Radtouren in Göttingen und Umgebung

Nehmen Sie sich eine Auszeit, schnappen Sie sich Ihr Fahrrad und begleiten Sie uns auf einem unvergesslichen Abenteuer durch Göttingen und seine malerische Umgebung. Ob kleine Radtouren innerhalb des Stadtgebiets oder Ausflüge ins Umland - auf sehr gut ausgeschilderten Wegen ist man auf dem Fahrrad schnell in landschaftlich reizvoller Umgebung.

Die geografische Lage von Göttingen macht es zu einem idealen Ausgangspunkt für Radtouren in der Umgebung. Die Stadt liegt am Rande des Harzes und ist von sanften Hügeln sowie idyllischen Flussläufen umgeben. Diese natürliche Schönheit bietet den perfekten Rahmen für unvergessliche Fahrradtouren.

Beliebte Radwege rund um Göttingen

Eine der beliebtesten Routen in Göttingen führt entlang des Leine-Radwegs. Dieser gut ausgeschilderte Weg erstreckt sich über 410 Kilometer entlang des Flusses Leine und verbindet verschiedene Städte wie Hannover, Hildesheim und Hameln miteinander. Auf dem Leine-Radweg können Sie atemberaubende Landschaften genießen und historische Sehenswürdigkeiten entdecken.

Ein weiteres Highlight ist der Werra-Burgen-Steig-Radweg, der durch das nordwestliche Niedersachsen führt. Diese Route ermöglicht es Ihnen, mittelalterliche Burgen zu erkunden und gleichzeitig die schöne Natur rund um Göttingen zu erleben.

Für Abenteuerlustige gibt es auch anspruchsvollere Mountainbike-Strecken im Harzgebirge oder im Solling-Vogler-Naturpark. Hier können Sie steile Anstiege bewältigen und mit atemberaubenden Aussichten belohnt werden.

Empfohlene Radtouren

Hier sind einige empfohlene Radtouren in und um Göttingen:

  • Kunstfahrt direkt in Göttingen: Entdecken Sie beeindruckende Graffiti-Murals und versteckte Kunstwerke in der urbanen Landschaft.
  • Tour zum Wendebachstausee und Reinhäuser Wald: Genießen Sie die unberührte Schönheit des Reinhäuser Waldes und entspannen Sie am Wendebachstausee.
  • Kleine Harzvorland Radtour: Eine etwa 35 Kilometer lange Tour ohne große Steigungen, die zum Rhumequelle führt.
  • Rund um Witzenhausen: Eine rasante Tour für Rennradfreunde, die von Witzenhausen über Hann. Münden nach Kassel führt.
  • Rund um den Seeburger See: Eine familienfreundliche Tour rund um den Seeburger See und Gieboldehausen.

Die beste Zeit für Radtouren

Die besten Jahreszeiten für Radtouren in Göttingen sind der Frühling und der Sommer, wenn die Temperaturen angenehm mild sind und die Natur in voller Blüte steht. Im Herbst können Sie auch von den warmen Farben des Laubwaldes profitieren. Der Winter ist eher weniger geeignet, da das Wetter oft kalt und unbeständig ist.

Radfahren in Göttingen selbst

In Göttingen selbst gibt es zahlreiche Fahrradwege, die Ihnen ermöglichen, die Stadt auf zwei Rädern zu erkunden. Die Altstadt mit ihren historischen Gebäuden und engen Gassen eignet sich perfekt für eine gemütliche Sightseeing-Tour mit dem Fahrrad. Darüber hinaus gibt es viele Parks und Grünflächen, in denen Sie entspannte Fahrten genießen können.

ADFC Göttingen und seine Angebote

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Der ADFC bietet sach- und streckenkundige Führung und begrenzte Pannenhilfe. Die Touren sind im Allgemeinen kostenlos, trotzdem freut man sich über eine Spende.

ADFC-Mitgliedschaft

Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Der ADFC nimmt dafür - auch Dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzt sich auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein.

Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt.

Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.

Verkehrssicherheit

Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen.

Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.

Verhalten im Straßenverkehr

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.

Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

Pedelecs und E-Bikes

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter.

Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben.

Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.

Göttingen - Hann.-Münden Radweg

Die Länge der beschilderten Gesamtstrecke Göttingen - Hann. Münden beträgt 38 km. Inzwischen wurde ein Radweg abseits der Bahntrasse und entlang der Bundesstraße zum Gut Wellersen gebaut, wo schon zuvor ein betonierter Radweg auf der alten Bahntrasse entstanden war. Durch das Schedetal verläuft der Radweg wieder abseits der Trasse, die ungenutzt als sogenannte Ausgleichfläche für die neue ICE-Trasse herhalten musste.

Der Volkmarshäuser Tunnel, der einzige Tunnel des ehemaligen hannoverschen Streckennetzes, wurde auch als baufällig bezeichnet und bleibt bis heute ungenutzt. Die denkmalgeschützte eiserne Werratalbrücke aus dem Jahr 1949, Ersatz für die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Steinbrücke, ist sie seit 1995 wegen Baufälligkeit gesperrt.

Stationen: Göttingen - Groß Ellershausen -ehem Rischenkrug - Ossenfeld - Dransfeld - Gut Wellersen - Scheden - Volkmarshausen - Hann. Münden

Etwa 2,5 km westlich des Stadkerns von Göttingen, an der Siekhöhenallee, beginnt der Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse. Auf dem Radweg zwischen Hauptfriedhof und Eisenbahn findet man die Wegweiser nach Groß Ellerhausen, Dransfeld und Hann. Münden. Die asphaltierte Strecke führt schnurgerade Richtung Autobahn.

Über die Brücke und weiter nach Groß Ellershausen. die Hektometerstein der Bahnstrecke sind noch guit zu lesen. An der Ampel wird die Bundestraße 3 überquert, hier endete früher der Asphalt. Inzwischen wurde der Abschnitt bis zurMittelbergschule asphgaltiert In einer lang gezogenen Schleife von 180 Grad geht es auf einem Damm um Groß Ellershausen herum. Die Straße nach Hetjershausen wird durch einen "künstlichen Tunnel" unterquert. Hier ist der Ausbau der Fahrbahn wieder zu Ende.

Durch einen langen Einschnitt erreicht man die Brücke der B3 nach Dransfeld, die die Bahntrasse überquert. Das einzige größere Bauwerk der Trasse auf diesem Abschnitt ist gut erhalten.

Der Radweg hat bereits ordentlich an Höhe gewonnen, dieser Abschnitt ist Teil des Weser-Harz-Heide Radfernwegs. Vorbei an den wegen Verschmutzung schlecht lesbaren und in Schieflage geratenen Wegweisern, führt die ruppige Fahrbahn weiter aufwärts. Nur zwei schmale Fahrstreifen sind übrig geblieben, aber die breite Trasse ist zumindest gemäht. Schließlich erreicht man ein Waldgebiet. Immer noch stehen hier die unfallträchtigen Pfostensperren.

Kerzengerade aufwärts durch den flachen Einschnitt geht die Fahrt, bis man die B3 erreicht. Hier verlässt der Radeg die Bahntrasse.

An der Straße entlang führt ein gut ausgebauter Radweg, geschützt durch die Leitplanke. Hier, vor dem früheren Gasthof Rischenkrug, kreuzte die Bahnstrecke die Straße.

Doch schon nach knapp 500 m ist wieder Schluss mit dem Radweg. Kein Verkehrsschild regelt die unübersichliche Situation bei abbiegenden Autos an der Straße nach Klein-Wiershausen, die hier als Fahrradstrecke dient. Man folgt dem kleinen Wegweiser links ab den Berg hinauf.

Ein asphaltierter Weg führt hinauf nach Varmissen, vorbei am Grillplatz am Waldrand. In flotter Fahrt geht es nun hinab nach Dransfeld.

Am westlichen Ortsausgang von Dransfeld beginnt wieder ein Radweg entlang der B3. Hinter der Kurve wird der Blick ins Tal frei. Man erkennt das Schotterbett der alten Bahnstrecke, das ungenutztin die Landschaft durchquert. Der neue Radweg hingegen nimmt einen achterbahnähnlichen Verlauf.

Am Gut Wellersen trifft man wieder auf die Bahntrasse. Hier beginnt der zweite Bahntrassenabschnitt Richtung Scheden. Dieser Abschnitt verdient den Namen Radweg, fern vom Autoverkehr durch eine grüne Landschaft. Auch hier stehen noch die Steine der Kilometrierung.

Der Bahndamm führt am Hangentlang, die Radler wechseln auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg. Am Ortsrand von Scheden passiert man einen Straßendurchlass und eine Bahnbrücke im Verlauf der Bahntrasse durch den Ort.

Der beschilderte Radweg führt durch den Ort und verlässt nun den Verlauf der Bahnstrecke. An einer uralten Eiche vorbei folgt man dem Weg durch die Felder, der bald nach rechts hinab ins enge Tal der Schede abzweigt. Noch einmal muss der Bach überquert werden, dann mündet der Weg an der B3. Auf der anderen Straßenseite führt der Radweg weiter abwärts nach Volkmarshausen.

Vergessen im Wald oberhalb von Volkmarshausen liegt der gleichnamige Tunnel. Etwas mühsam den Waldweg hinauf erreicht man die zugewachsene Bahntrasse. Der Tunnel verläuft in einer leichten Kurve von Süden nach Osten, die Länge beträgt etwa 325 m.

Wieder auf dem Radweg geht es von Volkmarshausen nach Gimte und Hann.- Münden.

Wichtige Hinweise für Radtouren

  • Wir fahren keine Rennen. Auch wenn wir persönlich ab und zu lieber etwas schneller fahren, sollten wir uns trotzdem dem Langsamsten in der Gruppe anpassen.
  • Jeder sollte auch ein wenig darauf achten, ob jemand abfällt, und sollte das gegebenenfalls an der Spitze melden, denn die Tourenleiter*innen können nicht alle(s) im Auge behalten.
  • Es gilt die Straßenverkehrsordnung! Das Fahren in der Gruppe erfordert darüberhinaus von allen Teilnehmer*innen erhöhte Aufmerksamkeit. Um Unfälle zu vermeiden, sollte niemand wild bremsen oder unvermittelt ausscheren. Auch das "Rechts-Überholen" sollte möglichst vermieden werden.
  • Neben dem gebührendem Verhalten auf der Straße sollten alle Teilnehmer*innen ein verkehrstüchtiges Fahrrad haben. Das heißt, dass Bremsen, Beleuchtung und Klingel funktionieren. Auch eine Gangschaltung wäre von Nutzen.
  • schmiert die Kette noch einmal nach und pumpt genügend Luft in die Reifen! Das schont den ganzen Antrieb und erleichtert außerdem das Treten.
  • Für wetterfeste Kleidung, Verpflegung, Geld (Eintritt, Zug, Spende) und gute Laune ist jeder selbst verantwortlich. Wir empfehlen, ausreichend Getränke, einen Ersatzschlauch und evtl. Werkzeug mitzunehmen.
  • Alle Teilnehmer*innen sind für die Einhaltung der StVO und die Verkehrssicherheit ihres Fahrrads selbst verantwortlich.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Göttingen ein wahres Paradies für Radfahrer ist. Mit seinen malerischen Landschaften, gut ausgebauten Radwegen und touristisch relevanten Sehenswürdigkeiten bietet diese Region alles, was das Herz eines Fahrradfans höher schlagen lässt. Auf's Rad und los geht's!

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