeaus bis zum Rhein. Schon streift man Fachwerkhäuser und das mittelalterliche Ambiente von Eltville. Am Sebastiansturm fahren wir rechts rheinabwärts auf den Radweg. Der Heilige wurde nach den Pestjahren 1666/67 zum Stadtpatron erkoren. Der Rheinradweg ist hier als EuroVelo-Route 15 und hessischer Fernradweg R 3 beschildert und führt vorbei am Rosenbad, dem örtlichen Freibad. Wegen des geringen Gefälles hat der Rhein hier Inseln gebildet und wird fast einen Kilometer breit. Wir passieren zunächst die Königsklinger Aue und dann die Mariannenaue.

Die beste Zeit für eine Radtour

Die besten Jahreszeiten für eine Radtour im Rheingau-Taunus-Kreis sind der Frühling und der Herbst. In dieser Zeit erstrahlen die Weinberge in saftigem Grün oder leuchtenden Herbstfarben und das milde Klima lädt zum Radfahren ein. Im Sommer kann es hingegen recht heiß werden, daher ist eine Tour in den Morgen- oder Abendstunden empfehlenswert.

Orte zum Radfahren

Es gibt zahlreiche Orte im Rheingau-Taunus-Kreis, an denen man Fahrrad fahren kann. Besonders beliebt sind die Städte Rüdesheim und Eltville am Rhein sowie Bad Schwalbach im Taunus. Hier findet man gut ausgebaute Radwege, die sowohl für kurze Ausflüge als auch für längere Touren geeignet sind.

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