Bocholt, gelegen in der fahrradfreundlichen Region Münsterland, ist der ideale Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Radtouren. Mit 4.500 km ausgeschilderten Radwegen bietet das Münsterland ein Paradies für Radfahrer. Dank des praktischen Knotenpunktsystems lässt sich auch Bocholt problemlos erreichen und in individuelle Routen integrieren. Die Innenstadt von Bocholt liegt beispielsweise am Knotenpunkt 55, während der Aasee und das LWL-Textilwerk am Knotenpunkt 42 zu finden sind.
Das Münsterland: Ein Paradies für Radfahrer
Keine Erhebung steht einer ausgedehnten Radtour im Wege, denn wenn das Münsterland eher eben ist, dann erscheint es an der Grenze zum Niederrhein noch flacher. Kein Wunder, dass sich Radfahrerinnen und Radfahrer hier besonders wohl fühlen.
Tourenvorschläge rund um Bocholt
Entlang der Bocholter Aa nach Borken
Entlang der Bocholter Aa führt ein wunderschöner Radweg nach Borken in den Naturpark Hohe Mark.
Radtour zur Wasserburg Anholt
Eine traumhaft schöne Burg erwartet dich bei einer Radtour nach Isselburg im Ortsteil Anholt. Und wenn du schon einmal hier bist, wirf doch mal einen Blick über die Grenze zu unseren niederländischen Nachbarn. Hier ist Radfahren nicht nur Volkssport, sondern wahre Leidenschaft. Unternimm deine nächste Radtour rund um Bocholt.
Kurztrip in die Niederlande
Einfach mal kurz auf einen Sprung in die Niederlande? Und das mit „de Fiets“? Diese Tour führt dich zunächst aus Bocholt raus entlang der wunderschönen Aa. Bevor es dann über die Grenze zu unseren niederländischen Nachbarn geht, lohnt sich ein Abstecher zur Wasserburg Anholt. Weiter geht es mit einer Runde durch die Gelderländer Grenzregion. Zurück auf Bocholter Gebiet erwartet dich eine weitere sehenswerte Parkanlage: Das Gut Heidefeld und das lädt nicht nur zu Kaffee und hausgemachtem Kuchen ein: Durchstreife das prachtvolle Anwesen und fühl dich an englische Gärten und Parkanlagen des 19. Jahrhunderts erinnert.
Versteckte Schönheiten im Münsterland
So reizte uns die angebotene Tour des ADFC Bocholt-Rhede zum Thema „Versteckte Schönheiten im Münsterland“.
60 km Radtour: LWL-Museum Textilwerk - Raesfeld
Deine 60 km lange Radtour startet am LWL-Museum Textilwerk, das sich am Rande der Innenstadt von Bocholt befindet. Schon nach wenigen Metern erreichst du den wundervollen Aasee, der einen tollen Kontrast zur Industriekultur bildet. Auf den nächsten Kilometern begleitet dich die Bocholter Aa auf deinem Weg durch die schöne Landschaft des westlichen Münsterlandes.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
Das malerische Örtchen Marienthal mit seiner Klosterkirche und den einladenden Cafés ist ein perfektes Ziel für einen kleinen Abstecher. Von hier aus sind es noch ein paar Kilometer, bis du Raesfeld erreichst. Dein Weg führt dich zunächst durch den wunderschönen historischen Tiergarten. Dort kannst du dich an Heideflächen, Bachläufen, Seen und Wäldern erfreuen, die ein herrliches Landschaftsbild bilden. Schon nach wenigen weiteren Pedalumdrehungen eröffnet sich ein beeindruckender Anblick: Der 52 Meter hohe Schlossturm des Schlosses Raesfeld ragt unvermittelt in die Höhe. Das Wasserschloss ist von malerischen Gräften umgeben und bietet einen tollen Anblick. Die umliegenden Cafés und Restaurants sind perfekt für eine ausgedehnte Pause in besonderem Ambiente. Dein Weg führt dich erst einmal ins liebenswerte Ortszentrum und weiter nach Norden bis zum beliebten Pröstingsee. Das geht im Münsterland häufig viel besser als gedacht.
Weitere Radtouren und Angebote in Rhede
Über 60 Kilometer ausgewiesene Radwege durch und um Rhede laden Sie zu ausgiebigen Touren ein. Dazu noch Interessantes am Wegesrand - von Natur über Museen bis zu Bauwerken und Köstlichkeiten. Rad-Neulinge wie -Enthusiasten finden in Rhede zudem das passende Drumherum: eine beschauliche, ansprechende Innenstadt mit Markt, Schloss und Bach im Herzen, dazu eine kulinarisch vielfältige, entdeckenswerte Gastronomie, zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten von „rustikal“ bis „mondän“ sowie ein überraschend breites Kulturangebot. Das alles zusammen macht aus Rhede wahrscheinlich DIE besuchenswerteste Stadt im Westmünsterland - lassen Sie sich inspirieren, seien Sie dabei! Überzeugen Sie sich selbst auf einer unserer Routen oder vorab in unserer Broschüre So schön ist Rhede - Radfahren mit Genuss.
Auf den nachfolgenden Routenangeboten finden Sie sowohl GPX- als auch KML-Dateien und einen Link zur jeweiligen Google-Maps-Route. Alle Touren sind auch beim digitalen Tourenplaner-Portal komoot zu finden.
Lauschtour entlang der Bocholter Aa
Entdecken Sie die Region Bocholter Aa auf neuen Wegen und lauschen Sie an den schönsten Orten einzigartigen Geschichten. Seien Sie gespannt, was die Region zu erzählen hat. In Rhede erwarten Sie folgende Lauschpunkte: Versunken Bokelt, Wasserschnecke an der Aa, Kirche Sankt Gudula, das Medizin- und Apothekenmuseum sowie das ehemalige Kloster und Haus Rhede.
Naturräume in zwei Teilen
Diese Route besteht aus zwei Teilen - der Nord- und der Süd-Route - und hält für Sie einmalige Naturerlebnisse bereit.
- Naturräume Nord oder: "Schaurig ist's übers Moor zu gehen."
- Naturräume Süd oder: "Die Zeitreise Route"
Die Rheder Sagen-Safari per Fahrrad
Diese Radwandertour führt Sie nicht nur durch natürliche Venn- und Heidegebiete mit gebietstypischer Flora und Fauna, vorbei an alten Herrensitzen und Bauernhöfen, Sie erfahren auf dieser Rad-Safari auch Interessantes über die sagenhafte Geschichte unserer Stadt.
Praktische Informationen für Radfahrer
Verkehrssicherheit
Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.
Sicherheit im Straßenverkehr
Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Pedelecs und E-Bikes
Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.
ADFC-Mitgliedschaft
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.
ADFC-Radurlaubsplaner
Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.
Anreise nach Bocholt
Der Bahnhof von Bocholt wird von Zügen aus Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Dinslaken, Wesel, Emmerich und Arnheim angefahren. Am Bustreff von Bocholt halten zudem Schnellbusse aus Bad Bentheim, Gronau und Münster.
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